Meinem Kind ist übel – Was darf es jetzt essen und trinken?

Gesponsert von

© fotolia - tatiana1987Was sollte Ihr Kind zu sich nehmen, wenn es unter Übelkeit leidet? (© fotolia - tatiana1987)Bauchschmerzen und Übelkeit sind bei Kindern keine Seltenheit. Die Ursachen sind vielfältig und völlig unterschiedlicher Natur. Zu den häufigsten Gründen zählen vor allem Magen-Darm-Infektionen durch Viren oder Bakterien, bestimmte Nahrungsmittel, Reiseübelkeit, aber auch Sorgen und Stress. Wirkt Ihr Kind krank, hat es Fieber oder leidet unter Erbrechen und Durchfall, ist grundsätzlich ein Besuch beim Kinderarzt angebracht. Ein gemütliches Krankenlager mit einer kuscheligen Decke, ein warmes Körnerkissen auf dem Bauch und möglichst viel Ruhe tun den meisten Kindern jetzt gut.

Das Wichtigste zuerst: Trinken!

Natürlich spielt die Ursache der Übelkeit eine entscheidende Rolle, wenn es um die Wahl geeigneter Speisen geht. Das gilt besonders dann, wenn ein Magen-Darm-Infekt dahinter steckt, denn die Schleimhaut der Verdauungsorgane ist nun gereizt und sollte behutsam behandelt werden.

  • Bei Bauchschmerzen und Übelkeit gilt generell: Hat Ihr Kind keinen Appetit, überreden Sie es nicht zum Essen! Oftmals entscheiden Kinder instinktiv richtig, indem sie ihren Körper jetzt nicht zusätzlich mit Nahrung belasten.
  • Ihr Kind sollte besonders bei Durchfall und Erbrechen mit ausreichend Flüssigkeit versorgt sein. Geschieht dies nicht, besteht die Gefahr, dass der Körper austrocknet. Besonders bei kleinen Kindern und Säuglingen kann das schon nach wenigen Stunden der Fall sein.
  • Geeignete Getränke für Kinder mit Bauchschmerzen sind stilles Wasser, am besten raumtemperiert, und Kräutertees.
  • Bei Durchfall und Erbrechen sollten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke und Säfte verzichten, da sie die Schleimhäute von Magen und Darm zusätzlich reizen.
  • Fehlt Ihrem Kind gänzlich der Appetit, können Sie in Tees zusätzlich Traubenzucker, oder – bei Kindern über einem Jahr – auch Honig einrühren. Auf diese Weise verhindern Sie, dass der Blutzuckerspiegel zu sehr absinkt.
  • Bestimmte Kräutertees wirken besonders beruhigend, entkrampfend und entblähend auf Magen und Darm. Dazu gehören vor allem Kamille sowie Mischungen aus Fenchel, Anis und Kümmel.
  • Hat Ihr Kind Durchfall oder muss es sich häufiger übergeben, verliert es neben Flüssigkeit auch wichtige Salze (Elektrolyte). In diesem Fall können Sie die Getränke zusätzlich mit Glukose-Elektrolyt-Lösungen aus der Apotheke ergänzen oder Ihren Kinderarzt nach einem geeigneten Produkt fragen. Babys sollten weiterhin gestillt werden, nach Rücksprache mit dem Kinderarzt können Elektrolyte zusätzlich über die Flasche verabreicht werden.

Um seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken, muss Ihr Kind nicht unbedingt große Mengen auf einmal trinken. Meist ist es besser, in kleinen Schlucken und über den Tag verteilt zu trinken. Bei häufigem Erbrechen können zudem Zäpfchen mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat (Vomex A) die Übelkeit lindern und so dafür sorgen, dass Ihr Kind die aufgenommene Flüssigkeit auch bei sich behält.

Pflichttexte 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
0
Interessante Artikel zum Thema „Kindergesundheit”

Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon