Implantate bei Arthrose: Wie geht es nach der Behandlung weiter?

Priv.-Doz. Dr. Radke

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© fotolia - bht2000Bei fortgeschrittener Arthrose kann ein Implantat helfen! Doch wie geht es nach der OP weiter? (© fotolia - bht2000)Wenn Sie in Ruhe und bei Belastung über Schmerzen klagen, die auf Schmerzmittel oder sonstige konservative Behandlungsalternativen nicht ansprechen, liegen die radiologischen Zeichen einer fortgeschrittenen Arthrose vor. Hier empfehle ich die Implantation eines Kunstgelenkes. Vor- und Nachteile und die Erwartungen des Patienten sind dabei zu berücksichtigen.


Wer ist der richtige Operateur?

Erst sollten Sie sich einen erfahrenen Operateur suchen, mit dem Sie auf einer Wellenlänge sind. Die Implantation eines Kunstgelenks ist keine Momentaufnahme, sondern kann der Beginn einer jahrelangen Arzt-Patientenbeziehung sein.

Wichtig bei der Entscheidung für einen Operateur ist es, sich zu gängigen Themen zu erkundigen, wie muskelschonende Zugänge, Prothesenmodelle oder sogenannte Rapid-Recovery-Programme. Am Ende ist es wichtig, dass sich der Arzt hier positioniert und sein Vorgehen erläutert.

Ist die Entscheidung für einen Operateur gefallen, kann der OP-Termin vereinbart werden. Der Allgemeinmediziner bereitet die OP vor. Dann wird der Eingriff in Anästhesie durchgeführt. Nach der OP erfolgt eine zeitnahe Mobilisation zur Thromboseprophylaxe und zügigen Genesung unter der Gabe von Schmerzmitteln.

Nachdem der Patient wieder gehen und Treppen steigen kann, kann er mit der REHA beginnen.


Was sollte man bei der REHA beachten?

Grundsätzlich unterscheidet man ambulante und stationäre REHA. Ambulante REHA kommt für alle in Frage, die in einem geschützten häuslichen Umfeld leben. Die stationäre REHA eignet sich eher für diejenigen, die noch Hilfe benötigen. Ziel ist es, spätestens am Ende der REHA die Vollbelastung zu erreichen.


Wie geht es nach der REHA weiter?

Abhängig vom Ausmaß der Beweglichkeit benötigt der ein oder andere noch Krankengymnastik. Sie kann je nach Befund eine Lymphdrainage enthalten, um die Schwellung zu verbessern. Der Rest dient der Mobilisation und dem Kraftaufbau.

Für Kontrollen gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Sie sind vom Prothesenmodell und seinen Revisionskurven abhängig. Dazu gibt Ihnen Ihr Operateur Auskunft.


Ist Sport nach der REHA erlaubt?

Ist die Endoprothese erfolgreich implantiert, möchten Betroffene wieder sportlich aktiv werden. Sportarten, die man vor der Implantation gemacht hat, sollten wieder angefangen werden. Nur wer in seiner Sportart aktiv ist, wird sich nach der OP sicher fühlen können.

Hilfsmittel sollten nicht nötig sein und werden lediglich bei Schwierigkeiten der Balance und in unebenem Gelände benötigt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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