Strahlentherapie – hoher Nutzen für Tumorpatienten

Die Strahlentherapie wird seit vielen Jahren eingesetzt und schwere Nebenwirkungen treten nur noch selten auf. (© MVZ Strahlentherapie RheinMainNahe GmbH)

Nach einer Krebsdiagnose haben viele Betroffene große Ängste, die u. a. auch die zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden betreffen. Zur Verfügung stehen Operation, Chemo- und Immuntherapie sowie die Bestrahlung.

Obwohl die Strahlentherapie seit vielen Jahren eingesetzt wird, haben Patienten mitunter Bedenken, insbesondere wenn es um die Strahlenbelastung geht. Dabei treten schwere Nebenwirkungen nur noch selten auf. Der Nutzen einer Strahlentherapie ist somit viel größer als die möglichen Risiken.

 

Strahlentherapie als Chance

In zahlreichen Studien wurde in den vergangenen Jahren untersucht, ob eine Strahlentherapie zu einer späteren Neuerkrankung durch Krebs führen kann. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind eindeutig: Die Mediziner dieser Studien berichten, dass das Risiko, an einem sogenannten Sekundärmalignom zu erkranken, nach einer Strahlentherapie sehr gering ist.

Vielmehr wird immer wieder auf den hohen Nutzen der Bestrahlung hingewiesen, die in sehr vielen Fällen daran beteiligt ist, Tumorpatienten zu heilen. Eine spätere erneute Krebserkrankung ist häufiger von der genetischen Veranlagung oder der Lebensweise des Patienten abhängig. Die Bestrahlung spielt bei den in den Studien untersuchten Personen nur selten eine Rolle.

Patienten informieren

Ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch sollte jedoch immer vorab stattfinden. Auch sollten Patienten und ihre Angehörigen die Möglichkeit haben, ihre ganz persönlichen Fragen zur Therapie zu stellen. Wer informiert und aufgeklärt in die Bestrahlungsphase geht, kann mit der eingesetzten Technik oft besser umgehen.

Auch die Nebenwirkungen sollten vorab besprochen werden, wobei sie von der Dosis, dem Allgemeinzustand des Patienten und vielen weiteren Faktoren abhängig sind. Je nach Grunderkrankung können u. a. Magen-Darm-Probleme sowie Haut- oder Schleimhautreaktionen dazu gehören. Die meisten Nebenwirkungen klingen nach Ende der Strahlentherapie innerhalb von wenigen Wochen vollständig ab.

Die heutige Strahlentherapie wird mit hoch effektiven Linearbeschleunigern durchgeführt, die die Tumorregion ganz gezielt bestrahlen. Umliegendes Gewebe wird weitgehend geschont. Auch das trägt zur Verringerung der Nebenwirkungen bei und macht die Bestrahlung bei Krebspatienten zu einer Therapie, bei der die Chancen die Risiken bei weitem übertreffen.

Kurzüberblick:

  • geringe Risiken
  • hoher Nutzen
  • eine erneute Krebserkrankung ist häufiger von der genetischen Veranlagung oder der Lebensweise des Patienten abhängig
  • Nebenwirkungen einer Strahlentherapie, wie z. B. Magen-Darm-Probleme, Haut- oder Schleimhautreaktionen, sollten vorab ausführlich besprochen werden
  • in der Regel klingen Nebenwirkungen nach Abschluss der Therapie wieder ab

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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