Welche Ursachen stecken hinter einem Nabelbruch? 5 Tipps zur Vorbeugung

Claudia Galler

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© Subbotina Anna - fotoliaEin Nabelbruch ist nicht unüblich bei der Schwangerschaft. (© Subbotina Anna - fotolia)Jeder fünfte Erwachsene erwirbt im Laufe seines Lebens einen Nabelbruch, Frühgeborene kommen fast immer damit zur Welt. Wodurch wird ein Nabelbruch ausgelöst und wie kann man einen solchen verhindern?
 

Ursachen

Bei einem Nabelbruch tritt die Bauchdecke um den Nabel auseinander, sodass Bauchfell und Teile der Eingeweide in einem Bruchsack nach außen drängen können und als kleine oder auch größere Beule unter der Haut zu ertasten sind.

Die Ursache für einen Nabelbruch ist eine schwache Bauchdecke in Verbindung mit erhöhter Belastung. Dies kann z.B. während einer Schwangerschaft der Fall sein, wenn die Bauchwand dem zunehmenden Druck und Gewicht standhalten muss. Auch die Veranlagung zu einem schwachen Bindegewebe begünstigt einen Nabelbruch, da die Muskelschichten im Bereich des Nabels nur von Bindegewebe zusammengehalten werden.

Starkes Übergewicht, Wasseransammlungen in der Bauchhöhle z.B. bei Lebererkrankungen, hohe körperliche Belastung und Pressen beim Stuhlgang können ebenfalls zu einem Nabelbruch führen. Bei Frühgeborenen ist ein Nabelbruch oft angeboren, da die Bauchdecke noch nicht vollständig ausgebildet ist. Auch Neugeborene sind häufiger davon betroffen, wenn z.B. durch starkes Husten und kräftiges Schreinen die Bauchwand belastet wird.
 

Wie kann man einem Nabelbruch vorbeugen?

© Henrie - fotolia© Henrie - fotoliaEinem angeborenen Nabelbruch bei Früh- und Neugeborenen kann man nicht vorbeugen, hier reift die Bauchwand von selbst nach oder der Bruch wird mittels Operation behoben. Wer aber als Erwachsener oben genannte Risikofaktoren trägt, kann durch eine angepasste Lebensweise einen Nabelbruch vermeiden:

  1. Normalgewicht: Um unnötigen Druck auf die Bauchdecke zu vermeiden, sollte man sein Normalgewicht anstreben. Vor allem Personen mit angeborener Bindegewebsschwäche entlasten ihre Haut- und Gewebestrukturen, wenn sie Übergewicht abbauen. Auch wer zum Bauchansatz neigt und überschüssiges Fett in der Körpermitte zwischen den Eingeweiden ansammelt, sollte die Pfunde purzeln lassen.
  2. Lasten richtig heben: Menschen mit Risiko für einen Nabelbruch heben am besten keine schweren Lasten wie Getränkekästen oder Umzugskartons. Lieber mehrmals gehen und die Last in einem Rucksack unterbringen.
  3. Die passende Sportart wählen: Sportarten, bei denen ein hoher Druck auf die Bauchwand ausgeübt wird, wie beispielsweise Gewichtheben oder Bodybuilding, sind für Nabelbruch-Gefährdete tabu. Gymnastikübungen zur Stärkung der Bauch- und Rumpfmuskeln sind dagegen in vernünftigem Maße sinnvoll.
  4. Beim Stuhlgang nicht pressen: Auf der Toilette darf man beim Stuhlgang nicht pressen, um die Bauchdecke nicht zu belasten. Sich Zeit lassen heißt hier die Devise.
  5. Ballaststoffreich essen und viel trinken: Um den Stuhl weich und geschmeidig zu halten, sollte man ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen wie Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Gleichzeitig trinkt man mindestens 1,5-2 Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee, um die Verdauung anzuregen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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