Knorpelverpflanzung am Hüftgelenk: Ein Mittel gegen Hüftarthrose?

Dr. Rinio

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Knorpeltransplantation an der Hüfte stoppt die Hüftarthrose
Eine Knorpeltransplantation am Hüftgelenk kann dann durchgeführt werden, wenn das Hüftgelenk einen klar umrissenen Knorpelschaden hat. Das Hüftgelenk ist in diesem Fall noch nicht durch einen großflächigen Knorpelabbau beeinträchtigt. Knorpeltransplantation ist eine minimalinvasiv (unter Hüftarthroskopie) durchgeführte Verpflanzung körpereigener Knorpelzellen. Diese Therapie kann den Schaden im Hüftgelenk dauerhaft beheben. Hüftarthrose wird dadurch also verhindert.

Eigenschaften einer Knorpeltransplantation am Hüftgelenk im Vergleich zur Endoprothetik
Der Gelenkknorpel wird durch diese biologische Knorpeltherapie wieder regeneriert. Die für die Knorpelzüchtung benötigten Knorpelzellen werden aus einer sehr kleinen Probe in einem Speziallabor zu einer großen Menge herangezogen. Diese Knorpelzellen bilden an der geschädigten Stelle innerhalb von wenigen Monaten wieder das knorpeltypische Bindegewebe aus. Die Gelenkfunktion wird dadurch normalisiert. Der Hüftarthrose durch vorzeitigen Gelenkverschleiß wird vorgebeugt. Nach etwa 6 Monaten ist das Hüftgelenk wieder voll belastbar. Die biologische Knorpeltherapie bringt also, anders als die Endoprothesenbehandlung der Hüfte, keine Fremdmaterialien in das Gelenk ein. Knochen und Gewebe bleiben vollständig erhalten.

Welche Untersuchungen gehen der Knorpeltransplantation an der Hüfte voraus?
Ein auf Knorpeltransplantation spezialisierter Arzt ermittelt durch eine genaue Untersuchung die Aussichten der Knorpeltherapie.
Vor der Entscheidung für die Knorpeltransplantation der Hüfte wird das Hüftgelenk klinisch und radiologisch untersucht. Dabei wird versucht, die individuelle Ursache des Knorpelschadens möglichst genau zu identifizieren. Auch die Lage und das Ausmaß des Knorpelschadens sollte genauer diagnostiziert werden. Wird die Hüftarthrose durch eine Hüftdysplasie oder ein Hüftimpingement verursacht, müssen diese Ursachen auf jeden Fall im Behandlungsplan berücksichtigt und separat behandelt werden.

Für wen ist eine Knorpeltransplantation am Hüftgelenk besonders geeignet?
Meist sind jüngere Patienten unter 50 Jahren die besten Kandidaten für die Knorpelverpflanzung. Die Variabilität ist hierbei jedoch groß. Auch das biologische Alter spielt eine große Rolle für die Vitalität des Transplantates. Der Knorpelschaden sollte ein frühes Stadium des Gelenkverschleißes nicht überschritten haben. Auch nach einem Unfall mit Knorpelschaden kann die Knorpeltherapie eingesetzt werden.

Für wen ist eine Knorpeltransplantation am Hüftgelenk nicht mehr geeignet (Kontraindikation)?
Auch wenn die Knorpeltransplantation - als erste Therapie überhaupt - eine Heilung des Gelenkknorpels im Hüftgelenk ermöglicht, können nicht alle Patienten mit Hüftarthrose durch die autologe Knorpeltransplantation (ACT) behandelt werden. Patienten mit fortgeschrittener Hüftarthrose können also durch Knorpelverpflanzung nicht mehr dauerhaft geholfen werden. Der Arzt muss auch eine Hüftdysplasie oder ein Hüftimpingement als Ursache des Knorpelschadens ausschließen. Fehlformen des Hüftgelenks oder eine unbehandelte Hüftkopfnekrose verhindern die Wirksamkeit der Knorpelverpflanzung, weil auch das Transplantat durch die gleichen Mechanismen wieder geschädigt würde.

Wie wird eine Knorpeltransplantation am Hüftgelenk durchgeführt?
In einer ersten, hüftarthroskopischen (minimalinvasiven) Operation wird ein winziger, etwa Reiskorn-großer Teil des Knorpelgewebes aus einem wenig belasteten Bereich entnommen. Die Knorpelzellen in diesem Knorpelstück werden in einem Laborprozess von seinem Bindegewebe befreit - dies ist die Voraussetzung für die Teilungsaktivität in einer Nährflüssigkeit. Nach sechs bis acht Wochen werden die Knorpelzellen aus der Flüssigkeit gewonnen. In einer zweiten, minimalinvasiven Operation werden die Knorpelzellen in das Hüftgelenk eingebracht. Unter sechs-wöchiger Entlastung (Gehstützen) und fortwährender Physiotherapie heilen die verpflanzten Knorpelzellen in die Schadstelle ein. Sie bilden in dieser Zeit das knorpeltypische feste und elastische Bindegewebe aus.

Nachbehandlung, Perspektive und Lebensqualität nach Knorpeltransplantation am Hüftgelenk
Nach sechs Monaten kann der Patient seine Hüfte nach einer Phase langsamen Belastungsaufbaus bei vollständiger Sportfähigkeit ohne Hüftschmerzen wieder voll belasten. Für “knorpelfreundliche” Sportarten wie Rad fahren, Skilanglauf, Schwimmen - geben wir den Patienten keinerlei Einschränkungen. Achten Sie jedoch bitte darauf, möglichst viel Bewegung mit möglichst wenig Belastung zu verbinden. Das hält den Knorpel im Hüftgelenk vital und gesund. Nach unserer Erfahrung ist die Knorpeltransplantation der Hüfte bei richtiger Voruntersuchung und Abklärung aller Umstände durch einen erfahrenen Hüftspezialisten eine zuverlässige Therapie zur Verhinderung von Hüftarthrose.

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Kommentare zum Artikel (15)


16.08.2017 - 18:49 Uhr

Ich bin 65 und noch recht fit und gesund. Habe...

von Mary

... viel Sport getrieben. Mein Cox-dilemma wurde aber durch einen Beischlaf, also einen Unfall im Bett, verursacht. Diagnose mittelschwer. Bin z.Z. mit Indometacin beschäftigt. Kann gut schlafen und komme morgens ohne Steifheit gut aus dem Bett. Da ich berufstätig bin und laufen muss, konzentrieren sich die Schmerzen auf den Arbeitsbereich. Ich laufe im Schongang. Kann mein rechter Coxschaden behoben werden? Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre Antwort. MfG Mary

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 31.08.2017
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, um eine Therapie anbieten zu können, müssen wir natürlich zunächst eine gründliche Untersuchung Ihrer Hüften vornehmen. erst dann kann ein Therapieplan erstellt werden. Wenn ein Labrumriss vorliegt, also z.B. eine beschädigte Gelenklippe, wäre ein gelenkerhaltender hüftarthroskopischer Eingriff durchaus sinnvoll, sogar notwendig. Bitte lassen Sie sich untersuchen.

15.08.2017 - 13:50 Uhr

Sehr geehrter Dr. Rinio, ich bin 36 Jahre alt....

von Elvir

... Bei wurde vor 10 Jahren eine beginnende Arthrose festgestellt, beidseitig. Auch eine OP fand schon satt. Die rechte Hüfte wurde operiert. Eine Arthroskopie, es wurde was weggeschliffen. Die Beschwerden halten sich im Rahmen. Kennen Sie einen guten Arzt im Raum NRW, der mir helfen könnte und kann mir eine Knorpelverpflanzung helfen? Vielen dank im Voraus.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 31.08.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, diese Frage kann ich Ihnen leider nicht beantworten. Viele Erfolg und gute Besserung

05.02.2017 - 13:17 Uhr

Sehr geehrter Dr. Rinio, ich bin 19 Jahre alt,...

von Larina

... wohne in der Schweiz und habe nun schon drei Hüftarthroskopien (FAI mix, Labrumruptur, Offsetstörung) gehabt. Mein Operateur meinte, dass ich auf einer Seite eine Knorpelaltration habe, also einen Knorpellappen, der irgendwo runterhängt. Ich habe nun nach der zweiten ASK dieselben Beschwerden wie zuvor und mache mir nun Gedanken, ob diese vielleicht auch von dieser Knorpelverletzung stammen könnten. Wäre denn eine Knorpeltransplantation in meinem Fall hilfreich? Danke!

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 23.02.2017
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, diese Fragen zur Anwendbarkeit einer Hüftarthroskopie in ihrem Fall können wir nur nach einer Untersuchung und mit Hilfe eines guten MRTs beantworten. Eine Magnetresonanztomografie kann anders als Röntgen auch die Weichteilsituation in Ihrem Hüftgelenk gut darstellen.

04.01.2017 - 14:35 Uhr

Ich habe Hüftarthrose im linken Hüftgelenk. Laut...

von Gerald F.

... Orthopäden Stufe 4. Ich kann mich jedoch nicht mit dem Gedanken anfreunden, mir eine künstliche Hüfte einsetzen zu lassen, weil meine Beweglichkeit danach sehr eingeschränkt sein wird und ich erst 58 Jahre alt bin.. Nun habe ich von der Möglichkeit, körpereigenen Knorpel einzupflanzen, gelesen. Wäre es möglich, dass auch ich dafür geeignet bin? Wo bzw. wer macht solche Untersuchungen und die anschließende Behandlung? Wird solch eine Behandlung von der Krankenkasse akzeptiert und auch bezahlt? Ich bin in Privatpatient. Würde mich über Ihre Rückinfo freuen!

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 23.01.2017
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, sie können die entsprechende Untersuchung hinsichtlich der Knorpeltherapie bei Hüftarthrose jederzeit auf Krankenkassenkosten bei uns in der orthopädischen Gelenk-Klinik Gundelfingen bei Freiburg durchführen zu lassen. Falls die Therapie möglich ist, wäre das bei Ihnen auch eine Kassenleistung.

07.09.2016 - 07:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Rinio, bei mir wurde an der...

von Thomas G.

... linken Hüfte Knorpelschaden 3 festgestellt. Macht einen Knorpel-Transplantation da noch Sinn? Danke und mit freundlichen Grüßen

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 29.09.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, um die Anwendbarkeit der Knorpelzelltransplantation bei Hüftarthrose bzw. Knorpelschaden im Hüftgelenk abschließend zu klären,müssen wir Lage und Größe des Defektes untersuchen. Wir müssen auch feststellen, ob die gegenüberliegende Knorpelfläche intakt ist oder ebenfalls aufgerauht ist und Defekte zeigt.

05.09.2016 - 11:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Rinio, ich bin 52 Jahre alt...

von Peter K.

... und habe schon ca. 8 Jahre starke Schmerzen an der Hüfte. Da es mir immer schlechter geht, obwohl ich viel Fahrrad fahre und Schwimmen gehe, würde ich gerne wissen, ob eine Knorpel-Transplantation bei mir sinnvoll wäre? Gruß, Peter K.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 06.09.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, Hüftschmerzen können viele Ursachen haben. Natürlich kann eine Knorpelverpflanzung zur Vorbeugung einer Hüftarthrose erst nach gründlicher Voruntersuchung empfohlen werden. Von ihrem Alter und von der Lebensweise her sehe ich keine Hindernisse in der Anwendung dieser Therapie.

23.08.2016 - 15:43 Uhr

Sehr geehrte Herr Dr. Rinio, ich bin 17 Jahre alt...

von Aaron B.

... und leidenschaftlicher Sportler. Ich betreibe seit 8 Jahren Leistungssport im Bereich Tennis. Im Sommer 2015 begannen die Schmerzen in meiner rechten Hüfte. Nach MRT, Röntgen usw. kam raus, dass ich ein CAM-Impingement auf beiden Seiten habe. Ich ließ mich im Dezember 2015 an der rechten Seite athroskopisch operieren. Mein Labrum wurde genäht und mein beginnender Knorpelbruch am Pfannenrand getrimmt. Auf der linken Seite hatte ich noch keine Beschwerden. Sie traten erst im Sommer 2016 auf, sodass meine linke Seite am 16.8.16 operiert wurde. Mein Labrum wurde genäht und der Pfannenrandknorpel getrimmt, aber der Schaden in der rechten Hüfte war etwas größer. Ich habe erst kürzlich von der körpereigenen Knorpeltransplantation gehört, die mir nun wieder Hoffnung gibt. Mein Arzt meinte, ich solle um größere Schäden in Zukunft zu vermeiden, mit dem Tennis aufhören. Ich kann mir meine Zukunft ohne Tennis bzw. Leistungssport mit mehreren Stunden Sport am Tag einfach nicht vorstellen.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 06.09.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, die Frage ob wir durch eine Therapie Ihre Sportprognose im Leistungsport verbessern können lässt sich nur nach einer eingehenden Untersuchung wirklich sagen. In den meisten Fällen wird diese Knorpeltransplantation angewendet bei Patienten mittleren Alters mit überschaubareren Lebensumständen. Mehrere Stunden am Tag mit rapiden Start-Soppbewegungen zuzubringen stellt eine besondere Belastung aller Gelenke dar. Wir konnten mit Knorpeltransplantation auch schon Sportlern im Leistungsbereich helfen, dass sind aber Einzelfallentscheidungen, die so pauschal nicht getroffen werden können. Sie müssten sich bei uns einer gründlichen Untersuchung unterziehen und Ihre Unterlagen mitbringen, bevor wir über die Aussichten einer Behandlung sprechen könnten. Zudem befinden Sie sich ja gerade in der Rehabilitationsphase 3 Wochen nach einer Hüftarthroskopie, deren Ergebnis abgewartet werden sollte.

04.07.2016 - 15:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Rinio, verstehe ich das...

von Martina G.

... richtig, dass bei einer angeborenen Hüftgelenksdysplasie (acetabuläre Restdysplasie) und einem diskreten FAI Typ Cam sowie einer degenerativen Läsion des vorderen oberen Labrum eine Knorpeltransplantation keinen Sinn macht, da das Transplantat wieder geschädigt werden würde? Bringt denn eine Hüftgelenksspiegelung bei vollschichtigem Knorpelschaden in der Hauptbelastungszone auch nichts mehr? Muss ich mich mit einem passenden Gelenkersatz abfinden? Danke für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen, M. G.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 06.07.2016
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, die Fragen können wir am Besten in einer eingehenden Untersuchung klären. Es ist aber richtig, dass ei einer sekundären Hüftarthrose die Ursachen der Arthrose geklärt und behoben werden müssen, bevor an eine Knorpeltherapie gedacht werden kann. Hier hat die Hüftarthroskopie natürlich Ihren Sinn - bei frühzeitigem Eingriff. Wenn es schon zu großflächigem Knorpelschaden gekomen ist, werden die Möglichkeiten der gelenkerhaltenden Therapie immer geringer.

19.06.2016 - 19:36 Uhr

Wie sieht es mit der Hüfte aus und woher weiß...

von Marion E.

... ich, dass diese Methode mit der Knorpeltransplantation für mich in Frage kommt?

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 06.07.2016
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, die Fragestellung muss natürlich von einem Hüftspezialisten durch eine eingehende Untersuchung beantwortet werden. Die medizinischen Voraussetzungen werde ja oben genauer geschildert. Um eine Antwort in Ihrem eigenen Fall zu erhalten, müssen sie einen Abklärungstermin vereinbaren.

15.05.2016 - 10:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Rinio, ich habe Ihren...

von Heinz S.

... Artikel mit Interesse gelesen. Nach ihrem Artikel darf ein bestimmter Zustand nicht verpasst werden, um die Knorpeltransplantation anzuwenden. Dies kann man nur durch Röntgen, MRT, usw. eingeschätzt werden. Ich interessiere mich für diese OP-Technik, da ich etwas gehandikapt bin (Schrittmacher, Stents). Können Sie mir einen Ratschlag geben, wer für derartige Operationen prädestiniert ist? Ich wohne in Merseburg/ Sachsen-Anhalt. Mit freundlichem Gruß, H. S.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 24.05.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Nachfrage. Die Operation kann arthroskopisch durchgeführt werden. Da ist, vor allem bei Patienten mit Risiko, auch eine lokale Narkose möglich, so dass der Patient kein Narkoserisiko hat. Natürlich ist eine ausführliche körperliche Untersuchung erforderlich, um die Erfolgsaussichten der Knorpeltransplantation am Hüftgelenk abschätzen zu können.

10.04.2016 - 23:22 Uhr

Bei mir wurde im Februar 2015 eine Hüft-Ask wegen...

von Uli

... einem kombinierten FAI durchgeführt. Ich habe seither noch belastungsabhängige, leichte bis mittlere Schmerzen. Mein Operateur meint, ich habe bei der Ask deutliche Knorpelschäden gezeigt. Er vermutet, dass sich das Gelenk weiter abnutzen wird. Ich schlussfolgere daraus, dass ich früher oder später auf ein Implantat zusteuere. Wie sinnvoll ist für mich eine weitere OP? Aus meiner Sicht kommt sowieso eine auf mich zu. Ich bin 34 Jahre alt und bin sehr gespannt auf Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen, Uli

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 02.06.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, bei fortgeschrittenem Knorpelverschleiß ist der Ertrag einer Hüftarhroskopie tatsächlich nur noch sehr gering. Je nach Lage der Knorpelschäden ist auch die Möglichkeit einer gelenkerhaltenden Knorpeltherapie bei Hüftarthrose häufig nicht mehr gegeben, sollte aber in Ihrem Fall eingehend geprüft werden. Sollte ein Implantat erforderlich sein, würde ich Ihnen auf Grund Ihres sehr jungen Alters stark zu einer knochensparenden Oberflächenersatzprothese (McMinn-Prothese) raten. Sie hat bei fachmännischer Ausführung eine sehr gute Haltbarkeit und Verträglichkeit, und erhält dennoch den gesamten Hüftknochen für die Zukunft. So kann eine später auch bei guter Haltbarkeit sicher erforderliche Wechseloperation Ihrer Hüftprothese nach 15-20 Jahren aus einer guten Situation heraus durchgeführt werden kann.

29.12.2015 - 10:13 Uhr

Gehört hier auch das (Selbst)- Fahren mit dem PKW...

von Brigitte P.

... dazu, wenn die Hüfte erst nach 6 Monaten belastbar ist? Gibt es bei dieser Methode eine Altersbegrenzung? Da ich vor 4 Monaten eine Hüftoperation TEP hatte, suche ich für das zweite Gelenk eine Alternative. MfG Brigitte

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 19.01.2016
Dr. med. Martin Rinio

Liebe Patientin, je nach dem Ort der Knorpeltransplantation kann auch das Autofahren dazu gehören. Allerdings ist eine Teilbelastung der Hüfte schon wesentlich früher möglich. Die beim Autofahren auftretenden Belastungen sind einer Teilbelastung durchaus vergleichbar, und nicht mit einer vollen Gewichtsbelastung verbunden.

16.12.2015 - 16:45 Uhr

Ich bin 62 Jahre,180 cm,67 kg und habe Arthrose in...

von Edmund K.

... der rechten Hüfte. Der Arzt empfiehlt mir eine Prothese. Ich liebe es aber zu laufen und mit einer Prothese wäre das nur eingeschränkt möglich. Was gibt es für Alternativen? Freundliche Grüße, Edmund

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 19.01.2016
Dr. med. Martin Rinio

Lieber Patient, die Möglichkeiten einer gelenkerhaltenden Behandlung durch Knorpeltransplantation am Hüftgelenk sind im Einzelfall zu prüfen. Wir müssten gemeinsam herausfinden, ob sie noch ausreichend Knorpel haben oder eine Knorpeltherapie des Hüftgelenks bei Ihnen möglich ist. Zudem müssen wir das Hüftgelenk auf mögliche mechanische Ursachen der Hüftarthrose prüfen. Dazu gehören Fehlstellungen, die Lage und Form der Hüftgelenke und mögliche Verletzungen der Weichteile am Hüftgelenk. Für die gelenkerhaltende Therapie mit Hilfe der Knorpeltransplantation gibt es keine strikte Altersgrenze. Jedoch müssen wir unsere Patienten im Einzelfall genau hinsichtlich Ihrer individuellen Erfolgsaussichten beraten. Dazu müssen wir eine eingehende individuelle Untersuchung sowie einige Tests durchführen. Wenn die Indikation für eine Hüftprothese schon gegeben ist, wie in Ihrem Fall, kommt es aber relativ selten vor, dass wir noch gelenkerhaltend behandeln können. Eine Hüftprothese bedeutet aber für die meisten unserer Patienten keine Einschränkung, sondern eine Erweiterung Ihrer Bewegungsmöglichkeiten. Die moderne Prothetik des Hüftgelenks bietet mit Oberflächenersatzprothesen, Kurzschaftprothesen und Keramikbeschichteten Prothesen so viele individuelle Anpassungsmöglichkeiten an Ihre Situation an, dass wir für die meisten unserer Patienten eine Ihren Bedürfnissen entsprechende Möglichkeit finden, die auch einen vitalen und sportlichen Lebensstil, inklusive Wandern oder auf anspruchsvollen Strecken Radfahren, unterstützt.

04.08.2015 - 14:04 Uhr

Zu welchem Arzt sollte man für so eine Therapie...

von Christian

... gehen? Ich bin 33 Jahre alt und möchte auf keinen Fall jetzt schon ein künstliches Gelenk! Ich wohne im Raum Nürnberg und hier hab ich noch keinen Arzt gefunden, der sich damit auskennt . Mit freundlichen Grüßen

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 05.08.2015
Dr. med. Martin Rinio

Ich würde Ihnen einen Orthopäden oder Chirurgen empfehlen, der auch Hüftarthroskopien oder gelenkerhaltende Hüftchirurgie anbietet. Viele Grüße und alles Gute

21.06.2015 - 17:13 Uhr

Habe schon seit einiger Zeit einen Knorpelschaden...

von Dietmar

... im linken Hüftgelenk. Lt. Röntgenbild zeigt sich eine schwerste Koxathrose (noch keine Zystenbildung). Allerdings habe ich keine Schmerzen beim Schlafen und beim Sitzen. Bislang konnte ich den Prozess durch regelmäßiges Schwimmern und Radfahren aufhalten. Gibt es hier noch eine Möglichkeit einer Knorpertransplantation? Bin fast 51 Jahre.

Dr. Rinio

Antwort vom Autor am 15.07.2015
Dr. med. Martin Rinio

Dies lässt sich besser anhand der Bildgebung von Röntgen und ggf. MRT entscheiden. Sollte der Gelenkspalt bereits vollständig verschwunden sein, so spricht dies für einen schwärten Knorpelschaden am Hüftkopf und an der Pfanne. Dann ist eine Knorpeltransplantation nicht mehr sinnvoll. Die Endoprothese bietet hier ein deutlich besseres Ergebnis. Viele Grüße und alles Gute


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