Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Norbert Lüttringhaus

Herr Lüttringhaus

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© LüttringhausHerr Lüttringhaus praktiziert als Kinderarzt in Düsseldorf. (© Lüttringhaus)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Norbert Lüttringhaus interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Kinderarzt.

jameda: Herr Lüttringhaus, was hat Sie motiviert, Arzt zu werden?

Herr Lüttringhaus: Ich wollte immer einen sinnvollen Beruf ausüben, der mir jeden Tag bestätigt, dass ich den Menschen helfen konnte.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Lüttringhaus: Dass sich die Eltern und Kinder vertrauensvoll an mich wenden, weil Sie wissen: Da wird ihnen geholfen. Über die Kinder kann man die Eltern informieren, dass sie auch als Familie gesund bleiben.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Lüttringhaus: Zum Glück keinen.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Herr Lüttringhaus: Dass die Ausdauer in der Behandlung nachher mit besserer Lebensqualität belohnt wird.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Lüttringhaus: Ich würde ihn fragen, ob er nicht auch im Alter gesund sein möchte.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Lüttringhaus: Ich würde Präventionsmaßnahmen mehr in den Fokus stellen, wie z. B. mehr Investitionen in Ernährungsberatung, Kindererziehung und Förderung in Kindergarten und Schule.

Änderung der Inhalte im Medizinstudium sollten wieder mehr patientenorientiert sein. Medizin sollte weniger profitorientiert sein.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Lüttringhaus: Man sollte mehr auf beratende Medizin und ganzheitliche Behandlung setzen und weniger nebenwirkungsreiche Medikamente verordnen.

© LüttringhausDas Wartezimmer der Privatpraxis Lüttringhaus. (© Lüttringhaus)jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Lüttringhaus: Wir setzen auf mehr Naturheilverfahren, Ernährungsberatung und ganzheitliche Therapieansätze. Geräte sind nicht immer notwendig.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Lüttringhaus: Ja, ich erinnere mich an eine nicht erkannte akute Blinddarmentzündung bei einer Erwachsenen, die dann vom Kinderarzt ins Krankenhaus eingewiesen wurde.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Lüttringhaus: Achten Sie auf das, was Sie essen: Kaufen Sie nur „gesunde Sachen“. Für`s Auto wird auch nur das Beste gekauft.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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