Männergesundheit - Prävention bei Männern oft vernachlässigt

Mit regelmäßige Gesundheitschecks kann gefährlichen Herz-/Kreislauferkrankungen vorgebeugt werden (© Monkey Business - fotolia)

Bei "Männergesundheit" denken viele Menschen zunächst an typische Krankheiten des Mannes wie z.B. Erkrankungen der Prostata oder Erektionsstörungen. Jedoch gibt es auch bei Krankheiten, die beide Geschlechter betreffen, Unterschiede in der Krankheitswahrnehmung, -häufigkeit und -verarbeitung zwischen Männern und Frauen. Aus diesem Grunde gelten auch hinsichtlich der Prävention verschiedener Krankheiten gewisse Besonderheiten bei Männern.

Welche Erkrankungen können durch Prävention vermieden werden?

Bei den über 65-Jährigen sind Herzkreislauferkrankungen die häufigste Todesursache. Dazu zählen insbesondere Herzinfarkte und Schlaganfälle. Viele dieser Todesursachen sind durch gezielte Maßnahmen beeinflussbar oder sogar vermeidbar.

Zugleich steigt unsere statistische Lebenserwartung immer weiter an. Aus diesem Grunde rücken zunehmend Maßnahmen in den Fokus, wie wir gesund alt werden können.

So sieht Gesundheitsprävention aus

Gesundheit und Prävention sind im Alltag vieler Männer kein Thema. Männer und Frauen unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf Erkrankungshäufigkeiten, sondern Warnsymptome  werden bei Männern und Frauen anders wahrgenommen und kommuniziert. Gesund zu leben und sich um seine Gesundheit zu kümmern, wird manchmal als „unmännlich“ empfunden.

Dabei sind viele Erkrankungen, z.B. des Herz- und Blutgefäßsystems bei Männern statistisch deutlich häufiger. Etwa 50 % aller Todesfälle in den Industrieländern sind durch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wie z.B. Schlaganfälle und Herzinfarkte bedingt.

Die statistische Lebenserwartung von Männern liegt ca. fünf Jahre unter der von Frauen. Doch neben Stress in Alltag und Beruf bleibt häufig wenig Zeit, um sich mit dem Thema Gesundheit auseinander zu setzen. Stärke zu zeigen, Leistung abzurufen und durchsetzungsfähig zu sein, steht bei Männern häufig im Vordergrund. Deshalb werden Warnsymptome und Beschwerden oft ignoriert und zu spät wahrgenommen.

Untersuchungen zeigen, dass Frauen ein anderes "Gesundheitsverhalten" als Männer zeigen, sich anderes ernähren und häufig früher zum Arzt gehen. Frauen betreiben eher Vorsorgemedizin und Männer Reparaturmedizin.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass gerade Männer Angebote zur Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen wahrnehmen. Im Vordergrund stehen Maßnahmen

  • zur optimalen Blutdruckkontrolle
  • Gewichtsreduktion
  • Optimierung erhöhter Blutfettwerte
  • Nikotinverzicht

Häufig werden nicht-medikamentöse Verfahren vernachlässigt. So können z.B. ein strukturiertes Bewegungstraining und Gewichtsreduktion erwiesenermaßen positive Effekte auf Blutdruck, Blutfette und den Blutzuckerspiegel erzielen. Häufig können so Medikamente eingespart oder sogar vermieden werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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