Leistenbruch: Ambulant oder stationär operieren?

Dr. Fuchs

von
verfasst am

© stokkete - fotolia© stokkete - fotoliaAm 06. und 07. Februar fanden die Hernientage 2015 in Köln statt. Nationale und internationale Redner informierten das Fachpublikum über den Stand in der Chirurgie von Leisten-/Nabel- und Narbenbrüchen („Hernien“). Den Vorträgen standen Live-Operationen aus dem Eduardus Krankenhaus in Köln gegenüber. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass 2014 bundesweit circa 170.000 Leistenbrüche operiert wurden. Die Diagnose Leistenbruch nimmt damit Platz 13 aller vollstationären Leistungen ein. Die Leistenbruchchirurgie lässt sich nach Auffassung der Experten in zwei Drittel aller Fälle (demnach ungefähr 120.000 Eingriffe) ohne besondere Risiken ambulant operieren. Die Realität zeigt leider ein anderes Bild.

 

Schnell und schonend: Vorteile einer ambulanten Operation

Der überwiegende Teil der betroffenen Patienten verbringt im Durchschnitt 2-3 Tage im Krankenhaus. Bei einer ambulanten Operation verlässt der Patient 2 Stunden nach Beendigung des Eingriffes die Operationsabteilung und ist auf dem Weg nach Hause. Während bei ambulanten Operationen die Netzverstärkung der Leistenregion über einen kleinen Schnitt in der Leiste erfolgt, werden Patienten im Krankenhaus fast ausschließlich über die Schlüssellochtechnik operiert. Wissenschaftlich begründete Vorteile für die Schlüssellochchirurgie existieren keinesfalls. Hervorragende Resultate lassen sich mit beiden Vorgehensweisen erzielen, so sagen es die Auswertungen der Herniamed-Daten, einem deutschen Qualitätsregister. Kein Experte konnte ein schlüssiges Argument benennen, weshalb Patienten 2-3 Tage ins Krankenhaus müssen, obwohl ihnen ihr Leistenbruch ohne Gefahren und Qualitätseinbußen ambulant operiert werden kann. Der Aspekt, dass bei der Schlüssellochchirurgie Organ- und Gefäßverletzungen im Bauchraum möglich sind, die bei der offen-chirurgischen Technik überhaupt nicht auftreten können, blieb außer Acht.

Fazit: Der Leistenbruch sollte ambulant operiert werden. Überflüssige Liegezeiten und Risiken, auch die Gefahr von Krankenhausinfektionen, werden vermieden. Versicherer und Krankenkassen könnten zudem Geld einsparen!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (26)


22.07.2018 - 17:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Fuchs, bei mir wurde ein...

von Bernhard G.

... Leistenbruch links und ein (noch kleiner) Nabelbruch diagnostiziert. Der Arzt hat es mir freigestellt, ob zunächst lediglich der Leistenbruch (offen nach Lichtenstein) oder beides gleichzeitig (laparoskopisch) operiert wird. Welchen Rat können Sie dazu geben? Wie sieht es bei den unterschiedlichen Vorgehensweisen jeweils mit den OP-Risiken und den nachfolgenden Einschränkungen aus? Besteht die Möglichkeit, dass eine OP des Nabelbruchs gar nie erforderlich werden wird (ich bin 66 Jahre alt)? Schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Antwort. Freundliche Grüße Bernhard G.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 26.07.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Bernhard G., früher wurde jeder Bruch, also jede Hernie, operiert. Mittlerweile ist die Auffassung der Experten anders. Ein Bruch, der keine Beschwerden verursacht, kann beobachtet werden. Wird dieser Bruch jedoch immer größer, sollte auch bei fehlenden Beschwerden eine Operation mit Netzeinlage erfolgen. Wenn Sie am Leistenbruch offen operiert werden, dann kann mann in selbiger Sitzung auch den Nabelbruch versorgen. Die Risiken verändern sich nicht wirklich und die maximale Belastung von 20kg Hebegewicht gilt für zwei Wochen, wie immer. Laparoskopisch ist keine überzeugende Alternative bei einem Primäreingriff. BG aus Köln, Dr.Fuchs

19.07.2018 - 12:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Jung, mein Hausarzt hat...

von Helmut R.

... bei mir, männlich, 52 Jahre alt und grundsätzlich gesund, einen Nabelbruch diagnostiziert. Da ich vor einigen Jahren mit einer Vollnarkose schlechte Erfahrungen gemacht habe, ist eine solche OP grundsätzlich auch ambulant unter örtlicher Betäubung zu machen? Vielen Dank für eine Antwort, Helmut R.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 23.07.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Helmut R., die einfache Antwort heißt: JA, ambulant und in örtlicher Betäubung. Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Auf meinem jameda-Profil finden Sie die Kontaktdaten. MfG Dr.Fuchs

13.07.2018 - 23:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.med.Fuchs Ich habe mich...

von Sami S.

... heute im Internet schlau gemacht welche Möglichkeiten es gibt eine leistenhernie zu behandeln, eine Vollnarkose kommt für mich nicht in frage, ich möchte es gerne ambulant und so schnell wie möglich hinter mich bringen, allerdings klang die Spinalanästhesie genau so schlimm für mich. Wäre es möglich einen Leistenbruch unter lokaler Betäubung und ohne Narkose durchzuführen? Vielen Dank im Voraus

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 16.07.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Sami S., auch ein Eingriff in örtlicher Betäubung ist selbstverständlich möglich. Immer geht das nicht. Es ist erforderlich, den Patienten, also Sie, vorher in Augenschein zu nehmen oder zumindest mit ihm zu telefonieren. Rufen Sie gerne unter 0221 2949 4318 an. BG Dr. Fuchs

19.06.2018 - 20:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Fuchs, Ihr Betrag ist...

von Yvonne. E

... Super, Ich bin eine Frau mit Verdacht auf einen Leistenbruch.Habe Schmerzen und Fremdkörpergefühl. Ist es bei Frauen auch so problemlos sie zu Operieren? Hier in meiner kleinen Stadt wird das leider nur als Schlüsselloch Methode oder Stationär in der Nachbarschaft angeboten. Mein Bruder hatte auch eine Op im Krankenhaus, die nicht sehr angenehm für Ihn war. Leider ist Köln viel zu weit weg. Könnten Sie mir in Raum Herdecke/Dortmund einen Kompetenten Arzt empfehlen, der sich auch mit der Materie bei Frauen auskennt und Ambulant operiert? Mein Freund und ich haben leider kein Auto sonst wäre ich zu Ihnen gekommen.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 21.06.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrte Frau E., Frauen haben sehr selten einen Leistenbruch. Von daher empfehle ich Ihnen zunächst eine Abklärung bei Ihrem Hausarzt oder Chirurgen in der Nähe. Leider muß ich immer wieder feststellen, dass die Kollegen im Krankenhaus operieren und fast ausschließlich per Schlüsselloch. Das entspricht nicht dem Standard und verlangt dem Patienten immer eine Vollnarkose ab. Es geht auch anders. Ich bleibe bei meiner Prinzipientreue und operiere Leitliniengerecht, wie es die Deutsche und Europäische Fachgesellschaft vorgibt. Wenn Ihr Leistenbruch gesichert ist, können Sie gerne zu mir kommen, auch per Bahn. Einer meiner Patienten kam aus der Nähe von Leipzig morgens mit der Bahn und ist im Anschluß mit der Bahn auch wieder nach Hause. Eine örtliche Betäubung hat vollkommen ausgereicht. Beste Grüße aus Köln, Dr.Fuchs

16.05.2018 - 16:10 Uhr

Vor ca.30.Jahren hatte ich eine Bruch-OP, die sich...

von Schloms I.

... allerdings als nicht gelungen herausstellte und mir in der letzten Zeit - seit ca. einem Jahr- immer mehr Beschwerden macht. Können Sie mir bitte mitteilen, welche Kliniken für so etwas entsprechende Erfahrungen haben? Besten Dank und freundliche Grüße I. Schloms

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 23.05.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrte/r I. Schloms, gerne kann ich Sie an einem Leistenbruch-Rezidiv operieren. Vor 30 Jahren hat man noch keine Netze eingesetzt. In der Regel handelte es sich um eine sogenannte SHOULDICE-Operation mit Direktnaht. Wenden Sie sich gerne direkt telefonisch an mich oder schreiben Sie mir eine E-Mail, damit ich mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann. MfG Dr.Fuchs

17.04.2018 - 19:41 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs, Ich, 64 Jahre alt,...

von Reinhard W.

... habe aktuell Leidenschaften rechts. Die linke Leiste wurde bereits 2003 nach Lichtenstein versorgt. Als "Grunderkrankung" liegt bei mir eine Bindegewebsschwaeche (Hämorhoiden, Krampfadern, häufiger Hämatone) vor. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann die Rechte Leiste "kommt". Erschwerend kommt bei mir hinzu, dass ich vor 13 Monaten einen Herzinfarkt mit Stentversorgung hatte. Neben bisoprolo l nehme ich dauerhaft ASS 100. Wäre eine offene Operation nach Lichtenstein unter Beibehaltung der Blutverdünnung bei Ihnen möglich? Ueber eine Nachricht würde ich mich sehr freuen Mit freundlichen Grüßen

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 18.04.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Reinhard W., im Prinzip ist ein Leistenbruch auch stets in örtlicher Betäubung durchführbar ohne die Notwendigkeit, den Blutverdünner abzusetzen. Die Antwort lautet also: JA. Es ist immer jedoch unabdingbar, insbesondere bei dieser Vorgeschichte, sich dich Patienten vorher anzuschauen. BG aus Köln, Dr. Fuchs

12.03.2018 - 17:57 Uhr

Sehr geehrer Herr Dr. Fuchs, sollte man einen...

von Georg R.

... Leistenbruch oder Schenkelbruch in Verbindung mit einem Hodenbruch mit der Lichtenstein-Methode oder minimal-invasiv operieren lassen? Was hat mehr und schlimmere Risiken? Und in der Klinik oder ambulant? Vielen Dank im voraus! Georg R.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 13.03.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Georg R., wenn ich davon ausgehe, dass Sie die betroffene Person sind, möchte ich festhalten, dass ein Schenkelbruch, wenn es überhaupt einer ist, fast ausschließlich bei Frauen auftritt. In bald 30 Jahren habe ich weniger als 5 Schenkelbrüche operiert, weil so selten. Unabhängig, ob der Bruch bis in den Hodensack reicht, ist international der offene Zugang und die LICHTENSTEIN-Technik das für den Patienten die erste Wahl und das sicherste Verfahren. Falls erforderlich, auch in örtlicher Betäubung und natürlich am liebsten ambulant. Ich sehe mir meine Patienten zunächst erst an, und dann entscheiden wir gemeinsam. Beste Grüße, Dr. Fuchs

04.03.2018 - 23:12 Uhr

Ich möchte die OP auch ambulant machen lassen,...

von Kampa

... leider wird überall stationär mit Schlüsselloch-Chirurgie empfohlen, für mich klar und deutlich nur Geld macherei, keine Rücksicht auf Patienten, eine Frechheit. Ich würde mich freuen über Empfehlungen zu Lichtenstein-Methode mit lokaler Betäubung.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 05.03.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Leser, melden Sie sich gerne bei mir in meiner Praxis. Die Kontaktdaten finden Sie auf meinem jameda-Profil. Ich führe diese Eingriffe ambulant durch. Das heißt, die Patienten verlassen den Aufwachraum zwei Stunden nach OP-Ende und können nach Hause fahren. Egal, woher Sie kommen. Kollegen in meiner nähren Umgebung kann ich Ihnen benennen, ich kenne aber nicht jeden Chirurgen in Deutschland. Ich hoffe, Ihnen weiterhelfen zu können. MfG Dr.Fuchs - Köln

23.02.2018 - 12:06 Uhr

Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf....

von Peter F.

... Ich wollte vor einem Jahr eine Leistenhernie links operieren lassen und habe zur Information drei Chirurgen aufgesucht. Jeder wollte mir ausschließlich die in dieser Sache unsinnig komplizierten laparoskopischen Verfahren (TEP, TAPP) 'verkaufen', einschl. Vollnarkose und 1 oder 2-tägigem stationären Aufenthalt. Als 'Bonus' gibt es dann eventuell noch Blasenkatheder, Übelkeit und Schulterschmerzen dazu. Offenbar muss man sich heute vom Internet beraten lassen. So kam ich zu der Erkenntnis, dass es bei gleicher Erfolgsquote eine wesentlich einfachere Methode gibt und habe meine Hernie schließlich in einer anderen Klinik ambulant nach der Lichtenstein-Methode in lokaler Betäubung operieren lassen. Eine Stunde auf dem OP-Tisch war wirklich kein Problem und gespürt habe ich nur ein paar 'Piekser' der Betäubungspritze. Zuschauen konnte man wegen eines Tuches über der Brust nicht. Die örtliche Betäubung hält noch ein paar Stunden, sodass ich nach zwei Stunden wieder zu Hause war. Der nächste Tag war etwas unbequem und erforderte ein paar Schmerztabletten. Normaler Alltag nach drei Tagen, volle Belastung nach 3 Wochen. Die 7cm lange Narbe ist nur ein Strich und nicht der Rede wert. Es ist mir vollkommen klar warum dieser einfache Weg kaum angeraten wird. Für die Klinik ist er finanziell nicht sehr lukrativ und für den Chirurgen nicht sehr bequem. Muss er sich doch selber um die Betäubung und das Wohlbefinden des Patienten kümmern und hat keinen Anästhesisten der das erledigt. Also kurzum: Lassen Sie sich keinen Unsinn aufschwatzen und trauen Sie nicht dem Kosenamen 'minimal-invasiv'. Wenn Sie sich Videos der laparoskopischen Verfahren anschauen würden Sie diese eher als 'maximal-martialisch' bezeichnen. Bei gleicher Erfolgsquote können Sie es schnell, einfach und schonend bekommen, nämlich eine ambulante Lichtenstein-OP in Lokalanästhesie und dann vom OP-Tisch direkt nach Hause.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 27.02.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Peter F., ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Betroffenen Ihren Kommentar lesen. Warum Narkoserisiken eingehen, wenn keine Narkose benötigt wird! Warum stationär, wenn es auch ambulant geht und Krankenhauskeime gibt es zu Hause nicht! Schlüsselloch-Chirurgie verniedlicht die Einschußlöcher. Wie es darunter aussieht, sieht ja keiner. Auch mit ambulanten Operationen läßt sich betriebswirtschaftlich arbeiten. Der Patient steht letztendlich im Vordergrund und nicht das Steckenpferd des Operateurs. Das Geniale ist stets einfach. Warum nicht auch beim Leistenbruch. Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihre klaren Worte. Dr. Fuchs - Köln

10.02.2018 - 16:27 Uhr

Ich habe diese Woche eine Leisten-OP...

von Bernd G.

... überstanden,endoskobisch mit Netzimplantat. Ich habe heute festgestellt, das mein Hoden blau angeschwollen ist. Ist das eine Nebenwirkung?

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 13.02.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Bernd G., Blutergüsse und Schwellungen sind öfter als Begleiterscheinungen nach Eingriffen zu sehen. Auch die endoskopische Vorgehensweise führet zu kleineren Blutungen unter dem Eingriff. der Bluterguß läuft entlang des Samenstranges bis zum Hoden hinunter. Daher kommt es dort zu Verfärbungen. Ist die Schwellung und der Bluterguß extrem, empfiehlt sich eine Kontrolle beim Arzt. Beste Grüße Dr. Fuchs - gefaessmedizin-plus

22.01.2018 - 03:56 Uhr

Seit vier Tagen habe ich Leistenbruch rechts. Ich...

von Reinhard N.

... möchte mich ambulant behandeln lassen. Wie lange kann man damit ohne Operation rumlaufen?

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 23.01.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Reinhard N., wenn Sie Beschwerden haben, sollten Sie sich einem Chirurgen vorstellen. Falls Sie eine Beule in der Leiste haben, die im Liegen von alleine verschwindet und auch keine Beschwerden hervorruft, müssen Sie nicht direkt operiert werden. Der Arzt kann Ihren Leistenbruch dann beobachten. Von alleine geht der Bruch nicht weg, so dass ich meinen Patienten auf Dauer auch bei asymptomatischen Leistenbrüchen einen Eingriff nahelege. Dieser erfolgt in der Regel ambulant in Vollnarkose, Halbkörperbetäubung oder örtlicher Betäubung. Der Patient kann sich seine Narkoseform selber aussuchen. Zwei Stunden nach dem Eingriff gehen meine Patienten nach Hause. Wesentliche Einschränkungen gibt es nicht. Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben. MfG Dr. Fuchs

29.11.2017 - 17:41 Uhr

Ich habe einen Leistenbruch und habe eine Frage:...

von Willi E.

... kann bei Ihnen die Operation auch mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden? Eine Vollnakose ist bei mir nicht durchführbar! Ich bin auch noch Dialyse Patient und müsste aus dem Westerwald anreisen. Bitte um eine schnelle Antwort. Vielen Dank!

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 30.11.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Willi E., ich bitte diese kleine Verspätung zu entschuldigen, da ich Fortbildungsabwesend war. Selbstverständlich ist dies in örtlicher Betäubung möglich. Eine Voruntersuchung hätte ich dennoch für die genaue Planung gerne im Vorfeld, insbesondere aufgrund Ihrer Dialysesituation. Melden Sie sich telefonisch oder schreiben Sie eine Email. Details finden sie auf meinem jameda-Profil. BG Dr. Fuchs

30.10.2017 - 13:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs, Ich habe eine...

von Al-Rodhan

... Frage bezüglich meinem Sohn der ein Leistenbruch hat. Muss diese OP von einem Fachspezialisten operiert werden oder kann sie bzw darf diese von einem Allgemeinen Chirurgen operiert werden? ? Vielen Dank im voraus A.R.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 02.11.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Al-Rodhan, jeder Chirurg, der über die nötige Erfahrung verfügt, kann und darf Leistenbrüche operieren. Wenn es sich bei Ihrem Sohn um ein Kind, jünger als 14 Jahre, handelt, ist wegen der Narkoserisiken ein Krankenhaus aufzusuchen. Im Allgemeinen empfehle ich Chirurgen, die häufig, also als ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit, Hernien operieren. Dies kann dann selbstverständlich auch ambulant erfolgen. MfG Dr.Fuchs

20.10.2017 - 09:09 Uhr

Hallo Herr Fuchs, die wollen bei mir die TEP...

von Ferdi

... variante nehmen, ich habe nur Angst wegen der Narkose, aber im Kopf habe ich keinen Druck oder so, nur ein kleines dröhnen am rechten Ohr. Die sagten mir Tep wäre das beste und ohne Schmerzen sofort. Große Beschwerden habe ich nicht. Manchmal Vorwölbung im stehen, gehen keine Einschränkung. Was nur nervt ist das Brennen - es kommt und geht. Schmerzen eher nicht so. Wenn ich aufgestanden bin ist es grade keine beule...

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 24.10.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Ferdi XY, die Angst vor der Narkose kann Ihnen nur der Operateur nehmen, der natürlich auch ein Verfahren in örtlicher Betäubung oder beispielsweise auch in einer Halbkörperbetäubung wählen darf. Dies geht bei den Minimalinvasiven Verfahren keinesfalls. Die finale Entscheidung müssen Sie treffen. Tun Sie das, was Ihnen der Bauch sagt. Beste Grüße Dr. Fuchs

19.10.2017 - 09:19 Uhr

Hallo, ich habe auf der linken Seite im...

von Ferdi

... Schambereich einen Leisenbruch mit einer Verwölbung. Wenn ich im Bett bin, geht es rein. Manchmal habe ich Schmerzen, manchmal Brennen, manchmal nichts, also keine krampfartigen Schmerzen. Ich bin 37 Jahre als. Ein Chirurg sagt wir machen nur Vollnarkose endoskopisch, der andere Hautschnitt und endoskopisch. Ich habe Angst wegen der Vollnarkose. Ich hatte vor drei Monaten einen Unfall und hatte eine Hirnblutung und druck im Kopf. Seit zwei Monaten ist nichts mehr, also genau wie vor dem Unfall. Was empfehlen Sie mir? Im Kopf wurde mit einem MRT nichts auffälliges gefunden,DANKE

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 19.10.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Leser, der seit Jahren vorherrschende Standard ist: 1. Leistenbrüche werden operiert, wenn der Patient Beschwerden hat, die ihn täglich ärgern oder einschränken. Ein Bruch, der sich zurückschieben läßt und keine Beschwerden bereitet, muss nicht zwingend operiert werden. Zu letzterem ist meine persönliche Meinung, dass man bei jüngeren Menschen, also auch in Ihrem Alter auf Dauer einen Eingriff planen sollte. 2. Nicht die minimalinvasive Behandlung des Leistenbruches ist der Standard, sondern die offene Netzeinbringung zur Beseitigung des Leistenbruches ist die Therapie der ersten Wahl. 3. Diesen Eingriff kann man sehr gut in einer örtlichen Betäubung oder alternativ auch sehr gut in einer Halbkörperbetäubung durchführen. Fazit für Sie: Sie benötigen einen Chirurgen, der offen in örtlicher Betäubung operiert. Also: Kommen Sie vorbei oder suchen Sie ggf. in Ihrer Nähe.

06.07.2017 - 21:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs, Vielen Dank für...

von Agnes R.

... Ihre Hilfe. Sie haben mich sehr beruhigt. Mit freundlichen Grüßen Agnes R.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 10.07.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr gerne.

06.07.2017 - 08:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs Nein, sie hat keine...

von A. Rasten

... subjektiven Beschwerden. Ihre Verdauung ist zwar schlecht, aber schon immer. Die Hausärztin sagt, es sollte ein Chirurg drüberschauen. Sie möchte es nicht. Ich habe aber Angst, dass er sich eines Tages einklemmt, möchte ihr aber weder KH noch Narkose zumuten. Ansonsten ist sie auch noch relativ mobil bis auf ein paar überschaubare Wehwehchen. Vielen Dank für Ihre Antwort Mit freundlichen Grüßen A. Rasten

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 06.07.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Rasten, es ist immer richtig, in solchen Fällen wachsam zu sein. Solange sich am Gesamtzustand nichts verändert, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Früher wurde immer direkt operiert. Heute ist man schlauer. Beste Grüße Dr.Fuchs

27.06.2017 - 19:51 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren Meine Mutter 92 J....

von A. Rasten

... hat einen Leistenbruch. In ihrem Alter möchte ich ihr weder eine Narkose noch einen Krankenhausaufenthalt zumuten. Wo gäbe es im Erftkreis die Möglichkeit einer ambulanten OP? Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen Grüßen A. Rasten

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 29.06.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrte Frau oder Herr Rasten, zuallererst stellt sich die Frage, ob Ihre Mutter durch den Leistenbruch subjektiv beeinträchtigt ist? Wenn Nein, dann muss nicht zwangsläufig operiert werden. Eine Operation, wenn diese notwendig erscheint, kann in örtlicher Betäubung oder Spinalanästhesie erfolgen. Das kann jede chirurgische Klinik. Gerne können Sie aber auch über meine Webseite Kontakt mit mir aufnehmen. Schreiben Sie mir eine Email und kommen Sie gerne zur Operation vorbei, falls es in Ihrer direkten Nähe kein geeignetes Krankenhaus gibt. Mit besten Grüßen, Dr.Fuchs

07.06.2017 - 11:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs, dies ist ein ganz...

von Liselotte L.

... toller Artikel. Ich muss dringend einen Leistenbruch operieren lassen und wohne in Friedrichshafen am Bodensee. Können Sie mir hier in der Gegend eine oder verschiedene Kliniken nennen oder Ärzte, die "ambulant" operieren? In München gab es eine Ärztin, die macht die OPs seit Jahren ambulant. Vielleicht gibt es hier in der Nähe etwas, ich bin privat versichert. Also Kosten sind kein Problem und wenn dann sind sie egal, ich habe oft Schmerzen und der Bruch wird größer. Die Schmerzen sind meist bei der Verdauung des Essens. Ich bin seit 50 Jahren Vegetarierin und lebe eigentlich gesund. 2011 kam das Problem mit einem kleinen Bruch. Er wird immer größer, weil ich auch Yogaübungen mache etc. Herzlichen Dank für Ihre Antwort. MfGruß Liselotte L.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 11.06.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrte Frau Liselotte L., zum einen werden Sie über jameda sicherlich ganz hervorragend einen Spezialisten in Ihrer Nähe finden. Einen mir persönlich bekannten Kollegen kann ich Ihnen in Ihrem Raum nicht nennen. In München ist mir Frau Dr. Muschaweck bekannt, die ich auch auf dem aktuellen Europäischen Hernienkongress habe berichten hören. Wenn Sie aus Friedrichshafen mit dem Flugzeug anreisen, wären Sie am selben Tag auch wieder zu Hause. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich über meine Webseite an mich. Gerne helfe ich Ihnen weiter. MfG Dr.Fuchs

08.05.2017 - 16:42 Uhr

Ich suche einen Chirurgen, der die offene...

von Utz Z.

... Leistenbruchoperation durchführt. Danke

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 09.05.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Schreiben Sie mir unter info@gefaessmedizin-plus.de Sehr gerne helfe ich Ihnen weiter oder Sie lassen sich bei mir in Köln operieren. Ich biete ausschließlich den offen-chirurgischen Eingriff an. Beste Grüße, Dr.Fuchs

14.03.2017 - 10:25 Uhr

Hallo Herr Dr. Fuchs, mein Mann hat einen...

von Marko

... Leistenbruch und ist Landschaftsgärtner, d.h., starke körperliche Arbeit. Bei den ganzen Informationen im Internet sind wir unschlüssig, welche Methode die sicherste und nachhaltigste ist. Was können Sie uns raten? Danke und Gruß

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 15.03.2017
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Leser, Leistenbrüche werden heute ambulant operiert. Ausser, es liegen Nebenerkrankungen vor, die zu einer stationären Aufnahme veranlassen. Ebenso Standard ist der offen chirurgische Zugang und nicht die Schlüssellochchirurgie. Die Komplikationen sind beim chirurgischen Vorgehen nahezu Null. Netze werden zur Verstärkung der ausgedünnten Bauchdecke eingelegt. Üblicherweise erhalten die Patienten eine Narkose. Nach meinen Erfahrungen läßt sich der Eingriff sehr gut in einer Halbkörperbetäubung durchführen. Schweres Heben, also Gewichte über 20 KG, sind nach zwei Wochen wieder absolut erlaubt. Andere Tätigkeiten kann jeder aufnehmen wie er möchte. Jeder Mensch ist da unterschiedlich, was er sich zutraut. Für weitere Fragen schreiben Sie mir eine Mail. Gerne berate ich Sie weiter. Dr.Fuchs

29.11.2016 - 22:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs, vor 9 Wochen hatte...

von Dr. Franz L.

... ich wegen eines perforierten Ulkus duodeni ad pylori eine Notoperation. Intraoperativ konnte die angedachte große Skrotalhernie wegen einer Adhäsion im Sigmabereich leider nicht mitversorgt werden. Da eine Adhäsiolyse ja auch ihre Probleme hat, kann man diese bei einer OP nach Liechtenstein einfach bestehen lassen und dennoch ein Netz einbringen? Ich bin 84 Jahre alt, schlank und soweit fit. Mit freundlichen Grüßen und Dank im Voraus für Ihre Antwort. Dr. Franz L.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 30.11.2016
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Dr. Franz L., auch große Skrotalhernien werden gemäß den Standards mit einer Netztimplantation operiert. Dies durch einen offenen, chirurgischen Eingriff mit Hautschnitt in der Leiste, bekannt als Verfahren nach LICHTENSTEIN. Ist der Patient fit und besteht auch seitens der Narkoseärzte keine Veranlassung zur Überwachung, gehen die Patienten zwei Stunden nach OP-Ende nach Hause. Wenden Sie sich gerne an meine Mitarbeiter unter 0221 5955 4846, wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten. MFG Dr.Fuchs

17.11.2016 - 20:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs, ich (60 Jahre) habe...

von Bernhard D.

... seit 2 Jahren einen Leistenbruch. Ich habe aber enorme Angst vor der OP, da ich keine Vollnarkose möchte. Gibt es da eine andere Möglichkeit? Als Anmerkung: Habe mir alle Zahnimplantate incl Sinuslift ohne Narkose setzen lassen, d.h. ich bin nicht empfindlich. Danke für Ihre Rückmeldung. Liebe Grüße, Bernhard D.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 18.11.2016
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr D., selbstverständlich gibt es Alternativen zu einer Vollnarkose: es gibt die Halbkörperbetäubung, sogenannte Spinalanästhesie, oder selbstverständlich auch die Möglichkeit einer Lokalanästhesie, also eine örtliche Betäubung. Melden Sie sich gerne per Email oder stellen Sie sich vor. Gerne stehe ich Ihnen zur Verfügung. Mit besten Grüßen Dr. Fuchs

23.02.2016 - 12:27 Uhr

Könnten Sie mir einen Chirurg in Köln empfehlen,...

von Menaja

... der Leistenbrüche operiert? Ich würde das lieber stationär durchführen lassen, weil ich alleine zu Hause bin.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 26.02.2016
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr gerne. Nutzen Sie meine Kontaktdaten und rufen Sie mich in der Praxis an. Als Ergänzung muß ich anfügen, dass bei bestimmten Gründen, die zwischen dem Patienten und mir erläutert werden, eine stationäre Betreuung selbstverständlich ebenfalls möglich ist. Beste Grüße Dr. Fuchs

26.01.2016 - 16:31 Uhr

Kann ich selbst entscheiden, ob im Krankenhaus...

von Thomas B.

... oder ambulant operiert werden soll? Oder entscheidet das normalerweise der Arzt?

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 27.01.2016
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrter Herr Thomas B., es gibt einen, der die Entscheidung trifft und das sind Sie. Der Arzt ist gehalten, Sie über alle mit dem Eingriff in Verbindung stehenden Möglichkeiten und Risiken aufzuklären. In einem offenen Gespräch sollte er Sie mit Argumenten überzeugen und nicht überreden. Der Standardeingriff nach Auffassung der internationalen Hernienspezialisten erfolgt als offen chirurgischer Eingriff mit Netzimplantation. Und dies in aller Regel ambulant. Beste Grüße Dr.Fuchs

09.11.2015 - 21:40 Uhr

Seit 2 Tagen hat mein Mann Beschwerden in der...

von Monika

... linken Leiste. Nachdem im vergangenen Jahr im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung ein Urologe bei ihm bereits einen Leistenbruch diagnostiziert hat, der ihn nicht schmerzte und keine Ausstülpung aufwies, gehen wir davon aus, dass es diesmal auch dieser Leistenbruch ist. Allerdings hat er jetzt immer mal Schmerzen und ab und zu kein Gefühl im linken Oberschenkel. Er würde gerne zum Arzt, weiß aber nicht welcher Arzt dafür zuständig ist.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 11.11.2015
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrte Leserin, Ihre Vermutung ist mit großer Wahrscheinlichkeit die naheliegendste. Einen Chirurgen aufzusuchen ist hier die richtige Entscheidung. Schmerzen in der Leiste haben natürlich auch andere Ursachen. Bei dieser Vorgeschichte sollte jedoch zunächst das Offensichtliche abgeklärt werden. Gerne stehe ich Ihrem Mann zur Verfügung oder berate Sie, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung kommen Patienten für diesen tageschirurgischen Eingriff auch aus Dresden oder Wiesbaden zu mir und fliegen/fahren dann wieder nach Hause. Beste Grüße Dr.Fuchs


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