Zahnstein im Kleinkindalter – so hilft intensive Mundhygiene

So beugen Sie Zahnstein bei Kindern vor. (© drubig-photo - fotolia)

Kinder müssen von klein auf erst einmal lernen, wie das Zähneputzen richtig geht. Da vor allem Kleinkinder bei der Mundhygiene Defizite aufweisen, ist es für sie wichtig, das richtige Zähneputzen zu erlernen.

Wie entsteht Zahnstein?

Solange noch Defizite vorhanden sind, bleiben Beläge auf den Zähnen vorhanden. Sind diese Beläge ein paar Tage auf den Zähnen, ohne entfernt zu werden, bildet sich Zahnstein. Er bildet sich vor allem im Unterkiefer vorne. Da dort die Speicheldrüsen sind und die Beläge gut mit Mineralien versorgt werden, sodass die Beläge erhärten und zu Zahnstein werden.

Wie lässt sich Zahnstein vermeiden?

Um Zahnstein zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Erziehungsberechtigten das Kind bei der Mundhygiene unterstützen. So ist es empfehlenswert, dass bei Kleinkindern und Kindern ein Erwachsener so lange nachputzt, bis das Kind ordentlich Schreibschrift schreiben kann. Erst dann sind die motorischen Fähigkeiten des Kindes so weit ausgebildet, dass es gut genug alleine die Zähne putzen kann.

Lässt das Kind dies nicht zu, weil es sich schon alt genug fühlt, ist es möglich, mit Färbetabletten die Beläge auf den Zähnen anzufärben. Die Färbetabletten werden nach dem Zähneputzen angewandt. Die nach dem Putzen verbleibenden Beläge färben sich an und das Kind kann sehen, wo es überall nicht geputzt hat. Anschließend kann das Kind die gefärbten Beläge selber wegputzen oder ein Erwachsener putzt nach.

Zusätzlich kann eine elektrische Zahnbürste (für Kinder!) das Kind beim Zähneputzen unterstützen. Die elektrische Zahnbürste motiviert das Kind oftmals mehr, die Zähne regelmäßiger und intensiver zu putzen. Um nach dem Entfernen der Beläge eine möglichst glatte und widerstandsfähige Zahnoberfläche zu hinterlassen, empfiehlt es sich, eine Zahnpasta mit Fluorid zu verwenden. Das Fluorid verbindet sich mit dem Zahnschmelz und der Zahnschmelz wird gegen Bakterien gestärkt. Denn sie können dann nicht so gut am Zahnschmelz anhaften.

Abends nach dem Zähneputzen sollte selbstverständlich nichts mehr gegessen werden und nur Wasser getrunken werden. Außerdem spielt die Ernährung eine große Rolle. Um die Bildung von Belägen und Zahnstein zu minimieren, ist es ratsam, den Zuckerkonsum zu minimieren und regelmäßig Rohkost anzubieten.

 

Worauf sollten Eltern zusätzlich achten?

Des Weiteren sollten Kinder ab sechs Jahren alle sechs Monate zur Putzschule (individuelle Prophylaxe). Dort lernt das Kind die für das Alter entsprechende Putztechnik. Hierbei wird dann auch der Zahnstein regelmäßig entfernt und die Zähne werden poliert, um eine erneute Zahnsteinbildung zu erschweren.

Ein weiterer Faktor der vermehrten Zahnsteinbildung ist die sog. „Mundatmung“. Sollte auffallen, dass das Kind überwiegend durch den Mund atmet, empfiehlt es sich, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen, um abzuklären, ob die Nasenatmung behindert ist.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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