Hämorrhoiden schonend und nachhaltig entfernen

Dr. Debertshäuser

von
verfasst am

© Monkey Business - Fotolia.com © Monkey Business - Fotolia.com Über ein Hämorrhoiden-Leiden spricht man nicht gerne - obwohl die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens davon betroffen sind. Experten gehen davon aus, dass mehr als zwei Drittel aller Bundesbürger mindestens einmal an Hämorrhoiden erkranken. Während bei gesunden Menschen die Hämorrhoiden im Übergang vom Mastdarm zum Analkanal liegen und zusammen den Schließmuskel des Afters abdichten, können dauerhaft vergrößerte Hämorrhoiden Beschwerden wie Jucken, Brennen oder Blut im Stuhl verursachen.

Moderne Therapiemöglichkeiten
Je nachdem, in welchem Stadium sich die krankhafte Vergrößerung der Hämorrhoiden befindet, können unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen: So können Hämorrhoiden der Grade I und II - also leichte Vergrößerungen der Hämorrhoiden - in den meisten Fällen konservativ therapiert werden. Patienten können hierbei durch eine Ernährungsumstellung oder den Einsatz von speziellen Medikamenten dazu beitragen, dass sich die Hämorrhoiden nicht weiter vergrößern. Hämorrhoiden, die bereits zeitweise vor die Afteröffnung treten, können verödet oder abgebunden werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist jedoch meistens eine Operation notwendig. Hierbei kommen neben den bewährten Standardmethoden, moderne und besonders schonende Verfahren zum Einsatz. Dabei können Hämorrhoiden beispielsweise mithilfe eines sogenannten Staplers (Klammernahtgeräts) behandelt werden. Im Rahmen der Behandlung wird in einem einzigen Schritt überschüssiges Hämorrhoidalgewebe entfernt und das bereits nach außen geglittene Gewebe wieder nach innen gezogen und dort fixiert. Patienten profitieren davon, dass sich der Eingriff ausschließlich im Enddarm und nicht im schmerzempfindlichen Analkanal abspielt. Denn so ist die Operation weitestgehend schmerzfrei. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es keine offenen Wunden gibt und die Heilung deshalb in der Regel zügig voranschreitet. Darüber hinaus bleibt bei dieser Methode die Funktionalität des Schließmuskels uneingeschränkt erhalten, weil im Rahmen des Eingriffs nur überschüssiges Gewebe entfernt wird. Patienten müssen sich also in der Regel keine Sorgen um eine längere Inkontinenz machen.

Ob die beschriebene Methode zur Anwendung kommen kann, oder ob einem Patienten mit einer anderen Therapiemethode besser geholfen werden kann, entscheiden Arzt und Patient nach einer umfassenden Untersuchung und einem ausführlichen Aufklärungsgespräch gemeinsam.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
16
Interessante Artikel zum Thema „Hämorrhoiden”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
  

Kommentare zum Artikel (1)


20.03.2016 - 17:09 Uhr

Hämorrhoiden lassen sich auch durch die richtige...

von Anne

... Sitzhaltung auf unseren Toiletten behandeln oder natürlich präventiv nachhaltig vorbeugen. Einfach für die Darmentleerung den 35 Grad Winkel einnehmen und zack kann der Darm sich schnell und gründlich erleichtern. Bei mir wirkt die natürliche Methode wunderbar. Vor allem ist für den Stuhlgang nicht mehr anstrengendes sowie schmerzvolles Pressen nötig. Für die Darmentleerung verwende ich einen Toilettenhocker, der mittlerweile einen festen Platz vor meinem Klo hat.


Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon