Die Schattenseite der Sonne

Dr. Krekel

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© mirpic - Fotolia.com© mirpic - Fotolia.comDie Sonne macht nicht nur gute Laune, sondern kann auch negative Folgen haben: Schädigungen an der Haut, „aktinische Keratosen“ genannt - hervorgerufen durch zu intensive oder lange UV-Strahlung. Diese Vorstufen von Hautkrebs sind relativ unscheinbar, können aber böse Folgen haben. Doch diese können jetzt ganz ohne operativen Eingriff behandelt werden.

Unter Verdacht
Gar nicht so leicht, ihnen selbst auf die Schliche zu kommen - denn aktinische Keratosen sind zunächst nur als leichte Hautveränderungen wahrzunehmen: gerötet, schuppig, juckend, trocken, verhornt und meistens am Kopf. Allzu schnell nimmt so mancher diese Erscheinungen auf die leichte Schulter. Und genau da liegt der Fehler: Denn aktinische Keratosen, Basaliome oder Morbus Bowen sind Vorstufen von hellem Hautkrebs. Der ist zwar nicht so gefährlich wie der schwarze Hautkrebs - aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Je früher er erkannt und behandelt wird, desto besser stehen die Heilchancen. Dafür gibt es jetzt eine schonende Möglichkeit: ein Verfahren bereit, das einen operativen Eingriff und somit Schmerzen, Schnitte und Angst in den meisten Fällen überflüssig macht. Das Erfolgsgeheimnis: Licht.

Gutes Licht, schlechtes Licht
Es mag verwunderlich klingen und ist doch wahr: Mit Licht kann man heute viele Hautschäden behandeln, die durch Licht hervorgerufen worden sind. Während die Ultraviolett-Strahlung der Sonne Energie im Hautgewebe freisetzt, die dort eine schädigende Wirkung ausübt, macht die Photodynamische Therapie sich Infrarotlicht zunutze. In der Praxis sieht das so aus: Zunächst wird eine Creme auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen - die kranken Zellen werden so empfindlich für das rote Licht gemacht. Etwa drei Stunden braucht es, bis die Creme ausreichend eingezogen ist und ihre Wirkung entfalten konnte - danach folgt die Belichtungszeit. Dort läuft dann der eigentliche Vorgang ab: Die kranken Zellen reagieren auf das Licht und werden zerstört. Die Prozedur muss einmal wiederholt werden. Danach setzt der natürliche Regenerationsprozess der Haut ein - sie erneuert sich selbst.

Viele Vorteile für den Patienten
Für die Patienten hat diese Behandlung nur Vorteile: Ohne Operation können Tumorzellen gezielt und nachhaltig zerstört werden. Gleichzeitig wird das umliegende gesunde Gewebe geschont, so dass in der Regel ein sehr gutes kosmetisches Ergebnis ohne Narben erreicht wird. Die Behandlungsdauer ist sehr kurz und kann ohne Krankenhausaufenthalt ablaufen. Doch ganz ohne Einschränkungen geht es nicht - so müssen die Patienten zunächst eine Weile auf die direkte Sonneneinstrahlung verzichten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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