Vermeiden Sie Darmkrebs, kommen Sie zur Vorsorgekoloskopie

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Viele Erkrankungen beginnen harmlos und ohne dass man es bemerken kann. So zum Beispiel Darmkrebs, die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in unserer Bevölkerung. Bei etwa 60000 Menschen in Deutschland wird diese Diagnose jedes Jahr gestellt.

Der wissenschaftliche Fortschritt hat zu einem grundlegend verbesserten Verständnis der Erkrankung sowie von Therapie und Verlauf geführt.

Die Darmschleimhaut ist ein schnell wachsendes Gewebe, ca. alle 3 Tage erneuern sich die Zellen. Hierbei kommt es zwangsläufig zu „Fehlern“ in der Zellteilung. Manche Zellen „mutieren“ so zu chaotischen Zellen, die den normalen Kontrollmechanismen nicht mehr gehorchen. Normalerweise stößt der Körper diese Zellen ab. Manchmal gelingt das jedoch nicht und die Zellen wachsen schneller als ihre Umgebung – ein Polyp entsteht. In weiteren Schritten kann sich hieraus Darmkrebs entwickeln. Je größer der Polyp, desto höher das Entartungsrisiko. So weiß man, dass Polypen kleiner 1 cm Durchmesser in weniger als 1 % und Polypen mit 3 cm Durchmesser schon in 25 % bösartige Zellen aufweisen.

Leider führt Darmkrebs erst spät zu Beschwerden (Alarmsymptome: Gewichtsabnahme, wechselnde Stuhlgewohnheiten, Darmverschluss), die den Patienten zum Arzt führen. Durch immer bessere Therapien kann den Patienten auch in fortgeschritteneren Krankheitsstadien noch geholfen werden und häufig gelingt es die Erkrankung aufzuhalten.

Am besten ist der Effekt der Vorsorgeprogramme, die es ermöglichen, durch Polypendetektion und -abtragung die Darmkrebsentstehung zu verhindern. Am unangenehmsten ist hierbei die Vorbereitung, obgleich inzwischen nur noch 2 Liter Flüssigkeitsaufnahme von Nöten sind. Die Koloskopie kann unter Sedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt werden, so dass die Untersuchung in aller Regel weniger unangenehm empfunden wird, als die Vorbereitung.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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