Mehr Wohlbefinden durch die Darmsanierung

Die Darmsanierung hilft nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden (© michaeljung_iStock)

Unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut und der Darm spielt dabei eine wichtige Rolle für unser allgemeines Wohlbefinden. Der Darm ist eines unserer wichtigsten Organe, wird aber meist ziemlich stiefmütterlich behandelt. Wir beachten ihn eigentlich nur, wenn er laut auf sich aufmerksam macht und unangenehm auffällt. Oder wenn er uns zwickt, beißt und uns anderweitig böse ärgert. Dann geht es unserem größten Organ im Körper schon ziemlich schlecht!

Ein gesunder Darm - ein gesunder Mensch!

Schon für die alten Naturärzte war dies eine wichtige Erkenntnis. In der Naturheilkunde und mittlerweile auch in der Allgemeinmedizin gilt eine gestörte Darmflora als Ursache vieler Krankheiten.

So ist eine Darmsanierung bei vielen Erkrankungen sehr hilfreich:

  • Magen-Darm Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Unverträglichkeiten, chronische entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarm, Leaky Gut
  • Immunologische Erkrankungen wie Allergien, Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Arthritis, rezidivierende Infekte, chronische Blasenentzündung
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Psychische Beschwerden wie depressive Verstimmungen
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Vor allem aber nach einer längeren Antibiotika Kur sollten Sie Ihren Darm stärken!

Wie funktioniert eine Darmsanierung?

Eine ganzheitliche Darmsanierung ist auf drei Schwerpunkten aufgebaut:

  • Reinigung des Darms (meist mit Flohsamenschalen und geeigneten Heilkräutern)
  • Stärkung aller Verdauungsorgane, vor allem aber Stärkung der Leber (meist mit Hilfe von Akupunktur und geeigneten Heilkräutern)
  • Aufbau einer gesunden Darmflora (passende Bakterienpräparate mit abgestimmter Ernährungsempfehlung). 

In der Regel dauert eine Darmsanierung zwischen 6-8 Wochen (bei schwerwiegenden Beschwerden manchmal auch länger). Sie können während dieser Zeit ganz normal Ihren Alltag weiter leben. Je nach Lebensgewohnheit wird eine Darmsanierung mit Ernährungsempfehlungen und Verhaltensempfehlungen optimiert.

Eine Darmsanierung können Sie gut mit einer Entgiftungskur oder Heilfasten kombinieren. Akupunktur, Darmmassagen, kneippsche Anwendungen oder Schröpfen unterstützt den Behandlungserfolg. 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (7)

Helga, 06.08.2019 - 13:50 Uhr

Sehr hohe Calprotectin Werte über 5000 bei einem Kind mit norovisus im Stuhlgang festgestellt, kann das vom Virus kommen oder von einer Antibiotika Therapie, die er dieses Jahr leider schon drei mal hatte?

Antwort von Tanja Adamietz, verfasst am 07.08.2019

Der Calprotectinwert ist ein unspezifischer Bio-Marker, er besagt lediglich, dass im Darm eine Entzündung stattfindet. Warum dies so ist, kann man über den Calprotectinwert nicht feststellen. Mögliche Ursachen für erhöhte Calprotectinwerte können akute virale oder bakterieller Magen-Darm-Infektionen wie Norovirus sein. Das wäre bei Ihrem Kind sicher der wahrscheinlichste Grund. Trotzdem sollten Sie bei 3-maliger Antibiotikagabe in diesem Jahr die Darmflora ihres Sohnes unbedingt wieder aufbauen. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Helga, 06.08.2019 - 13:47 Uhr

Guten Tag, mein Sohn hatte vor zwei Wochen einen norovisus und musste Stuhl abgeben, nun meinte die Kinderärztin heute er habe sehr hohe hohe Werte, über 5000. Kann das von dem norovisus kommen?

Dana, 20.09.2015 - 13:53 Uhr

Keine großen Beschwerden, eher ab und an Obstipation. Seit längerem psychischer Stress und seit neuem Arbeitsbeginn mehrfach Stuhlentlehrung morgens bis hin zum Durchfall (1x) mit ein ganz bisschen Schleim dabei. Danach nicht mehr. Habe auf Flohsamenschalen umgestellt und Schonkost. Blutwerte ok und Calcprotectin Wert bei 500. Habe große psychische Angst vor CED. Eine Darmspiegelung macht mir keine Angst, eher die Diagnose. Abwarten und schauen, ob es schlimmer wird oder gleich zur Darmspiegelung auch mit der Angst, dass Diagnose schlecht ausfällt? Ich bin verzweifelt.

Antwort von Tanja Adamietz, verfasst am 22.09.2015

Das kann ich gut verstehen, dass Sie verzweifelt sind. Durch eine Magen-Darm Spiegelung kann man im schulmedizinischen Bereich verschiedene Magen-Darm Erkrankungen erkennen. Ich rate dazu, denn dann kann man anhand der Diagnose gezielte naturheilkundliche Heilmethoden wählen. Deswegen KEINE Angst vor der Diagnose - es gibt immer einen Weg, mit der Diagnose umzugehen! Folgendes ist vielleicht für Sie interessant: Calprotectin ist ein Eiweißstoff, der in bestimmten Zellen vermehrt vorkommt, v.a. in Leukozyten (weißen Blutkörperchen). Leukozyten sind an entzündlichen Geschehen und Abwehrmechanismen beteiligt. Das bedeutet, wenn der Calprotectin-Wert im Stuhl erhöht ist, befinden sich im Darm eine krankhaft bedingte Ansammlung von weißen Blutkörperchen. Die ist ein Hinweis auf folgende mögliche Ursachen: - Darminfektionen - chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) - Mukoviszidose. - Tumoren im Bereich des Darmes Eine entzündliche Darmerkrankung kann man naturheilkundlich sehr gut behandeln. Hier hilft es, den Darm zu sanieren, das Immunsystem zu regulieren und Stress abzubauen. Da Sie im Moment sehr viel Stress haben, rate ich Ihnen dringend sich Möglichkeiten zu suchen, den Stress auf ein für Sie erträgliches Maß zu reduzieren und Techniken im Umgang mit Stress zu erlernen. (Yoga, Tai-Chi, Meditation, Spazieren gehen, Musik hören, etc.) Gerne helfe ich Ihnen in meiner Praxis weiter. Ich wünsche Ihnen alles Gute! Mit den besten Grüßen Tanja Adamietz Praxis für Naturheilkunde Tanja Adamietz (Heilpraktikerin) Innere Wiener Straße 61 81667 München 0174 5639769 info@naturheilpraxis-adamietz.de www.darmsanierung-muenchen.de

Sieglinde, 31.07.2015 - 13:50 Uhr

Anfrage: Können Sie auch eine chronische Fructoseintoleranz behandeln, die sich aufgrund von langandauernder Antibiotika-Gabe wegen einer Blasenentzündung entwickelt hat?

Antwort von Tanja Adamietz, verfasst am 03.08.2015

Zur Fructoseintoleranz: Wir haben bestimmte Rezeptoren in unserer Darmschleimhaut, die als Transporter für Fructose dienen. Über diese Rezeptoren wird Fructose aus dem Dünndarm in die Blutbahn aufgenommen. Wenn hier eine Schädigung/Reizung der Darmschleimhaut entstanden ist, kann es zu einer verminderten Aufnahme von Fructose aus dem Dünndarm kommen. Die nichtresorbierte Fructose gelangt in den Dickdarm und verursacht dort Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder Bauchschmerzen. Durch eine gezielte Regeneration der Darmschleimhaut und Wiederaufbau der normalen Bakterienflora können erworbene Unverträglichkeiten und Intoleranzen meist verbessert, oft sogar ausgeheilt werden. In Ihrem speziellen Fall besteht gute Aussicht auf Verbesserung durch eine gezielte Darmsanierung. Gerne helfe ich Ihnen dabei. Mit den besten Grüßen Tanja Adamietz

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