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Hüftschmerzen und ihre Ursachen

Dr. Pfeiffer - Privatpraxis

von
verfasst am

©Andrey Popov - fotoliaHüftschmerzen können Hinweis für eine Arthrose sein (©Andrey Popov - fotolia)Schmerzen im Bereich des Hüftgelenks sind auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen. In jedem Fall sollten bei anhaltenden Beschwerden über drei Tage der Hausarzt aufgesucht werden, um eine entsprechende Abklärung herbeizuführen und Folgeschäden zu reduzieren. Die meisten Beschwerden sind glücklicherweise harmlos und können rasch beseitigt werden (z.B. das Anfangsstadium einer Arthrose im Hüftgelenk). Es gibt aber auch Beschwerden, die beispielsweise auf einen Tumor zurückführen sind. Hier ist eine rasche Abklärung und Behandlung geboten.

Die Untersuchung

Der Facharzt grenzt bei der ersten Untersuchung die Art der Beschwerden diagnostisch ein und entscheidet, welche weiteren Schritte nötig sind. Zur Diagnose wendet der Arzt eine Ultraschalluntersuchung, eine Röntgenuntersuchung oder eine Kernspintomografie an. Diese Maßnahmen sind in der Regel nicht invasiv, d.h. harmlos, und nicht mit Schmerzen oder wesentlichen körperlichen Belastungen verbunden.

Was steckt hinter dem Hüftschmerz?

Ein typischer Befund im mittleren und höheren Alter ist die Hüftarthrose. Die Symptome sind: 

  • Beschwerden beim Aufstehen
  • Beschwerden beim Loslaufen
  • Probleme beim Einsteigen und Aussteigen aus dem Auto 
  • gelegentlich auch nächtlicher Ruheschmerz in der Leistengegend, in den Oberschenkel ausstrahlend. 

Verstärkt sich der Leistenschmerz bei Belastung beim Husten oder Pressen, ist dies ein Hinweis auf einen Leistenbruch. Dieser ist leicht zu erkennen, wenn eine tastbare Vorwölbung in der Leistenregion besteht. Nicht selten gibt es aber auch Nervenschmerzen, die von der Leiste in den Oberschenkel ausstrahlen und auf eine Entzündung des N.femuralis superficialis hinweisen. Bei vornehmlich nächtlichen Beschwerden kann es sich um eine so genannte Meralgia paraesthetica nocturna handeln. Wie die Bezeichnung schon andeutet, klagen die Patienten über verstärkt nächtliche Schmerzen im Bereich des betroffenen Oberschenkelnervs, die bis zum Knie ausstrahlen. Bei Kindern und Jugendlichen ist besondere Vorsicht geboten, wenn über Hüftschmerzen geklagt werden. Hier gibt es von der harmlosen vorübergehenden Hüftentzündung über Skelettentwicklungsstörungen bis zu seltenen Knochentumoren einen breiten diagnostischen Spielraum, der in jedem Fall in Kürze ärztlich abgeklärt werden muss.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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