Darmkrebsvorsorge: Erfahrungen unserer User

Zur Darmkrebsvorsorge gehen 69 % der befragten Patienten - manche haben allerdings Zweifel (© Igor Mojzes - Fotolia)

Jedes Jahr erinnert der Darmkrebsmonat März daran, wie wichtig es ist, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Aber nehmen die Patienten dieses Angebot an? Welche Erfahrungen haben sie mit den Untersuchungen gemacht? Die jameda-Umfrage gibt Antworten.

Vor allem Ältere gehen zur Darmkrebsvorsorge

Rund 69 Prozent der 1.355 Umfrageteilnehmer waren schon einmal bei der Darmkrebsvorsorge. Besonders ältere Patienten machen von diesem Angebot Gebrauch, wird die Darmkrebsvorsorge doch ab 50 Jahren empfohlen und ab 55 von der Kasse übernommen. Allerdings weichen 16 Prozent der Befragten auf Stuhl- bzw. Bluttests aus, die nicht so genau wie die Darmspiegelung sind.

„Gerade diese Untersuchung ist wichtig“, schreibt ein Patient über die Darmkrebsvorsorge. „Ich hatte Darmkrebs und gehe regelmäßig zum Arzt“, bestätigt ein anderer. Doch nicht jeder sorgt vor – aus verschiedensten Gründen.

Angst vor der Untersuchung schreckt ab

Rund 11 Prozent der Befragten würden gerne zur Vorsorge gehen, trauen sich aber nicht. Manche befürchten, dass die Untersuchung unangenehm sein wird, andere haben Angst vor negativen Ergebnissen. Doch die Heilungschancen sind bei frühzeitiger Diagnose viel besser. Außerdem kann der Arzt die Darmspiegelung auch im Dämmerschlaf vornehmen.

„Leider ist die Vorsorge in meinem Alter nicht kostenfrei, sonst wäre ich, da familiär belastet, schon dort“, berichtet ein Patient, der sich seines Risikos bewusst ist. Andere klagen über Zeitmangel, der sie den Termin immer wieder aufschieben lässt. Es gibt aber auch Patienten, die sich bewusst gegen die Darmkrebsvorsorge entschieden haben.

Zweifel am persönlichen Darmkrebsrisiko

Rund 6 Prozent geben an, dass sie sich nicht vorstellen können, jemals an Darmkrebs zu erkranken. Andere glauben, eine gesunde Ernährung reiche aus: „Ich werde keine Darmspiegelung mehr vornehmen lassen. Meine Vorsorge ist eine gesunde, vegane Ernährung“, schreibt ein Umfrageteilnehmer.

Manche berichten auch, dass sie die Risiken der Untersuchung nicht in Kauf nehmen möchten, bezweifeln den Nutzen der Koloskopie oder haben bereits eine Darmspiegelung hinter sich, die sie nun abschreckt.

Fazit: Insgesamt sind die befragten Patienten offen für die Darmkrebsvorsorge. Rund 92 Prozent der über 60-Jährigen haben bereits einen Test machen lassen. Schließlich sind vor allem Ältere gefährdet und fürchten die tödliche Krankheit. Da sich die Symptome erst spät bemerkbar machen, empfehlen Ärzte, alle zehn Jahre eine Darmspiegelung vornehmen zu lassen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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