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Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Maik Schwarzbach

Herr Schwarzbach

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© SchwarzbachHerr Schwarzbach praktiziert als Physiotherapeut in München. (© Schwarzbach)Physiotherapeuten haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Schwarzbach interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Physiotherapeut.

jameda: Herr Schwarzbach, was hat Sie motiviert, Physiotherapeut zu werden?

Herr Schwarzbach: Bewegung ist meine Leidenschaft. Nach meiner aktiven Zeit als Leistungssportler war es mein Wunsch, Profisportler während Ihres Trainings und den Wettkämpfen auch weiterhin zu unterstützen. Als Physiotherapeut kann ich mein Fachwissen und meine Erfahrungen jedem zur Verfügung stellen.

 

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Schwarzbach: Ich liebe die Vielfalt und Abwechslung meines Berufes. Es bereitet mir große Freude, mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten und die Krankheitsgeschichte jedes einzelnen Patienten kennenzulernen. Es ist immer wieder spannend, der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen und eine individuelle Lösung zu finden, um dem Patienten langfristig mehr Lebensqualität zu geben.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Schwarzbach: Viele Patienten denken immer noch, dass Krankengymnastik und Physiotherapie viel mit Massage etc. zu tun hat. Viele von ihnen sind dann überrascht, wenn beim ersten Termin eine ausführliche Befragung zur Krankengeschichte durchgeführt und ein Befund erhoben wird, um eine genaue Idee von der Problematik des Patienten zu bekommen.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Herr Schwarzbach: Es braucht tatsächlich bei einigen Krankheitsbildern etwas Geduld, da man Heilungsphasen nicht verkürzen, sondern nur unterstützen kann. In diesem Prozess versuche ich, dem Patienten die genauen Gründe für seine Therapie zu erklären und erarbeite mit ihm zusammen ein Behandlungskonzept, das ihm einen konkreten Zeitplan an die Hand gibt.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Schwarzbach: Ich weise den Patienten darauf hin, wie wichtig die eigene Umsetzung des Therapieplans zur schnellstmöglichen Linderung der Beschwerden ist. Im Umkehrschluss zeige ich ihm damit auf, dass es zu einer Verlängerung der Genesungszeit kommen kann.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Schwarzbach: Ich denke, dass wir eines der besten Gesundheitssysteme der Welt haben und wir das schätzen sollten. Manchmal wünsche ich mir in unserem System mehr Gerechtigkeit für alle Patienten.

© SchwarzbachImpressionen aus dem Physio Center München. (© Schwarzbach)jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Schwarzbach: Ich glaube, dass Ärzte und Physiotherapeuten besser zusammenarbeiten könnten. Oftmals findet kaum ein Austausch statt und die Patienten würden sicherlich davon profitieren, wenn wir unsere Kommunikation verbessern würden.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Schwarzbach: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich einiges getan, was Therapieformen und begleitende, unterstützende Maßnahmen betrifft. Ich bin seit 2005 Physiotherapeut und es bereitet mir großen Spaß, mein Wissen durch spannende Weiterbildungen stetig zu erweitern, um dem Patienten die bestmögliche und aktuellste Behandlung zu bieten.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Schwarzbach: Während meiner Tätigkeit hatte ich immer wieder Erlebnisse und Begegnungen, die mich sehr beschäftigt oder berührt haben. Über Erfolge freut man sich natürlich auch sehr. Bei einem Patienten mit einem Bandscheibenvorfall war aufgrund seiner Symptomatik und nach Einschätzung mehrerer Ärzte eine Operation indiziert. Der Patient wollte die OP aber vermeiden und suchte noch einen weiteren Arzt auf, der ihm die Möglichkeit gab, eine Woche lang durch Medikation und intensive Physiotherapie etwas an der Symptomatik zu ändern. Letztendlich konnte er die OP umgehen und wurde wieder komplett beschwerdefrei.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Schwarzbach: In der heutigen Zeit des vielen Sitzens kommt es zu immer mehr Beschwerden des Bewegungsapparates. Bewegung schafft für Körper und Geist den perfekten Ausgleich und ist somit auch verantwortlich für unsere Lebensqualität. Das Zusammenspiel aus Sport, Ernährung, Stressreduktion und funktionierendem sozialen Umfeld hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Wichtig ist es, mit kleinen Veränderungen zu beginnen und sich Ziele zu setzen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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