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Was lehren wir unsere Kinder?

Frau Voigt

von
verfasst am

© kids.4pictures - Fotolia.com© kids.4pictures - Fotolia.comBeginnen möchte ich meine Ausführungen mit Zeilen aus einem Gedicht von Pablo Casals: "...Und was lehren wir unsere Kinder ? Wir lehren sie, dass zwei und zwei vier ergibt, und dass Paris die Hauptstadt von Frankreich ist..."

Glückliche Familien sind das Fundament für eine funktionierende Gesellschaft und der Garant für glückliche Kinder. Diese glücklichen Kinder sind in der Lage, wiederum glückliche Familien zu gründen. Doch wie sieht es in der Realität aus? Wenn unsere Kinder klein sind, lernen sie rechnen und schreiben. Später erlernen sie einen Beruf, studieren und lernen ein Auto zu führen. Alles mögliche wird ihnen beigebracht, für alles gibt es Prüfungen. Doch wer lehrt ihnen, wie eine glückliche Partnerschaft zu führen ist, welche Partner zueinander passen, wie man ein Kind erzieht, damit es im Leben erfolgreich bestehen kann? Niemand!

Das wird weitestgehend dem Selbstlauf überlassen. Eventuell werden im Religions- oder Ethikunterricht Grundlagen vermittelt. Sicher gibt es eine Vielzahl sozialer Angebote. Doch diese stoßen durch die Kürzung staatlicher Mittel an ihre Grenzen und sind zunehmend mit der Schadensbegrenzung beschäftigt. Wir überlassen das Fundament unser Gesellschaft also dem Selbstlauf - wird schon irgendwie gehen!
Das Ergebnis sehen wir in der Scheidungsrate, die zielstrebig nach oben geht und in der ebenfalls gen Himmel strebenden Kurve von negativen psychischen Befindlichkeiten. Es fehlen Schulungs- und Präventionsangebote, die in den Schulunterricht eingebunden werden. Projektwochen, Diskussionsstunden, Ideenaustausch und Lebens- und Partnerschaftsschulungen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (3)


14.06.2012 - 12:16 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort! Griech. "philein =...

von Franz Josef Neffe

... lieben" und "sophia = Weisheit" und Weisheit kommt von Wissen und das von griech "idein" oder lat. "videre", was jeweils "sehen" bedeutet. Man "sieht", wenn man "Ideen" und "Visionen" hat. Sehen ist eine BeGABung, die jeder von uns bekommen hat. Statt Papier"wissen" zu behalten, könnten wir jederzeit von unserer originalen Begabung Gebrauch machen - wenn man uns nicht erfolgreich suggeriert und die Suggestion tabuisiert hätte, dass wir keine Begabung haben. Eine simple Korrektur der unbewusst wirksamen Suggestion kann oft schon die Lösung einleiten. Bis und wenn man all das ent-deckt, er-fährt man natürlich auch Bitteres. Dass einem dieses soviel aufschließt, macht aber nicht ver-bittert. Es ist sicher eine gute Begabung, wenn wir auch das Bittere im Hintergrund wahrnehmen und damit fein umgehen können. Die wichtigsten Entscheidungen ergeben sich ja aus unserem Umgang mit den feinen Kräften des Lebens. Ja, es freut mich, wenn wir den guten Kräften helfen können, sich zu entfalten, zu wachsen und eine bedeutende Rolle in einem Leben zu spielen, das uns allen gut tut. Schon damit ich mich darüber freuen kann, wünsche ich Ihnen viele gute Erfolge. Franz Josef Neffe

02.06.2012 - 12:41 Uhr

LERNEN & LEHREN kommt von germ. LAISTI = DIE...

von Franz Josef Neffe

... FÄHRTE. Man lernt, indem man eine Fährte des Lebens verfolgt und eigene ErFAHRungen sammelt. Wenn mich mein LERNEN so fasziniert, dass andere neugierig werden und mir VON SICH AUS FOLGEN WOLLEN, dann bin ich LEHRER. LEHRER sind mitreißende Vorbilder für Lernen und haben SOG-Wirkung. Als Ich-kann-Schule-Lehrer nehme ich das genau. In unseren SCHULEN, die ziemlich gtenau das Gegenteil von dem sind, was das Wort bedeutet und die man korrekterweise als Unterrichtsvollzugsanstalten bezeichnen müsste treffen wir nur selten LEHRER an. Wer heute Lehrer werden will, muss dafür erst einmal eine leere Planstelle ausf+llen; das ist seine Grundfunktion. Dann ist sein Hauptauftrag als Ausführungsorgan der Staatsgewalt, den Lehrplan und den Unterricht zu vollziehen und darüber den Nachweis zu führen. Korrekterweise müssten wir von Unterrichtsvollzugsbeamten/angestellten sprechen. Deren Auftrag ist es mitnichten, zu LEHREN, also ein mitreißendes Vorbild für LERNEN zu sein. Ihr Auftrag ist es, Unterricht vorzubereiten und durchzuführen. Beibringen, Vermitteln, Unterrichten, damit boykottieren sie im staatlichen Auftrag jeden natürlichen LERNprozess. Wenn der "Lehrer" alle Blumen auf der Lernwiese abmäht und sie den Kindern beibringt, welchen Sinn macht es dann noch die Fährte der Blumen zu verfolgen und dabei ureigene ErFAHRungen zu sammeln? So vernichtet man starke, natürliche, originale menschliche Entwicklungen. In unseren Lehrplanvollzugsanstalten wird nicht gelehrt und gelernt, dort UNTERRICHTET. Immer steht eine/r OBEN und die UNTEN üben ein, sich danach zu richten. Alles was VON OBEN HERAB kommt, macht DRUCK. Unter Druck wächst nichts. Wenn ich eine Steinplatte auf den Rasen lege, geht das Gras darunter ein. Wenn ich Druck auf Lehrer, Schüler, Eltern lege, wächst ihre Persönlichkeit nicht sondern sie geht ein. Und wenn der Mensch nicht wächst, ist er dem Leben nicht GEWACHSEN. Wir können diese simplen, alles zerstörenden Fehler nicht durch immer mehr Aufwand an M;aterial und Personal lösen. Dieser Aufwand ist gar nicht nötig. Es muss nur - wie in Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern - dem Bildungskönigen und ihren Hofschranzen endlich einmal jemand sagen, dass sie nackt sind und nicht für ihr Amt taugen. Sofort kann alles anders werden und die NOT enden, wenn wir aufhören, die feinen und entscheidenden Geistes- und Seelenkräfte zu NÖTigen. Wir brauchen nur - wie in der Ich-kann-Schule - Druck gegen SOG-Wirkung austauschen. Wir brauchen nur statt der Steigerung unserer dümmlichen ErPRESSungsversuche uns was einfallen zu lassen, was ZIEHT. Genau dafür sind wir doch mit GEIST begabt. Stell Dir vor, wir Erwachsenen würden alle täglich etwas dazulernen, was unser Herz erfreut! Die Kinder könnten tatsächlich erleben, dass LERNEN FREUDE macht! Wir hätten SOG-Wirkung. Es ginge uns GUT und man würde sich dafür interessieren, wie wir dazu gekommen sind. Stattdessen frustrieren wir uns selbst ständig noch mehr und drücken mit unserem verkehrten Lebensstil alles und alle unter unser eigenes, erbärmliches Niveau. Mich haben immer die Talente am meisten interessiert, von denen behauptet wurde, die gebe es nicht oder die seien defekt o.ä. Bei meinen Ich-kann-Schule-Experimenten habe ich immer wieder erlebt, dass die betroffenen Kinder, die ihnen abgesprochenen Talente sofort entfalten und mit ihnen Erstaunliches zustande bringen, ohne dass ich die Sache irgendwie geübt hättew mit ihnen, wenn ich nur diesen feinen, sensiblen Talenten ihre WÜRDE wiedergebe und achtsam mit ihnen umgehe. Wir sollten uns also endlich abschminken, dass menschliche Entwicklung nur dann möglich werde, wenn irgendein Erwachsener ständig danebensteht und sich einmischt. Schon in meiner Studentenzeit bin ich solchen Fragen nachgegangen und habe gesehen, dass das Problem, wenn der Lehrer sich um den einzelnen Schüler kümmerte, danach in der Regel nicht kleiner sondern größer war. GEIST IST NICHT DUMM. Er braucht unsere Schablonen und plumpen Vorgaben nicht. Er braucht unsere Achtung und unser Interesse, dann kann er uns zeigen, was GEIST ist. Zum Schluss möchte ich noch darauf verweisen, dass LERNEN & LEHREN nur zwei Seiten ein- und derselben Medaille sind. Wer lernt, lehrt, und wer lehrt, sollte nicht übersehen, dass er zugleich lernt. Wir sind die Lehrer der Kinder und die Kinder sind unsere Lehrer. Und in der Regel sind sie bessere Lehrer als wir. Ich grüße freundlich. Franz Josef Neffe

Frau Voigt

Antwort vom Autor am 13.06.2012
Heidemarie Voigt

Hallo Herr Neffe, vielen Dank für Ihren tiefsinnigen Kommentar. Ich möchte ihn fast philosophisch nennen. Ja, lernen und lehren sind nur zwei Seiten ein- und derselben Medaille. Das erlebe ich jeden Tag in meiner Praxis und ich bin sehr glücklich darüber, von meinen Klienten etwas zu lernen und ihnen Hoffnung zu lehren. Ich weiß, dass ich die Welt nicht verändern kann, ich kann nur versuchen, sie für die Menschen, denen ich begegne und die mir begegnen, ein wenig schöner und liebevoller zu machen. Ich freue mich, von Ihnen gehört zu haben, wie Sie Talente fördern und finden und das Unmögliche für möglich halten. Zwischen den Zeilen lese ich ein wenig Verbitterung, oder ist das nur mein Empfinden? Freuen Sie sich an Ihren Erfolgen, Herr Neffe. Die Kinder werden Sie für Ihre Arbeit lieben. Und freuen wir uns gemeinsam, an einem Puzzle für mehr Verständnis und Menschenliebe mitarbeiten zu dürfen. Herzlichst, Ihre Heidemarie Voigt

04.12.2011 - 10:39 Uhr

Vielen Dank für den Denkanstoß ich bin 34...

von N.L.

... Jahre alt und erziehe zwei Kinder im alter von 6 und 8. Sie haben Recht mit dem was sie schreiben, meine Umsetzung an ihren Anregungen, wurde und wird immer gern sabotiert von der "älteren" Generation. Wenn man selbst erzogen wurde mit einer Anleitung zum Unglücklich sein und selbst in mühevoller Kleinarbeit aufarbeitet und sich vornimmt es besser zu machen... Ob es mir dennoch gelungen ist oder gelingen wird, wird sich rausstellen. Warum werden z.B. im Alltag unseren Kindern elementare Menschenrechte verwehrt? Klar.. den meisten ist das nicht bewusst. Das recht NEIN zu sagen z.B. ist wichtig um später nicht ein Opfer zu werden. Opfer im Beruf oder Ehe! Aber welche Mutter oder Vater akzeptiert das wirklich und manipuliert dann nicht rum mit einem "jetzt bin ich aber traurig" oder "stell dich nicht so an"

Frau Voigt

Antwort vom Autor am 13.06.2012
Heidemarie Voigt

Guten Abend N.L., sorry, dass ich so spät auf Ihren Kommentar antworte. Ich bin mir sicher, dass Sie bei der Erziehung Ihrer Kinder das Beste geben. Wenn Sie erkannt haben, was bei Ihrer eigenen Erziehung nicht optimal gelaufen ist und sich auf Entdeckungsreise Ihres Lebens begeben haben, dann sind das gute Voraussetzungen, Ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Doch seien Sie liebevoll und nachsichtig mit sich und verzeihen Sie sich die Fehler, die passieren, weil Eltern eben auch nur Menschen sind. Vielleicht können Sie Ihren Eltern verzeihen, wie ich es getan habe. Unsere Eltern haben Ihr Bestes bei unserer Erziehung gegeben. Erst in den letzten Jahren wurden die Ursachen für ein geringes Selbstbewusstsein erforscht. Wenn Sie bei einem Fehlverhalten Ihrem Kind sagen:" Ich liebe dich. Doch was du getan hast, ist nicht in Ordnung." Also Person und Verhalten trennen, dann machen Sie sehr viel richtig und aus Ihren Kindern werden starke Persönlichkeiten. Dafür wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen Kraft und viel Liebe. Ihre Heidemarie Voigt


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