Wie bewahre ich meine Kinder vor Karies?

M.Sc. Budde

von
verfasst am

©contrastwerkstatt-fotoliaZahngesundheit beginnt bereits in der Kindheit! (©contrastwerkstatt-fotolia)Eltern fragen sich oft, wie Sie Ihre Kinder vor Karies bewahren können. Dazu möchte ich Ihnen einige hilfreiche Tipps geben. Jeder Mensch besitzt Milliarden von Bakterien in seiner Mundhöhle. Diese Bakterien bezeichnet man als Kleinstlebewesen. Wenn die Kleinstlebewesen mit Zucker in Berührung kommen, entstehen bereits nach wenigen Sekunden Säuren, die den Zähnen schaden können. Wiederholt sich dieser Vorgang, wird zuerst der Zahnschmelz, dann das Zahnbein und zum Schluss der ganze Zahn zerstört - treffen Mundbakterien und Zucker also aufeinander, entstehen Säuren, die Karies zur Folge haben.

Zuckerkonsum

Kinder essen viele Süßigkeiten - Eltern sollten daher besonders darauf achten, wie viel Zucker ihre Kinder an einem Tag zu sich nehmen, denn für die Kariesentstehung ist besonders die Häufigkeit von Säureangriffen entscheidend.

Der Verzehr von viel Zucker auf einmal ist für unsere Zähne weniger schädlich als kleinere Mengen über den ganzen Tag verteilt. Das bedeutet, dass die Zwischenmahlzeiten nicht aus Bonbons, Kuchen, Schokolade, Schnitten oder Limonade bestehen sollten, sondern eher aus Obstsorten mit einem geringen Zuckeranteil.

Bananen oder getrocknete Früchte beispielsweise gehören nicht zu dieser Gruppe, denn sie haben einen hohen Zuckeranteil und bleiben an den Zähnen kleben. Eltern sollten Ihren Kindern eher ein Brot/Brötchen mit Butter oder Margarine, Käse, Quark oder auch mit magerer Wurst empfehlen. Zum Trinken können Sie Ihren Kleinen Milch, ungezuckerten Tee oder Sprudel anbieten.


Zahnfreundliche Süßigkeiten

Für Kinder, die zwischen den Mahlzeiten naschen müssen, gibt es spezielle Süßigkeiten, die mit Zuckeraustauschstoffen hergestellt sind (z.B. Xylit, Sorbit oder Isomalt).

Der Vorteil dieser Süßigkeiten ist, dass sie wie „gezuckerte“ Süßigkeiten schmecken. Die besten Süßigkeiten für Ihre Kinder sind die, welche das Zeichen „Zahnmännchen mit Schirm“ besitzen - es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass diese Süßigkeiten keine Karies verursachen.

Generell ist bei zuckerfreien Süßigkeiten Vorsicht geboten, denn „zuckerfrei“ bedeutet nicht gleich zahnfreundlich.

Ein sauberer Zahn wird nicht krank

Mundbakterien produzieren Säuren nicht nur aus Zucker, sondern auch aus Kohlenhydraten, wie zum Beispiel Stärke, die in Brot und Teigwaren enthalten ist. Bei der Verarbeitung benötigen die Mundbakterien jedoch mehr Zeit.

Aus diesem Grund sollte man nach jeder Mahlzeit gründlich seine Zähne putzen und abends nochmal zusätzlich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide säubern. Regelmäßiges Zähneputzen ist nicht nur für die Gesundheit gut, sondern hilft auch gegen Mundgeruch.


Fluorid macht Zähne haltbarer

© joannawnuk_iStockZu viel Zucker kann Karies verursachen. (© joannawnuk_iStock)Fluorid ist in vielen Zahnpasten, Gelen, Mundspüllösungen, Mundwässern oder Tabletten enthalten, die man sich für Zuhause besorgen kann. Ebenso kann Ihnen Ihr Zahnarzt ein Fluoridlack auf die Zähne auftragen.

Fluorid beschleunigt die Remineralisation, d.h. die Reparatur kleiner Zahnschäden, die durch Säuren verursacht wurden und es sorgt dafür, dass die Zähne länger halten.


Allgemeine Zahntipps für gesunde Zähne

  • möglichst selten zuckerhaltige Nahrungsmittel verzehren
  • Zwischenmahlzeiten sollten grundsätzlich zuckerfrei sein
  • nach den Mahlzeiten und nach zuckerhaltigen Zwischenmahlzeiten gründlich die Zähne putzen
  • regelmäßig Fluorid anwenden
  • zweimal jährlich zur Kontrolle und zur Individualprophylaxe zum Zahnarzt gehen – auch bei beschwerdefreien Zähnen

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