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Das jameda-Interview: 5 Fragen an Dr. med. Aref El-Seweifi

Dr. El-Seweifi

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© El-SeweifiHerr Dr. El-Sweifi ist Urologe in Berlin. (© El-Seweifi)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. Aref El-Seweifi interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Urologe.

jameda: Herr Dr. El-Seweifi, was hat Sie motiviert, Urologe zu werden?

Herr Dr. El-Seweifi: Urologie ist sehr speziell. Es ist ein Fach, das mit der inneren Medizin, mit operativem Geschick und mit Forschung verzahnt ist. Vor allem die endoskopischen Eingriffe, feine ästhetische Chirurgie und prothetische Chirurgie sind faszinierend. Die Urologie befasst sich sowohl mit der Kinderurologie als auch mit älteren Menschen. Ich habe es geliebt, beiden zu helfen. Die Motivation, diese Menschen auf dem Weg der Gesundheit zurückzubringen und sie weiter zu betreuen ist eine ethische, moralische und soziale Herausforderung, die mich immer angesprochen hat. Die ständige wissenschaftliche Weiterentwicklung der Urologie und das Wachsen von Behandlungsmethoden sind so interessant und motivierend.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Dr. El-Seweifi: Meine Freude ist groß wenn ich Patienten empfange, die Rat suchen, und ich diejenigen, die mit einem komplizierten Krankheitsbild zu mir kommen, behandeln kann. Noch mehr bin ich zufrieden, wenn die Eltern mir mit ihren Kindern vertrauen und Hilfe für sie suchen. Mein Team und ich freuen uns immer, wenn einem Patienten geholfen werden konnte und er sein Leiden und seine Ängste losgeworden ist. Nichts ist besser als wenn Sie einen Patienten irgendwo treffen und er mit Zufriedenheit und Dankbarkeit auf Sie zukommt. Das ist eine Erfüllung.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Dr. El-Seweifi: Nur selten erlebe ich das Vorurteil, dass ein ausländischer Arzt weniger kompetent wäre. Das ist mir nur zweimal in den letzten 20 Jahren bei jungen onkologischen Patienten passiert. Weiterhin haben manche arabische Patienten die falsche Vorstellung, dass die Wartezeit bei mir länger als üblich ist, weil ich mehr Zeit mit den Patienten verbringe.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?

Herr Dr. El-Seweifi: Ich achte gern auf die Psyche der Patienten, genauso wie auf ihr Krankheitsbild. Motivation, sich strikt an meine Empfehlung zu halten, Hoffnung auf Besserung, viel über die eigene Situation zu lesen und soziales Engagement sind wichtig für die Behandlung.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Dr. El-Sewefi: Patienten die das tun, werden unter engmaschige Kontrolle genommen. Die Behandlung und deren Vorteile werden mehrmals erklärt. Ich rufe sie an um mich zu vergewissern, ob sie die Behandlung ernst nehmen. Außerdem erkläre ich Ihnen in der Praxis, welche Folgen es hat, wenn sie die Behandlung vernachlässigen. Bei manchen Patienten beziehe ich die Familie und engste Angehörigen mit ein.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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