Selbsthilfetipps aus der Osteopathie bei Arthrose: So funktioniert's

Herr Schrammek

von
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© photophonie - fotoliaDie Osteopathie kennt viele Selbsthilfemittel für Arthrose. (© photophonie - fotolia)Wenn Sie eine Arthrose z.B. an der Hüfte, am Knie oder an der Wirbelsäule haben, ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass die Schmerzen teilweise stärker und teilweise schwächer sind.


Woran kann das liegen, wenn sich doch die im Röntgenbild sichtbare Arthrose nicht so schnell verändern kann?

Meine Erfahrungen in der osteopathischen Praxis haben gezeigt, dass die Beschwerden bei einer Arthrose eher von der Funktion des Gelenks, also der Statik, Beweglichkeit, Spannung oder Durchblutung abhängen.

Ich habe im Laufe der Jahre schon viele „Arthrose-Gelenke“ kennengelernt, die aufgrund verbesserter Funktion beschwerdefrei wurden.

Konventionell wird davon ausgegangen, dass eine Arthrose unumkehrbar und in der Regel fortschreitend ist. Solange die Ursachen, die zu der Arthrose führen, bestehen bleiben, stimme ich dem zu.

Wie entsteht eine Arthrose?

Aus meiner Sicht gibt es zwei Hauptursachen für Arthrose:

  1. Durch die Verschiebung einer Körperachse verlagert sich zum Beispiel die Kraftübertragung durch das Gelenk aus der Mitte heraus. Ein Teil des Gelenks ist folglich überlastet.
  2. Wenn dauerhaft die Spannung im Bereich eines Gelenks erhöht ist (z.B. durch Kapseln, Bänder, Sehnen, Muskeln), steigt auch der Druck im Gelenk permanent an. Die Gelenkflächen können sich auch bei Entlastung nicht wirklich regenerieren.

Die Veränderungen können verursacht werden durch

  • jahrelange Überlastung
  • Fehlbelastung
  • Unfälle
  • Operationen
  • eine angeborene statische Abweichung

Die direkten Ursachen einer Arthrose sind üblicherweise osteopathisch gut behandelbar. Indem die relevanten „Dysfunktionen“ verringert werden, werden die Beschwerden zuverlässig gelindert.

Auch wenn sich die „Anatomie“ des Gelenks vielleicht nicht erheblich verändern wird, kann sich die „Funktion“ des Gelenks radikal verbessern.


Was können Sie selbst bei Arthrose tun?

Für ein geschädigtes Gelenk ist es grundsätzlich hilfreich, bewegt zu werden. Sie sollten jedoch genau aufpassen, ob die Belastung, die Sie dem Gelenk zumuten, wohltuend wirkt. Idealerweise sollte sich das Gelenk nach der Belastung besser anfühlen als vorher.

Wenn die Spannung im Bereich des Gelenks erhöht ist, sollten Sie bei der Bewegung auf die Lockerung des Gelenks achten. So kann ein entspannter Spaziergang oder eine gemütliche Runde mit dem Fahrrad zielführender sein als eine Stunde hartes Krafttraining. Auch können Übungen wie Streching, Yoga oder Tai-Chi langfristig helfen.

Bei Krafttraining sollte es mehr um die Bewegung des betroffenen Gelenks als um den bloßen Muskelaufbau gehen.

In jedem Fall sollten Sie ein Gelenk mit Arthrose „pfleglich“ behandeln und auf die Signale Ihres Körpers achten. Sie können selbst am besten spüren, was Ihrem Gelenk guttut und was ihm schadet.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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