Heller Hautkrebs - Licht statt Skalpell

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© webphotographeer – istockphoto.comZu viel UV-Strahlung kann zu aktinischer Keratose führen (© webphotographeer – istockphoto.com)Wir alle lieben Sonnenlicht, doch zu viel schadet unserer Haut. Ein hohes Maß an UV-Strahlung erhöht die Gefahr von ernsthaften Hautschäden.
Die häufigste durch UV-Strahlung hervorgerufene Hautveränderung ist die aktinische Keratose, eine Vorstufe von hellem Hautkrebs. Nicht nur die Sonnenanbeter unter uns, sondern auch Freizeitsportler und Menschen, die berufsbedingt im Freien arbeiten, sind gefährdet.

Diagnose aktinische Keratose. Was nun?

Die Aktinische Keratose ist eine Vorstufe des hellen Hautkrebses. Ganz gleich, ob es eine kaum sichtbare oder ausgeprägte aktinische Keratose ist: Unbehandelt kann sich jede einzelne Veränderung zum Stachelzellkrebs entwickeln, und das innerhalb weniger Jahre.
Die gute Nachricht ist: Aktinische Keratosen können behandelt werden, bevor daraus Stachelzellkrebs entsteht! Die innovative Photodynamische Therapie (PDT) mit kaltem Rotlicht ist die mit Abstand wirksamste Behandlungsmethode bei leichter bis mittelschwerer aktinischer Keratose und erreicht Komplettheilungsraten bis 96%. Die PDT tötet gezielt die kranken, krebsgefährdeten Zellen, gesundes Gewebe wird geschont. Die Durchführung der PDT findet in zwei Teilen statt. Zuerst wird ein spezielles Gel auf die betroffene Haut aufgetragen, das drei Stunden einwirkt. Die anschließende Behandlung mit Rotlicht dauert 10-15 Minuten. Nach der Behandlung entsteht eine unbedenkliche entzündliche Veränderung, die nach wenigen Tagen abheilt. Während der Abheilung nehmen gesunde Zellen den Platz der abgestorbenen Zellen ein. Die PDT hinterlässt keine Narben und das Hautbild ist verbessert.

Wie erkennt man Aktinische Keratose?

Aktinische Keratose ist eine durch Sonnenlicht verursachte tumorartige Veränderung der oberen Hautschicht. Diese Veränderungen sind als raue, Schmirgelpapier-ähnliche Stellen zu tasten und zu sehen. Mittelschwere zeigen sich als gerötete Flecken und raue schuppige Hautstellen. Meist sind große Hautflächen von Rötungen und schuppenden Stellen betroffen.
Untersuchungen zeigen: Das tatsächliche Ausmaß der krankhaften Hautveränderungen wird häufig unterschätzt! Und: Aus jeder aktinischen Keratose kann heller Hautkrebs entstehen. Darum ist eine wirksame Behandlung dringend notwendig!

Weiterführende Literatur:
Ratushny et al., J Clin Invest 2012, 122:464-472
Fuchs und Marmur, Dermatol Surg 2007; 33:1099-1101
Szeimies et al., Br J Dermatol. 2010; 163:386-94

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


01.05.2016 - 10:17 Uhr

Wie behandelt oder überdeckt man die nach der PDT...

von Christa M.

... entstehenden Krusten?

28.07.2015 - 08:31 Uhr

Wichtig ist jedoch zu betonen, dass es sich hier...

von Dr. N.

... um eine Behandlung der Hautkrebs- VORSTUFE handelt. Der große Nachteil des Verfahrens ist, dass man keinen Beweis dafür hat, ob alle Veränderungen auch erwischt wurden, denn wie im letzten Abstand aufgeführt, das Ausmaß wird häufig unterschätzt. Dieses Risiko sollte man beim tatsächlichen Hautkrebs nicht eingehen und die chirurgische Entfernung bleibt das Mittel der Wahl. Von den richtigen Händen durchgeführt, können die Narben in den meisten Fällen so geplant werden, dass das Aussehen möglichst wenig beeinträchtigt wird.


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