Prothese im Sprunggelenk erhält das Gangbild bei Arthrose

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Wem kann die Sprunggelenksprothese helfen?
Die gangerhaltende Prothese im Sprunggelenk als Behandlung für Sprunggelenksarthrose gibt es seit etwa 15 - 20 Jahren. Den Patienten mit starker Sprunggelenksarthrose wird noch häufig die Versteifung (Sprunggelenksarthrodese) angeboten. Vor einer Operations-Entscheidung für die gangbildverändernde Sprunggelenksversteifung (Arthrodese) lohnt es sich für alle Patienten, eine Zweitmeinung einzuholen.

Vorteile der Prothese im Sprunggelenk: Beweglichkeit und Gangbild
Mit der Prothese im Sprunggelenk ist die natürliche Abrollbewegung des Fußes weiterhin möglich. Das entlastet die benachbarten Gelenke in Knie, Hüfte und die zahlreichen Fußgelenke. Der gestörte Gang bei Versteifung verursacht innerhalb von 5-10 Jahren Begleitarthrose in Knie, Hüfte und Fuß. Sprunggelenksprothesen haben also ein besseres ästhetisches und funktionelles Ergebnis.

Was sind die Voraussetzungen für die Operation einer Sprunggelenksprothese?
Die optimalen Voraussetzungen für die Prothese ähneln den Bedingungen im gesunden Sprunggelenk. Die Bänder und natürlichen Schutzreflexe eines gesunden Sprunggelenkes verbessern auch die Sprunggelenksprothese. Die Innen- und Außenbänder werden sorgfältig geprüft. Bei Bandinstabilität muss eine Bandplastik (Bandersatz) die Bänder wieder herstellen, um die Prothese stabil zu führen und eine frühe Prothesenlockerung zu vermeiden.
Fehlstellungen im Sprunggelenk oder Fersenbein, die meist auch der Auslöser für die Arthrose im Sprunggelenk sind, müssen ebenfalls korrigiert werden: Die normale Belastungslinie im Sprunggelenk ist das Ziel.

Stabilität im Sprunggelenk ist Voraussetzung für eine haltbare Prothese
Je besser die Funktion der Sprunggelenksprothese verstanden wird, um so häufiger kann man Patienten die Prothese oder Versteifung durch Umstellung des Sprunggelenks ersparen, oder hinausschieben. Daher haben Spezialisten für Sprunggelenksprothetik auch Erfahrung in den gelenkerhaltenden Operationen des Sprunggelenks.

Was sind die Alternativen zur Prothese im Sprunggelenk?
Bei relativ vielen Patienten mit schmerzhafter Sprunggelenksarthrose kann das Sprunggelenk durch die Begleit-Operationen bereits wieder hergestellt werden. Zu diesen Operationen gehören Bandplastiken, Knorpeltherapie im Sprunggelenk und Stellungskorrekturen am Sprunggelenk. Trotz ihrer Sprunggelenksarthrose können viele Patienten nach der erfolgreichen Umstellungsoperation wieder schmerzfrei gehen: Der übermäßigen Gelenkverschleiß ist beendet. Bei körperlich schwer arbeitenden Patienten wird weiterhin die Versteifung (Arthrodese) des Sprunggelenks empfohlen.

Wie funktioniert die Prothese des Sprunggelenks?
Die moderne Sprunggelenksprothese ist eine zementfreie, d.h. „einwachsende” Prothese. Die obere und die untere Gelenkfläche werden mit Metall überzogen. Ein frei beweglicher PE-Kern aus einem körperverträglichen Kunststoff sorgt für Beweglichkeit. Schäden in der Umgebung des Sprunggelenks müssen sorgfältig diagnostiziert und ggf. mitbehandelt werden. Die Prothetik des Sprunggelenks ist daher kein einfacher Eingriff, sondern setzt für ein haltbares Ergebnis das gesamte diagnostische und operative Können des operativ erfahrenen Fuß-Spezialisten voraus.

Erfahrungen mit der Sprunggelenksprothese
Aktuell werden in Deutschland etwa 1200 Sprunggelenksprothesen im Jahr operiert. In den letzten Jahren erfolgen mit zunehmender Erfahrung jedoch immer mehr Sprunggelenkoperationen gelenkerhaltend. Die Haltbarkeit von Sprunggelenksprothesen liegt bei über 15 Jahren. Voraussetzung: Gute Diagnose, gute Knochenqualität des Patienten und kein starkes Übergewicht.

Wann ist die Sprunggelenksprothese nicht mehr möglich?
Wenn die Knochensubstanz nicht mehr haltbar ist, etwa bei Osteoporose oder Knochen-Nekrose, wird die Sprunggelenksprothese ebenfalls nicht stabil. Wenn das Innenband defekt ist, kann die Prothese nicht mehr implantiert werden. Fehlstellungen des Sprungbeines oder Fersenbeines müssen behoben werden. Hohes Körpergewicht, Rauchen, Durchblutungsstörungen und neurologische Störungen der Koordination erschweren die Sprunggelenksprothese. Chronische Infektionen sind eine Kontraindikation.

Rehabilitation und Perspektive nach der Operation der Sprunggelenksprothese
81% alle Patienten waren 2 Jahre nach der Operation noch zufrieden. Davon waren 75% völlig schmerzfrei. Fast 60% aller Patienten sind innerhalb von 2 Jahren nach Operation der Sprunggelenksprothese bereits wieder sportlich aktiv. Empfohlene Sportarten sind Wandern, Schwimmen, Radfahren - alles Sportarten mit geringer Stoßbelastung. Tennis, Kampfsport oder Fußball mit hohen Krafteinwirkungen werden mit Sprunggelenksprothese - wie mit jeder Endoprothese - nicht empfohlen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (100)

Rütimann M., 05.08.2021 - 16:00 Uhr

Guten Tag Zurückkommend auf meine Anfrage vom 11.07. und meinem neuerlichen Arztbesuch ist der Stand meines Schmerzenden Fusses folgender: Das dazwischenliegende Polyethylenteil der eingesetzten Prothese hat es acht Monate nach der OP nach vorne rausgedrückt und eine neuerliche OP ist angesagt. Da mein Vertrauen in den Operateur, der keine Erklärung für den Vorgang hat, geschwunden ist, frage ich mich oder Sie: a) Wie ist das rein technisch überhaupt möglich? Mir ist kein Vorkommnis bekannt, der auf diesen Vorgang im Fuss schliessen lässt 2) Welchen Anteil hat an diesem Malheur hat der Operateur? 3) Besteht mit einer neuerlichen Operation Hoffnung, das alles doch noch gut kommt? Da ich rasch entscheiden muss, wie es weiter gehen soll, wäre ich Ihnen für ein rasches Feedback sehr dankbar.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 09.08.2021

Lieber Patient, ohne körperliche Untersuchung und ggf. Bildgebung ist eine sichere Diagnose an dieser Stelle nicht möglich, da mehrere Ursachen infrage kommen. Bei anhaltenden Schmerzen und Schwellung sollten Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Facharzt halten. Natürlich ist es auch möglich, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Wenn es um die kurzfristige Behandlung der Symptome (Schmerzen, Schwellung) geht, kann Ihnen sicher auch Ihr Hausarzt weiterhelfen. Generelle Empfehlungen sind eine vorübergehende Schonung, sowie Hochlagerung des betroffenen Gelenkes.

Kerstin K., 13.07.2021 - 11:55 Uhr

Ich habe vor 6 Wochen ein Sprunggelenkprothese bekommen. Op verlief ohne Probleme und am 2ten Tag habe ich den Fuss mit dem Air Walker und 2 Gehhilfen belastet. Nun sind die 6 Wochen rum und ich kann endlich ohne den Stiefel die ersten Gehversuche mit Gehhilfen starten. Der Fuss ist noch etwas geschwollen und an einigen Stellen taub, aber ich kann schon sehr gut und ohne Schmerzen laufen. Ich wurde in Potsdam im berlin KH operiert und ich war begeistert, von den Ärzten , dem Team auf Station B dem Essen und dem ganzen Umfeld. Ein dickes Lob nochmal an das Krankenhaus. Ich hoffe und wünsche mir weiterhin gute Fortschritte und das ich bald ohne Gehhilfen laufen kann.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 22.07.2021

Liebe Patientin, es freut uns, dass Sie auf einem guten Weg sind. Denken Sie auch an eine entsprechende Physiotherapie.

Markus R., 11.07.2021 - 14:48 Uhr

Vor neun Monaten wurde mein OSG ersetzt. Anfangs lief alles bestens. Dann hatte ich zweimal Muskelschmerzen in der Wade, die sich wie leichte Muskelzerrungen anfühlten. Vor drei Wochen fing die Achillessehne an zu schmerzen und schwoll an, danach wieder der Wadenmuskel mit Schwellung des ganzen Unterschenkels. Nach Abschwellen dieser Symptome begann kürzlich der Fuss im Gelenk plötzlich bei dessen Belastung stark an zu schmerzen. Was kann die Ursache dieser Schmerzen sein: OP oder Reha oder beides mangelhaft oder liegt es allenfalls an individuell schlechten Voraussetzungen für diese OP. Zu sagen wäre, dass ich bereits seit längerem bestens mit einer Knieprothese herumlaufe.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 14.07.2021

Lieber Patient, bitte klären Sie diese Fragen zu Ihren Beschwerden nach Sprunggelenksprothese mit ihrem operierenden Arzt. Er kann durch spezifische Untersuchungen, die z.B. das knöcherne Einwachsen der Prothese genau darstellen, mögliche Probleme ermitteln.

Thomas K., 08.04.2021 - 13:26 Uhr

Ich habe einen angeborenen Klumpfuß und seit 5,5 Monaten eine Prothese im OSG. Starke Schmerzen bei voller Belastung habe ich vor allem immer im Außenknöchel sowie in der Achillessehne. Das laufen ist eine Qual, auch für Hüfte und co. Kann ich noch hoffen dass es besser wird? Oder war es das? Nebenbei, ich bin 60 Jahre alt. Vielen Dank

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 19.04.2021

Lieber Patient, da die Implantation der Sprunggelenksprothese bereits fast ein halbes Jahr her ist, sollten die Schmerzen eigentlich nachgelassen haben. Ich empfehle Ihnen daher, sich nochmal bei Ihrem behandelnden Orthopäden vorzustellen. Eine Bildgebung kann ggf. Aufschluss bringen, was der Grund für Ihre Schmerzen ist.

Konrad W., 12.02.2021 - 15:24 Uhr

Bei mir wurde im November 2019 eine Sprunggelenkprothese implaniert. Nach der OP und bis heute habe ich folgendes Problem: Umfangreiche Gefühlstaubheit im Bereich des Sprunggelenks, das Bein steht in der Senkrechten (auch ohne Belastung), das Blut staut sich und ich habe das Gefühl, dass es anschwillt. Bei Belastung ist dieses Gefühl wesentlich stärker. Weiterhin scheint das Bein kühler zu sein als beim intakten Fuß. Was kann die Ursache hierfür sein? Wegen Rückfußfehlstellung hat mir mein Arzt für Fuß- und Spunggelenkchirugie orthopädische Schuhe verordnet sowie ggf. einen weiteren Eingriff am USG zum Entfernen von Knochenverwachsungen empfohlen. Bringen diese Maßnahmen eine spürbare Verbesserung der Situation!

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 01.03.2021

Lieber Patient, es gibt verschiedene Ursachen für diese Beschwerden. Sie sollten Ihr Sprunggelenk daher nochmals eingehend untersuchen lassen. Per Ferndiagnose und ohne entsprechende Bildgebung ist es schwierig, eine konkrete Einschätzung zu geben.

H. B., 13.12.2019 - 14:37 Uhr

Ich bekomme eine Arthroskopie am OSG.1/2 cm wird abgefragt mit Gelenkskörper abgesaugt. Bis wie viel Kg darf man den Fuß danach belasten. Wie viel Wochen ist man arbeitsunfähig bis der Knochen verheilt ist. LG H.B.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 24.12.2019

Lieber Patient, in der Regel sollten Sie Ihren Fuß für etwa zwei Wochen schonen und evtl. Unterarmgehstützen verwenden. Diese Empfehlung ist aber sehr pauschal und gilt nicht uneingeschränkt für jeden Patienten. Halten Sie daher Rücksprache mit Ihrem behandenden Operateur, der Sie und Ihre Situation am besten kennt. Auch die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Menschen mit sitzender Tätigkeit können früher in den Beruf zurückkehren als Menschen, die körperlich arbeiten.

Hubert B., 11.12.2019 - 16:03 Uhr

Was ist besser...OSG TEP oder Arthroskopie..OSG. Meine Diagnose: M19.07G Arthrose Oberes und unteres Sprunggelenk links. Valgusfehlstellung 13 Grad. CT Bericht: Massive Arthrose des USG mit kompletten Aufbrauch des GS.OSG ebenso Arthrose mit ventraler GS Verschmälerung, freien freien Gelenkkörpern anteromedi sowie dorsal. Man machte das USG AD und Achskorrektur.Man plant jetzt eine 2. OP am 16.12. 2019 OSG TEP. Ich habe von jemanden gehört,daß eine Arthroskopie besser sei , als eine TEP.Könnten Sie mir einen Ratschlag geben. Wie lange ist man nach einer Arthroskopie krank geschrieben und nach wieviel Wochen darf man den Fuß voll belasten. Meine 1. OP war am 4.11. 2019 mit der Operation Arthrodese Subtalares Gelenk mit zwei DARCO Doppelgewindeschrauben 7,0 mm

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 24.12.2019

Lieber Patient, so pauschal kann man nicht sagen, dass eine Arthroskopie besser ist als eine TEP. Das hängt immer von dem Ausmaß der Schädigung im Sprunggelenk und den Beschwerden des Patienten ab. In manchen Fällen kann eine Arthroskopie die bestehenden Beschwerden nicht mehr lindern, da die Arthrose bereits zu weit fortgeschritten ist.

Hubert B., 01.12.2019 - 16:12 Uhr

Wird die Prothese in jedem Krankenhaus gemacht oder nur Spezialklinik? Ist der Aufwand zu groß dafür? Wie lange dauert die Op?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 06.12.2019

Lieber Patient, nicht jede Klinik hat die Möglichkeit, eine Sprunggelenksprothese zu implantieren. Fragen Sie am besten bei Ihrem behandelnden Orthopäden nach, ob er Ihnen eine Klinik in Ihrer Umgebung empfehlen kann. Neben der Implantation müssen eventuell Begleiteingriffe (z. B. Stellungskorrektur oder Beheben von Weichteilschädigungen) durchgeführt werden. Diese führen dazu, dass die Operation länger dauert. Daher kann nur Ihr zuständiger Operateur nach umfassender klinischer und bildgebender Diagnostik den genauen Umfang der Operation abschätzen.

Udo T., 12.05.2019 - 11:08 Uhr

Kann ich Infoationen / Kontaktdaten über Kliniken bekommen, die genug Erfahrung mit einer Sprunggelek-OP haben?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 16.05.2019

Wir haben im MVZ Gelenk-Klinik sehr viele Prothesen-OPs durchgeführt und sind als ZFS (Zentrum für Fuß und Sprunggelenks) zertifiziert.

Tammy, 24.04.2019 - 00:57 Uhr

Ich habe mich nach jahrelangem schmerzhaften Gehens für eine Sprunggelenksprothese entschieden. Mein Arzt sagte mir leider nur gar nichts davon, dass man am zweiten Tag einmal voll belasten muss um das neue Gelenk "einzurichten"? Erstens: stimmt das? Zweitens: wie schmerzhaft ist das? Danke für eine Info dazu ... bin mir noch unschlüssig in welche Klinik ich im Raum Frankfurt gehen soll

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 16.05.2019

Das ist sicher keine Zutreffende Information: Die OSG Prothese ist eine einwachsende Prothese mit einer Teilbelastung über die ersten Wochen. Sie können sich bei uns im MVZ Gelenk-Klinik in Gundelfingen zur Beratung anmelden. Wir haben ein zertifiziertes Zentrum für Fuß- und Sprungelenkschirurgie (ZFS)

Sabina van Z., 23.02.2019 - 05:14 Uhr

Hallo, kann ich ganz normal ein Pferd reiten mit einer Prothese im Sprunggelenk? Mfg

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 16.05.2019

Da gibt es keine Einschränkungen

JK, 23.12.2018 - 14:17 Uhr

Mir hat die Prothese gar nichts gebracht. Im Gegenteil, nur Schmerzen, die ich nur mit BTM, s aushalten kann. Man sollte sich alles sehr gut überlegen. Meine Klinik Wahl war leider nicht die richtige. Im Nachhinein bin ich schlauer und weiß bald mehr, wie mancher Arzt.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 15.02.2019

Lieber Patient, in fast allen Fällen können wir durch eine geeignete Prothese eine deutliche Schmerzreduktion im Sprunggelenks bei Arthrose erzielen. Bitte wenden Sie sich an einen erfahrenen Sprunggelenksspezialisten.

Berndt M., 26.11.2018 - 15:56 Uhr

Seit April 2014 habe ich eine Prothese im rechten Sprunggelenk. Nur leider kann ich den Fuß kaum bewegen und habe bei jedem Schritt Schmerzen im Außenknöchel und Schmerzmittel und Physio haben nichts gebracht. Außerdem knickt mein großer Zeh seit der OP immer ein obwohl ich ihn nach oben Strecken möchte. Auch habe ich das Gefühl dass ich weiterhin nach außen knicke beim Laufen. Was kann ich machen? Jeder Schritt tut wahnsinnig weh. LG Frau Berndt

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 15.02.2019

Lieber Patient, bitte lassen Sie sich doch von einem Facharzt untersuchen, um eine qualifizierte Zweitmeinung zu erhalten.

Jessica R., 09.10.2018 - 11:09 Uhr

Guten Tag, im Jahr 2012 wurde mir ein künstliches Sprunggelenk eingesetzt in der Hoffnung dass meine Schmerzen sich verbessern und ein normales Gangbild erhalten wird. Leider hat man festgestellt dass es schief eingesetzt wurde und die Kuststoffteile, die die Gehbewegung erzeugen wurden erneuert. Leider habe ich trotz dreimaliger Operation immer noch starke Schmerzen, kann den Fuß nur ein bis zwei Stunden ohne Schmerzen normal belasten. Mit sehr starken Medikamenten waren die Schmerzen einigermaßen auszuhalten, diese habe ich aber Anfang des Jahres mit Hilfe eines Entzugs abgesetzt, nur leider ist das Schmerzempfinden wieder so stark wie am Anfang. Was kann ich tun, ich weiß mir keinen Rat mehr? Ich muss noch dazu sagen der Fuß schellt auch ganz stark an jedem Tag sobald ich einige Meter gehe. Lg jessica

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 29.10.2018

Liebe Patientin, das scheint eine nicht akzeptable Situation zu sein: Ihre Gehfähigkeit ist trotz Prothese im Sprunggelenk dauerhaft eingeschränkt. Ein regelrechter Verlauf der Beinachse ist Bedingung dafür, dass eine Prothese im oberen Sprunggelenk ihre Funktion ausübt. Ein nicht gerader Einbau des Implantates ist offensichtlich dauerhaft problematisch. Sie könne Sich über Revisionsmöglichkeiten der OSG-Prothese hier informieren: https://gelenk-doktor.de/sprunggelenk/prothese/revision-ersatz-einer-sprunggelenksprothes Ich wünsche Ihnen gute Besserung

Mirko N., 08.10.2018 - 11:55 Uhr

Hallo, kann ich mit einem künstlichen Sprunggelenk wieder meine Arbeit als Altenpflegehelfer aufnehmen, da mir dieser Beruf sehr am Herzen liegt? Lg

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 29.10.2018

Lieber Patient, durch eine Prothese wird ihre körperliche Belastbarkeit limitiert. eine Tragelast von mehr als 15 kg wird kritisch für eine Endoprothese am Sprunggelenk. Bei Ihrem Beruf ist daher eine Versteifung empfehlenswert: Nach erfolgreicher Arthrodese des Sprunggelenks gibt es keine Belastungslimitierung.

Anne, 30.08.2018 - 19:13 Uhr

Hallo Herr Dr. Schneider. Ich habe am 16.11.2017 eine Osg Prothese erhalten. Ich habe bis heute sehr starke Schmerzen. Nun steht wahrscheinlich bald eine Arthrodese an. Können Sie mir sagen wie schwierig die OP ist nach einer Osg - tep? Ich werde einen Knochendefizit von ca 4cm haben. Wie lange dauert die OP erfahrungsgemäß? Und ist die Wahrscheinlichkeit hoch nach einer Arthrodese keine Schmerzen mehr zu haben? Und wie sieht die Nachbehandlung aus, mit nicht belasten etc.? Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 07.09.2018

Liebe Patientin, es ist von grundlegender Bedeutung, dass Sie diese dringenden Fragen vor der Arthrodese des Sprunggelenks nach Revision einer Endoprothese ihrem Operateur stellen, und sich ausführlich beraten lassen. Es gibt mehrere Unterschiedliche Operations- und Arthrodesierungstechniken. Ein Beinlängenunterschied von 4 cm nach Arthrodese wäre enorm. Bitte fragen Sie auch hier nochmals genau bei Ihrem Operateur nach. Sollten Sie mit den Antworten nicht zufrieden sein stellen Sie sich bitte bei einem anderen Spezialisten für eine Zweitmeinung vor, um die Ansichten vergleichen zu können. Diese Revision einer Sprunggelenksprothese ist zu wichtig für Sie, als dass Sie im Internet in einem Forum nach Antworten von einem Arzt suchen sollten, der Sie und Ihren Fall nicht genau untersucht hat.

Franziska, 26.04.2018 - 10:44 Uhr

Ich habe jetzt seit neun Wochen ein künstliches Fußgelenk. Seit einer Woche darf ich voll belasten. Ich habe zum Teil qualvolle Schmerzen und kann nicht lange gehen. Ich nehme viele Schmerzmedikamente, die helfen aber nicht wirklich. Was soll ich machen? Die Schmerzen gehen z. T. bis ins ganze Bein

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 15.05.2018

Liebe Patientin, bitte klären Sie diese Frage zu stechende Schmerzen nach Sprunggelenksprothese mit ihrem operierenden Arzt. Er kann durch spezifische Untersuchungen, die z.B. das knöcherne Einwachsen der Prothese genau darstellen mögliche Probleme ermitteln. Ich wünsche ihnen alles Gute.

Anne, 13.01.2018 - 14:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider, ich habe am 16.11. Ein künstliches sprunggelenk erhalten (infinity Prothese) und habe nun weiterhin starke Schmerzen und kann nicht richtig laufen. Des Weiteren ist mein osg total steif. Können sie mir sagen wie lange es dauert bis man erfahrungsgemäß mit der Heilung fertig ist? Die Ärzte sagen laut Röntgen sitzt die Prothese gut. Ich habe weiterhin einen Spitzfuß und nicht mal das biegen auf 90 Grad ist möglich. Mit freundlichen Grüßen.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 18.01.2018

Liebe Patienten in der Reha Phase ist abwarten nicht immer die beste Idee. Es dauert zur bis zu 6 Monate bis der Ertrag und der Nutzen einer Sprunggelenksoperation vollständig sichtbar sind, und sollte in dieser Zeit aber auch aktiv an den Bewegungsumfang unter Belastbarkeit des neuen Sprunggelenks arbeiten. Insbesondere ist es wichtig, daran zu arbeiten, dass die Muskeln und Sehnen, aber auch die motorische Steuerung ihres Sprunggelenks im Nervensystem den größtmöglichen Bewegungsumfang freigeben. Wir setzen in diesem Zusammenhang ein umfangreiches physiotherapeutisches Programm ein. Vor allem mit Hilfe der Zellmatrix-Therapie optimieren wir die Funktion von Muskeln und Sehnen und beseitigen Entzündungen und Verhärtungen im Muskelgewebe. Mit Hilfe von kräftigende Übungen für Fuß und Sprunggelenk verbessern wir die Propriozeption (Selbstwahrnehmung des Fußes) und die Feinsteuerung. Eine sachgerecht eingebaute Sprunggelenksprothese alleine ist nicht hinreichend, um die Lebensqualität tatsächlich zu verbessern: Durch die Operation wird erst die Grundlage geschaffen, das Ausmaß der Verbesserung wird häufig erst in der Rehabilitation definiert.

Sonja S., 17.12.2017 - 10:37 Uhr

Ich habe am 9.11.2017 ein künstliches Sprunggelenk erhalten. Ich habe jetzt den Stiefel schon sechs Wochen, wann kann der weggelassen werden und ab wann kann ich ohne Stöcke wieder einigermaßen laufen? Alles andere ist meines Erachtens gut. Ich bin schmerzfrei, nur was das Laufen angeht, das dauert mir zu lange

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 19.12.2017

Liebe Patientin, Sie sind keine unserer Patientinnen, sonst hätten sie die Belastungsempfehlung nach Sprunggelenksprothese für Ihren Fall verbindlich und sogar schriftlich erhalten. Weil ich Ihren Fall nicht kenne, kann ich Ihnen auch auf diesem Wege leider auch keine Reha-Empfehlung geben: Diese erhalten Sie verbindlich direkt von Ihrem Operateur, der auch jederzeit für Ihre Rückfragen da sein sollte. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Shirly72, 29.11.2017 - 20:03 Uhr

Guten Abend, bei mir soll das obere Sprunggelenk versteift werden aber bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen. Vor dem eigentlichen Eingriff habe ich keine Bedenken, aber Angst vor der Vollnarkose. Gibt es noch andere Narkosen, die für diesen Eingriff infrage kommen? Wie werden bei Ihnen die meisten Patienten am Sprunggelenk operiert?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 04.12.2017

Lieber Patient, man kann das obere Sprunggelenk in Voll- oder Teilnarkose operieren. Beide Betäubungsformen sind recht verbreitet. Auch bei Vollnarkose wird während der Operation noch eine Teilnarkose gesetzt, um den Schmerz während der ersten Tage nach der Operation abzumildern. Die Wahl der Narkose geschieht meist nach Vorliebe des Patienten. Nur in wenigen Fällen führ eine medizinische Indikation zur Entscheidung gegen die Vollnarkose. Die Teilnarkose des Beines ist ohne weiteres möglich und wird häufig angewendet, wenn Patienten diese Vorliebe haben. Alle Fragen zur Narkose werden ausführlich mit dem Anästhesisten besprochen, der Sie vor der Operation untersucht.

Miezi, 27.11.2017 - 20:42 Uhr

Ich habe Ihren Artikel zur Arthrodese OSG gelesen. Hat man nach der Versteifungsoperation des oberen Sprunggelenkes eigentlich ein noch höheres Thromboserisiko als ohnehin schon nach einer OP? Ich frage nur, weil die Bewegung im OSG doch dann dauerhaft eingeschränkt ist. Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 29.11.2017

Liebe Patientin, die Arthrodese des oberen Sprunggelenks hat keinen Einfluss auf das Thromboserisiko. Entscheidend für das Thromboserisiko ist die dauerhafte Entlastung des Beines. Sobald man daraufstehen kann, ist die Venenfunktion auch wieder normal. Sie Überschätzen evtl. auch die Folgender Arthrodese. Der Fuß ist in der Fußwurzel weiterhin vertikal beweglich, so dass bei normaler Gehgeschwindigkeit das erforderliche Ausmass an Beweglichkeit für die Abrollbewegung gegeben ist. nur beim sehr schnellen laufen oder Joggen kommt man durch die Arthrodese an die Grenzen der Beweglichkeit.

Astrid K., 16.11.2017 - 15:31 Uhr

Ich (49) habe vor drei Jahren nach Arthrose (verändertes Gangbild durch Motorradunfall 1987) ein künstliches Sprunggelenk erhalten. Es lief alles gut, jedoch bekam ich neun Monate danach Schmerzen im Fersenbereich, die bis heute dauerhaft anhalten. Seit der OP kann ich den Fuß nicht mehr so weit anwinkeln (keine 90-Grad-Stellung), was natürlich das Abrollen erschwert bzw. unmöglich macht. Kein Arzt konnte mir bisher sagen, warum das so ist. Es gibt einzig und allein die These, dass sich nach der OP Verknöcherungen gebildet haben, die ein Abwinkeln erschweren. Dies wurde auch durch eine Röntgenaufnahme bewiesen. Jetzt weiß ich nicht, was am besten zu tun ist. Es wurde mir gesagt, dass nach einer eventuellen Entfernung dieser Verknöcherungen nicht gewährleistet ist, dass ich wieder besser laufen kann. Die Schmerzen in der Ferse spüre ich bei jedem Schritt und nehme täglich eine gute Dosis "Ibu". Das sollte kein Dauerzustand sein, oder?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 21.11.2017

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie berichten von Problemen beim Anwinkeln, aber von Fersenschmerz mit Ihrer Sprunggelenksprothese. Das muss nicht unbedingt zusammenhängen, sondern kann separate Ursachen haben. Ein Impingement (schmerzhafte Blockade) beim Anwinkeln des Fußes kann durch Osteophypen (Knochensporne), aber auch durch Weichteileinklemmungen und Narbengewebe verursacht werden. Fersenschmerz ist eher ein Symptom bei einem Problem mit dem unteren Sprunggelenk - dem calcaneotalaren Gelenk. Auch dieses Gelenk kann bei einem Motorradunfall dauerhaft beschädigt werden. Für das untere Sprunggelenk gibt es spezifische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden. Eine Dauermedikation mit NSAR sollte nach Operation eines künstlichen Sprunggelenks tatsächlich kein Dauerzustand sein. Bitte lassen Sie Ihr Sprungelenk und den Fuß nochmals gründlich untersuchen. Weitere Infos zum Sprunggelenksimpingement erhalten Sie hier: https://goo.gl/hvwNFk. Für die möglichen Probleme des unteren Sprunggelenks, das häufig "übersehen" wird, gibt es von uns einen Jamedaartikel: https://goo.gl/Q5fyJ6

Andrea M., 15.11.2017 - 19:19 Uhr

Ich leide seit vielen Jahren unter Polyarthrose. Viele Gelenke sind davon betroffen. Seit einigen Monaten habe ich sehr starke Schmerzen im unteren Sprunggelenk. Nach Untersuchungen im Krankenhaus und CT Aufnahmen, ist nun klar, dass das Sprunggelenk völlig kaputt ist. Nun ist die Überlegung, dass man es versteift. Ich habe sehr große Angst davor. Meine Frage: kann man das Gelenk auch durch eine Prothese ersetzen?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 21.11.2017

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Man kann das untere Sprunggelenk nicht durch ein Prothese ersetzen. Das ist auch nicht sinnvoll. Die Einschränkung durch Versteifung des USG sind recht gering. Das USG spielt lediglich beim Ausgleich von Bodenunebenheiten im Gelände eine Rolle. Im Alltag spielt das häufig nicht so eine große Rolle. Prothesen sind deswegen für dieses untere Sprunggelenk nicht sinnvoll, mit einer Versteifung (Arthrodese) erreichen wir das Ziel der nachhaltigen Therapie von Schmerzen im unteren Sprunggelenk im Alltag. Über die begrenzte Haltbarkeit einer Prothese müssen wir uns dann keine Gedanken mehr machen. Das ist eine sicher anzuwendende Therapie der USG-Arthrose.

Christine, 01.11.2017 - 10:01 Uhr

Schönen guten Tag, ich bin 48 Jahre alt und seit 22 Jahren habe ich im oberen und unteren Sprunggelenk li. Arthrose. Grund dafür war ein Knochen zu viel und die dadurch falsche Belastung. Das entstandene Narbengewebe durch zwei OP‘s führten zu einer Teilversteifung und somit zu wenig Schmerzen im Fuß. Natürlich auch zu einer fehlenden/falschen Abrollbewegung beim Laufen, beim Sport usw. Die Folgebeschwerden und daraus resultierenden Schmerzen beeinträchtigen mich sehr viel mehr. Bandscheibenvorfälle: 2 Hws, 2 Bws, 1 Lws beginnende Arthrose: Sakralgelenk, Knie re., Hüfte re., multiple Muskelverhärtungen die starke Schmerzen verursachen und in der re. Hand neurologische Probleme verursachen. Keiner der aufgesuchten Ärzte sieht hier einen Zusammenhang zum Sprunggelenk aber der ganze Bewgungsapparat gleicht diesen „Defekt“ aus- bis hin zum Haaransatz. Meiner Meinung nach. Bei einer Sprunggelenksprothese - würde sich die Wirbelsäule wieder beruhigen und, nach einer entsprechenden Zeit, ein relativ schmerzfreies Leben auf mich warten? Ich bin Kassenpatient Freundliche Grüße Christine R.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 07.11.2017

Liebe Patientin, sie schildern nun zahlreiche Befunde, sie sie selbst kausal mit der Situation am oberen Sprunggelenk in Verbindung bringen. Es ist durchaus der Fall dass der gesamte Bewegungsapparat die Situation am Sprunggelenk ausgleicht. Die Zusicherung, das eine Normalisierung des Gangbildes nun alle pathologischen Entwicklungen rückgängig machen kann, können wir Ihnen leider nicht geben. Auch Patienten ohne Einschränkung der Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks haben z.B. Probleme mit der Lendenwirbelsäule.

Anne, 15.04.2017 - 14:23 Uhr

Hallo, ich habe, seitdem ich 19 Jahre alt bin, Arthrose im oberen Sprunggelenk linksseitig. Seit längerem rreiben nun schon die Knochen auf Knochen und diese sind teilweise aktiv entzündet. Ich habe schon alles mögliche ausprobiert, was die Situation evtl positiv beeinflussen könnte (Einlagen; Radiosynoverthese etc.). Nun bin ich aber an einem Punkt mit meinen fast 27 Jahren, dass die Schmerzen oft unerträglich sind. Da wäre meine Frage: Verschafft eine Prothese wirklich Schmerzfreiheit? Und wenn das Gelenk eingesteift werden würde, könnte ich dann trotzdem. "normal" laufen? Und wäre ich auch dabei schmerzfrei? Und wie sieht es da aus mit der Entwicklung von Begleitarthrosen? Und noch was sehr Wichtiges: Ich arbeite als Krankenschwester - das ist mein absoluter Traumjob. Ich habe schon einen Job im Büro ausprobiert, das ist absolut gar nichts für mich. Ab wann könnte ich nach einer op wieder als Krankenschwester arbeiten? Und ist dies überhaupt möglich? Vielen lieben Dank und schöne Ostertage. Mit freundlichen Grüßen Anne M.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 26.04.2017

Liebe Patientin, das sind eine ganze Reihe von Fragen, die wir schon ausführlich auf unseren Webseiten beantwortet haben: https://goo.gl/Qrrnzl Bei normaler Gehgeschwindigkeit verhält sich das arthrodesierte Gelenk durchaus normal: Es kommt dabei also zu keiner erkennbaren Gangbildveränderung. Diese Arthrodese ist vor allem geeignet bei auch körperlich arbeitenden Menschen die ggf. auch einmal ein Gewicht tragen müssen. Bei höheren Geschwindigkeiten (Laufen/Joggen) wird ein höherer Bewegungsspielraum des oberen Sprunggelenks abgefragt: Dann kommt es zu einer erkennbaren Gangbildveränderung, weil das Abrollverhalten dann nicht mehr ganz gegeben ist. Bei normalen Gehen oder Wandern spielt das aber keine Rolle. Nach einer Arthrodesierung würde es bis zu 6 Wochen dauern, bis sie im Beruf wieder einsatzfähig wären. Dem Beruf als Krankenschwester steht bei einer gut durchgeführten Arthrodese nichts im Wege. Es ist möglich, die Arthrodese so durchzuführen, dass zu einem späteren Zeitpunkt im Leben auch zu einer Sprunggelenksprothese revidiert werden könnte. Das Auftreten von Begleitarthrosen ist eine theoretische Möglichkeit. Bis zu einem gewissen Ausmaß ist das Lisfranc-Gelenk der Fußwurzel durchaus in der Lage, einen Teil der Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks zu übernehmen, so dass das Gangbild bei normalem Gehen im Alltag nicht auffällig wird.

Kristin W., 28.01.2017 - 20:17 Uhr

Hallo, ich habe unfallbedingt (2001) eine Arthrose im OSG. Eine Korrektur der Fehlstellung des Gelenkes und das Versprechen der Schmerzlinderung im Nov '16 ist schief gelaufen. Nun wurde mir (38 J.) eine Versteifung empfohlen, weil mir angeblich "niemand" in diesem jungen Alter ein künstliches Gelenk einbauen möchte. Ich glaube das jedoch nicht. Gibt es jemanden, der mir helfen kann?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 09.02.2017

Liebe Patientin, ein relativ junges Alter ist kein Hindernis für die Anwendung einer Sprunggelenksprothese. Grundlegend für die Entscheidung ist Ihre Belastungssituation. Bei körperlichen Schwerarbeitern die regelmäßig mehr als 15 kg tragen, raten wir eher zur Versteifung. Die Versteifung des oberen Sprunggelenks (Arthrodese) beeinträchtigt das Gangbild bei normaler Gehgeschwindigkeit nicht. Erst bei schnellem Gehen oder Laufen führt die fehlende Abrollbewegung des oberen Sprunggelenks zur Einschränkung des Gangbildes. Die Sprunggelenksprothese hat demgegenüber keine relevanten Einschränkungen des Gangbildes. Wir können bei Patienten auch nach einer Arthrodesierung später noch zu einer Sprunggelenksprothese revidieren. Voraussetzung ist eine weichteilschonende Durchführung der Versteifung. Ebenso können wir auch nach einer zunächst im Jugendalter durchgeführten Versteifung später, auch nach Jahren, wieder zu einer Sprunggelenksprothese revidieren. Ebenso liegen zunehmende Erfahrungen auch mit einem Prothesenwechsel der Sprunggelenksprothese vor. Wenn die Erstimplantation der Sprunggelenksprothese knochensparend durchgeführt wurde, ist auch ein Prothesenwechsel der OSG-Prothese sehr erfolgversprechend. Es muss also auch dann nicht ohne Weiteres eine Versteifung nach Prothesenversagen durchgeführt werden. Aber auch dann ist die Versteifung eine adäquate Alternative. Es gibt als zu jedem Zeitpunkt immer mehrere Möglichkeiten, die auch von Ihren Präferenzen beeinflusst werden. Voraussetzung für die erfolgreiche Versorgung mit einer Prothese im Sprunggelenk ist allerdings eine erfolgreiche Begradigung des Gelenks bzw. Beinachse sowie eine vollständige Funktion bzw. Wiederherstellung von Innen- und Außenbändern. Eine konkrete Behandlungsempfehlung können wir Ihnen also nur nach einer gründlichen Voruntersuchung geben. Die Einschränkungen in der Versorgung mit OSG-Prothese, die Ihnen mitgeteilt wurden, würden wir also nicht ohne Hinterfragen der Möglichkeiten akzeptieren.

Ulrich H., 03.01.2017 - 12:51 Uhr

Ich habe seit 2009 ein künstliches Sprunggelenk. Da ich nicht ganz schmerzfrei wurde, erfolgte 2011 eine Revisions-OP, ohne das sich der Zustand wesentlich änderte. Die letzte Kontrolle Anfang Dezember 2016 ergab, dass im Prinzip alles ok ist und die Probleme auf "Knochenwucherungen" zurückzuführen sind. Jetzt habe ich nach dem Kontrolltermin aber vermehrt Schmerzen, Kribbeln etc über den gesamten Fuß verteilt. Vor ca 1,5 Jahren hatte ich eine Zahnwurzelbehandlung und im November wieder Probleme mit diesem Zahn, der jetzt gezogen werden soll. Kann da ein Zusammenhang bestehen?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 23.01.2017

Lieber Patient, eine Revisionsprothese des Sprunggelenks ist besonders überwachungsbedürftig. BItte wenden Sie sich bei Fragen oder zunehmenden Schmerzen an Ihrem Operateur oder einen anderen sachverständigen Spezialisten für Sprunggelenksprothesen. Ein Ratschlag in Ihrem besonderen Fall über das Internet zu geben wäre sogar potentiell gefährlich für unsere Patienten. Folgende allgemeine Information ist zulässig: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Zahnwurzelinfekten und Protheseninfekten. Die Erreger der Zahnwurzelinfekte können sich über den Blutstrom ausbreiten und werden in der Regel vom Immunsystem beseitigt. Nur die Metalloberflächen von Fremdmaterial bieten Anhaftungsmöglichkeiten. Durch einen Filmüberzug können sich die Kolonien der Erreger dort von der Immunaktivität abschirmen. So ein Verdacht gehört schnellstmöglich untersucht und ärztlich abgeklärt.

Silke, 17.11.2016 - 19:10 Uhr

Hallo, ich hatte 1996 einen Autounfall mit Trümmerbruch im linken Fuß und auch das Sprunggelenk hatte einen Schlag abbekommen. Über die Jahre hat sich starke Arthrose entwickelt, hatte grade die 2. Arthroskopie mit der Diagnose, dass kaum noch Knorpel da ist und in spätestens 3 Jahren eine Prothese nötig wird. Ich arbeite als Flugbegleiterin - bin jedoch nur noch wenig im fliegerischen Bereich tätig, sondern eher im Training. Mein Fliegervertrag ist aber ausschlaggebend für meine Trainertätigkeit. Wird es mit Prothese möglich sein, die Flugtauglichkeit zu behalten? Wenn ich damit wandern kann, sollte doch auch meine Arbeit möglich sein.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 23.01.2017

Liebe Patientin. Die Flugtauglichkeit hängt immer davon ab, ob bestimmte aufgabenspezifische Bewegungs- und Belastungseinschränkungen vorliegen. Im allgemeinen ist mir nichts darüber bekannt, dass eine belastbare Endoprothese zu einer eingeschränkten Flugtauglichkeit führen kann. Bei Piloten wird das im Zweifel Dienstfähigkeit mit einer Endoprothese durch eine Simulatorprüfung gewährleistet. Es ist in Ihrem Fall sehr wichtig, dass nach einem Trümmerbruch die Ausrichtung und die Belastungslinien des Sprunggelenks und die Bandfunktion exakt wieder hergestellt werden. Falls der Trümmerbruch das Fersenbein betroffen hat, ist zu prüfen, ob die Beweglichkeit des unteren Sprunggelenks, insbesondere des calcaneotalaren Gelenks erhalten ist. Die Aufgabe des unteren Sprunggelenks ist der Ausgleich von Unebenheiten der Oberfläche durch Seitwärtsverkippung des Fußes. Da die Flächen in einem Flugzeug aber stets eben sind, besteht das als Anforderung evtl. nicht. Ich würde ggf. in Ihrem Fall bei der Behandlungsplanung einen mir bekannten Facharzt für Orthopädie und Flugmedizin in die Behandlungsplanung miteinbeziehen.

Renate, 13.12.2015 - 14:25 Uhr

Ich wohne in der ersten Etage, insgesamt 25 Treppen. In der Wohnung habe ich 8 Stufen zur Toilette. Wie kann ich diese die ersten Wochen ohne Belastung des operierten Fuß meistern? Bin 72 Jahre, werde so gut es geht, von meinem Mann unterstützt. Für eine Antwort bin ich sehr dankbar. Renate

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 21.12.2015

Liebe Patientin, das ist tatsächlich eine hohe Belastung für die Situation nach Sprunggelenksoperation. Haben Sie denn keine stationäre Rehabilitation erfragt? Wie kommen Sie mit Unterarmgehstützen zurecht? Bitte holen Sie sich von Ihrem operierenden Arzt eine eingehende sozialmedizinische Beratung.

Kerstin, 02.12.2015 - 12:54 Uhr

Bei mir soll eine OSG-Prothese implantiert werden und es wurde eine Metallallergie durch den Hautarzt festgestellt, was würden Sie mir raten? Gibt es schon Erfahrungen mit Allergieprothesen im Bereich Sprunggelenksprothesen?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 21.12.2015

Liebe Patientin, es gibt meines Wissens keine beschichteten Sprunggelenksprothesen für Metallallergiker. Das Allergieverhalten das von der Hautoberfläche bekannt ist, lässt sich aber auch nicht direkt auf die Situation mit Endoprothesen übertragen.

Ronald, 17.11.2015 - 11:55 Uhr

Ich habe seit dem 17. Februar 2013 eine OSG-Prothese links bekommen. Diese Operation war nach 9 Monaten nochmal durchgeführt, man war der Meinung, diese Prothese wäre locker, was sich aber nicht bestätigt hat. Es wurde nur der Kunststoffkeil erneuert. Jetzt, nach weiteren 2 Jahren, habe ich immer noch Schmerzen und einen dicken Fuß. Laufen ohne Schmerzen ist nicht möglich. Gibt es da noch eine andere Lösung? Freundlichen Gruß

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 18.11.2015

Lieber Patient, es gibt einige bekannte Ursachen für schmerhafte Gewebe nach Sprunggelenksprothese. Bitte stellen Sie sich doch bei uns vor, damit wir Lage und Sitz der Prothese sowie die Situation der umgebenden Sehnen und Weichteile eingehend untersuchen können.

Lara, 05.11.2015 - 21:01 Uhr

Ich möchte auch gerne einmal einen positiven Kommentar zu einem künstlichen Spunggelenk geben! Ich habe kein künstliches Gelenk auf Grund einer Arthrose sondern eines sehr schweren Reitunfalls! Ich möchte aber allen betroffenen einmal Mut machen! Kurz zu meinem Unfall: Ich habe mich Ende Mai 2015 mit einem Pferd überschlagen, wobei ich mir den linken Unterschenkel komplett zertrümmerte und alle Bänder riss. Somit wurden die Knochenreste entfernt, das benutzt was noch ging und mir ein neues Unterschenkelinnere gebaut :) Ich habe nun ein künstliches Schienbein und ein künstiches Sprunggelenk. Dadurch, dass ich durch den Unfall plötzlich und ungefragt auf dem Tisch der Ärzte gelandet bin, gab es keine andere Möglichkeit als einen direkten Einbau eines künstlichen Gelenkes, somit gab es bei mir keine Prüfung der Bänder o.ä.(die sowieso gerissen waren)! Lange Rede,kurzer Sinn.... Ich bekomme immer wieder mit, wie sich viele Menschen hängen lassen und darauf warten, dass der "liebe Gott" erscheint und sagt "Du kannst wieder gehen und alles ist wie vorher", das wird nicht passieren! Ich hatte einen schweren Unfall, dessen ich mir eigentlich immer noch nicht richtig bewusst bin, aber ich habe es geschafft innerhalb von 6 Monaten wieder auf dem Pferd zu sitzen! Und das, obwohl mir die Ärzte sagten "Ich solle froh sein, wenn ich in einem halben Jahr wieder laufen könne". Tja, durch eisernen Willen und harte Arbeit gelingt es! Ich habe Schmerzen, ja, aber ich gebe mich nicht dem Schmerz hin! Den Schmerz zu akzeptieren ist viel entspannter als es nicht zu tun. Außerdem gewöhnt man sich daran und im Laufe der Zeit wird es weniger. Ja natürlich, viele sagen "Wenn es weh tut,hör bloß auf ...usw" aber Hey, ganz ehrlich, wenn ich nicht immer wieder auch einmal darüber gegangen wäre,dann wäre ich nicht so weit. Das ist wie für eine Sportart zu trainiere, da muss man ab und zu über diesen Punkt gehen. Natürlich nur, sobald auch die ersten Wochen des Verheilen schon stattgefunden haben und keine großen Komplikationen vorhanden sind! Was ich Euch damit sagen will ist, dass Ihr euch aufraffen müsst auch das neue Gelenk zu benutzen und Sport/Bewegung zu treiben! Nur wenn ich vorher schon unsportlich und faul war, dann wird sich das durch ein künstliches Gelenk nicht ändern. Aber bitte beschwert Euch dann nicht über Schmerzen und Unwohlsein. Auch Ihr könnt es schaffen, ein künstliches Gelenk annähernd so zu benutzen wie das vorherige. Es fordert ein wenig Arbeit und viel Kraft, aber nur ein muskulär gestärktes Gelenk ist leistungsfähig und in der Lage ein Leben zu halten! Ein neues Gelenk alleine ist kein Allheilmittel, denn ich muss aktiv mitarbeiten um an mein Ziel zu kommen! Ich will Euch Mut machen, dass es möglich ist durch Bewegung und richtige Ärzte mit einem neuen Gelenk genau so zu leben wie vorher! Man muss nur selber sehr viel mitarbeiten. Ein neues Gelenk alleine ist nicht der Schlüssel zum Glück! Ich selber habe von Anfang an Physiotherapie und "aktives Ruhigstellen" des Beins genossen, da die Ärzte dies für richtig hielten. Meine erste physiotherapeutische Anwendung erfolgte einen Tag nach meiner Operation und den ersten richtigen Sport im Fitnessstudio mit Aufbautraining habe ich nach 8 Wochen begonnen! Geht nicht, gibt es nicht! Auch ich hatte Angst vor Belastung und Schmerz, aber ich hatte super Ärzte die darauf bestanden das so zu tun. Ich vertraute ihnen und machte es. Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Niemals hätte ich mit diesem Ergebnis gerechnet! Vorraussetzung für das alles ist natürlich, dass super Ärzte "am Werk" waren! Wenn ich ein verpfuschtes Gelenk habe ,dann kann und will ich mir darüber kein Urteil erlauben! Liebe Grüße

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 18.11.2015

Liebe Patientin, für diesen positiven Hinweis will ich mich bedanken. es steckt ein Kern Wahrheit darin: Der Wert einer noch so fachmännisch durchgeführten Sprunggelenksprothese wird tatsächlich nach der Operation über die motivierte und folgerichtig durchgeführte Rehabilitation erzielt. Eine gut und sicher geführte Sprunggelenksprothese mit einer intakten Unterschenkel- und Fußmuskulatur und einer guten Kordination und Selbstwahrnehmung (Propriozeption) hat letztlich die gleichen Funktionsvoraussetzungen wie das natürliche Sprunggelenk. Das heißt, es kann durch Training optimiert werden.

W., 03.09.2015 - 16:04 Uhr

Hallo ich bin 42 Jahre alt und habe letztes Jahr Ende November eine Osg- Prothese bekommen. Nun habe ich seit Monaten immer noch Schmerzen, ohne Tabletten geht bei mir garnichts. Lange Strecken kann ich immer noch nicht laufen. War schon zur Kontrolle im Krankenhaus, da war alles ok, keine Lockerung der Prothese. Was kann ich tun? Wird das jemals besser? Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 08.09.2015

Lieber Patient, es gibt viele mögliche Ursachen für Schmerzen mit Prothesenschmerzen. Das kann in der Statik des Fuße sind des Sprunggelenks begründet sein. Die Schmerzen können aber auch wegen einer noch unzureichenden Rehabilitation der Muskeln und Sehnen kommen. Wenn Sie nach einem Jahr noch nicht Schmerzfrei sind, sollten Sie sich zu Ihrer Prothese im Sprunggelenk evtl. eine Zweitmeinung mit weiteren Vorschlägen zur besseren Rehabilitation einholen.

Dorothea, 05.08.2015 - 16:59 Uhr

Ich habe eine fortgeschrittene Arthrose im linken OSG. Schmerzen und eingeschränkte Bewegung seit 2 Jahren. Konservative Maßnahmen wie Schuhe, Einlagen, Schmerzmittel, Cortison führten zu keiner Verbesserung. Untersuchungsbefund beim Orthopäden: Hyperpigmentierter US, Perfusion gut, kein Achsfehler. USG Bewegl. zu 1/2 red. F7E OSG 50/0/30, Sensibilität ob. Rö fremd: va Osteonekrose Talus. Empfehlung Gelenkversteifung, Empfehlung Hausarzt: Schmerztherapie. Ist entsprechend dem Fortschritt hinsichtlich der Sprunggelenksprothesen für mich eine solche Prothese möglich?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 24.08.2015

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Die wichtigen Kontraindikationen für Prothesen im Sprunggelenk wie Knochennekrose, Durchblutungsstörung oder Infektion im Gelenk oder schwere Fehlstellung treffen auf Sie nicht zu. Mit der reduzierten Beweglichkeit im unteren Sprunggelenk kann man leben. Wenn Sie eine gangbilderhaltende Behandlung durch Sprunggelenksprothese wünschen, sollten Sie sich entsprechend beraten lassen.

Caren, 06.07.2015 - 16:08 Uhr

Ich habe letzte Woche eine OSG Prothese bekommen. Ich darf den Fuß 3 Wo im festen Gips nicht belasten, bin daher fast schmerzfrei von Anfang an. Nur leider ist der große Zeh und die Fußoberseite in seiner Verlängerung gefühllos. Sind das Hautnerven oder etwas Schlimmeres? Ist das normal und erholt sich das Gefühl irgendwann?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 06.07.2015

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Schilderung Ihrer Situation nach Sprunggelenksprothese. Sie sollten diese Symptome so schnell als möglich mit Ihrem Operateur besprechen. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. So etwas kann unmöglich über das Internet abschließend erklärt werden..

Christian, 31.05.2015 - 12:13 Uhr

Ich hätte da mal eine Frage. Ich habe eine Durchblutungs-Störung am Sprunggelenk, hatte vor einen Jahr eine OP, da wurde laut meinem Arzt Löcher in den Knochen gebohrt um die Durchblutung wieder herzustellen. Jetzt fangen die Schmerzen wieder an. Geht bei mir auch ein künstliches Sprunggelenk, ab welchem Alter kann man es einsetzen? Mein Alter: 46 Jahre, beruflich bin ich Berufskraftfahrer und ganztags auf den Füßen. Würde mich freuen wenn Sie mir einen Rat geben können

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 18.06.2015

Lieber Patient, natürlich wäre eine Prothesenbehanldung in Ihrem Alter möglich: Zunächst sollten aber die gelenkerhaltenden Möglichkeiten vollständig ausgeschöft werden. Eine Prothese im Sprunggelenk ist belastbar, bei starker körperlicher Arbeit und regelmäßigen Tragelasten über 20 kg im Beruf nicht angezeigt. Sie können Sich gerne bei uns vorstellen, um die gelenkerhaltenden Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem Fall prüfen zu lassen.

Stefanie K., 24.04.2015 - 10:57 Uhr

Hallo, ich bin 41 und habe eine Ostechondrosis dissecans an beiden OSG's. Ich wurde in der Vergangenheit 14 mal den OSG's operiert, also inklusive aller Metallentnahmen etc. Jetzt fängt das Spiel wieder an. Das Linke soll als erstes gelenkerhaltend operiert werden, damit sich der Zustand nicht verschlimmert, es sieht nämlich noch recht gut aus. Das rechte ist im Endstadium. Ich war jetzt bei zwei Ärzten hier in Düsseldorf und beide raten mir zur Versteifung. Ich will aber keine Versteifung. Ich verzweifle bald, weil keiner mit mir den Weg einer Prothese gehen will. Warum pochen alle immer noch auf Versteifung, wenn doch im Internet so viel gutes über Prothesen geschrieben wird. Ich weiß bald nicht mehr was ich machen soll, außer mich über alle Ratschläge hinwegzusetzen. Bandstabilität ist gegeben und Fehlstellungen gibt es auch groß keine. Können Sie mir einen Rat geben, wie ich vorgehen soll? Welche Prioritäten soll ich setzen?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 27.04.2015

Liebe Patientin, ich kann Ihnen nur eine gründliche Untersuchung anbieten. Es kann sein, dass die Kollegen den Halt der Prothese gefährdet sehen, und deswegen zur Arthrodese raten. Ohne eine gründliche Untersuchung und Sichtung Ihrer Befunde kann ich Ihnen aber in diesem bestimmten Fall keine Auskunft zu der gewünschten Sprunggelenksprothese geben. Gerne können Sie sich in unserer Klinik vorstellen.

kerstin, 08.02.2015 - 12:11 Uhr

Sie schreiben, dass chronische Infektionen eine Kontraindikation für eine Sprunggelenksprothese sind. Was genau ist damit gemeint? Mir soll demnächst eine TEP eingesetzt werden und ich leide unter chronischer Mandelentzündung und chronischer Magenschleimhautentzündung. Ist das ein Problem?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 09.02.2015

Liebe Patientin, Die Tonsillitis ist eine Streptokokkeninfektion. Eine chronische Tonsillitis ist eine dauerhafte Schwächung des Immunsystems. Man kann das zwar im Notfall durch eine begleitende Antiotikagabe vor und nach der Operation in den Griff kriegen. Es bedeutet aber eine starke Verschlechterung Ihres Risikoprofil vor der Implantation einer Sprunggelenksprothese. Es wäre für Sie besser, die Tonsillitis zu sanieren.Die Gastritis kann durch das Bakterium helicobater Pylori ausgelöst werden, das ist ebenfalls eine bakterielle Infektion. Wegen der Notwenidgeit di eerstenWochen dnach der Operation evtl. Schmerzmittel zu geben, die nicht immer magenfreundlich sind, ist eine Sanierung dieser Gastritis ebenfalls wünschenswert. Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Operateur um diese wichtigen Fragen vorab zu klären.

Thomas, 28.11.2014 - 21:36 Uhr

Hallo, mir wurde in 2012 ein künstliches OSG eingesetzt und jetzt hat sich leider herausgestellt, dass sich evtl. die Prothese gelockert hat, wobei der Inlay auf jeden Fall ausgetauscht werden muss. Jetzt werde ich in 2015 nochmals operiert und das bedeutet wieder einen erheblichen Aufwand mit Schmerzen usw. Mittlerweile habe ich nun nur Angst, dass ich jetzt alle 3 Jahre ins Krankenhaus muss, weil sich etwas bewegt hat. Nach meiner OP in 2012 war ich innerhalb von 6 Wochen schmerzfrei und konnte mich ca. 8-10 Wochen nach OP wieder sehr gut bewegen. Mich würde interessieren, ob es auch noch weitere solche Fälle gibt.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 01.12.2014

Lieber Patient, die Norm bei einem künstlichen Sprunggelenk ist eine Tragezeit von 3 Jahren durchaus nicht. Normalerweise sind nach 10 Jahren noch über 90% aller Patienten zufrieden mit Ihrer Sprunggelenksprothese. Es ist beim Sprunggelenk aber ganz besonders wichtig, die Begleitumstände genau zu analysieren: Die Stellung des Fersenbeins, die Bandstabilität, die Tragfähigkeit der Fibula (Wadenbein), der Verlauf der Sprunggelenksachse. All das sollte vor der Prothesenoperation, vor allem aber auch vor einem Prothesenwechseln genauestens untersucht werden, damit man eine Idee bekommt, was zu der vorzeitigen Prothesenlockerung geführt hat. Erst wenn das geklärt ist, macht auch eine Revisionsoperation Sinn. Denn wir wollen durchaus vermeiden, unseren Pateinten alle 3 Jahre eine neue Prothese einbauen zu müssen. Durch den Knochenverlust wird jede Revisionsoperation schwieriger, als die vorangegangene. Prothesenlockerung am Sprunggelenk sind meist bedingt durch eine unvollständige Begleituntersuchung aller Umstände der Sprunggelenksarthrose. Zu den Ursachen der Prothesenlockerung gibt es wissenschaftliche Studien. Sie sollten also die Ursache der erstmaligen Prothesenlockerung genau aufklären, bevor Sie einen neuen Versuch unternehmen.

Andreas, 24.11.2014 - 14:48 Uhr

Hallo Herr Dr.Schneider Ich(45) wurde Ende Juli 2014 wegen fortgeschrittener Arthrose am linken Sprunggelenk operiert,mittlerweile die 4.OP.Es wurde das AMIC-Verfahren durchgeführt.Bis heute sind die Schmerzen noch genauso wie vor der OP,bei zur Zeit 80% Belastung. Eine Prothese wollte man mir nicht einsetzen weil ich angblich noch zu jung sei.Ich bin von Beruf LKW-Fahrer und hatte vor der OP schon große Probleme beim fahren,Kupplung treten,BE-und Entladen.Auch beim normalen PKW.Ich bekomme zur Zeit noch Krankengymnastik und ein Zeitpunkt wann ich wieder arbeiten kann ist nicht in Sicht.Auto fahren ist auch noch nicht möglich.Ich habe wenig Hoffnung das die Schmerzen zu 100% verschwinden. Wie lange würde es dauern bis ich nach dem Einsatz einer Prothese wieder arbeiten kann?Ist dann ein Einsatz als LKW-Fahrer noch möglich?Ist man nach der Heilung wieder komplett schmerzfrei?Hoffe Sie können mich ein wenig aufmuntern,Danke.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 01.12.2014

Lieber Patient, nach einer Sprunggelenksprothese ist die maximaleTragelast auf 20 kg begrenzt. Damit könne Sie also nicht mehr schwer körperlich arbeiten, auch wenn es sonst wenig Einschränkungen gibt. Ich würde Ihnen also raten, sich in einem spezialiserten Zentrum nochmals über die gelenkerhaltenden Möglichkeiten der Therapie Ihrer Sprunggelenksarthrose beraten zu lassen und einer genauen Untersuchung zu unterziehen. In Ihrem fallwürde man ggf. sogar zu einer Versteifung des Sprunggelenks raten. damit werden die Meisten Patienten auch unter Belastung wieder stabil und schmerzfrei. Heutzutage können wir Versteifungen des Sprunggelenks auch minimalinvasiv unter minimalen Weichteilschäden durchführen. Das hat den Vorteil, dass wir auch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die körperliche Arbeit vielleicht nicht mehr so im Vordergrund steht, auch eine Sprunggelenksprothese einbauen können, und das Sprunggelenk in die Beweglichkeit zurückführen können. Vielleicht muntert Sie das auf. Wir haben heutzutage zahlreiche Therapie-Möglichkeiten der Sprunggelenksarthrose, die weit flexibler sind, als viele sich das vorstellen.

alex, 16.11.2014 - 14:14 Uhr

Hallo Herr dr. Schneider, endlich mal ein aktuellerer Bericht zum Thema Prothese. Mein Problem. Habe 2013 einen schweren Abstürzt erlebt wobei mein rechtes OSG zertrümmert wurde. Beide Unterschenkelknochen waren auch völlig zerbröselt. Im Dezember soll das Material entfernt werden. Ich habe ein aktuelles CT vom OSG wo selbst mir auffällt das ich es nicht mehr i.O. ist. habe gefühlt mittelstarke Schmerzen und zwar jeden Tag. Aufgrund meines Alter (37) empfehlen mir hier alle Ärzte zu einer Einsteifung. Das hat aber für mich etwas endgültiges und ich tue mich damit sehr schwer. Auf die Frage ob eine Prothese grundsätzlich möglich wäre wurde mit Ja beantwortet ( ob der Rest vom Knochen noch reicht) . Was soll ich tun? Noch eine Frage, wenn man eine Prothese verbauen lässt und mach nach dem Verfall der Haltbarkeit wieder zur einsteifung zurückkehrt, hat man dann ein kürzeres Bein? Bei Einbau der Prothese wird ja auch ordentlich Knochenmaterial entnommen!? Wie viel Prothesen verbauen Sie im Jahr? ich komme mit den Schmerzen sehr schlecht zurecht, jeder Fehltritt tut sehr weh. Ich bin auch leidenschaftlicher snowboarder gewesen, habe ich jemals eine Möglichkeit dies jemals wieder aus zu üben? gestern war ich im unwegsamen gelände unterwegs zum angeln, auch das ist nur unter starken schmerzen möglich. Ich hadere sehr mit dieser Situation! ich habe sehr sehr lang Etoricoxib 90 oder 60 eingenommen, da dies eine Besserung meiner Beschwerden gebracht hat, leider hat sich darüber meine Leber nicht gefreut :(. Freue mich sehr auf Ihre Antwort!!

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 17.11.2014

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre interessante Frage. Die OSG Prothese wird als einwachsende Prothese knochensparend operiert. Es kommt nach der Sprunggelenks-Prothese nicht zu einer Verkürzung des Beines, wenn die Prothese revidiert werden sollte. Beim Snowboarding hat man viele unkontrollierbare Stossbelastungen - das ist für keine Prothese gut. Langlauf ist hier wesentlich Prothesenverträglicher. Ein Hard-Boot würde das Sprunggelenk besser schützen. Im Prinzip kommt eine einwachsende Prothese wie die modernen Sprungelenksprothesen damit aber besser zurecht, als zementierte Prothesen. Nach der Sprunggelenksprothese hat man die gleichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Versteifung des Sprunggelenks (Arthrodese), als wenn man das Sprunggelenk direkt versteift. Die erfolgreiche Sprunggelenksprothese ist aber auch von einigen Voraussetzungen abhängig: Die Beinachse muss gerade sein, Fehlstellungen im Sprunggelenks dürfen vor der Operation der Sprunggelenksprothese nicht auftreten oder müssen mit korrigiert werden. Sie sollten unbedingt auch das untere Sprunggelenk untersuchen lassen, denn Schmerzen beim Ausgleich von Bodenunebenheiten sind typisch für das Probleme mit dem unteren Sprunggelenk. Wir operieren etwa 250 Sprunggelenke im Jahr. die meisten davon sind - wie bei Ihnen - unfallchirurgische Versorgung nach Brüchen und Trauma oder Spätfolgen dieser Ereignisse. In den meisten Fällen arbeiten wir gelenkerhaltend, jedoch operieren wir in der Gelenk-Klinik etwa 40-50 Sprunggelenksprothesen im Jahr. Eine Dauermedikation mit Schmerzmitteln ist natürlich nicht verträglich, auch wenn COX-e-Hemmer magenverträglicher sind als NSAR.

Karin, 07.10.2014 - 13:24 Uhr

Sorry, sogar schon nach 9-10 Wochen. Vielen Dank Karin

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 08.10.2014

Wird unten beantwortet

Karin, 06.10.2014 - 11:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider, mir wurde gesagt, dass ein Patient schon 12 Wochen nach der Versteifung des Sprunggelenkes einen schnellen Lauf bzw. Sprint absolvieren kann und das, ohne dass eine Assymmetrie im Laufbild zu erkennen ist. Was halten Sie von dieser Aussage. Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Sabine

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 08.10.2014

Liebe Patientin, nicht nur unter den Sprintern gibt es Höchstleitungen :-). Die Arthrodese des Sprunggeelnks verändert auf jeden Fall das Gangbild und das Abrollverhalten beim Laufen. Die Biomechanik ist so verändert, dass das Gangbild auf jeden Fall dauerhaft geändert ist, und die Beweglichkeit beim Abrollen über die Fußgelenke nur teilweise, und auch unter dem Preis möglicher Begleitarthrosen kompensiert wird. Sprinten ohne Änderung im Gangbild ist also nach Versteifung des Sprunggelenks nicht realistisch. Durch eine Sprunggelenksprothese wird das Gangbild erhalten. Allgemein ist bei der Rehabilitation nach Endoprothetik darauf zu achten, dass Bewegungen möglichst kontrolliert erfolgen. Plötzliche Krafteinwirkungen und Kontrollverluste sind nicht unbedingt günstig, auch nicht für eine Sprunggelenksendoprothese. Deshalb ist Skilanglauf so viel günstiger als Abfahrt, und Joggen oder Wandern mit Prothese besser als ein Fußballspiel. Die Stabilität der Sprunggelenksprothese hängt von der Operationstechnik, Routine und Erfahrung beim Einbau ab. Das trifft für alle Prothesen zu. Dann ist die muskuläre Situation und die Bandsituation wichtig. Wenn der Patient vorher über Jahre mit Schonhinken zugebracht hat, und entsprechende Muskelrückbildungen erlitten hat, dauert es sicher länger als 12 Wochen das Ungleichgewicht herauszutherapieren. Als einwachsende Prothesen benötigt eine OSG-Prothese auch die normale Knochenheilungszeit von 6-8 Wochen für die vollständige Befestigung, so dass erst nach diesem Zeitraum die Belastung intensiviert werden kann. In dieser Zeit wird die Gelenksführung gebprüft und durch Eigenübung und Reha ständig verbessert.

Anne, 29.07.2014 - 19:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr, Schneider ich bekomme am 21.08.14 eine künstl, Sprungegelenksprothese.. Können Sie mir passende Reha-kliniken benennen? vielen Dank

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 30.07.2014

Lieeb Patientin, wir haben da keinen überregionalen Überblick. Bitte fragen Sie doch Ihren operierenden Arzt. Er ist für diese Informationen zuständig und sollte auch neben der Operation die Nachbehandlung mitplanen. Es gibt für die Rehabilitation nach Operation einer Sprunggelenksprothese auch keine schwer zu erfüllenden Kriterien. Viele Kliniken sind geeignet.

Christiane, 10.07.2014 - 16:04 Uhr

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. An wen oder wohin kann ich mich wenden. Meine Arthrodese ist im Feb. letzten Jahres in Damp gemacht worden und ich bin nicht glücklich. Vielen Dank

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 11.07.2014

Sie können sich gerne an meine Sprechstunde in der orthopädischen Gelenk-Klinik in Gundelfingen wenden. Wir haben Mittwochs eine Spezialsprechstunde für Sprunggelenkspatienten, in der auch noch zeitnah Termine vergeben werden können. Bitte fragen Sie gezielt nach. Tel: 0761 55 77 58 0

christiane, 28.06.2014 - 05:37 Uhr

Hallo, ist nach einer arthrodese noch der einbau eines künstlichen sprunggelenkes möglich? Lg

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 02.07.2014

Liebe Patientin, auch nach einer Arthrodese (Versteifung) des Sprunggeenks ist eine Revision zur gangbilderhaltenden Prothese möglich und wird regelmäßig durchgeführt. Eine Voruntersuchung muss die Stellung des Sprunggelenks und die Funktion der Bänder überprüfen und ggf. herstellen. das ist Voraussetzung für die Umwandlung einer Versteifung in einer bewegliche Prothese.

Elke, 14.06.2014 - 15:28 Uhr

Seit Februar 2007 habe ich eine Endoprothese im linken Sprunggelenk. Im Knochensintigramm wurde im April 2014 eine Lockerung der Prothese diagnostiziert. Besteht nochmals die Möglichkeit, diese Prothese auszuwechseln oder gibt es noch eine andere medizinische Möglichkeit, mit wenig Risiko? Ich bin 60 Jahre alt.

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 16.06.2014

Liebe Patientin, der Prothesenwechsel nach Lockerung der Sprunggelenksprothese ist möglich und wird routinemäßig durchgeführt. Es ist auch möglich, den Rückzug zu einer Versteifung des Sprunggelenks vorzunehmen. Es wäre von besonderer Bedeutung vorher herauszufinden, was zu dieser mutmaßlich vorzeitigen Lockerung Ihrer Sprunggelenksprothese beigetragen hat. Dazu müsste man sorgfältig Ihre Bandfunktion, Beinachse, Fersenbeinstellung,und Knochendichte überprüfen. Das grösste Risiko wäre aus meiner Sicht eine erneute vorzeitige Lockerung einer Sprunggelenksprothese. Diese erneute Lockerung Ihrer Sprunggelenksprothese sollte man durch eine gute Abklärung und Behandlung Ihrer begleitenden Umstände verhindern.

K.W, 07.05.2014 - 15:30 Uhr

ich habe grosse schmerzen aber nur in oder bei Belastung und die Beweglichkeit des Sprunggelenks wäre gut bis sehr gut meinen die Ärzte aber in der Klinik wollten sie sofort versteifen wovon mein Chirurg dringend abriet ,In Ruhestellung oder ganz geringer Belastung keine Schmerzen .Geht denn eine Schlüsseloch OP bevor versteift wird ,welche Möglichkeiten habe ich denn sonst noch ?Gesunde Knochen habe ich aber diese Zustand (Athrose) ist durch sehr häufige Distorsionen soweit gekommen. In welche Hände soll ich mich denn nur begeben und wo ?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 07.05.2014

Vielen Dank für Ihre ausführliche Anfrage zum Thema Sprunggelenksprothese. Die Versteifung bei Sprunggelenksarthrose ist tatsächlich vielerorts noch die Therapie die zu allererst gewählt wird. In vielen Fällen gibt es Alternativen die Gelenk oder Beweglichkeit erhalten. Sie nennen in Ihrer Anfrage den Grund für Ihre Sprunggelenksarthrose: Instabilität der Bänder am Sprunggelenk. Eine gründliche Untersuchung von Knochen und Knorpel evtl. mit Arthroskopie des Sprunggelenks wäre eine Voraussetzung für die Planung des weiteren Vorgehens. Bei gelenkerhaltendem Vorgehen müsste Ihre Bandinstabilität, wenn möglich, durch eine Bandplastik korrigiert werden. Stabile Bänder sind eine Voraussetzung für alle weiteren Überlegungen. Dann müssten wir herausfinden, ob eine gelenkerhaltende Therapie möglich ist, oder ob wenigstens durch eine Sprunggelenksprothese das Gangbild erhalten werden kann. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, würde ich meinen Patienten nicht zu einer Versteifung des Sprunggelenks raten. ich biete Ihnen gerne eine Beratung in unserer orthopädischen Gelenk-Klinik in Gundelfingen an.

peter, 20.04.2014 - 10:32 Uhr

ich bin nun vor acht tsgen operiert worden, ein künstliches sprunggelenk. noch einmal die frage. wie siehts aus mit arbeit auf dem bau aus? vor allem, wenn man viel in der hocke arbeitet und auch schweres gerät tragen muss?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 22.04.2014

Lieber Patient, acht Tage nach der Operation einer Sprunggelenksprothese befinden Sie sich in der ersten Phase der Rehabilitation einer Sprunggelenksprothese. Noch nicht alles ist optimal, die Wundheilung noch nicht ganz abgeschlossen, und sie machen Sich sicher viele Gedanken über Ihre Zukunft. Daher sollten Sie Ihre Fragen vor allem an Ihren operierenden Arzt richten, wobei das ein recht später Zeitpunkt für so grundsätzliche Fragestellungen ist. Die Planung der Stabilität einer Prothese im Sprunggelenk unter Berücksichtigung von Alter und Arbeitsbelastung eines Patienten sollte bereits in den Vorgesprächen und bei der Anamnese ausführlich geschehen. Daher verbringen wir gerade bei der Planung der Sprunggelenksprothese viel Zeit mit der Lebensstilanpassung und vergewissern uns bereits vor der Operation, welche Belastungen zu erwarten sind. Die Versorgung einer Sprunggelenksarthrose sollte natürlich zu den beruflichen Anforderungen des Patienten passen. Die maximal empfohlene Tragelast liegt wie bei jeder Prothese bei maximal 20 kg, das zeigt auch dass eine Prothese im Sprunggelenk nicht beliebig belastbar ist. Bringen Sie Ihre Fragen auch gegenüber Ihren Physiotherapeuten vor,die Ihre Rehabilitation betreuen. Sei können von einem erfahrenen Physiotherapeuten viele praktische Hinweise zum Umgang mit der Sprunggelenksprothese und zu prothesengerechtem Verhalten im Alltag bekommen. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

peter, 14.03.2014 - 14:08 Uhr

Eine Frage: bis zu wieviel Kilo darf ich mit ein künstliches Sprunggelenk heben. Ist es noch ratsam auf dem Bau zu arbeiten?

Antwort von Dr. med. Thomas Schneider, verfasst am 17.03.2014

Lieber Patient, für Ihre Frage zur Belastbarkeit bei Sprunggelenksprothese eine kurze Antwort: Die maximal empfohlene Traglast liegt - wie bei allen Endoprothesen - bei 20 kg. Schwere körperliche Arbeit ist bei Sprunggelenksarthrose noch immer eine Indikation, eher eine Versteifung des Sprunggelenks durchzuführen. Es ist also abhängig von ihrem konkreten Berufsbild, ob sie auf dem Bau mit einer Sprunggelenksprothese noch voll einsetzbar wären. Sollten auf Grund der zu erwartenden täglichen Belastung eine Arthrodese emfehlenswert sein, besteht aber bei entsprechender Durchführung der Versteifung später die Möglichkeit, wieder auf ein Prothese im Sprunggelenk mit ihren entsprechenden Vorteilen zu wechseln. Die Entscheidungen für oder gegen eine Sprunggelenksprothese sind heutzutage also nicht mehr unumkehrbar.

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