Das jameda-Interview: 9 Fragen an Herrn Dr. med.Uwe Buchmann

Dr. Buchmann

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© BuchmannHerr Dr. Buchmann praktiziert als Orthopäde in Schwetzingen. (© Buchmann)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med.Uwe Buchmann interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Orthopäde.

jameda: Herr Dr. Buchmann, was hat Sie motiviert, Orthopäde zu werden und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden? 

Herr Dr. Buchmann: Mein Vater arbeitete als Mechaniker in der Orthopädie des Universitätsklinik Heidelberg in Schierbach. Schon früh kam ich dadurch mit orthopädisch kranken Menschen in Berührung, z.B. im dortigen Schwimmbad, wo ich schwimmen gelernt habe. Während meines Studiums arbeitete ich als studentische Hilfsnachtwache in dieser Klinik. 

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht diesen so besonders?

Herr Dr. Buchmann: Mein Schwerpunkt besteht darin, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben (Patientenschulung), wenn nötig Operationen zu vermeiden, Schmerzreduktion mittels sanfter Medizin (z.B. Akupunktur) aber auch die Ursache der Schmerzen zu erkennen, insbesondere Lebensbedrohliche Erkrankungen (z.B. Knochenmethastasen, Myolomherde rechtzeitig zu erkennen).

jameda: Gibt es ein medizinisches Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Dr. Buchmann: Vier Männer haben mein berufliche Einstellung geprägt: Der Chirurgieprof. Prof. Dr. Ulrich Rückert bei dem ich den Facharzt für Allgemeinchirurgie in Schlierbach machte dann die Professoren: Horst Cotta, Hans-Jürgen Gerner (Paraplegiologe) sowie Prof. Volker Ewerbeck. Ich bin stolz, unter diesen berühmten Namen gelernt haben zu dürfen.

jameda: Gibt es in der Gegenwart Hilfen oder Neuerungen, die Ihnen Ihren Praxisalltag erleichtern können?

Herr Dr. Buchmann: Die meisten Hilfen erhalten wir dadurch, dass wir unser Personal gut fortbilden / fortbilden lassen, sodass wir eine kompetente "Mannschaft" die immer auf dem neuesten Stand ist. 

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Dr. Buchmann: 

  1. Abbau der Bürokratie damit ich mehr Zeit für die Patienten habe.
  2. bezahlbare, maßgeschneiderte Implantate, die bekanntlich bessere Operationsergebnisse bringen.
  3. Stärkung von präventiven Maßnahmen, damit der Schadensfall nicht erst eintritt.
  4. Weiterhin die Reduktion des Zeitintervalles von Symptom zur Diagnose.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Dr. Buchmann: Ich bin ein lockerer Typ - ich spreche die Sprache des Patienten. Ich verzichte weitestgehend auf Fremdworte und versuche, den Patienten Ihre Krankheit und Ihre Beschwerden in Ihnen verständlicher Weise zu erklären. 

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Dr. Buchmann: Fast 98 % unserer Patienten sind mit uns sehr zufrieden, was wir auch in regelmäßigen Patientenbefragungen verifizieren. Sie haben auch Verständnis, wenn man Ihnen nicht jeden Wunsch erfüllen kann, oder wenn ich (was Gottseidank selten vorkommt) mich besonders kurz fassen muss, dass die Praxis "überläuft".

© BuchmannDer Empfangsbereich der Praxis Dr. Buchmann. (© Buchmann)jameda: Gibt es ein besonderes Patientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Dr. Buchmann: Im Jahre 1998 hätte ich einen zwölfjährigen Spätaussiedler für vier Wochen wegen einer Radiusfraktur eingipsen müssen. Er begann zu weinen, da er seinen ersten Mittelmeerurlaub mit seinen Eltern verbringen durfte. Ich entschied mich für eine Behandlung mit einer Plastikorthese, was gegen die Schulmedizin sprach. Ergebnis: der Bruch heilte trotzdem und der Junge war überglücklich das er mit diesem Gerät am Mittelmeer ins Wasser gehen konnte. Der Spanienurlaub wäre sonst natürlich kein schöner gewesen. 

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 

Herr Dr. Buchmann: Viel Bewegung, eine gewisse Gelassenheit und Lockerheit, sich nicht mit Datenfriedhöfen unglücklich zu machen. Überall in den Medien wird man ja mit Datenmengen überfallen. Zuviel Information kann auch unglücklich machen.

Zur Person

Ich bin am 14.09.1960 geboren und egte 1980 das Abitur ab. 1986 das medizinischen Staatsexamen, danach machte ich den Facharzt für allgemeine Medizin, danach den Facharzt für Orthopädie in der orthopädischen Klinik Heidelberg/Schlierbach. Am 01.04.1998 eröffnete ich meine Praxis in Schwetzingen. Ich bin 59 Jahre alt und verheiratet.

Zur Praxis

Unsere Praxis liegt in der nähe des Schwetzinger Schlossplatzes. Das Wartezimmer hat einen Blick auf das Schloss. Die Praxis ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmittel als auch mit dem Auto gut erreichbar. Unsere Praxisräume sind im 2 und 3 OG, selbstverständlich gibt es einen Fahrstuhl. Die Praxis wurde im August 2018 frisch renoviert. Die Praxis steht als Gemeinschaftspraxis seit 01.01.2002.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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