Kniearthrose & Gelenkknorpelverschleiß: Ursachen & Vorbeugung

Welche Ursachen können sich hinter einer Kniearthrose verbergen? (© designua - fotolia)

Während bei jungen Menschen die häufigste Ursache für Verletzungen oder Entzündungen der Schleimhaut beim Sport Knieschmerzen sind, ist bei älteren Menschen die häufigste Ursache Gelenkverschleiß, d. h. frühe Arthrose.

Arthrose ist das ultimative und schmerzhafte Ergebnis der Verschlechterung des Gelenkknorpels. Dies liegt daran, dass Knorpel den Bereich zwischen den Knochen „abfedert“. Das bedeutet, dass die Knochen beim Ausdünnen an den Rändern der Gelenke reiben, die zusätzlich an den Nervenenden vorhanden sind und auch Schmerzen empfinden.

Obwohl jeder an Arthrose leiden kann, entwickelt sie sich früher bei Menschen, die früher sportlich waren und in jüngeren Jahren eine Knieverletzung erlitten haben. Wenn wir morgens oder nach körperlicher Anstrengung Schmerzen und Steifheit verspüren, können wir dieses Problem vermuten.

Aktuellsten US-Forschungen zufolge kann das häufigste Problem, das Risiko für Osteoathritis, durch regelmäßiges Training erheblich verringert werden.


Das Problem ist vermeidbar

Laut einem Bericht der Radiological Society of North America können Personen mit einem Risiko für das Auftreten von Beschwerden der Arthrose verhindern, indem sie einfach Änderungen an ihrem Trainingsprogramm vornehmen.

Untersuchungen zeigen, dass hochintensives Training wie Laufen das Risiko von Knieschmerzen und Knorpelverschleiß erhöht – wenn Sie dies mindestens drei Stunden pro Woche tun.
Andererseits kann eine leichtere Bewegung, die das Knie schont, das Problem verhindern. In einer Umfrage wurden 164 Personen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren untersucht und entsprechend der von ihnen durchgeführten Bewegungsintensität in drei Gruppen eingeteilt.

Ein speziell gestalteter Fragebogen enthüllte, wer zu der Gruppe gehört, die sich überhaupt nicht bewegt, wer kardiovaskuläre Bewegungen und Kraftübungen mittlerer Intensität ausführt und wer intensiv trainiert.

Auf die gleiche Weise wurden auch die Arten von Bewegungen analysiert, bei denen das Knie verwendet wurde. Nachfolgende MRT-Untersuchungen bestätigten, dass der Knorpel des Knies unter denjenigen, die leicht trainieren, der gesündeste. Sie liegen, sowohl vor Nicht-Sportlern als auch vor starken Trainern.

Bei Frauen, die mit überdurchschnittlicher Intensität trainierten, zeigte die Studie einen höheren Wassergehalt und eine stärker beschädigte Kollagenstruktur im Knie. Daher erhöht dieser Faktor wahrscheinlich das Risiko für Osteoarthritis.

 

Welche Sportarten eignen sich zur Prävention?

Ebenso wurde festgestellt, dass alle Formen der Bewegung (nicht nur sportbezogene), bei denen das Knie stärker genutzt wird, das Risiko erhöhen. Beispiele sind das Klettern auf mindestens 10 Etagen, das Heben schwerer Gewichte oder das Hocken und das Knien für mindestens 30 Minuten pro Tag.

Wir können das Risiko für Arthrose erheblich reduzieren, indem wir auf unser Gewicht achten und auf riskante und übermäßig intensive Formen der Bewegung verzichten. Unter diesem Gesichtspunkt können Schwimmen, Gehen oder Training auf einem Ellipsentrainer eine viel bessere Wahl sein als Tennis oder Laufen, da sie die Knie stärker beanspruchen.

Auf der anderen Seite ist es absolut notwendig, sich zu bewegen, da Bewegungsmangel die Wahrscheinlichkeit von Knieproblemen weiter erhöht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Günther B., 21.03.2021 - 17:10 Uhr

Ich bin 80 und war früher Radrennfahrer. Mit über 30 hatte ich dann Probleme und stellte die Tätigkeit zurück. Mit 65 hatte ich dann Schmerzen bis ich die im Kniegelenk abgeschabten Teile entfernen( mit Bildschirm beobachtet ) ließ. Seit dem bis jetzt auch bei Holzfällarbeiten schmerzfrei!!

Antwort von Dr. Tamás Bányai, verfasst am 12.04.2021

Lieber Patient, in diesem Artikel habe ich über die konservativ-funktionellen therapeutischen Möglichkeiten zum Erhalt der Gelenkbeweglichkeit und Belastbarkeit geschrieben. Es gibt Situationen, in denen am Gelenkknorpel Verschleißerscheinungen auftreten können (Meniskusschaden, Verletzungen der Knorpelschicht der Trageoberfläche). In diesen Fällen bietet die minimal-invasive Kniegelenksspiegelung (Arthroskopie) verschiedene Möglichkeiten, um die Belastbarkeit wiederherstellen zu können. In unserer Praxis bieten wir bei gerechtfertigten Indikationen diese Anwendung an. Nach dieser Versorgung kann die effektive Sporttherapie wieder ausgeübt werden.

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