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Wenn die Kleinen Zähne kriegen

Claudia Galler

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Die Zeit, in der Babys ihre ersten Zähne bekommen, kann sowohl für das Kind als auch die Eltern recht anstrengend sein. Wie man den Kleinen das Zahnen erleichtert, erklärt die jameda Gesundheitsredaktion in diesem Gesundheitstipp.

20 Milchzähne bahnen sich ihren Weg durch das Zahnfleisch
Ihre ersten Zähne bekommen Säuglinge etwa im sechsten Lebensmonat, manche Kinder sind früher, manche später dran. Zuerst brechen meist die unteren Schneidezähne durch, nach und nach bildet sich bis zum 30. Lebensmonat ein Gebiss mit 20 Milchzähnen aus. Milchzähne dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne und beginnen im Schulalter auszufallen.

Die einen spüren wenig, andere Kinder sind schmerzhaft geplagt
Viele Kinder haben keine größeren Beschwerden beim Zahnen, für andere ist es jedoch eine anstrengende und schmerzhafte Zeit. Die ersten Zähne kündigen sich durch jede Menge Speichel an, so dass die Kleinen auffallend viel sabbern. Die Kinder stecken Spielzeug und ihre Finger in den Mund, um darauf herum zu kauen und so den Druck zu lindern. Oft ist das Zahnfleisch geschwollen und schmerzt. Manche Babys sind weinerlich und gereizt, sie brauchen viel Zuwendung und schlafen unruhig. Die Verdauung kann gestört sein, die Kleinen bekommen Durchfall und einen wunden Po. Auch eine erhöhte Körpertemperatur oder Fieber können das Zahnen begleiten. Viele Kinder haben rote Wangen, wenn die ersten Zähnchen kommen.

Beißring, Massage und Veilchenwurzel
Gekühlte Beißringe aus schadstofffreiem Plastik sind ideal, um schmerzendes, geschwollenes Zahnfleisch zu beruhigen. Auch eine sanfte Massage mit dem Finger erleichtert den Druck auf das Zahnfleisch. Viele Eltern geben ihren Kindern Veilchenwurzel zum Kauen. Dieser Wurzelstock der Schwertlilie enthält ätherische Öle und Schleimstoffe, die antientzündlich und beruhigend wirken. Die Wurzel wird an einem kurzen Band an der Kleidung des Kindes befestigt. Aus hygienischen Gründen muss man die Wurzel regelmäßig für 5 Minuten in Wasser abkochen. Die Verwendung von Bernsteinketten ist umstritten. Sie werden vom Baby um den Hals getragen und sollen beim Zahnen helfen. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen, auch besteht die Gefahr, dass sich das Kind damit würgt und bei Zerreißen der Kette Steine verschluckt.

Heilpflanzen, Homöopathie, Mittel gegen Entzündung und Schmerzen
Gegen die Reizung des Zahnfleisches kann man einen ausgekühlten Sud aus Salbeiblättern und Kamillenblüten auftragen. Zahnungsgele enthalten neben Kamillenextrakt oft auch lokalbetäubende und entzündungshemmende Wirkstoffe wie Lidocain. Sie können mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgerieben werden. Homöopathische Arzneimittel, die bei Zahnungsbeschwerden helfen, gibt es als Globuli zum Einnehmen oder als Zäpfchen zur rektalen Anwendung. Dabei sind Kombinationspräparate auf dem Markt, die mehrere homöopathische Einzelstoffe enthalten. Man kann aber auch auf Einzelmittel zurückgreifen, je nach Krankheitszeichen werden z. B., Chamomilla, Pulsatilla oder Belladonna verwendet. Sind die Schmerzen stark und das Fieber hoch, können schmerzstillende und fiebersenkende Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol als Saft oder Zäpfchen gegeben werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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