Ruptur (Abriss) der Supraspinatussehne - Operation wann, wie, warum?

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Verletzungen (Einrisse) der sogenannten Rotatorenmanschette betreffen zumeist die Supraspinatussehne. Diese ist als oberer Anteil der Rotatorenmanschette besonders starken mechanischen Belastungen ausgesetzt. Akute Zug- und Scherbelastungen, z. B. im Rahmen schwerer Sturzereignisse können zu einem Abriss der Sehne vom Oberarmknochen führen. Wesentlich häufiger jedoch sind schrittweise Ablösungen der Supraspinatussehne durch chronische Überlastungen bei Arbeit und Freizeitsport. Dies ist besonders dann zu beobachten, wenn die individuelle Formgebung des Schultergelenkes anlagebedingt ungünstige Voraussetzungen mitbringt (Schulterdachsporn, Schulterdach-Enge) oder die Qualität des Sehnengewebes, z. B. durch Stoffwechselstörungen oder Medikamente beeinträchtigt ist.

Der Abriss der Sehne geschieht häufig unbemerkt, bisweilen wird das Rupturereignis als reißendes Gefühl in der Schulter wahrgenommen. Nach Abklingen der akuten Schmerzen verbleibt eine Kraftlosigkeit beim Anheben von Gegenständen und Überkopfarbeiten. Je nach Ausmaß der Ruptur kann sogar eine Unfähigkeit resultieren, den Arm gegen die Schwerkraft zu heben. Auch wenn es in vielen Fällen über Monate hinweg zu einer schrittweisen Besserung dieser Beschwerden kommt, wird die betroffene Schulter sich nie mehr vollständig erholen können. Die abgerissene Sehne kann selbst bei jungen Patienten nicht mehr am Knochen festheilen, da der permanente Muskelzug dies verhindert. Stattdessen kommt es im Laufe von Monaten und Jahren zu einem immer weiteren Fortschreiten der Rotatorenmanschettenruptur. Der Abriss greift dann auch auf die benachbarten Sehnen des Infraspinatus- und des Subscapularismuskels über. Am Ende dieses Prozesses kommt es in vielen Fällen zu einer Arthrose des Schultergelenks.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Abriss der Supraspinatussehne, sei es unfallbedingt oder durch Schädigung der Sehne aufgrund chronischer Einklemmungserscheinungen (Impingement), ein ernstes Problem für die betroffenen Patienten darstellt. Eine Selbstheilung ist nicht möglich. Der Körper besitzt zwar die Fähigkeit, das Fehlen dieser wichtigen Sehne teilweise auszugleichen, eine vollständige Wiederherstellung der Schulterfunktion ist jedoch auf konservativem Weg nicht mehr möglich.

Deshalb wird nach heutigem Erkenntnisstand in allen Fällen eine operative Reparatur (Wiederanheftung) der Sehne empfohlen, in denen das Sehnengewebe eine ausreichende Festigkeit besitzt und noch keine wesentlichen Arthrosezeichen (Verschleiß) am Schultergelenk vorliegen. Selbstverständlich gibt es auch Konstellationen, in denen von einer OP eher Abstand genommen wird. Dazu zählen schwere Allgemeinerkrankungen, hohes Patientenalter (die Grenze liegt nach meiner persönlichen Einschätzung etwa beim 80. Lebensjahr) und sonstige Umstände, die eine Operation mit nachfolgender, mehrwöchiger Ruhigstellung des Armes unmöglich machen.

Wichtig ist es, in Grenzfällen zu der für den Patienten optimalen Entscheidung zu gelangen. Einige Ärzte tendieren bei großen, veralteten Rupturen (Rissbildungen, die bereits über Jahre bestehen) und bereits vorliegenden Arthrosezeichen eher zur konservativen (nicht operativen) Vorgehensweise. Bei aktiven Patienten mit noch guten Aussichten auf eine erfolgreiche Reparatur der Sehne (Rotatorenmanschette) wird definitiv zur OP geraten, da hier über viele Jahre hinweg sehr gute Heilungsergebnisse und hochzufriedene Patienten beobachtet werden konnten.
In Grenzfällen ist grundsätzlich die Einholung einer Zweitmeinung hinsichtlich einer möglichen Schulteroperation empfehlenswert. Dies kann in der Sprechstunde eines Schulterexperten oder auf entsprechenden Portalen auch online im Internet (ärztliche Zweitmeinung im Falle einer Schulteroperation) erfolgen.

Die Wahl der Operationstechnik obliegt dem jeweiligen Operateur. Einige halten die arthroskopische (minimal-invasive) Technik für die, im Vergleich zur offenen Technik, schonendere und sorgfältigere Methode. Die Wahl der Technik hat eindeutig nichts mit der Größe des Abrisses zu tun, auch wenn große Rissbildungen gerne als Argument für eine offene Technik angeführt werden. Alle Rissgrößen können genauso gut, wenn nicht besser, mit der endoskopischen Technik versorgt werden. Prinzipiell lassen sich allerdings auch mit der offenen Technik in vielen Fällen gute Ergebnisse erzielen. Deshalb sollte ein Operateur, der die endoskopische Technik nicht, oder nur unvollkommen beherrscht, lieber auf die offene Technik zurückgreifen.

Der richtige Zeitpunkt für eine Operation ist grundsätzlich der frühestmögliche. Dennoch kann bei Rotatorenmanschettenverletzungen häufig auch einige Wochen bis Monate zugewartet werden, ohne die Chancen auf ein gutes Reparaturergebnis wesentlich zu verschlechtern. Deshalb leitet man nicht selten als Erstmaßnahme eine Behandlung mit Krankengymnastik ein, um Beweglichkeit und Kraft des Armes zu verbessern. Sobald der Patient den Operationstermin mit seinen privaten und beruflichen Anforderungen in Einklang gebracht hat, erfolgt dann zeitversetzt die arthroskopische Operation.

Eine korrekt eingeheilte Supraspinatussehne besitzt in der Regel wieder die Festigkeit einer gesunden Rotatorenmanschette. Durch den Eingriff wird dem Patienten somit eine dauerhafte, annähernd normale Belastbarkeit des behandelten Schultergelenks ermöglicht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (300)

Hanns-Björg L., 03.02.2021 - 17:18 Uhr

Sehr hilfreich, da dies genau meine Diagnose ist. Ich bin bald 69 Jahre alt und dachte, dass eine konservative Behandlung noch möglich sei, was bei einem Unfallereignis in der Wohnung wohl weitestgehend auszuschließen ist. Von der OP bis zur vollständigen Gesundung und uneigeschränkter Nutzung meines Armes, wird von einem ganzen Jahr mit erheblichen Einschränkungen gesprochen. Ich habe mich noch nicht für die OP entscheiden können. Hanns-Björg L.

R. Winkelmann, 08.10.2020 - 14:20 Uhr

Was ich vermisse ist die Heilungsdauer bei beiden Behandlungen. Eine Antwort ist schön. mfG und Danke im Voraus! R. Winkelmann

Heinz S., 21.09.2020 - 09:38 Uhr

Ich leide unter M. Forestier und meine HWS, BWS und LWS sind fast komplett steif. In der HWS hat sich ein Ventralversatz zwischen C4/C5 gebildet und ich konnte lange weder auf der seite noch auf dem Rücken liegen. In 2012 ist die Supraspinatussehne der rechten Schulter gerissen und ich konnte nicht operiert werden, weil dieser Abriss zu einer wesentlichen Verbesserung meiner Schlafqualität geführt hat. Die Aussenrotation meiner beiden unterarme ist nur noch bis 45 Grad möglich. Letzte Jahr ist die Supra- und Infraspinatussehne der linken Schulter ebenfalls gerissen. Ich habe ausserdem Probleme mit den Archilles- und Kniesehnen. Könnten diese Schulterprobleme auch durch MF entstanden sein und würden Sie mir zu einer Rekonstruktion zumindest der rechten Schulter raten? mfg. Heinz S. ich bin 67 Jahre alt

Maureen H., 14.06.2020 - 23:38 Uhr

Ich bin 72 und gesund. Bin ich zu alt für eine OP rupture supraspinatus?

Werner K., 19.04.2020 - 19:49 Uhr

Ich habe einen Riss an der Rotatorenmanschette 9x4mm. Die Orthopädin riet mir zu einer OP, sagte aber ich soll eine Zweitmeinung einholen Ich bin 70 Jahre alt und sportlich aktiv (Volleyball). OP ja oder nein? Vielen Dank, Werner

Kirstin S, 09.11.2019 - 17:49 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, bei mir wurde ein. RT der rechten Schulter gemacht. Die Diagnose ist Rim-rent tear der Supraspinatusehne im dorsalen Drittel. Was ist darunter zu verstehen? Ich habe erst Mitte Januar einen Termin bei einem ansässigen Orthopäden, möchte jedoch im voraus wissen was auf mich zukommen kann. Vielen Dank Kirstin S

Sisch, 17.10.2019 - 20:48 Uhr

Guten Tag! Vor 5 Wochen wurde bei mir durch Arthroskopie das Schulterdach abgefräst, die lange Bizepssehne eingekürzt, weil sie gerissen war und die Supraspinatussehne bursaseitig angefrischt. Trotz Physiotherapie und Einhaltung der Regeln nach der OP sind die Schmerzen und die Bewegungsfreiheit Nackengriff, Schürzengriff, Adduktion zur Seite und nach vorne schlimmer als vor der OP. Woran kann das liegen? Kann es sein, dass die Supraspinatussehne jetzt ganz gerissen ist? Mein Arzt möchte mir jetzt Kortison spritzen. Bin gerade ziemlich ratlos .. Schöne Grüße Sisch

B. Z., 03.09.2019 - 12:07 Uhr

Hallo Ich hatte 2016 eine HWS Versteifung OP und danach hatte ich die Arm Lähmung, konnte den nicht mehr an bzw hoch heben nur mit viel geduldet und Therapie kann ich mein Arm 40 grad anheben. Seit die Lähmung nachgelassen hat, habe ich starke Schmerzen, Kribbeln in der Hand (3 finger und stechen in der Schulter. Was kann ich noch machen dass das aufhörte? MFG B. Z.

Kriening, 23.08.2019 - 21:10 Uhr

Was bedeutet, Sehnenlücke an der Schulter?

Marc G., 16.07.2019 - 22:17 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Hirt. Ich habe gestern durch MRI die Diagnose totale Supraspinatissehnenruptur bekommen. Die Lücke ist bereits 2.6 cm breit. Der Riss sieht aus, als würde er schon länger bestehen. Ich bin 60 Jahre alt. Mein Arzt, bekannter Spezialist, meint dass die OP eine Herausforderung sei. Er rät mir aber dazu. Allgemeinpatienten operiert er offen, da dort kein zweiter Spezialist für die Kameraführung zur Verfügung steht. Für arthroskopische OP in der Privatklinik müsste ich mind. 13.000 Fr. zuzahlen. Die anderen Sehnen sind intakt. Er meint, ohne OP hätte ich ev. nach 2 bis 3 Jahren ein steifes Gelenk. Ich weiß nicht wie ich entscheiden soll. Würde Physiotherapie etwas bringen? Besten Dank für Ihre Antwort. G. Marc

Jochen G., 08.03.2019 - 19:23 Uhr

Sorry der Beitrag ist so nicht richtig. Ich habe selber an der rechten Schulter eine Totalruptur des Supraspinatus. Degenerativer Riss, ich betreibe seit 20Jahren Kraftsport. Ich hab nie einen großen Kraftverlust verspürt, nach 3-4 Monaten Physio war ich wieder fit, keine Schmerzen, alles top. Ich bin der Meinung, dass eine OP keine besseren Ergebnisse bei mir gebracht hätte, im Gegenteil. Da mein Gelenk durch das viele Training durch die anderen Muskeln sehr stabil ist, hätte eine OP inkl. langer Reha hier großen Schaden verursacht. Es muss nicht immer gleich OP sein. Das ist nicht mehr der aktuelle Stand der Wissenschaft. Ich habe mich ausreichend mit dem Thema befasst und weiß, wovon ich rede. Meine Gesundheit ist der beste Beweis dafür.

Irmie S., 20.02.2019 - 11:14 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirt, nach einem Teilabriss der Supraspinatussehne vor 3 Monaten habe ich den Befund bekommen, dass sie wieder angewachsen ist, ich keine einschränkungen mehr habe, aber zystische Veränderungen am SSP Ansatz sind. Was bedeuten diese zystischen Veränderungen? Vielen Dank für Ihre Antwort! Irmie S.

Karl B., 11.01.2019 - 20:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, als medizinischem Laie sagt mir folgender MRT-Befund rein gar nichts: Humeruskopfkalotte noch regelrecht gerundet. Spitze arthrotische Ausziehungen am Tuberculum minor. Deutlich Glenohumergelenkarthrose mit Degeneration des vorderen Pfannenrandes, Pars superior bis inferlor. Bizepssehne mit breitem Begleiterguss, wie auch Subscapularissehne, aber ohne Rupturen. Partialruptur der Supraspinatussehne mit schon deutlicher Atropie des Muskels. Markige Transformationen werden in den Mm. infraspinatrus, supraspinatus und subscapularis gesehen. AC-Gelenkarthrose mit Distraktion des Gelenkspalews bis auf über 12 mm, breiten intraartikulären Erguss, Kapseleinriss und Einriss des LIgamentum acroiociaviculare. Der Subacromialraum ist cc mit 8 mm noch normalweit. Ich bin Rechtshänder. Es handelt sich um die linke Schulter. Ich bin im Juni 2017 gestürzt und MRT war am 24. Oktober 2017. Operation im Dezember 2018. Nun neue MRT am 1.8.2018 mit folgendem Befund: Progrediente Omarthrose mit engem Subacromialraum, ausgedehnter bone bruise in der Hauptbelastungszone der Humeruskopfkalotte. Die partiell ruptiert und refixierte Supraspinatussehne ist degeneriert, hochgradig entzündlich aufgetrieben. Der Muskel ist teilweise atrophiert, ebenso auch die Infraspinatussehne und der M. Infraspinatus. Weitere Progredienz der Arthrose des Glenohumeralgelenkes mit vollständiger Degeneration des vorderen Pfannenrandes. Hinterer Pfannenrand eingerissen mit mehreren Ganglien entlang der Scapulawand. Jetzt rät der Chirurg zu weiterer OP. Was soll ich tun? Vielen, lieben Dank Vielen Dank

Marion, 14.12.2018 - 13:41 Uhr

Mein MRT nach anhaltenden Schulterschmerzen nach ausgeheilter Humeruskopffraktur als Folge eines Sturzes: Im dorsalen Randbereich der Supraspinatussehne deutliche Signalalteration und Verschmälerung des Sehnenspiegels, DD Distorsionsfolge, DD Teilläsion. Kein gröber klaffende Defekt. Mein Othopäde meinte es besteht kein Sehnenriss auf Grund des Sturzes und behandelt die festgestellten Sehnenentzündungen mit Kortison. Muss die mögliche Sehnenteilläsion näher untersucht werden oder reicht die Kortison Behandlung? Danke

Claudia H., 09.12.2018 - 18:35 Uhr

Frage: Hab' mir durch Sturz im Oberarm Sehne gerissen. Seit jetzt 2 Monaten Schmerzen, kann sie nicht mehr nach hinten bewegen. Der Schmerz zieht sich oft immer bis in die Finger. Da ich sie wegen Arbeit nicht schon gut viel bewege, tut sie sehr weh. Der Arzt machte Röntgen und Ultraschall. Im Oberarm ist ein langer Riss. Bekam Tabletten, Salbe. Im Januar dann erst Therapie. Bis dahin muss leiden sie mal vergesse verdrehe unabsichtig Schmerz sehr stark . Was ist der Riss in der Sehne Oberarm Schulterweg links Innenseite hab? Was kann tun bis zur Therapie um nicht so Schmerzen zu haben?

Jürgen D., 22.10.2018 - 18:23 Uhr

Guten Abend. Hatte letzte Woche einen MRT Termin und habe heute den Befund bekommen Akromioklavikulargelenksarthrose mit Reizerguss Partiellruptur der Supraspinatussehne. Was bedeutet das? Danke

Caroline N, 15.10.2018 - 17:19 Uhr

Guten Tag, Ich habe starke Schulter schmerzen, bin zum Orthopäden und darauf hin wurde ich zur Radiologie überwiesen. Folgenden mrt Befund: längs verlaufenden Einriss der Supraspinstussehne die auch zur bursaseitigen Sehneoberfläche aufweisen. Sehnenretraktion zeigen sich nicht! Bursitis subdeltoidea/ subacromialis. Was würden sie als Behandlung empfehlen Liebe Grüße

A. Haak, 19.08.2018 - 17:56 Uhr

Ich habe eine subtotale Ruptur der Subscapularissehne, Umgebungshämatom und Tendinitits der Supraspinatussehne mit Verdacht auf initiale Avulsion der infraspinatussehne mit ausgeprägter Auftreibung nach einem Sturz vor sieben Wochen. Wie lange dauert es erfahrungsgemäß nach einer evtl. OP bis ich wieder Sport machen kann, z. B. Golfen?

Grit F., 02.08.2018 - 15:03 Uhr

Ich wurde im Februar 2018 nach einem Unfall und Riss der Supraspinatussehne per Ankernaht operiert. Heute wurde mir gesagt, dass die Sehne wieder gerissen ist. Nur 6 Monate später und ich soll über eine erneute Op nachdenken oder es so lassen. Ich habe jetzt ein Wochenende hier im Kh Zeit mich zu entscheiden. Der Schmerzkatheder liegt schon, da eine Mobilisation mit Katheder durchgeführt werden sollte. Was mach ich denn jetzt? Die Entscheidung fällt mir sehr schwer. Würde eine zweite Op jetzt in einem anderen Kh wirklich was bringen? Ich warte auf schnelle Antwort. Lg Grit

Stephanie, 17.07.2018 - 11:17 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Hirt. Ich hatte einen Arbeitsunfall, war beim Durchgangsarzt und wurde zum MRT mit Kontrastmittel überwiesen. Jetzt habe ich den Bericht aber keine Ahnung was ich habe bzw wie es weiter geht. Können Sie mir mitteilen, was der Befund aussagt? SAP Läsionen mit Ablösung des Labrobicipitalen Komplex vom Glenoid. Breiter Spalt an der Basis des Bizepssehnenanker/ des superioren anterioren Labrun glenoid alert. Kein Übertrifft des intraartikulär applizierten Kontrastmittel in der Bursa subacromialis subdeltoiden. Deutliches posteriores ausladen der Gelenk Kapsel. Regelrechter Verlauf der langen Bizepssehne im Sulcus intertobercularis. Kein Nachweis einer Läsionen der Supraleitung, Infraspinatus- und Subscapularissehne.

Julia, 27.06.2018 - 18:43 Uhr

Sehr interessanter Artikel. Ich hatte schon lange Schmerzen in der Schulter die bisher mit Physiotherapie behandelt wurde. Es wurde etwas besser aber nicht gut. Ich war nun bei Orthopäden der eine Entzündung des Schleimbeutels feststellte und eine Partialruptur der Supraspinatussehne. Was kann ich da noch tun?

Siglinde S., 24.06.2018 - 14:19 Uhr

Sehr informativ und für mich sehr hilfreich für eine Entscheidung. Dankeschön

Hannelore H., 24.06.2018 - 12:46 Uhr

Was geschieht, wenn ich den Abriss der Supraspinatussehne nicht operieren lasse? Alter: 74 Beweglichkeit ist noch gut. Allerdings ohne Kraft.

Benjamin K., 21.06.2018 - 10:08 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Hirt, ich habe folgendes Problem seit dem 03.2017 habe ich Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in Ellenbogen und Nacken bereich. Nach Cortisons Injektion und oraler Einnahme 4 Wochen Schema nur leichte Verbesserung der Beschwerden. Es folgte eine AC Gelenks resektion am 09.05.2017 bei der aber nur minimal abgefräst wurde Beschwerden im weiteren Verlauf zunehmend. MRT vom 25.04.2017 zeigt nun: Beurteilung Im Vergleich zu den VA vom 04.09.2017 neu aufgetretener beginnende Delamination/intramuraler Riss der Supraspinatussehne peripher. Progrediente Bursitis subakrominalis/subdeltoidea. Bei pathologischer Erweiterung des Ac Gelenks nach partieller Resektion, zunehmend vermehrte Flüssigkeit im Ac Gelenkspalt. Das Akromioklavikulargelenk ist auf über 7 mm aufgewertet. Der Bandapparat ist nur teilweise abgrenzbar. Die übrige Rotatorenmanschette unauffällig. Könnten Sie mir eventuell eine Einschätzung geben was der beste Therapie Ansatz wäre ? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Benjamin K.

Klaus-Dieter B., 24.05.2018 - 23:20 Uhr

Ich bin verunsichert! Hatte heute einen Arzttermin.

Frau Weissler, 22.05.2018 - 16:45 Uhr

Ich hatte eine OP am 23-.01-2018 Musculus supraspinatus-Ruptur Subacromiales impingement. Die OP war offen, nicht telescopic. Ich hatte kein kissen und sollte Gleich alles machen. Nach vier Monaten habe ich immer sehr große Schmerzen. Ich kann den Arm nicht ganz hoch machen und überhaupt nicht nach hinten vorn zu schulter bewegen. Dann steht der Kochen raus und ich habe Nervenschmerzen. Was ist hier schief gelaufen? Kann das sein dass ich jetzt auch noch eine Enthesiopathioe der Supraspinatussehne habe? Ich habe mehr schmerzen als in der Zeit vor der OP. Ich vertrage noch nicht einmal den Gurt vom Auto. Kann mir jemand einen Rat geben? Ich bedanke mich im voraus.

Jens W., 16.05.2018 - 13:44 Uhr

Bei mir wurde heute eine AC-gelenk acromion typ 2 mit einer moderaten tendinose veraenderung mit verdacht auf supraspinatus zur senenplatte diagnostiziert. und der verdacht ( nach MRT ) auf einen bruch der selben. Sollte das operiert werden? LG. Jens

Werner S., 17.04.2018 - 08:21 Uhr

Gute Hinweise

Tabea W., 26.03.2018 - 19:41 Uhr

Hallo Dr. Hirt! Bin 33 Jahre, klettere seit ca. 7 Jahren unregelmäßig intensiv und nun wurde per MRT eine AC-Gelenksarthrose mit deutlicher Kapselverdickung festgestellt, Bursitis subacromialis/subdeltoidea und eine geringe Tendiose der langen Bizepssehne. 3 Fragen: Reicht Physiotherapie da in den meisten Fällen? Ist klettern weiterhin drin (zwischen 6. und 8. Schwierigkeitsgrad)? Und 3. Ich wollte eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin jetzt noch beginnen - tw. schwere Baustellenarbeit - ist dies machbar oder nicht empfehlenswert?? Schonung angesagt oder weiterhin belasten? Schmerzen sind täglich da, bei unkontrollierter Bewegung und Belastung natürlich mehr, liegen auf der Schmerzseite geht des nachts natürlich auch nicht... Hatte auch ein ganzes Jahr mal Kletterpause - besser wurde es aber nicht. Herzlichen Dank!!!

Marion H., 07.03.2018 - 08:49 Uhr

Sehr geehrter Damen und Herren, gerne würde ich eine Zweitmeinung zur Dringlichkeit einer OP hören. Im September- nach mehrmonatigem Warten auf einen Termin bei meinem Orthopäden- wurde ein MRT meiner rechten Schulter gemacht....ENDLICH. Ergebnis: 1.Degenerative fortgeschrittene Tendinopathie mit Partialruptur im vorderen Drittel der Supraspinatussehne bei erhaltener Restkontinuität. 2.Tendnitis calcarea im dorsalen Drittel der Supraspinatussehne (5mm) 3. Laterale Einengung des subakrominalen Raums mit leitgradiger Buritis. Fragen an Sie: * Ist hier zwingend eine OP angeraten?! * Kann diese athroskopisch durchgeführt werden?! * Wie lange dauert die OP?! * Wie lange der KH -Aufenthalt oder kann dies auch ambulant erfolgen?! * Wie lange ist der Heilungsprozess in welchem man den Arm (rechts ist für Frauen fatal) nicht vollständig nutzen kann?! * Da ich gestürzt bin -ist dies ein Fall für die Unfallversicherung?! Viele Fragen...und ich bedanke mich für Ihre Antwort bereits heute recht herzlich. Marion H.

Milenkovic S., 15.02.2018 - 22:14 Uhr

Meine Schulter hat ein Zeichen einer deutlich ausgeprägten Ansatzendinose der Supraspinatussehne am Tuberculum majus. Keine Nachweis einer Partialruptur der Rotatorenmaschette. Geringe Acromioclaviculargelenksarthrose. Minimal vermehrte Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/subdeltoidea. Welche Behandlung kommt in Frage?

Reinhard K, 02.02.2018 - 14:40 Uhr

Nach einem Sturz auf die rechte Schulter vor 2 Wochen hatte ich gestern eine MRT-Untersuchung mit folgender Indikation: Es zeigt sich eine komplette Ruptur des Musculus suspraspinatus sowie auch des Musculus infraspinatus. Ansatztendinopathie des Musculus supscapularis sowie des Musculus teres minor. Die lange Bizepssehne ist in ihrer Kontinuität erhalten und weist eine ortothope Lage auf. Hochgradige AC-Gelenksarthrose mit eingeengtem Subacrominalraum. Vermehrte Flüssigkeit in der Bursa subacromialis. Insgesamt deutliche Bewegungsartefakte bei Patientenunruhe. Ich bin 59 Jahre alt und betreibe noch Sport und möchte einmal eine erste Einschätzung - natürlich ersetzt die nicht das Studium der Bilder durch einen Schulterexperten - erhalten, ob eine minimalinversive Operation in meinem Fall möglich und auch anzuraten ist. Vielen Dank im Voraus

Alex W., 25.01.2018 - 15:17 Uhr

Hallo, wie genau sieht die Nachbehandlung nach einer OP bei Supraspinatussehenenanriss mit Impingement-Syndrom nach dem KH-Aufenthalt aus? Muss man anschließend wieder zur Vorstellung ins Krankenhaus oder wird die Behandlung durch den niedergelassenen Arzt weitergeführt? Wie oft muss Krankengymnastik nach dem KH-Aufenthalt durchgeführt werden? Danke.

Michael R., 22.01.2018 - 12:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt Bei mir wurde eine Teilläsion der Supraspinatussehne in der Reha beim Ultraschall festgestellt. Es per MRT noch bestätigt werden. Was heisst das und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Mfg: Michael R.

Thomas D., 19.12.2017 - 10:02 Uhr

Hallo Herr Dr. Hirt Mein Orthopäde ist der Ansicht, dass der MRT Befund widersprüchlich sei und hat eine erneute Beurteilung beim Radiologen angefordert. Der hat aber nur den ursprünglichen Befund erneut geschickt. Da ich nicht daraus schlau werde, hier der Wortlaut vom Bericht: Befund: kein relevanter Gelenkerguss. Knorpel regelrecht. Keine höhergradige Einengung des subakromialen Raumes. Unauffälliger Befund der Supraspinatussehne. Befund einer gelenkseitigen/intratendinösen Ruptur der Supraspinatussehne am humoralen Ansatz. Infraspinatussehne unauffällig. Kein Nachweis einer Atropie der Muskulatur. AC-Gelenk altersgemäß unauffällig. Beurteilung: Teilruptur der Subscapularissehne. Ich bin nun bis Januar krank geschrieben, soll die Schulter schonen und gehe zur Physiotherapie. Nun meine Frage: Erkennen Sie im Bericht ebenfalls einen Widerspruch? Und welche Therapie können Sie empfehlen? Gruß und herzlichen Dank

Meike M., 09.12.2017 - 01:16 Uhr

Hallo Im November mußte ich notgedrungen zum Notdienst wegen immer stärker werdende Schulter- armschmerzen. Der diagnostizierte M75,4. Meine Frage: Mit welcher Therapie habe ich zu rechnen?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Liebe Patientin, die M75.4 steht für das Impingement-Syndrom, also eine Engpassbildung unter dem Schulterdach. Dies kann bei längerer Beschwerdedauer zu Schäden an den Sehnen der Rotatorenmanschette führen (Sehnenriss).

Jürgen B., 19.11.2017 - 19:42 Uhr

Finde ich sehr umfangreich, informativ, sehr gut, also super!

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

vielen Dank!

Y.B, 15.11.2017 - 13:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Hr. Dr. Hirt., ich habe eine MRT-Untersuchung und habe den Bericht bzw. die Beurteilung erhalten. Ich wäre Ihnen dankbar, kurz zu antworten was ich eigentlich habe bzw. ob ein OP notwendig ist. Problemlose intraartikuläre Gadoliniuminjektion von ventral unter sterilen Kautelen und Durchleuchtungskontrolle. Vermehrter Widerstand bei der Injektion und iatrogen etwas Kontrastmittelimbibierung des M. subscapularis bzw. dessen Sehne. Kein Kontrastmittelaustritt in die Bursa subacromialis/subdeltoidea während der Injektion. Keine periartikulären Weichteilverkalkungen. Standardsequenzen für das Schultergelenk. Die Supraspinatussehne zeigt ansatznah eine deutliche Signalalteration. Ca. 2,3 cm medial des Ansatzes findet sich an der Unterfläche eine diskrete Unregelmässigkeit im Sinne einer diskreten gelenkseitigen Partialruptur. Kein Nachweis einer transmuralen Läsion mit Kontrastmittelaustritt in die Bursa subacromialis/subdeltoidea. Unauffällige Darstellung des M. supraspinatus. Iatrogenbedingt etwas Kontrastmittel in der Subscapularissehne. Im Weiteren unauffällige Darstellung der an der Rotatorenmanschette beteiligten Sehnen sowie deren Muskeln. Regelrechte Lage der langen Bicepssehne im Sulcus intertubercularis. Unauffälliger intraartikulärer Verlauf. Kleiner sublabraler Rezessus; kein Nachweis einer SLAP lesion. Im Weiteren unauffällige Darstellung des Labrum glenoidale. Leicht nach lateral deszendierendes und leicht konkaves Acromion mit einem Subacromialraum von gut 5 mm. Leichte leicht aktivierte AC-Gelenksarthrose. Nur minim Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/subdeltoidea. Die Gelenkskapsel misst im Bereich des Recessus axillaris max. 3,96 mm. Das Ligamentum coracohumerale misst 4,88 mm. Beurteilung: Vermehrter Widerstand bei der Kontrastmittelinjektion sowie Verdickung des Recessus axillaris sowie des Ligamentum coracohumerale als Hinweise auf eine Capsulitis adhäsiva. Tendinose der Supraspinatussehne ansatznahe, leicht konkaves nach lateral deszendierendes Acromion mit einer Verminderung des Subacromialraumes auf gut 5 mm als Hinweise auf ein Impingement, wobei sich kaum Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/ subdeltoidea findet. Diskrete gelenkseitigkeit Partialruptur der Supraspinatussehne irn Bereich des muskulotendinösen Ubergangs. Leichte leicht aktivierte AC-Gelenksarthrose. Kein Nachweis einer Labrumläsion.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Sehr geehrter Patient, der Befund spricht für das Vorliegen einer Frozen shoulder. Weitere Informationen dazu finden Sie auf meiner Homepage. Die mögliche Teilruptur der Supraspinatussehne hat vermutlich keinen größeren Anteil an der Beschwerdesymptomatik. Für eine genaue Einschätzung müsste ich die Bilder selbst in Augenschein nehmen, z. B. über mein Zweitmeinungsportal im Internet.

Heinz G., 04.11.2017 - 09:19 Uhr

Ich habe eine starke Ausdünnung in der Supraspinatus und wir können wegen der ständigen Schmerzen kaum noch schlafen. Krankengymnastik und Osteopathie haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Ich habe jetzt einen Artikel über eine Operation mit einem Collagen repair Patch gefunden, das sehr erfolgsversprechend sein soll. Erfahrungsberichte konnte ich hierzu aber nicht finden. Es wäre für mich von besonderem Interesse, wenn jemand schon eine solche Behandlung hinter sich hat und insbesondere welche Erfahrungen damit gemacht worden sind.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Die Patches sind m. E. in ihrer Wirksamkeit noch nicht abschliessend zu beurteilen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass nur lebendes Sehnengewebe eine Kraftübertragung vom Muskel zum Oberarmkopf gewährleisten und damit zur Verbesserung der Schulterfunktion beitragen kann. Somit sind Patches nur Platzhalter, deren medizinischer Sinn bislang nicht bewiesen ist. Dennoch kann sich die Studienlage mit zunehmenden Beobachtungszeiten sicherlich ändern.

Marc A., 20.10.2017 - 08:53 Uhr

Ich laboriere seit letztem Spätjahr an meiner Schulter herum. Bin Krankenschwester und spiele Volleyball. Daher wahrscheinlich auch das Problem nach mehreren Fallaktionen immer auf die rechte Flanke/Schulter mit ausgestrecktem Arm. War dann erst Ende der Runde (gespielt mit Tape und Ibuprofen) beim HA (Sportmediziner). Nach MRT (Impingement, 4mm Einriss der Supraspinatussehne und leichte Omathrose) und 18x KG nur eine Verbesserung der Vorwärtsbewegungen und Fascienverklebungen erreicht. Beim Orthopäden 2x Spritze in die Schulter bekommen - keine Veränderung. Aktuell Schmerzen bei rückseitigen Bewegungen und Seitenrotation besonders bei angewinkeltem Arm. Demnächst steht eine Arthoskopie an, bei der das Gelenk "gereinigt" wird und nur bei min. 50%-Schädigung die Sehne genäht wird. Ist es weniger, bleibt sie, wie sie ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass sie weiter reißt? Wie dick ist diese in der Regel?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Liebe Patientin, bei Ihnen könnte das Hauptproblem die bereits beginnende Omarthrose sein (Arthrose des Schultergelenks). In diesem Grenzfall hat die Rotatorenmanschette oft nur noch eine nebengeordnete Bedeutung. Eine OP kann sinnvoll sein, dies ist jedoch nur durch eine persönliche Untersuchung einzuschätzen.

Doris D., 02.10.2017 - 18:24 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirt, seit einem Jahr habe ich immer wieder sporadisch Schmerzen am rechten Schultergelenk bis in den Oberarm. Ich spiele seit 10 Jahren Tennis, vorher Jahrzehnte lang Volleyball und habe 24 Jahre meinen Sohn, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, gepflegt. Im letzten Jahr konnte ich einen Kraftverlust im rechten Arm feststellen, sowie oft starke Schmerzen in der rechten Schulter und Oberarm. Im MRT ist folgende Diagnose festgestellt worden: Relative subacromiale Enge bei lateral abfallendem Acromion und Volumenzunahme der Sehnen im Rahmen der Tendiose. Partialruptur der Supraspinatussehne, Reizerguss in den Bursen sowie im Sulcus bicipitis. Ich bin 57 Jahre alt und sportlich sehr aktiv. Welche Behandlung würden Sie mir empfehlen? Ein Termin bei einem Orthopäden steht noch aus. Freue mich auf eine detailierte Antwort von Ihnen. Vielen Dank Doris D.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Sehr geehrte Patientin, die Teilrupturen der Supraspinatussehne sind, wie bereits mehrfach angedeutet, ein sehr weites Feld. Wenn der Radiologe von einer "Teilruptur" spricht, ist in vielen Fällen bereits von einem relevanten Abriss der Supraspinatussehne auszugehen. Sofern dies zutrifft, wäre eine OP bei einem ansonsten sportlich sehr aktiven Menschen sicherlich eine sinnvolle Option.

Christina, 17.07.2017 - 10:09 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirt, bei mir wurden gleich mehrere Schäden an der Schulter festgestellt: Ödem, Acromion II, Kalkschulter SSP mit Einriss bursaseitig, Bursitis, Subacromiale Enge bei aufgehobener Fettmanschette, weitere fokale Signalauslöschung longitudinal. Die andere Schulter wurde nach nichtoperativen Behandlungen letztlich vor vielen Jahren operiert (Kalk), nun ist bei der anderen Schulter jedoch auch die Sehne betroffen, sie ist eingerissen. Muss dies definitiv operativ gerichtet werden und wenn ja, ist das zeitnah erforderlich? Ich bin Anfang 40. Herzlichen Dank für einen Hinweis und eine sonnige Woche!

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Eine klare Einschätzung wäre nur mit eigener Burteilung der Bilder möglich. Wenn die Sehne stark eingerissen ist, käme eine Kalkentfernung in Verbindung mit einer Sehnenreparatur (Rotatorenmanschettenrekonstruktion) in Betracht.

Angela F., 31.05.2017 - 23:19 Uhr

Guten Abend ich habe eine Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion und Humerushochstand sowie einen leichten Erguss im Bereich der Bursa und im Glenohumeralgelenk. Ich bin 54 jahre alt. Ich bin seit über 30 Jahren im Berufssport Trabrennfahrerrin gewesen und habe als jugendlicher Fußball gespielt und im Leistungssport gerudert. In meiner Freizeit reite ich heute noch aktiv Dressur. Ich bin aus meinem erlernten Beruf. Nach einer Umschulung arbeitete ich als LKW-Fahrerin. 2009 hatte ich beim ausladen einen Arbeitsunfall gehabt, wo ich an der rechten Schulter diesen Sehenenriss hatte. Ich bin seit dem Kassierin an einer Tankstelle und habe ein halbes Jahr mit Medikamenten und Salben versucht, die Schmerzen zu verringern, was aber nicht half. Ich bin somit zum Arzt und da ist beim MRT und Röntgen dann diese Verletzung festgestellt worden. Nun meine frage: OP oder nicht und wie lange bin ich dann krank geschrieben? LG Angela F.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Wenn ein Humeruskopfhochstand vorliegt, könnte eine vollständige Reparatur der Rotatorenmanschette bereits schwierig werden. Dennoch sollte dies geprüft werden. Dazu müsste man die Bilder sehen und die Funktion des Gelenks prüfen.

Ingrid C., 28.05.2017 - 11:08 Uhr

Ich bin 80 Jahre alt. Die Bizepssehne und Supra-Spinatus sind gerissen. Ich habe Tag und Nacht Schmerzen. Soll ich einer Schultergenks-OP zustimmen? Meine Blutwerte sind alle ok, ich selbst weiß nicht, was ich tun soll.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Liebe Patientin, eine minimal-invasive OP könnte auch im Alter von 80 Jahren noch problemlos durchgeführt werden, wenn die MRT-Aufnahmen der Schulter eine reparable Situation zeigen sollten.

C. G., 26.05.2017 - 20:21 Uhr

Die letzte Antwort von Herrn Dr. Hirt war am 03.11.2016, also vor fast 7 Monaten. Ich denke, da erübrigt sich jede weitere Frage. Ein niedergelassener Art ist halt gleichzeitig auch Unternehmer ;-)

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

wenn das postiv gemeint ist, danke ich Ihnen für diesen Hinweis ;-)

Michaela A., 16.05.2017 - 09:50 Uhr

Sehr geehrter Herr Doktor, Nach einem Arbeitsunfall habe ich folgenden Befund bekommen: Ausgedehnte transtendinöse Ruptur der Sprache und Infraspinatussehne. Die Sehnen sind nur noch als Restsubtrat abzugrenzen. Ausgedehnte Partialruptur, auch der Sehnen des Musculus teres minor, V.a. intratendinöse Läsion der Subscapularissehne. Muskelfaserriss in der musculus Subscapularissehne, sowie etwas geringer auch im musculus supdate Infraspinatust. Was bedeutet das für mich? Ich kann meine Hand und Finger nicht nach oben bewegen. Vielen Dank für ihre Antwort

Gabi R., 02.05.2017 - 16:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt. Ich (50 Jahre ,weiblich) hab heute den Befund vom Radiologen meines Schulter MRT (Schulter rechts) erhalten. Leider erfolgt die Befundbesprechung mit meinem Orthopäden erst in 2 Wochen. Eine Beurteilung des Radiologen lautet Impingement Syndrom Grad 2 mit partieller Faserruptur der Supraspinatussehne und perifokalem Weichteilödem, sowie reaktive Schultereckgelenksarthrose. Seit 1,5 Jahren habe ich chronische Schulterschmerzen, sowie Nacken- und Kopfschmerzen, welche bisher mit Infusionen, Spritzen und Physio ohne Besserung behandelt wurden. Erst meine Depression wegen der ständigen Schmerzen und der Abbruch des Krafttrainings während meiner ambulanten Reha hat meinen (dritten) Orthopäden dazu veranlasst mir endlich ein MRT zu verordnen. Ich bin Hobby-Läuferin (Ziel Marathon 2018) und hab noch 17 Berufsjahre vor mir, ist da eine Operation gerechtfertigt?

Gerlinde L., 25.04.2017 - 22:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, gemäß einem MRT vom 19.04.17 wurde an der rechten Schulter durch heftige Überanstrengung beim Aquatraining am 09.02.17 folgender Befund erstellt: Im Bereich der Supraspinatussehne proximal des Ansatzes zeigt sich eine fokale ca. 0,8 cm transtendiöse Teilruptur, zusätzlich auch eine Tendinitis der Sehne. Subakromial und mäßige Bursitis, nur geringe AC-Gelenkarthrose sowie winzige subkortikale Zyste. Meine Frage lautet: Ist bei dieser Diagnose eine OP erforderlich oder gibt es andere Therapiemöglichkeiten? Ich bin bereits 68 Jahre alt. Lieben Dank für eine Antwort im Voraus! L.G.

Horst B., 04.04.2017 - 22:41 Uhr

Hallo! Bei mir wurde ein transmuraler Defekt mit einer Breite von 11 mm über eine Strecke von 15 mm in der Suspraspinatussehne im ventralen Anteil festgestellt. Mein Arzt empfiehlt eine OP, ein anderer rät mir davon ab. Wie ist Ihre Meinung? Danke

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Sehr geehrter Patient, transmurale Rupturen bei Patienten unter 80 sind in vielen Fällen durch eine OP dauerhaft zu heilen. Ich denke, dass dies bei Ihnen sicherlich in Betracht gezogen werden sollte.

Friedhelm K., 26.03.2017 - 18:22 Uhr

Bei einem Treppenabsturz mit schwerem Koffer habe ich mir die Supraspinatussehne und weitere, insgesamt 3 Sehnen abgerissen und den rechten Arm ausgekugelt. Die 8.Rippe links ist gebrochen. Seitdem habe ich mehrere Ärzte und Kliniken aufgesucht und wurde zwei mal stationär behandelt. Bis jetzt habe ich nur leichte Besserung. Der letzte Vorschlag eines Arztes: Eine Gelenkprothese. Ich bin 78 Jahre alt und an einer solchen Operation nicht mehr interessiert. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Danke! Friedhelm K.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Dies hängt vom Zustand der Muskulatur und der Gelenkflächen ab. Wenn die Rotatorenmanschettenmuskeln noch nicht stark atrophiert sind (abgebaut haben), und noch keine Arthrose vorliegt, könnte man durch eine Teilrekonstruktion der Sehnen nochmals eine Besserung erwarten.

Walter, 21.03.2017 - 14:51 Uhr

Bei mir ist die Supraspinatussehne gerissen. Wie lange kann man eine OP hinausschieben?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

...so kurz wie möglich und so lange wie nötig...Studien zufolge verkümmert die Muskulatur bereits nach 3 Monaten zunehmend. Ich selbst denke, dass man oft auch 1 Jahr und Länger nach einem Abriss noch gute Bedingungen für eine Reparatur vorfindet, dies kann aber im Einzelfall stark variieren!

Dimitrios K., 19.03.2017 - 12:31 Uhr

Ich bin 81 Jahre alt. Seit über einem Jahr leide ich an Schulterschmerzen, vor allem in der Nacht oder beim Lastenheben. Das Ergebnis der MRT lautet: "Raptur der Supraspinatussehne mit Atrophie des Muskels. Partialraptur der Subscapularissehne, Schädigung auch der langen Bizepsehne, wobei hier keine vollständige Kontinuitätsunterbrechnung vorliegt. Hypotrophie ACG-Arthrose.“ Ist eine Schulteroperation möglich bzw. ratsam? Danke für Ihre Antwort

Paul H., 01.03.2017 - 13:58 Uhr

Bei mir soll eine Operation erfolgen und zwar eine Arthroskopie von Schultergelenk und subakrominaler Bursa, dazu kommt noch ein Knochendorn, der ausgeschabt werden soll. Muss dass operiert werden? Gibt es Erfahrungsberichte dazu? Bitte um eine Rückmeldung. Herzlichen Dank Paul H.

Andrea K., 31.01.2017 - 13:58 Uhr

Folgende Diagnose liegt bei mir vor: Ruptur der Rotatorenmanchette mit Abriss und medialer Retraktion der Supraspinatussehne. V. a. ein chronisches subacromiales Impingement mit entsprechender Vorschädigung der Supraspinatussehne bei Acromionkonfiguration. V. a. Eine Pulley-Läsion mit medialer BizepssehnensubluxatIon (Kategorie III - IV nach Habermeyer). Chronische Enthesiopatie der Supraspinatussehne. Mir wurde von meinem Schulterspezialist zu einer Operation geraten. Welche Folgen würde es haben, wenn ich mich nicht operieren lassen würde? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Jutta W., 17.12.2016 - 15:54 Uhr

Ist eine OP erforderlich? Ich habe eine Tendinopathie der Supraspinatussehne mit fußpunktnaher gelenkseitiger Partialruptur.

Gabriele P., 13.12.2016 - 00:59 Uhr

Worin besteht der Unterschied zwischen den 2 Diagnosen Supraspinatussehnen-Defekt und Ausdünnung der Supraspinatussehne? Welche Diagnose ist schlimmer?

Enders, 29.11.2016 - 15:50 Uhr

Im Jahr 2007 wurde meine Supraspinatussehne getackert. Alles verlief wunderbar, bis ich jetzt plötzlich stechende Schmerzen bekam. MRT vom 25.11.16 ergab eine komplette Ruptur der SSS. Laut Radiologen kann man nichts mehr machen, nächste Woche habe ich noch einen Termin beim Orthopäden. Vorab interessiert mich, ob das ganze wirklich nicht operativ behoben werden kann z.B Sehneverpflanzung etc. Ich bin 57 Jahre alt und spiele Tennis und Tischtennis, was ich auch gerne weiter machen möchte. Danke für Ihre Antwort.

Mona Z., 27.11.2016 - 19:46 Uhr

Hallo Herr Dr. Hirth, bei mir wurde ein Riß in der oberen Armsehne diagnostiziert. Es hat sich auch im Innenbereich, ca. 10 cm unterhalb der Achsel eine Beule gezeigt, die ich nun schon seit ca. 6 Monaten sehe und fühle. Die Schmerzen sind sporadisch - beim Haarewaschen unter der Dusche, beim Liegen, beim Anziehen, mal mehr, mal weniger, aber nie ganz weg. Ich arbeite und gebe täglich während meiner gesamten Arbeitszeit nur Daten in den Computer ein, stets die Hand auf der Maus - das fällt mir sehr schwer. Raten Sie zu einer OP? Danke

Tamara D., 11.11.2016 - 03:37 Uhr

Hallo Herr Dr. Hirth, und wieder eine schlaflose Nacht, da ich vor Schmerzen nicht liegen bzw. schlafen konnte. Auszüge des MRT-Befundes: "Fortgeschrittene degenerative-arthrotische Veränderungen des AC-Gelenkes,aufgebrauchte subakrominale Fettmanschette, höhergradiges subakrominales Impingement. Busitis. Tendinose der Supraspinatussehne, insbesondere des ventralen ansatznahen Faserbündels, fortgeschrittene Tendinose des Bizepssehnenankers mit intramuraler Partialruptur, begleitender Kapsulitis sowie lebrale Degeneration ohne Rissbildung oder Separation. Synovialer Begleiterguss im Sulcus biciptitis, ansatznahe Tendinose der Infraspinatussehne mit vereinzelten enthesiopatisch induzierten subchondralen Geröll-, Resorptionszysten, z.T. erhebliche Bewegungsartefakte." Ich bin 53 Jahre jung und habe erst am 06. Dezember einen Termin zur Besprechung des Befundes erhalten. Können Sie mir "auf Deutsch" erklären, was da so in meiner Schulter vorgeht und was das Beste für mich wäre? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. Tamara D.

Leo F., 08.11.2016 - 11:42 Uhr

Hallo Herr Dr. Hirt, ich habe seit Jahren starke Probleme mit meiner linken Schulter. Ich bin 22 Jahre alt und 2011 brach ich mir das Schlüsselbein, das operativ mit einer Platte und 8 Schrauben versorgt wurde. 2014 folgte ein erneuter Sturz beim Fahrrad fahren auf die linke Schulter. Laut Arzt konnten keine schwerwiegenden Verletzungen erkannt werden. Jedoch hatte ich bei kleinsten Erschütterungen der Schulter (Fußball, Motocross) Schmerzen. Nun bin ich vor 8 Wochen erneut auf die Schulter gefallen und habe nun folgenden Befund erhalten: Flach stehendes Akromion, jedoch keine höhergradige subakromiale Enge. Keine wesentliche AC-Gelenksarthrose. Gelenkseitige Partialruptur am distalen Abschnitt vorderer Anteile der Supraspinatussehne. Keine Sehnenretraktion. Geringe Gelenk seitige Faser Verletzung am Ansatzbereich vordere Anteile der Intraspinatussehne. Keine höhergradige Ruptur. Keine Sehnenretraktion. Intakte Subscpularissehne und lange Bizepssehne. Zahlreiche winzige Resorptionszysten an der dorsolateralen Humeruskopfzirkumferenz. Intakter Labrum.Kapselkomplex. Nun möchte ich mir gerne Ihre Meinung einholen.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 17.12.2017

Rupturen der Supraspinatussehne sind bei Patienten unter 30 Jahren sehr selten. Wenn Sie aber tatsächlich vorliegen, sollten sie repariert werden. Eine Heilung ohne OP ist nicht möglich, allenfalls ein Leben mit dem Defekt, der im Laufe der Jahre in vielen Fällen weiter zunimmt.

Britta L., 03.11.2016 - 17:44 Uhr

Hallo Herr Dr. Hirth, seit dem 22.09.16 habe ich starke Schmerzen in der rechten Schulter. Beim MRT kam raus, dass ich einen Anriss der Subscapularissehne und starke Arthrose unter dem Schulterdach habe. Ein anschließender Besuch bei einem Orthopäden brachte mich etwas durcheinander. Denn der Orthopäde hat meine Halswirbelsäule geröngt und hat festgestellt, dass ich eine sehr starke Abnutzung der unteren Bandscheibe der Halswirbelsäule habe. Die Diagnose war cerficobrachial Syndrom. Ich habe ihn gefragt, was das mit meinem Sehenanriss und der Arthrose zu tun hat, und er meinte, dass würde alles mit meiner Halswirbelsäule zusammenhängen.Ich verstehe aber nicht, wieso die Sehne reißt, weil meine Bandscheibe stark abgenutzt ist.Vielleicht können Sie mir das erklären. Vielen Dank im Voraus Britta L.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 07.11.2016

Hallo liebe Patientin, es gibt unter Ärzten ein nettes Sprichwort, das da lautet: "Für den Mann mit dem Hammer sieht alles aus, wie ein Nagel". Entsprechend finden Ärzte und auch Physiotherapeuten das Problem des hilfesuchenden Patienten gerne genau in ihrem jeweils persönlichen Spezialgebiet. Bei Schulter-Nackenbeschwerden wird der Schulterspezialist zumeist die Schulter als Verursacher ansehen, wohingegen der Wirbelsäulenexperte gerne die Bandscheiben verantwortlich macht - selbst wenn, wie in Ihrem Fall, die Schulter eindeutig einen Schaden aufweist. Dennoch kann ich nicht ausschließen, dass bei Ihnen tatsächlich die Halswirbel das Hauptproblem darstellen. Dann wäre der Schulterschmerz als Wurzelreizung durch einen Bandscheibenschaden oder eine knöcherne Engstellung der HWS zu erklären. Eine Teilruptur der Subscapularissehne und auch eine AC-Gelenksarthrose müssen nicht notgedrungen mit stärkeren Beschwerden einhergehen, sondern können auch "stumm" sein.

Margarete, 03.11.2016 - 15:31 Uhr

Vielen Dank! Diese Ausführungen und Beschreibungen waren sehr aussagekräftig. Kann man sich auch als Kassenpatient bei ihnen behandeln lassen?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 07.11.2016

Sehr geehrte Patientin, selbstverständlich behandle ich Patienten aller Kassen und Versicherungen! Nur dadurch kann es gelingen, immer auf dem aktuellsten Stand der fachlichen und insbesondere auch technischen Entwicklung zu stehen. Gerade die Fingerfertigkeit bei komplexen, endoskopischen Schultereingriffen würde schnell verloren gehen, wenn man sich als Schulterspezialist auf die Behandlung einer kleinen Patientengruppe mit entsprechend geringen Eingriffszahlen beschränkte.

Maria, 27.10.2016 - 23:58 Uhr

Lieber Herr Dr.Hirt, ich hatte am 26.08.16 in der linken Schulter eine RM-Naht an der Supraspinatussehne und zwar mit Bursitis und Knochenabfräsung. Alles lief gut bis jetzt, nur das ich immer noch nichts wirklich schweres heben kann. Es knackt und irgendwie habe ich ein komisches Gefühl in der Schulter, sodass ich auch nachts immer noch mit Abduktionskissen schlafe, um die Schmerzen zu ertragen. Des Weiteren habe ich meine rechte Schulter im MRT untersuchen lassen, da es im Ruhestand einen großen Knacks gab und ich seitdem an Kraftverlust leide. Endergebnis: Disposition zum acrominalen Impingement bei Acromiontyp 2 und AC Gelenksarthrose mit gering ausgeprägten Impingmentzeichen. Mein Arzt sagte mir, da wird nichts gemacht - es sei nur eine Überanstrengung! Ich muss aber ständig meinen Arm ausschütteln, um Enge zu entlasten und dann knackt mein Ellenbogen und meine Hand. Dies geschieht alle 15 Minuten und begleitet mich durch den Tag. Beim Arm auf- und Abbewegen kommt es zu einem "Anstoßen" am Schulterdach. Im August wurde außerdem Karpaltunnelsyndrom festgestellt. Soll nun in 4 Wochen wieder arbeiten gehen, beide Schultern sind nur schwer bzw. kaum belastbar. Laut Physio-Bericht: Versteifung des Gelenkes beiderseitig und gestörte Beweglichkeit. Gestörte Bewegungen können jedoch nur mühsam angearbeitet werden.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Liebe Patientin, zwei Monate nach Rotatorenmanschettennaht sind derartige Einschränkungen in der Regel als normal anzusehen. Ich selbst führe in dieser Situation zumeist eine Ultraschalluntersuchung der Rotatorenmanschette durch, um die Einheilung der operativ befestigten Sehnen sicherzustellen. Wenn ihr Physiotherapeut an beiden Schultern eine Schultersteife diagnostiziert, ist dies an der rechten Schulter wenige Monate nach der Operation noch nichts ungewöhnliches. Dies sollte sich - sofern der Eingriff kunstgerecht durchgeführt wurde und die Sehnen gut eingeheilt sind - im Laufe der Zeit bessern. An der anderen Schulter könnte natürlich trotz des etwas vagen MRT-Befundes eine Schädigung der Rotatorenmanschette vorliegen. Dies würde das "Anstoßen" am Schulterdach erklären. Falls Sie eine genaue Einschätzung hierzu wünschen, können Sie Ihre MRT-Bilder auf meinem Zweitmeinungs-Portal "Zweitmeinung-Schulteroperation" hochladen und zur kostenpflichtigen Begutachtung vorlegen.

Hermann F., 27.09.2016 - 16:43 Uhr

Guten Tag, ich bin 35 Jahre alt und habe folgende Diagnose nach MRT (aktuelles Akutereignis: waagrecht-seitlicher Zug an einem ca. 12 kg schweren Gegenstand mit Abfall nach unten). Ruptur Ligamentumglenohumerale superius, PASTA "rim-rent-tear" Teilruptur der distalen Supraspinatussehne, bek. Impingement mit bek. Supraspinatussehnentendinopathie, Acromiumtyp 2-3. Ich arbeite in einem körperlichen Beruf und würde gerne Ihre Meinung bezüglich Operation oder konservativer Therapie einholen. Vielen Dank

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, im Alter von 35 Jahren sind derartige Verletzungen eher selten. Sollte dies im MRT tatsächlich so zu bestätigen sein, wäre auf jeden Fall eine operative Sehnenrekonstruktion in Betracht zu ziehen. Die Supraspinatussehne kann auch bei Vorliegen einer höhergradige Teilruptur leider nicht von alleine wieder anheilen. Das Grundproblem der sehr unterschiedlichen Beurteilung von "Teilrupturen" der Supraspinatussehne durch Radiologen und Schulteroperation höre habe ich in mehreren Antwort-Kommentaren bereits angesprochen.

Markus W., 14.09.2016 - 17:40 Uhr

Hallo! Ich bin während eines Sprints mit voller Wucht und mit vollem Körpergewicht auf den Straßenasphalt genau auf die Schulter geprallt. Nun habe ich ein MRT machen lassen. Meine Frage ist: Ist eine Operation notwendig, oder ist Physiotherapie besser? Meine Befürchtung ist, dass die partiellen Teilrupturen an der Rotatorenmanschette nicht vollständig heilen, und durch meinem Hobbysport- Fitness & Bodybuilding- sogar größer werden und ich dann riesige Probleme habe. Hier der MRT Befund, falls jemand einen Blick darauf werfen will. Vielen dank im voraus ! Befund: In der Supraspinatussehne dorsal angrenzend an die Insertion der Infraspinatussehne Defekte der gelenkseitigen und der bursaseitigen Lamina. Geringe Flüssigkeit in der Bursa subdeltoidea subacromialis. Degenerative Veränderung der Subscapularissehne. Umschriebene Konturunterbrechung des Labrum kaudal dorsal. Übrige Abschnitte des Labrum unauffällig. Welliger Verlauf des dorsalen Kapselbandapparates. Geringes Ödem im Musculus Infraspinatus. Knochenmarködem | vorwiegend in Höhe des Tuberculum minus. Beurteilung: Nachweis von zahlreichen interstitiellen Rupturen in der Supraspinatussehne mit zusätzlichem Nachweis eines transmuralen Defektes der Supraspinatussehne dorsal angrenzend an die Insertion der Infraspinatussehne. Degenerative Veränderung der Subscapularissehne ohne Defekte. Regelrechte Darstellung der Infraspinatussehne mit intramuskulärem Ödembildung. Die Veränderung des dorsalen Kapselbandapparats sprechen für eine partielle Ruptur. Ossäre Kontusion im Humerus- Kopf ventral vorwiegend im Bereich des Tuberculum minus. Stufenbildung mit Konturunterbrechung des Labrum dorsal (kartilaginäre und ligamentäre Bankartläsion?). Zur eindeutigen morphologischen Beurteilung der ossären Strukturen ist eine hochauflösende Dünnschicht Computertomographie zu empfehlen. Geringer Erguss in humeroglenoidalen Gelenk mit Flüssigkeits- Übertritt in die Bursa subdeltoidea subacromialis.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Lieber Patient, ihre MRT Bilder scheinen eine "transmurale" Ruptur der Supraspinatussehne zu zeigen. Generell kann man sagen, dass eine operative Reparatur der Rotatorenmanschette dann enger in Betracht zu ziehen ist, wenn im Befund des Radiologen das Wort "transmural" auftaucht. in vielen Fällen jedoch hat es sich bewährt, die MRT Bilder verschiedenen "Schulterexperten" vorzulegen, da oft unterschiedliche Schlüsse aus MRT-Bildern gezogen werden, wenn es sich um in komplette Rupturen der Rotatorenmanschette handelt.

Hartmut H., 07.09.2016 - 19:05 Uhr

Bei mir ist die Superspimatussehne abgerissen und bereits um etwa 3 cm zurückgegangen. Ist eine Operation noch möglich (minimal-invasiv)? Danke, Hartmut H.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, 3 cm Retraktion sind bei der Supraspinatussehne in aller Regel noch kein größeres Problem. Entscheidend ist dabei allerdings, in welchem Zustand sich der Supraspinatus-Muskel befindet. Dies kann in aller Regel am MRT sehr gut beurteilt werden. Hat der Muskel bereits mehr als die Hälfte seiner ursprünglichen Substanz eingebüßt (durch Inaktivität nach dem Abriss der Sehne), ist eine Reparatur zumeist nicht mehr aussichtsreich.

Heike C., 30.08.2016 - 13:25 Uhr

Bei meinem letzten MRT wurde eine Kalkschulter und ein Sehnenriss festgestellt. Bei der OP hatte ich angeblich nichts von beidem. Schmerzen sind genauso wie vor der OP. Was kann ich tun?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrte Patientin, leider können Ihre anhaltenden Beschwerden auf eine Vielzahl von Ursachen zurückgehen. Ich würde Ihnen dazu raten, nochmals ein MRT anfertigen zu lassen, und dies mit ihrem Operateur oder einem anderen Schulterspezialisten zu besprechen. Falls das von Ihnen genannte MRT den Zustand nach der Operation, also dem jetzigen Zustand anzeigt, wäre das natürlich ungünstig. Wenn tatsächlich ein Sehnenriss (Rotatorenmanschettenruptur) vorliegt, müsste schlimmstenfalls nochmals ein Eingriff, also eine endoskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion (Naht der Supraspinatussehne) in Betracht gezogen werden.

Peter B. (46), 29.08.2016 - 10:50 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirt, ich wurde am 26.6.16 wegen eines Schienbeinkopf-Trümmerbruchs 3,5 Stunden operiert. Nach der Narkose konnte ich meinen rechten Arm nicht mehr bewegen (Lagerungsschaden). So langsam kam die Kraft im Arm wieder, jedoch ist es mir nun nicht möglich, den gestreckten Arm nach vorne bzw. nach oben zu heben. Ein EMG zeigte eine Läsion des N. thoracicus longus und im MRT erkennt man eine höhergradige Bursitis subacromialis und einen transmuralen Riss ansatznah mit höhergradigen degenerativen Veränderungen der Supraspinatussehne. Besteht jetzt Handlungsbedarf? Mein weiterbehandelnder Arzt meinte, es muss nichts gemacht werden, aber man liest überall, das eine Sehne sich nicht mehr generiert. Zur Zeit hindert mich der Schulterschmerz und die Kraftlosigkeit des Armes am Gebrauch von Unterarmstützen, was wiederum nicht gut für den Heilungsprozess des Knies ist. Zu was können Sie mir raten?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, es liegt bei Ihnen eine recht ungünstige Kombination aus Nervenschädigungen und mechanischem Schaden der Rotatorenmanschette (transmuraler Abriss der Supraspinatussehne) vor. Eine Operation macht nach meiner Ansicht nur Sinn, wenn eine Lähmung der Rotatorenmanschettenmuskulatur durch den Lagerungsschaden sicher ausgeschlossen werden kann. Dann jedoch würde ich bei einem Patienten in Ihrem jungen Alter eine Sehnenrekonstruktion auf jeden Fall näher in Betracht ziehen.

Dietmar O., 17.08.2016 - 07:01 Uhr

Hallo, bei mir wurde eine Operation der gerissenen Sehne durchgeführt. Der Eingriff war erfolgreich und ist jetzt 5 Wochen her - meine Physiotherapie läuft gut, zudem habe ich noch eine CPM-Schulter Schiene bekommen, damit ich zu Hause trainieren kann. Ab wann kann ich mit voller Belastung rechnen - bei gutem Heilungsverlauf und schmerzfreier Bewegung? Da ich Tennisspieler bin, würde mich noch interessieren, ab wann ich mit leichtem Training (ohne Aufschlag und Überkopf) anfangen kann. Die gerissene Sehne ist die Supraspinatussehne.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Herr O., meine Rotatorenmanschetten-Patienten dürfen erst ab der 8. oder 9. postoperativen Woche mit einem sehr behutsamen Kraftaufbau beginnen. Allerdings liegt das Nachbehandlungsregime absolut in der Hand des Operateurs und ist sicherlich auch abhängig von der Stabilität der Sehnennaht und von Gesamtzustand der Schulter. Insofern müssten Sie diese Fragen nochmals Ihrem Operateur stellen.

Andrea W., 03.08.2016 - 10:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, nach monatelangen Schmerzen war ich vor 5 Wochen beim MRT. Gestern erhielt ich einen Anruf mit der Nachricht auf dem Anrufbeantworter, dass ich wohl nach dem MRT etwas untergegangen wäre, sie mich aber jetzt terminlich vorziehen würden, da sie festgestellt hätten, dass ich eine schwere Schädigung der Supraspinatussehne hätte. Ich arbeite in der Pflege und hebe jeden Tag sehr schwer. Gestern beim Rückruf war die Praxis geschlossen, heute operiert der Arzt. Niemand kann mir Auskunft geben, was genau geschädigt ist. In der Klinik wollte man mir den MRT-Befund nicht aushändigen. In der Praxis will man mir erst in einer Woche Auskunft geben. Jetzt habe ich Angst, dass durch das Heben in der Arbeit die Sehne reißt. Was kann ich tun? Besten Dank und mit freundlichem Gruss

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrte Patientin, es tut mir leid, dass sie durch die verwirrenden Mitteilungen der Praxis beunruhigt worden sind. Tatsächlich kann es an einer Schulter eigentlich keine Situationen geben, in der eine Sehne "am seidenen Faden" hängt und durch unvorsichtiges Verhalten abreisen kann. Ist die Rotatorenmanschette bereits gerissen oder massiv ausgedünnt, wird sie auch durch Schonung nicht mehr wieder festheilen. In beiden Situation muss über kurz oder lang eine operative Rekonstruktion (Wiederanheftung) in Betracht gezogen werden. Für die Entscheidung zu einen solchen Eingriff hat man jedoch in der Regel 3 bis 6 Monate Zeit, innerhalb deren üblicherweise keine wesentlichen Veränderungen der Situation eintreten.

Rosa E., 31.07.2016 - 15:39 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirt, ich hatte Ihnen bereits geschrieben. Am 19.07 hatte ich ein MRT. Mein Zustand hat sich verschlechtert (seit dem 02/15). Die Beurteilung: subtotaler Abriss der SSS mit Peritendinitis und Bursitis bei Impingement. Deutliche Progredienz im Verlauf. Ich bin 68 Jahre alt und sportlich. Habe Bedenken, ob eine OP erforderlich ist. Kann ich etwas anderes tun, um den Arm wieder in Takt zu bringen? Ich bitte Sie um Rat. Vielen Dank im Voraus

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrte Patientin, auch in Ihrem Falle zeigt sich, dass die Rotatorenmanschettenruptur (Abriss der Supraspinatussehne) in den meisten Fällen nicht durch ein einmaliges Unfallereignis ausgelöst wird, sondern sich vielmehr als chronischer Prozess über mehrere Jahre progredient verschlechtert. bei einer 68 -jährigen, sportlichen Patientin sollte die Möglichkeit einer endoskopischen (minimal-invasiven) Reparatur der Sehne zumindest geprüft werden. die konservative Behandlung einer Rotatorenmanschettenruptur bedeutet letztlich nichts anderes, als ein Leben mit der Defektsituation. Durch geeignete Maßnahmen, wie zum Beispiel Krankengymnastik, Schmerztherapie und zentrierende Eigenübungen (Schulterhilfe oder Theraband) kann in vielen Fällen eine Verbesserung erreicht werden, eine Heilung der abgerissenen Sehnen ist jedoch definitiv nicht möglich.

Rosa E., 28.07.2016 - 17:45 Uhr

Beurteilung: subtotaler Abriss der Sss mit peritendinitis und bursitis bei Impingement. Deutliche Progredienz im Verlauf. Der OP-Termin steht bereits fest - es soll der Schleimbeutel werden. Ist meine Entscheidung richtig? Ich bin 68 Jahre alt und sportlich. Kann aber jetzt mein Yoga nicht mehr machen. Bitte um Ihren Rat. Viele Grüße

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrte Patientin, Kommentar zu Ihrer oben stehenden Frage habe ich bereits zum Problem der subtotalen Ruptur der Supraspinatussehne Stellung genommen.

Frank B., 07.07.2016 - 17:19 Uhr

Nach ein Arbeitsunfall, der am 20.06.2016 passiert ist, bei dem ich auf die Schulter gefallen bin, habe ich Schmerzen. Ich bin auch schon im MRT gewessen - es hat sich eine Teilruptur der Supraspinatussehen dabei herausgestellt. Als weitere Behandlung soll ich jetzt zur Krankengymnastik gehen. Ist das der richtige Weg? Ich bin erst 45 Jahre alt.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, bei einem 45 Jahre alten Patienten mit einer im MRT nachgewiesenen, höhergradigen Teilruptur der Rotatorenmanschette sollte eine operative Behandlung zumindest in Betracht gezogen werden. Allerdings verbirgt sich bisweilen hinter einer solchen Diagnose auch eine Fehleinschätzung der befundenden Kollegen. Ein "Teilabriss" der Rotatorenmanschette kann auch durch Entzündungsflüssigkeit vorgetäuscht werden. Insofern sollten die Bilder sicherlich auch nochmals von einem anderen Schulterexperten begutachtet werden.

Peter J., 02.07.2016 - 12:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, der Verdacht auf einen Teilanriss der Supraspinatussehne soll per MRT geprüft werden. Der Termin dafür ist allerdings erst in 5 Wochen. Was sollte ich bis dahin (verhaltensmäßig) beachten, um die Situation nicht zu verschlimmern? Ruhigstellung oder Physiotherapie? Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, Sie werfen nochmals die Frage auf, ob eine "Teilruptur“ der Rotatorenmanschette durch Schonung stabilisiert oder sogar zur Ausheilung gebracht werden kann. Mein Antwort-Kommentar zu einer Frage weiter oben nimmt dazu konkret Stellung. Ich glaube nicht, dass eine Rotatorenmanschettenschädigung durch Schonung oder Ruhigstellung ausheilen kann. Daher würde ich Ihnen empfehlen, sich bis zur MRT-Untersuchung im Rahmen des Möglichen zu bewegen und den Arm schmerzabhängig zu belasten, um einem Muskelabbau und einer Einsteifung der Schulter nach Möglichkeit vorzubeugen. Allerdings kenne ich den genauen Befund bei Ihnen nicht. Insofern muss das letzte Wort bei Ihrem behandelnden Arzt liegen, der Schulter sicherlich schon klinisch und mit Ultraschall untersucht hat.

Hinrich d.V., 09.06.2016 - 16:21 Uhr

Ich habe seit 2015 Schmerzen in der rechten Schulter. Ein MRT ergab eine komplette transmurale Ruptur der Supraspinatussehne sowie in weiten Teilen auch der Infraspinatussehne mit Retraktion des Supraspinatusstumpfes. Ist eine OP sinnvoll? ich bin 75 Jahre jung. Danke für Ihre Antwort.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, Sie sprechen das Thema einer ausgedehnten Rotatorenmanschettenruptur beim Patientin über 70 an. Da ich auch über 80-jährige Patienten erfolgreich an der Rotatorenmanschette operiert habe, sehe ich eigentlich kein Alterslimit für eine Rekonstruktion der Sehnenstrukturen am Schultergelenk. entscheidend für die Frage ist allerdings, in welchem Zustand sich die Rotatorenmanschetten-Muskulatur befindet. Eine minimal invasive Reparatur (Rotatorenmanschettenrekonstruktion) ist nur sinnvoll, wenn die Muskulatur durch einen jahrelangen Abbauprozess (Atrophie) noch nicht zu stark in Ihrer Substanz zurückgebildet ist. dies kann in aller Regel auf den MRT-Bildern sehr genau bestimmt werden. Falls Sie meine Einschätzung wünschen, können Sie mir Ihre Aufnahmen zur kostenpflichtigen Begutachtung auf meinem Zweitmeinungs-Portal vorlegen.

Tuncay P., 29.05.2016 - 05:20 Uhr

Laut MRT hat man bei mir eine leichte Tendopathie des Supraspinatus mit kleinem intratendinösen Teilriss an der Schulter festgestellt. Ist eine OP notwendig oder reicht eine Therapie aus?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Die Frage der "Teileinrisse" nimmt in diesem Thread einen recht großen Raum ein. Letztlich müsste ich die MRT-Bilder selbst in Augenschein nehmen, um Ihnen eine konkrete Antwort geben zu können. Rupturen werden von Radiologen und Schulterexperten oft sehr unterschiedlich beurteilt, so dass der schriftliche Befund alleine noch keine abschließende Einschätzung zulässt.

Klaus W., 12.05.2016 - 22:59 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, Schulterarthroskopie am 29.02.16 wegen Kalkschulter, subacromial impingement, Schleimbeutelentfernung. Wegen anhaltender Beschwerden wurde ein MRT am 12.05.16 gemacht. Befund: Tendinopathie/ bursaseitige Partialruptur der Supraspinatussehne. Mein Arzt meinte 6 Wochen nach der OP - trotz Angabe meiner Probleme - ich könnte wieder Arbeiten gehen, was ich auch tat. Seither habe ich zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und nun dieses MRT-Ergebnis. Was raten Sie mir? Mit freundlichen Grüßen, Klaus W.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2016

Sehr geehrter Patient, kurze Zeit nach einer Schulter-OP zeigt das MRT oft Befunde, die sehr schwer einzuordnen sind. Auch nach gelungenen Eingriffen finden sich häufig Veränderungen, die bei einer nicht operierten Schulter als problematisch einzustufen wären. Ich denke, dass evtl. eine Schultersteife (Frozen shoulder) die derzeitigen Beschwerden verursacht. Dies kann jedoch nur durch eine Untersuchung beim Schulterexperten festgestellt werden. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Robert G., 05.05.2016 - 11:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich habe am 30.4.2016 ein MRT an der rechten Schulter gehabt und jetzt steht die Frage im Raum, ob ich mich operieren lassen soll oder nicht. Ich bin 79 Jahre, zwar sehr rüstig, aber man liest immer wieder ab 80 Jahre wird nicht mehr operiert. Ich erläutere Ihnen kurz meinen Befund und würde mich über Ihre Meinung freuen. Deutliche Omarthrose mit osteophytären Randzacken. Es steht der Humeruskopf im Gelenk hoch. Der Knorpelbelag verschmälert und signalalteriert. Komplette Ruptur der Supraspinatussehne. Die Ruptur erstreckt sich AP über 2,6 cm. Retraktion der Sehne um 3,7 cm. Der Muskelbauch ist athropisch. Der ventrale Anteil in die Ruptur miteinbezogen. Der Musculus subscapularis zeigt eine deutliche Ansatzsehnen Tendinose. Deutlicher Gelenkserguss. Bursitis subdeltoidea. Ausgeprägte aktivierte AC-Athrose mit ausladenden osteophytären Randzacken und Verschmälerung des subakromialen Raumes. Ergebnis: Hypertrophe aktivierte AC-Athrose. Komplette Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion der Sehne sowie transmurale Ruptur großer Teile der Infraspinatussehne. Die Muskeln zeigen beide einen atrophischen Gelenkserguss auf. Bursitis subdeltoidea. Können Sie mir bitte weiterhelfen, welche Therapie hiebei ohne Operation am besten für mich wäre? Herzlichen Dank, Robert G.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2016

Sehr geehrter Patient, entscheidend für die Frage einer OP ist nicht das Lebensalter, sondern der Grad der Beeinträchtigung und der Zustand des Gelenks. Leider ist bei Ihnen die rede von einer Omarthrose, also einer Abnutzung des Gelenkknorpels. Dies könnte der limitierende Faktor sein. Eine exakte Einschätzung, auch der Möglichkeiten einer konservativen, also nicht operativen Behandlung, könnte ich Ihnen im Rahmen einer Begutachtung Ihrer Bilder und Befunde auf meiner Online Zweitmeinungsseite geben.

Cornelia J., 28.04.2016 - 13:38 Uhr

Hallo, nach einem TEP des Humeruskopf im Januar ist bei der REHA die Subscapularis knöchern gerissen. Dies wurde im März bei einer diagnostischen Arthroskopie festgestellt. Am 13. April erfolgte die operative Versorgung mit Bolzen und Knochennaht. Bitte geben Sie mir eine Beschreibung der OP. Muss ich meinen Körper wirklich 6 Wochen absolut ruhigstellen? Habe ich Anspruch auf eine stationäre AHB? Kann etwas passieren, wenn ich versehentlich auf der betroffenen rechten Seite schlafe? Mit freundlichen Grüßen, C. J.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2016

Sehr geehrter Patient, hierbei handelt es sich um eine eher seltene Situation. Leider kann ich Ihnen ohne Kenntnis Ihrer genauen Befund keine verbindlichen Empfehlungen aussprechen und muss Sie diesbezüglich an Ihren Operateur verweisen. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg Dr. Hirt

Eva K., 12.04.2016 - 13:53 Uhr

Sehr geehrte Herr Dr. Hirt, am 11.03.2016 stürzte ich auf meinen linken gestreckten Arm und hatte danach starke Schmerzen. Ich konnte meinen Arm seitlich sowie nach oben hin nicht bewegen. Nach 3 Tagen hatte ich Anzeichen für Einblutungen im Bizepsbereich. Da ich mich in Lappland befand, konnte ich nicht zum Arzt gehen. Ich machte deshalb sofort einen Temin beim Orthopäden zu Hause aus. Dieser stellte mir Überweisungen zum MRT sowie zum Röntgen aus und zwar wegen Verdacht auf einen Bizepssehnenriss und eine RM Ruptur. Ich muss nun wiederrum 4 Wochen warten bis die Untersuchungen und Befunde vorhanden sind. Da ich sportlich sehr aktiv bin und auch wieder Klettern möchte, bin ich an einer Operation mit möglichst voller Kraftherstellung interessiert. Kann ich noch so lange warten oder soll ich mich schon um einen Termin in einer passenden Klinik bemühen? Meine Armmuskulatur zeigt schon deutliche Anzeichen der Schwächung.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2016

Sehr geehrter Patient, vermutlich liegt eine Ruptur der Rotatorenmanaschette vor. Dies könnte bereits vorab durch eine Ultraschalluntersuchung geklärt werden. Sollte tatsächlich ein frischer Abriss vorliegen, müsste eine OP in Betracht gezogen werden. Allerdings besteht nach meiner Erfahrung - sofern keine Knochenverletzungen bestehen - keine hohe Eile, sondern der OP-Termin kann in Ruhe geplant werden. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hirt

Theo H., 23.03.2016 - 21:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr, Hirt, am 05.04.2016 steht eine OP der rechten Schulter bei mir an, da ich einen Supraspinatusdefekt der rechten Schulter mit Impingement und Sporn habe. Die empfohlene Maßnahmen lauten: Diagnostische Arthroskopie, nachfolgend eine OP an der offenen Sehnennaht, AC -Plastik, Spornabtragung, Bursektomie. Die Schmerzen habe ich bereits seit einigen Jahren, im letzten Sommer wurden sie jedoch stärker und mussten 3x mit Kortison behandelt werden, um dem Impingement entgegenzuwirken. Anfang März hatte ich dann beim Fußballspielen starke Schmerzen, die im Laufe der Woche wieder zurückgingen, jedoch beim nächsten Fußballspielen umso heftiger auftraten. Ich musste das Training abbrechen und war nun mit MRT und Röntgenbildern beim Orthopäden, der die o.e. Maßnahmen empfahl. Ich bin fast 62 Jahre alt, verübe keine körperlich belastende Berufstätigkeit, habe jedoch viel Sport und Handwerken in meinem Leben gemacht. Was raten Sie mir? Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.05.2016

Sehr geehrter Patient, ein nachgewiesener Rotatorenmanschettendefekt (Supraspinatus) bei einem gesunden, sportlich aktiven Patienten Ihrer Altersgruppe sollte tatsächlich operativ versorgt werden. Ob eine solche Ruptur tatsächlich vorliegt, kann allerdings nur durch eigene Befundung der MRT-Bilder mit abschliessender Sicherheit festgestellt werden. Wichtig ist es, den geeigneten Operateur zu finden, der diesen Eingriff - am besten in arthroskopischer Technik - mit der erforderlichen Zuverlässigkeit durchführen kann.

Doris S., 01.03.2016 - 10:11 Uhr

Ich hatte am 18.2.2016 eine Schulter-OP mit folgender Diagnose: Rotatorenmanschettenruptur. Jetzt hat mir der Orthopäde eine Lasertherapie empfohlen aufgrund der guten Heilungschancen. Diese müsste ich jedoch selber bezahlen. Ist die Therapie sinnvoll?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.05.2016

Die Lasertherapie kann reizlindernd und abschwellend wirken. Ich selbst setze sie nach Schulter-OP´s selten ein, würde in dieser Frage jedoch Ihrem behandelnden Orthopäden vertrauen.

Annegret G., 27.02.2016 - 20:08 Uhr

Sehr geehrter Hr. Dr. Hirt, leider bin ich erst jetzt auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Ich hatte nun bereits am 01.03.16 ein OP-Vorgespräch, da ich am 7.03.16 operiert werden soll. Deshalb liegt es mir natürlich sehr am Herzen, eine schnelle Antwort von Ihnen zu erhalten. Mein Befund/ MRT-Bericht lautet: Nachweis einer kompletten Diskonuität im Verlauf der Supraspinatussehne im subacromialen Bereich - im Sinne einer deutlichen transmuralen Rissbildung. Hier mäßige Retraktion und nur beginnende Muskelatrophie. Die Infraspinatus, teres minur und Subscapularissehnen zeigen keine Auffälligkeiten, dagegen besteht ein typischer Verlauf der langen Bizepssehne, da diese zu weit ventral. Irregularität des AC-Gelenks mit Osteophytenbildung und mit Erguss. Glatte Gelenkflächen im Glenohumeralgelenk. Vielen Dank im Voraus.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.05.2016

Sehr geehrte Patientin, das Wort Diskontinuität bedeutet in Zusammenhang mit Rotatorenmanschettenverletzungen einen Durchriss der Sehne (Ruptur der Supraspinatussehne). Dies ist tatsächlich in den meisten Fällen eine OP-Indikation, also eine Empfehlung zur operativen Reparatur.

Kathy, 13.02.2016 - 17:06 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Hirt, bei mir wurde im MRT eine Teilruptur der Subscabularissehne festgestellt. Mein Orthopäde meinte, dass dies operiert werden muss und zwar so schnell wie möglich. Wie ist Ihre Meinung dazu? MfG, K. F.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.05.2016

Guten Tag, liebe Patientin. Die Subscapularissehne ist im MRT etwa schwieriger zu beurteilen, als die Supraspinatussehne. Wenn tatsächlich eine höhergradige Teilruptur vorliegt, müsste eine OP in Betracht gezogen werden. Durch den Abriss von Fasern der Subscapularissehne wird nämlich die lange Bicepssehne destabilisiert. Dies führt dann zu dauerhaften Beschwerden, die sich oft erst mit dem spontanen Abriss der Bicepssehne bessern.

Mike R., 21.01.2016 - 13:05 Uhr

Hallo, ich habe mir vor circa 4 Monaten die Supraspinatussehen komplett durchgerissen. Zeitweise hatte ich Schmerzen und ging deshalb zum Arzt. Im MRT stellte sich heraus, dass die Sehne komplett durchgerissen ist. Ich bin 48 Jahre alt und sehr gut trainiert. Im Moment habe ich quasi keine Schmerzen und bin bewegungsmäßig nicht eingeschränkt. Was würden Sie mir raten? Wäre eine Operation sinnvoll oder eher nicht? Bekomme ich der Entscheidung gegen eine Operation eventuell eine vorzeitige Arthrose? Viele Grüße, M.R.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.05.2016

Sie stellen eine recht schwierige Frage. Mein Grundsatz lautet, nur schmerzende Schultern zu operieren. Allerdings muss man sagen, dass die Gefahr einer frühzeitigen Arthroseentstehung wahrscheinlich erhöht ist, wenn eine Rotatorenmanschettenruptur bei einem aktiven, jungen Menschen unversorgt bleibt. Letztlich sollte die Entscheidung nach einer Untersuchung und Beratung durch einen Schulterexperten getroffen werden.

Hermann P., 19.01.2016 - 21:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, seit circa einem halben Jahr habe ich Schmerzen in der rechten Schulter, die im Laufe der Zeit immer stärker wurden. Schließlich wurde Ende des Jahres eine MRT gemacht mit folgenem Befund: Mäßige AC-Artrose. Die Rotatorenmanschette zeigt eine kräftige Muskulatur sowie deutliche tendopatische Veränderungen. Nahterhöhungen im Ansatzbereich der Supraspinatursehne. Eine Partialruptur ist hier möglich. Die lange Bizepssehne ist verdickt sowie signalerhöht im proximalen Drittel. Außerdem ein Erguss in der Sehnenscheide der Bizepssehne mit Kontrastmittelaufnahme. Mediale Subluxation der Bizepssehne kranial verdächtig auf eine Pulleylasion. Die Rotatorenmanschette zeigt in Höhe der Supraspinatursehne Signalerhöhung und bursaseitige Konturenunregelmäßigkeiten. Geringe Ergussbildung in der angrenzenden Bursa subdeltoidea. Die Beurteilung: 1) Tendopatische Veränderungen der Supraspinatursehne mit Verdacht auf bursaseitige Partialruptur leichtgradige Bursitis. Kein Nachweis einer transmuralen Ruptur. 2) Tendopatische Veränderungen der Subscapularissehne mit fibroossären Übergang. Hier liegt auch der Verdacht einer Partialruptur vor. 3) Deutliche Tendopathie/Partialruptur der langen Bizepssehne mit Tendovaginitis der Sehnenscheide. Hier liegt ein Verdacht auf Pulleyläsion vor. 4) Zeichen einer mäßiggradigen Capsulitis im Glenohumeralgelenk 5) AC-Arthrose Zu meiner Person: Ich bin männlich, 59 Jahre alt und Rechtshänder, stehe voll im Berufsleben und bin begeisteter Heimwerker in allen Bereichen. Durch die tägliche Einnahme eines Medikaments gegen meine Bandscheibenprobleme bin ich nicht sehr von Schmerzen geplagt. Mein Orthopäde verschrieb mir Krankengymnastik und rät mir zu einer ambulanten arthroskopischen OP. Meine Frage: Ist eine Heilung auch ohne OP möglich? Werden solche OPs überhaupt ambulant gemacht? Was würden Sie mir raten? Ich bitte Sie um eine Begutachtung meines Befundes. In der Hoffnung auf eine Antwort, grüsse ich Sie sehr freundlich. Hermann P.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 07.11.2016

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für die detaillierte Beschreibung Ihrer Befunde. Um Ihnen hier eine klare Empfehlung geben zu können, müsste ich Ihre MRT-Bilder tatsächlich selbst in Augenschein nehmen. Das oft besprochene Problem der Partialruptur (Teilruptur) der Rotatorenmanschette ist so vielfältig, dass allein ein schriftlicher Befund zur Entscheidungsfindung leider nicht ausreicht.

Günter R., 12.01.2016 - 09:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, bei mir wurde folgende Diagnose festgestellt: Partialruptur der Rotatorenmanchette rechts, Impingementsyndrom rechts, Bizepstendinitis rechts, Zervikobrachial.syndrom rechts. Nun meine Frage: Der Arzt hat mir daraufhin eine Laserterapie angeboten, die natürlich kostenpflichtig ist. Wäre es nicht besser, gleich zu operieren, denn es wäre ja nur eine Schmerzbehandlung und keine Heilung!!! Über eine positive Antwort würde ich mich sehr freuen! MFG Günter R.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, wie in vielen anderen Anfragen werfen auch Sie die Frage der richtigen Behandlung bei einer "Teilruptur" Rotatorenmanschette auf. Leider ist in diesen schwierigen Fällen der eigene Augenschein das ausschlaggebende Kriterium für eine Therapieempfehlung. Ich sollte daher die MRT-Bilder selbst vorgelegt bekommen, um Ihnen eine klare Antwort zu geben.

Ilse, 11.01.2016 - 14:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Doktor Hirt, ich hatte mir am 12.12.2015 die rechte Schulter ausgekugelt und diese ist von allein zurück gesprungen, doch Probleme sind immer noch da. Das MRT sagt: AC-Gelenkarthrose mit konsekutiven Einschränkungen des subacromialen Raumes. Erhebliches Impingment im Bereich Supraspinatussehne, die auch signalteriert ist. Eine parterielle Läsion (Neer II) wird nicht ausgeschlossen. Deutlicher Erguss im Bereich der Bursa supacromiale- subdeltoidea, keine SLAP-Läsion. Labrum unauffällig sowie lange Bizepssehne. Ausgeprägte Bankartzyste in loco typico (3,5cm x 1,5 cm) unterhalb des Coracoids. Der inferiore glenohumerale Bandapparat scheint intakt. Aktive Bewegung zur Kräftigung der gesamten Schulter- und Schulterblattmuskeln helfen mir schon ganz gut. Ob das wohl zur Heilung ausreichen soll? Spritzen und eine OP ist erst mal nicht so meine Option. Kann die Zyste von allein weggehen, da ich schon ein gewisses Druckgefühl und einen großen Kraftverlust (wird schon besser) in der rechten Schulter habe sowie geringe Schmerzen ab und an? Mit vielen Grüßen Ilse

Jenny K., 25.12.2015 - 17:26 Uhr

Hallo, ich habe seit circa 15 Jahren eine Teilruptur der Supraspinatussehne mit einer deutlichen Minderung der Beschwerden in den letzten 2 Jahren. Seit circa 20 Jahren habe ich einen Morbus Bechterew, durch deren Auswirkungen, bis vor circa 2 Jahren, mein ISG jährlich circa 10 Mal vollständig blockiert wurde. Ansonsten sieht man mir einen Bechterew nicht an. Am 11.12 bin ich nun gestürzt und die Sehne ist nun vollständig gerissen und das mit einer Dehiszenz von über 2 cm und einer nur geringen atrophischer Morbus Supraspinatus-Veränderung. Des Weiteren habe ich mir deutliche Faseranrisse im Infraspinatus-Muskelbereich zugezogen. Leichte Schmerzen und Kraftverlust verspüre ich nur bei Armbewegungen nach oben und halbhoch nach vorn. Außerdem hatte ich einen Herzinfarkt im November 2011, der recht glimpflich verlief. Medikamente nehme ich Blutdruck- und Blutfettsenker. Ich habe leichte Probleme mit dem Stoffwechsel; bin 68 Jahre alt, außerdem überdurchschnittlich fit und beweglich. Ist auch hier eine Operation anzuraten?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Mit 68 Jahren und Ihrer überdurchschnittlichen Fitness wäre eine OP der abgerissenen Rotatorenmanschette grundsätzlich sinnvoll. Falls also durch den stattgehabten Herzinfarkt nicht doch etwas gegen einen endoskopischen Eingriff spreche, würde ich eine Rotatorenmanschettenrekonstruktion sicher in Betracht ziehen. Auch der bestehende M. Bechterew wäre aus meiner Sicht kein Hinderungsgrund

Hubert J., 21.12.2015 - 17:53 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirt, ich bin 60 Jahre alt und vor 5 Jahren ist mir beim Arbeiten die lange Bizepssehne an der Schulter gerissen. Ich habe mich nach ein paar Tagen in einer Bg- Klinik untersuchen lassen. Es wurden der LBS- Riss bestätigt, aber nur konservative Maßnahmen verschrieben, die zu keiner Besserung, und das auch nach Jahren, führten. Die Schulter wurde immer kraftloser. Ich habe mich dann in einer Sportklinik untersuchen lassen, die haben eine subtotale Supraspinatusruptur festgestellt. Diese wurde dann vor einer Woche arthroskopisch operiert. Dabei wurde auch gleich ein kaputter Schleimbeutel entfernt. Ich hoffe, meine Schulter wird wieder schmerzfrei. Ich vermute außerdem, dass beide Rupturen zusammenhängen und gleichzeitig entstanden sind. Eine andere Schulterverletzung hatte ich nicht. Scheinbar war die Suprspinruptur auf dem MRT nicht ersichtlich. Meine Fragen: 1. Wie wahrscheinlich ist meine Vermutung? 2. Hätte bei der Operation damals die LBS nicht wieder angenäht werden müssen? Ich bedanke mich im Vorraus für Ihre Antwort. MfG Hubert J.

Bianca, 21.12.2015 - 14:36 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin 44 Jahre alt und mein Befund ist: Supraspinatussehne mit großem Defekt auf Höhe des Ansatzes am Humeruskopf, Subscapularissehne und lange Bizepssehne intakt. Zystische Veränderungen auf Höhe des Ansatzes der Infraspinatussehne am Humeruskopf, kein Gelenkerguss. Weichteilmantel mit allenfalls dezenter Atrophie des Supraspinatus. Ich habe Dauerschmerzen (wie ein pochendes Stechen würde ich das beschreiben), in der Nacht wache ich stets vor Schmerzen auf. Ist eine Op das einzige um wieder schmerzfrei zu leben? Kann ich danach wieder alles machen? Der Arzt würde nicht die Minimaloperation durchführen, sondern einen Schnitt.

Bianca, 21.12.2015 - 14:35 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin 44 Jahre alt und mein Befund lautet: Supraspinatussehne mit großem Defekt auf Höhe des Ansatzes am Humeruskopf, Subscapularissehne und lange Bizepssehne intakt. Zystische Veränderungen auf Höhe des Ansatzes der Infraspinatussehne am Humeruskopf, kein Gelenkerguss. Weichteilmantel mit allenfalls dezenter Atrophie des Supraspinatus. Ich habe Dauerschmerzen (wie ein pochendes Stechen würde ich das beschreiben), in der Nacht wache ich stets vor Schmerzen auf. Ist eine Op das einzige um wieder schmerzfrei leben zu können? Kann ich danach wieder alles machen? Der Arzt würde hierbei nicht die Minimaloperation durchführen, sondern einen Schnitt.

Erich, 20.12.2015 - 13:29 Uhr

Hallo, ich habe meinen Befund bekommen: Transmurale Ruptur der deutlich vorgeschädigten Supraspinatussehne, SLAP-Läsion, Tendinose der Infraspinatus und der Subscapularissehne ohne Ruptur, Tendinitis und Peritendinitis der langen Bizepssehne, Ausgeprägte Bursitis subdeltoidea und geringer der Bursa sub acromialis. Mein Orthopäde meint, wir sollten eine OP durchführen. Wäre toll, wenn sie mir antworten könnten. MfG Erich

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 03.11.2016

Sehr geehrter Patient, bei einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne besteht gerade bei jüngeren Patienten aller Regel eine OP-Indikation. Allerdings muss jeder Einzelfall genau geprüft werden, um pro und contra sorgfältig abzuwägen.

Christine, 15.12.2015 - 14:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, meine 84-jährige Mutter hat folgenden MRT Bericht bekommen: Chronisch subacromiales Impingement bei aktivierter hypertropher AC-Arthrose und bei breitbasigen Osteophyten. Außerdem wurde eine komplette Ruptur der distalen Supraspinatussehne (Grad 2 Patte 2) mit einer Sehnenretraktion von 1,7 cm festgestellt. Der transmurale Defekt erreicht einen Querdurchmesser von 1,8 cm. Es wurde außerdem eine partielle fettige Muskeldegeneration des M.Supraspinatus Goutaillier Grad 1-2 festgestellt. Sie hat einen partiellen Längsriss, sowie Tendinopathie der langen Bizepssehne im intraartikulären und sulcalen Verlauf. Außerdem ein circa 1 mm breiter transmuraler Riss der distalen Subscapularissehne und ausgeprägte Enthesiopathie der Rotatorenmanschette am Humeruskopf, sowie Massive Bursitis subacromialis/subdeltoidea. Starke Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen hat sie nicht. Ist eine Operation wirklich notwendig? Falls sie sich nicht operieren lässt, versteift dann die Schulter und sie bekommt starke Schmerzen? Oder kann man mit konservativer Behandlung den derzeitigen Zustand aufrecht erhalten? Meine Mutter ist in einem guten Allgemeinzustand und wird so, hoffentlich, noch etliche Jahre leben. Vielen Dank für Ihren Rat Gruß Christine

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2016

Sehr geehrte Patientin, bei einer 84-jährigen zählt nicht nur der MRT-Befund, sondern es muss auch die Gesamtsituation für die Entscheidung zur besten Therapie berücksichtigt werden. Sollte noch keine höhergradige Arthrose des Schultergelenks vorliegen (O marthrose) wäre eine OP zumindest denkbar. Allerdings ist bei Muskelatrophie Grad 1-2 eine Sehnenrekonstruktion evtl. nicht mehr möglich. Ich denke, dass in diesem Fall nur in Kenntnis der MRT-Bilder und des allgemeinen Gesundheitszustandes eine klare Therapieempfehlung ausgesprochen werden kann. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Bea, 21.11.2015 - 22:02 Uhr

Sehr geehrte Hr. Dr.Hirt Ist OP bei mir notwendig? Ich bin 43 Jahre alt. Seit Mai plagen mich starke Schmerzen in der rechten Schulter. Habe diverse Untersuchungen durchgeführt. Sono, MRT, Röntgen. Diagnose: M75.1 Schultergelenk re. große Zyste SSP-Sehnenansatz, Tendinose SSP-Sehne mit V.a. Partialreptur cSSC, Suplux. LBS und Affektion cSSC. Zur Zeit bin ich in der konservativen Therapie und medikamentös eingestellt. Habe im Dezember Wiedervorstellung in der Klinik. Bei den Therapien habe ich immer noch starke Schmerzen und mich schmerzfrei bewegen geht nicht. Arbeite selbst in der Krankenpflege. Meine Frage: Ist die OP notwendig bei mir oder soll ich weiterhin trotz Schmerzen die konservative Behandlung vornehmen? Danke im Voraus für die Antwort Bea

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, der von Ihnen beschriebene Befund an der Rotatorenmanschette ist bei einer 43 -jährigen eher ungewöhnlich. In diesem Fall müsste tatsächlich geprüft werden, ob eine operative Maßnahme (Schulterarthroskopie) eine gute Aussicht auf dauerhafte Verbesserung ihrer Situation ermöglichen würde. Verletzungen der Subscapularissehne gehen oft mit Schmerzen im Bizeps-Sehnenbereich einher. Hier ist eine konservative Therapie oft erfolglos.

Mongia M., 21.11.2015 - 20:02 Uhr

Hallo liebe Damen und Herren, ich hab ein Problem und zwar wurde ich vor einer Woche operiert und bin nach Tunesien geflogen und jetzt weiß ich nicht mehr, was ich für eine Gymnastik machen muss?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Liebe Patientin, diese Angaben sind natürlich etwas ungenau. Wir teilen die Nachbehandlung nach endoskopischen Schultereingriffen grob in zwei Gruppen ein. Wenn die Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne) rekonstruiert werden musste, sind aktive Übungen und Muskelaufbau in den ersten sechs Wochen nicht sinnvoll. Handelt es sich um einen kleineren Eingriff (Dekompression, Acromionplastik), kann häufig schmerzlimitiert geübt werden, d. h. im schmerzfreien Bereich ist alles erlaubt. Für konkrete Anweisungen in Ihrem Fall müssten sie jedoch definitiv ihren Operateur kontaktieren. Freundliche Grüße

Hans, 17.11.2015 - 14:50 Uhr

Nach einem Sturz und MRT des linken Schultergelenks hat sich der Verdacht erhärtet, dass eine vollständige Ruptur der Supraspinatussehne bei mir vorliegt. Daher ist eine OP nötig

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, auch ich stehe auf dem Standpunkt, dass insbesondere unfallbedingte Rotatorenmanschettenabrisse (insbesondere der Supraspinatussehne) operativ versorgt werden sollten, sofern keine gewichtigen Gründe gegen eine Schulterarthroskopie sprechen. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg, Dr. Hirt

Dagmar, 02.11.2015 - 17:15 Uhr

Super, gefällt mir. Hat mir bei meiner bevorstehenden OP sehr geholfen!

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Vielen Dank für Ihren positiven Kommentar, ich wünsche Ihnen alles Gute für die bevorstehende Schulteroperation! Freundliche Grüße, Dr. Hirt

Bernd, 29.10.2015 - 13:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, durch einen Sturz auf die linke Schulter erhielt ich folgende Diagnose: Arthrose im Schultergelenk. Komplettruptur der Supraspiatussehne mit Sehnenretraktionnach Patte Stadium III und Muskelatrophie nach Goutallier Grad II. Komplette Ruptur der Infraspinatussehne mit geringer Sehnenretraktion. Teres-minor-Sehne unauffällig. Ödeme der Subscapularissehne bei erhaltener Sehnenkontur. Regelrechte Lage der langen Bizepssehne im Sulcus bicipitalis. Bizepssehnenanker regelrechte. Unauffällige Abbildung der kurzen Bizepssehne. Bursitis subacromialis subdeltoidea und Bursitis subscapularis. Intraartikulärer Erguss. Flüssigkeitseinlagerung entlang des M. coracobrachialis bei erhaltener Kontinuität. Kein Ödem am Processus coracoideus. Kein Bone Bruise. Keine Fraktur. Herr Dr. Hirt, was würden Sie hier raten zu tun? Ich bin 72 Jahre alt und noch recht aktiv tätig und vermisse sehr die volle Tätigkeit meines linken Armes. Würde mich sehr über Ihre Nachricht freuen.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, leider spricht der radiolgische Befund dafür, dass eine Heilung Ihrer Schulter durch einen endoskopischen Eingriff wohl nicht mehr erreicht werden kann, allenfalls könnte eine vorübergehende Linderung zu erzielen sein. Es sollten nochmals alle im konservativen Bereich zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft werden, oder dann die Möglichkeiten einer TEP-Versorgung (Totalendoproothese, künsctliches Schuletrgelenk) mit einem Experten in Ihrer Nähe erörtert werden. Mit freundlichen Grüßen. Dr. Hirt

Wolfgang, 11.08.2015 - 18:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, vor ca. 1,5 Jahren habe ich einen vollständigen Abriss der Supraspinatussehne und eine Umlegung der Bizepssehne operativ beheben lassen. Seitdem plagen mich immer wieder Nacken- und Schulterschmerzen. Nach vielen Therapiestunden (Mobilisierung, Massage, Fango etc.) wurden durch meinen Orthopäden auch alternative Techniken angewandt (Akkupunktur, Chiropraktik). Nach eineeinhalb Jahren sind die Schmerzen immer schlimmer geworden. Ein erneutes MRT hat ergeben, das die Sehne wohl erneut angerissen ist. Würde Sie eine Zweitoperation empfehlen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, erfreulicherweise kommt es bei korrekter Operationstechnik nach endoskopischer Rekonstruktion der Supraspinatussehne eher selten zum erneuten Abriss der Rotatorenmanschette. Wenn dies der Fall ist, könnte eine bereits schlechte sehnen Qualität die Ursache sein. In diesem Fall wäre eine nochmalige OP eher nicht aussichtsreich. Um dies abschließend beurteilen zu können, sollte eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden. Die Aufnahmen lassen Rückschlüsse über die Erfolgsaussichten eines nochmaligen Eingriffs zu (Frage der Atrophie der Supraspinatussehne und des zugehörigen Supraspinatus-Muskels). Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Margit, 09.08.2015 - 23:20 Uhr

Ist es möglich einen Anriss der Supraspinatussehne durch Krankengymnastik (und wenn es 3 mal solange dauert) zu heilen? Weil sich mit der Zeit über dem Riss neuer Knorpel bildet und die Muskeln die Aufgaben der Sehne übernehmen? Mein Arzt und mein Physiotherapeut sind verschiedener Meinung.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

.....leider kann ich hier Ihrem Physiotherapeuten in dieser Frage nicht Recht geben. Eine abgerissene Supraspinatussehne kann durch Krankengymnastik nicht geheilt werden. Die konservative Therapie der Rotatorenmanschettenruptur zielt vielmehr darauf ab, die noch intakten Muskel-und Sehnensstrukturen zu kräftigen, so dass diese die Funktion der abgerissenen Supraspinatussehne übernehmen können. Insofern ist es zwar nicht ausgeschlossen, dass sie auch ohne Operation, trotz weiterhin bestehende Rotatorenmanschettenruptur eine zufriedene stellende Schulterfunktion erreichen können. Die Sehne wird jedoch definitiv nicht von selbst wieder an heilen, dies ist leider nicht möglich. Langfristig gesehen ist zudem die Prognose bei konservativer Behandlung einer Rotatorenmanschettenruptur eher ungünstig. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der Abriss sich im Laufe der Jahre vergrößert und die Schulterfunktion dadurch schrittweise nachlässt.“

Waltraud, 06.07.2015 - 14:33 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Ich bitte um Ihre Meinung zu nachfolgendem MRT-Befund vom 02.07.15 Ausgeprägter Humerushochstand mit Neoartikulation am Akromion. Vollständige Ruptur der Supraspinatussehne. Hochgradige degenerative Tendinopathie sowie vermutlich subtotale Ruptur der Infraspinatus- u. Subscapularissehne. Die lange Bizepssehne aus dem Sulcus intertubercularis nach medial luxiert soweit abgrenzbar intakt. Ausgedehnte komplexe Rissbildung des Labrums im Bereich der gesamten anterioren u. kaudalen sowie der kranialen Zirkumferenz. Deutlicher Gelenkserguss sowie Flüssigkeitsmarkierung der Bursa subacromialis. Flüssigkeitsmarkierung auch am Gelenksspalt des AS-Gelenkes mit subchondralem Knochenmarksödem. Im Bereich des Humeruskopfes kleine umschriebene Signalanhebungen bei degenerativen Zystenbildungen sowie geringgradigen Knochenmarksödem. Ich bin 59 Jahre. Was würden Sie mir raten? Über eine Antwort würde ich mich freuen u. möchte jetzt schon mal Danke sagen. Mit freundlichen Grüßen Waltraud

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, ein Humeruskopf Hochstand mit Neo-Artikulation am Acromion verweist auf eine sehr ungünstige Prognose. Eine Reparatur der abgerissenen Supraspinatussehne ist in Ihrem Fall wahrscheinlich nicht mehr möglich. Durch einen Eingriff in endoskopischer Technik können zum Teil noch Verbesserungen herbeigeführt werden, eine wirkliche Heilung vermutlich nicht. In Ihrer Situation muss vermutlich bereits über die Möglichkeiten eines Gelenksersatzes (inverse Schulter-TEP) gesprochen werden. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Manuela, 05.07.2015 - 14:04 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt. Ich bin 45 Jahre alt, arbeite in der Pflege und habe seit ca.6 Monate Probleme mit meiner linken Schulter. Die Schmerzen kommen überwiegend in der Nacht, wenn ich zu Ruhe komme. Hatte am 25.06.2015 ein MRT der linken Schulter. Befund: Bei Einengung des subakromialen Raumes erkennbare Rissbildung der Supraspinatussehne über die gesamte Sehnendicke am Ansatz am Tuberculum majus, Einriss auch der angrenzenden ödematös signalalterierten Infraspinatussehne (Befundausdehnung ca. 1,7 x 1,2 cm ). Geringe Flüssigkeit in der Bursa subacromialis et subdeltoidea. Die Sehne des M. subscapularis imponiert intakt. Regelrechte Darstellung des Labrum glenoidale. Kein relevanter Schultergelenkguss. Anatomischer Verlauf der langen Bicepssehne im Sulcus.Geringe degenerative Auftreibung des AC- Gelenks. Beurteilung:Aspekt eines Impingement - Syndroms Grad 3 bei ansatznaher Ruptur der Supraspinatussehne mit Einriss der angrenzenden Infraspinatussehne. Geringe begleitende Bursitis subacromialis et subdeltoidea. Geringe ACG- Arthrose. Habe jetzt am 9.7.2015 ein Gespräch mit meinem Orthopäden. Würde gerne eine Meinung von Ihnen hören, was sie zu meinem Befund sagen. Welche Behandlung für mich in Frage käme. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Möchte jetzt schon mal Danke sagen. Mit freundlichen Grüßen Manuela

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.07.2015

Sehr geehrte Patientin, Ihr Beruf in der Pflege bringt schwere körperliche Arbeit am Patienten und viel Verantwortung mit sich. Da Sie noch viele Jahre arbeiten müssen, sollte die Schulter in Ordnung gebracht werden. Allerdings kann das letztlich nur in genauer Kenntnis der MRT-Bilder und des klinischen Befundes entschieden werden. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

Gisela, 04.07.2015 - 16:18 Uhr

Beurteilung nach MRT: Ansatznahe Partialruptur d. Subscalpularissehne, die hier deutlich aufgetrieben ist, aber nicht retrahiertr ist. Fast vollständige Ruptur d. Supraspinatussehgne. Intratendinöse zystische Läsion in der Infraspinatussehne. Es lagen bereits in der Voruntersuchung erhebliche Veränderungen der Rotatorenmanschette vor, speziell die Veränderungen d. Supraspinatus- u. Subscapularissehne sind aber zunehmend. Keine Ruptur der Bizepssehne, kein knöcherner Ausriss des Bizepsankers. Ich möchte ungern eine OP. Gibt es Alternativen?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.07.2015

Liebe Patientin, es gibt in dieser Situation immer mehrere Wege. Ich selbst tendiere bei jungen Menschen und erfolgloser konservativer Behandlung eher zur OP. Grundsätzlich kann aber auch nochmals ein Versuch mit KG, evtl sogar mit der ACP-Behandlung (ACP-Therapie) unternommen werden. Auf meiner Homepage können Sie dazu etwas lesen. Freundliche Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

Hans, 24.06.2015 - 21:02 Uhr

Mein Befund lautet: Regelrechte Artikulation im AC-Gelenk. Allenfalls diskret nach lateral abfallendes Akromiom TypI nach Bigliani. In der MRT Lagerung beträgt die akromiohumerale Distanz 8mm. Geringe Schwellung der Bursa subacromialis et subdeltoidea. Die Supraspinatussehne bzw.gemeinsamer Ansatz mit der Infraspinatussehne zeigt ansatznahe am Tuberculum majus eine kurzstreckige transtendinöse Komplettruptur mit einer Dehiszenz von 3mm und einer dorsoventralen Ausdehnung ebenfalls von 3mm. Diskrete Signalalteration der Supraspinatussehne mit auch ansatznahe, kurzstreckiger humerusseitiger Partialruptur. Die Infraspinatussehne und Teres minor Sehne stellen sich unauffällig dar ebenso wie die Subscapularissehne. Die lange Bizepssehne ist im Sulcus bicipitalis und intraartikulär intakt. Intakter labrobicipitaler Komplex. Sublabraler Recessus im superioren Labrum. Sonst stellt sich das Labrum glenoidale regelgerecht dar. Diskrete Flüssigkeit im Recessus subcoracoideus. Nach i.v. KM keine pathologische Kontrastmittelanreicherung. Bin 59 Jahre, Bürojob, keine besonderen Sportaktvitäten. Schaden vom 5.6.15 Untersuchung am11.6.15. Welche Therapien kommen in Frage?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Im MRT-Befund wird eine transtendinöse Komplettruptur der Supraspinatussehne beschrieben. Dies ist bei einem 59 -jährigen Patienten aus meiner Sicht eine klare OP Indikation, sofern keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen. Eine konservative Therapie d.h. der Verzicht auf eine Sehnenreparatur ist zwar grundsätzlich möglich, in der beschriebenen Situation aus meiner Sicht jedoch nur die zweitbeste Lösung. Welche Entscheidung in Ihrem Fall die Richtige ist, muss jedoch im Dialog mit einem Schulterexperten entschieden werden, der Ihre Schulter persönlich untersucht und Ihnen Chancen und Risiken einer operativen Versorgung genau erläutert.

Marion, 18.06.2015 - 18:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt. Ich bin 74 Jahre alt.- Das MRT vom 07.04.2015 zeigt folgenden Befund meiner rechten Schulter auf: 1. Geringe Arthrose des AC-Gelenkes, deutlicher Erguss der Bursa subacromialis-subdetoidea, durch geringe Binnenstrukturveränderung. Hinweis auf bereits chronische Altration. 2. Supraspinatussehne mit mukoider Binnendegeneration, kleiner artikularseitiger Einriss am Sehnenaansatz. Subcsapularissehne verbreitert, Binnendegeneration, intakte Infraspinatussehne. 3.Lange Bizepssehne im Sulcus verbreitert, deutliche mukoide Binnendegeneration, kräftiger peritendinöser Erguss. 4.Knorpelbelag des Glenoid ausreichend, geringe labrale Degeneration, geringer Schhultererguss. Ich habe wenig Bewegungseinschränkungen aber Schmerzen. Würden Sie zu einer OP raten? Bitte um eine Antwort. Besten Dank im voraus.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, leider kann ich aufgrund der Befundbeschreibung des Radiologen keine Abschliessende Einschätzung Ihrer Gelenksituation vornehmen. In Ihrem Fall sollte ich tatsächlich die Bilder selbst beurteilen. Gerne können Sie mir diese über mein Internetportal Zweitmeinung-Schulteroperation zur kostenpflichtigen Begutachtung uploaden, sofern Sie keine Möglichkeit haben, sich in meiner Sprechstunde in Freiburg vorzustellen. Mit frendlichen Grüßen, Dr. Hirt

Patrizia, 17.06.2015 - 13:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, bei mir (49) besteht eine ausgeprägte Arthrose des AC-Gelenks mit Kapselschwellung und hochgradiger Einengung des subakromialen Raums durch ein lateral abfallendes Akromion. Hinzu kommt eine ausgeprägte Tendinose sowohl der Supraspinatus als auch der Subscapularissehne und eine interstitielle Partialruptur am humeralen Ansatz. Kann man diesen Komplex (sinnvoll) operieren oder ist eine konservative Behandlung hier zielführender? Ergänzende Information: Ich bin Trainer B Sportklettern und fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit (15 km einfach). Bewegungseinschränkung besteht kaum, Schmerzen seit ca. einem Jahr, seit drei Wochen ausgeprägt (daraufhin wurde das MRT gemacht). Die Schmerzen sprechen kaum auf NSAIDs an.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, der MRT Befund beinhaltet für mich keine zwingende OP-Indikation. In Ihrem Fall müsste die Schulter auf jeden Fall von einem Schulterexperten persönlich untersucht werden, um die genaue Beschwerdeursache genauer eingrenzen zu können. Auch wäre es sinnvoll, die MRT Bilder nicht nur vom Radiologen beurteilt zu bekommen, sondern auch durch einen Schulterexperten in Augenschein nehmen zu lassen.“

Enrico, 11.05.2015 - 23:41 Uhr

Sehr geehrter Herr Doktor Hirt, ich (54) habe mir vo ca. 8 Wochen bei einem Beinahsturz den rechten Arm nach hinten verdreht. Danach hatte ich ständige Schmerzen im Schultergelenk, welche bis dato andauern. Beim MRT wurde folgendes festgestellt: Fusspunktnahe Partialruptur der Supraspinatussehne, Partialruptur am muskulotendinösen Übergang der Subscapularissehne. Ausgedehnte Bursitis subkoracoidalis. Ventraler Labrumeinriss. Nun hat mir mein Arzt geraten dies nicht operieren zu lassen aufgrund meiner recht kräftigen Schulter- und Oberarmmuskulatur, welche das ganze auffangen kann. Wie denken Sie darüber? Über eine Antwort würde ich mich freuen

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, die dargelegten Befunde lassen eine Entscheidung über eine operative oder konservative Vorgehensweise noch nicht abschließend zu. Ein vorerst konservativer Therapieansatz scheint auf jeden Fall möglich. Ich würde der Schulter sicherlich erst mal einige Monate Zeit geben, sich zu erholen. Sollten die Beschwerden dauerhaft anhalten, müsste eine OP-Indikation ernsthaft geprüft werden (endoskopische Dekompression und ggf. Rotatorenmanschettenrekonstruktion). Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Sieglinde, 10.05.2015 - 12:01 Uhr

Bei mir wurde eine fortgeschrittene Tendinopathie der Supraspinatussehne mit nahezu vollständiger transmuraler Auffaserung und nur noch vereinzelten durchgängigen Faszikeln bei TypIII-Akromion nach Bigliani ?? festgestellt. Die Schmerzen habe ich seit Oktober letzten Jahres und sie werden eher stärker als schwächer. Was raten Sie mir?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, in Ihrem Fall wäre zu prüfen, ob bereits eine Arthrose des Schultergelenks vorliegt. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre die Möglichkeit einer operativen Versorgung sicherlich theoretisch gegeben. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Ulla, 02.05.2015 - 07:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich (46) bewege mich viel: täglich fahre ich Rad und in der wärmeren Jahreszeit schwimme ich 2x wöchentlich 1 km. Unfallbedingt fiel ich auf eine Schulter, in der eine Kapsulitis vorlag, das war sehr schmerzhaft, der Schulterspezialist stellte die Kapsulitis fest, doch bekam ich keine verständliche Auskunft, ob die Sehne geschädigt wurde, auch nach dem MRT nicht. Ich habe wieder auftauchende stechende Schmerzen in der Schulter, die noch etwas anderes sind als die frozen shoulder, die ich schon kenne. Folgender Befund wurde mir ausgestellt und meine Frage ist, sollte ich eine zweite Meinung einholen, ob eine Behandlung erfolgen sollte? Ich möchte auf jeden Fall meine volle Kraft im Arm erhalten. Befund: Im Schultergelenk Osteophyten und vermehrte Flüssigkeit im Gelenkspalt. Bei lateraler und caudaler Krümmung des Acromions ist der Subacromialraum nicht großzügig angelegt. Im Schultergelenk physiologische Artikulation. Das Labrum und der Bizeps-Sehnen-Anker, der Knorpel intakt. Etwas vermehrte Flüssigkeit, die Synovia des Recessus axillaris leicht verbreitert. Die Rotatorenmanschettensehnen sind intakt. Lediglich auf Höhe des Intervalls leichte Signalanhebung. In der Beurteilung steht im 2. Punkt: Allenfalls initiale Ansatzendinopathie der Rotatorenmanschettensehnen bei nicht geräumig angelegtem Subacromialraum Ich freue mich auf Ihre Antwort, danke.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, insgesamt liest sich der MRT Befund unauffällig, mich macht lediglich der Abschnitt „im Schultergelenk Osteophyten" etwas stutzig. Es könnte sein, dass sich hinter dieser Wortwahl Zeichen für eine beginnende Schultergelenks-Arthrose verbergen. Dies wäre sicherlich ein eher ungünstiger Befund. Lassen Sie das eventuell nochmals durch einen Orthopäden und ein ergänzendes Röntgenbild überprüfen. Ansonsten würde ich vorerst weiter auf einen Rückgang der Frozen shoulder warten und gegebenenfalls einige Zeit nach dem Unfallereignis nochmals eine MRT Kontrolle durchführen lassen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

martina, 25.04.2015 - 11:10 Uhr

Schultersonographie rechte Schulter zarter Einriss der Supraspinatussehne bursalseitig 2cm vom Ansatzbereich entfernt mit Ödembildung im sinne eines entzündlichen Reizzustandes. Was kann ich tun über drei Wochen Schmerzen beim anheben seitlich gerade aus und Überkopf?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, die Formulierung „zarter“ Einriss der Supraspinatussehne ist recht vage gehalten. Ich würde hier sicherlich zur Durchführung einer MRT Untersuchung raten, um den Befund eindeutig darzustellen, sofern die Beschwerden am Schultergelenk zu einer Verletzung der Rotatorenmanschette passen würden. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Margarete, 24.04.2015 - 14:44 Uhr

Bitte um ihre Meinung ob eine OP sinnvoll ist bei schlitzförmigem transmuralem Teilabriss der Supraspinatussehne vom Tuberculum majus bei interstitieller Delamination der Supraspinatussehne. Ich bin 48 Jahre alt und in der ambulanten Pflege tätig. Danke für Ihre Mühe

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrte Patientin, die Formulierung "schlitzförmig" ist in Zusammenhang mit der Supraspinatussehne eher ungebräuchlich, ebenso das Wort „Delamination". Dahinter verbirgt sich wahrscheinlich ein kurz Strecker, transmoraler Abriss der Supraspinatussehne. Insofern ist vermutlich eine OP-Indikation zu prüfen (endoskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion), wenn sie dauerhaft wieder eine belastbare Schulter bekommen möchten. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

ingo, 23.04.2015 - 15:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bin 68 Jahre und habe folgenden Befund bekommen:Pathologische Signalveränderungen, Verdickung und unscharfe Konturen der periheren Subscapularissehne im Sinne einer Teilruptur bei chronischer Tendinopathie. Leicht ausgeprägte Tendinosis der Supraspinatussehne. Subakromiales ossäres Impingement bei AC-Gelenksarthrose und verminderter akromlohumeraler Distanz. Ichwürde mich freuen von Ihnen zu hören. Danke und feundliche Grüße Ingo

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, in Ihrem Fall sollten wir noch einmal kurz auf die Ursachen des so genannten Impingement eingehen. Diese schmerzhaften, engpassbedingten Reibungsprozesse an der Rotatorenmanschette entstehen häufig auf dem Boden einer ungünstigen Schulterdachform (Acromion Bigliani Typ 2 oder Typ 3), bzw. durch knöcherne Wulstbildungen am AC-Gelenk (Schulter-Eckgelenk), die nach unten ragend den Schulterdach Raum einengen und so auf Dauer zu Sehnenschäden führen können. Sicherlich kann in der beschriebenen Situation auch ein konservativer Therapieansatz gewählt werden (Krankengymnastik), es wäre jedoch je nach Grad der Sehnensschädigung auch bereits eine operative Maßnahme denkbar) auf endoskopische Dekompression, Abtragung der Osteophyten am Schulter-Eckgelenk, Acromioplastik/ Korrektur der Schulterdachform). Wenn Sie eine genaue Einschätzung ihrer Situation wünschen, biete ich eine kostenpflichtige Begutachtung Ihrer MRT Aufnahmen und Vorbefunde über mein Zweitmeinungsportal zum Thema Schulteroperation an. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Dorothee, 16.04.2015 - 11:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt. Ich bin 65 Jahre alt, aktive Sportlerin (Golf) und habe nach MRT der Schulter folgenden Befund erhalten: ausgedehnte perforierende Partialruptur des M.supraspinatus in Höhe des muscolotendinösem Überganges mit breitem flüssigkeitsgefülltem Defekt. Leicht bis mäßiggradig ausgeprägter Schultergelenkserguß mit Ausbreitung in die Bursa subacromialis und subdeltoidea. Mittelgradig ausgeprägte Omarthrose bei ausgeprägter CM des Humeroglenoidalgelenks und reaktiven, teils kleincystischen Veränderungen subchondral.Degeneration des Labrum glenoidale. Leichte ACG-Arthrose mit Reizzustand. Meine Frage an Sie: mein Orthopäde rät zur Operation (möglichst zeitnah); ist auch eine konservative Behandlung möglich und falls Sie nicht der Meinung sind, sollte man endoskopisch operieren? Wie sind die Heilungsaussichten und wie lange dauert dann der Heilungsprozeß. Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören. Mit frdl. Grüßen

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Die so genannte perforierende Partialruptur der Supraspinatussehne stellt einen Zustand dar, den der Körper selbst nicht reparieren kann. Leider liegt bei Ihnen auch eine Omarthrose, d. h. eine starke Abnutzung der Gelenksoberflächen im Schultergelenk vor. Insofern muss tatsächlich die gesamte Situation der Schulter beurteilt werden, bevor man sich zu einem operativen Eingriff entschließt. Die Arthrose selbst kann durch einen endoskopischen Eingriff allenfalls etwas gelindert werden, eine definitive Behandlung wäre in Ihrem Fall eventuell nur noch durch ein künstliches Schultergelenk möglich (Schulter-TEP).“

Roman, 31.03.2015 - 16:56 Uhr

Sg.Hr Dr-Hirt,ich bitte Sie höflich um Rat . Vorigen DO habe ich ein plötzliches Brennen und starke Schmerzen in der rechten Schulter.Im KH schickte man mich zum MRI.Dort stellte man folgendes fest:Ruptur der Supraspinatussehne mit Bursitis und Bizepssehnenscheidenerguss sowie AC-Gelenks-arthrose.Kleine Labrumruptur vental.Bin Sportler-HILFE?!

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, eine Ruptur der Supraspinatussehne beim Sportler stellt einen großes Problem dar. Üblicherweise muss eine operative Maßnahme in Betracht gezogen werden, wenn Sie ihren Sport auch in Zukunft auf dem gewohnten Niveau ausüben möchten.

alice, 27.03.2015 - 10:57 Uhr

Brauche dringend Rat,der Orthopäde empfehlt eine op bei folgendem Befund: Kapselverdickung, gerringgradiger Gelenkerguss und osteophytäre Randanbauten im Akromioklavikulargelenk auf der rechten Seite. Bei osteophyären Randausziehung aus dem Akromion zeigt sich eine knöcherne Einengung des Subakromialraumes. Flächige Signalalterationen und deutliche ansatznahe Ausdünnung der Suprspinatussehne. Deutlich ausgeprägte Signalalterationen und ödematose Aufreibung der ansatznahe anteile der sehne des musculus subscapularis.ausgeprägte bursitis subacromale subdeltoidea. Ein anderer Orthopäde hat die extrakorporale Stosswellentherapie für 650 € vorgeschlagen, die ich selber zahlen muss. Ich weiß nicht, was ich machen soll?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

.. aus ihrem Befund entnehme ich, dass sowohl Arthrose-Veränderungen als auch beginnende Sehnenschäden der Supraspinatussehne vorliegen. Wenn die konservative Therapie hier keine Besserung ergeben hat, wären operative Maßnahmen sicherlich denkbar. Dazu zählt auch ein Abtragen der sogenannten Osteophyten (Knochenwülste, die durch Arthrose entstehen). Sicherlich wäre es sinnvoll, zuvor den Zustand der sehnen im MRT genau zu beurteilen. Denn die Heilungsdauer nach einem solchen Eingriff hängt entscheidend davon ab, ob die Rotatorenmanschette bereits betroffen ist.“

Martin, 19.03.2015 - 21:55 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bin Beachvolleyballer, 31 Jahre alt und im Profibereich tätig, ich finde bisher keine Lösung, vielleicht könnten Sie mir weiterhelfen und sagen, ob ich OP oder eine konservative Behandlung brauche. Laut Befund: Altersentsprechendes unauffälliges Knochenmarksignal, kein Frakturanhalt, kein Anhalt für eine avaskuläre Knochennekrose. Geringe degenerative Veränderung des AC-Gelenkes. Zeichen einer flachen osteochondralen Impression des Caput humeri antero-lateral. Vorbestehende hintere Instabilität bekannt? Zeichen einer fokalen subtotalen Ruptur der Supraspinatussehne ansatznah in Nähe des hinteren Intervalls mit einem Defekt von ca. 10mm. Die übrigen Sehnen der Rotatorenmanschette kommen intakt zur Darstellung. Begleitende Tendinitis supra-infraspinata und diskrete Bursitis subakromialis subdeltoidea. Laborligamentärer Komplex und lange Bizepssehne altersentsprechend unauffälig. Ansonten reguläre Darstellung der periartikulären Weichteile. Bei fortbestehenden Beschwerden Kontrolle empfohlen. Kontrolle unter Therapie empfohlen. Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen! Ich danke Ihnen herzlich im Voraus Beste Grüße Martin

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 14.12.2015

Sehr geehrter Patient, beim Volleyball handelt es sich generell um eine sehr schulterbelastende Sportart. Häufig treten durch jahrelange Mikrotraumatisierung voranschreitende Schäden an Sehnen, Gelenklippe und Gelenkkapsel auf. Ich gehe davon aus, dass in Ihrem Fall durch einen konsequentes Stabilisierungstraining nochmals eine Besserung zu erzielen wäre. Langfristig gesehen muss jedoch voraussichtlich der Sehnenschaden behandelt werden. Eine genaue Einschätzung könnte ich jedoch nur geben, wenn ich die MRT Bilder begutachtet habe. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg, Dr. Hirt

Friedhelm, 08.03.2015 - 16:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bitte um Ihre Meinung zu nachfolgendem MRT-Befund (Ende 02/2015), ob OP oder konservative Behandlung (wenn ja, wie): 1. Geringe ACG-Arthrose mit geringem Reizzustand. Keine Impression des Musculus supraspinatus. Geringe Enthesiopathie am Humeruskopf. 2. Durchgehende Teilruptur der Supraspinatussehne im Vorderrand. Tendinose der überwiegend erhaltenen Sehne. Sehnen von Musculus infraspinatus und subscapulans sowie lange Bizepssehnen intakt. 3. Labrum unauffällig. Kein Erguss im Schultergelenk. 4. Gering Flüssigkeitsaustritt in die Bursa subacromialis/subdeltoides Parsartikulare Weichteile unauffällig. Besten Dank im voraus.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 13.12.2015

Sehr geehrter Patient, auch bei Ihnen handelt es sich wieder um die Frage der sogenannten Teilruptur der Supraspinatussehne. Nach meiner Erfahrung entpuppt sich eine vom Radiologen beschriebene Teilruptur der Supraspinatussehne in sehr vielen Fällen als durchgehender Abriss von Teilen des Supraspinatus-Sehnenansatzes. Insofern müssen wir dann von einer Situation ausgehen, die der Körper nicht mehr selbst heilen kann. Der Pantient steht somit - wie bei der Komplettruptur der Supraspinatussehne - vor der Wahl, ob er mit dem Defekt leben oder aber eine operative Reparatur vornehmen lassen möchte (endoskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion der Supraspinatussehne). Wenn Sie eine genauere EInschätzlich möchten, können Sie diese auf meinem Internetportal Zweitmeinung-Schulteroperation erhalten. Freundliche Grüße aus Freiburg!

Evelyn, 22.02.2015 - 12:04 Uhr

Befund MRT nach Operation im Nov.2014 bursaseitiger Partialriss im distalen Drittel der SUPRASPINATUSSEHNE auf degenerativer Basis Meine Frage Hr. Dr. Hirt ist eine erneute Operation notwendig ich habe Schmerzen und Funktionseinschränkungen und bin von Beruf Altenpflegerin Vielen Dank!

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Sehr geehrte Patientin, ein MRT wenige Wochen nach der OP sagt oft nicht allzuviel über die Ursache der Beschwerden aus. Man sieht häufig eine Vielzahl von Veränderungen, die in ihrer Bedeutung schwer zu interpretieren sind. Hier muss man sich auch auf die Einschätzung des Operateurs verlassen, der die Schulter beim Eingriff ja von innen gesehen hat. Wenn er eine nochmalige OP empfiehlt, und dies gut begründet, sollte man sich mit dieser Empfehlung evtl. anschliessen - oder eine Zweitmeinung einholen. Gerade in der Altenpflege muss die Schulter ja voll belastbar sein! Freundliche Grüße, Dr. Hirt

Lydia, 19.02.2015 - 11:40 Uhr

Meinem Mann wurde MRT li.Schulter gemacht und der Befund lautet: Ödematös narbige Insertionstendopathien INfra- und deutlicher Supraspinatussehne mit zwischen 20%-30% intratendinöser älterer Partialruptur/Ausdünung,initiale Enthesiopathie Infrapsinatussehne, ödematöse Insertionstendopathie Subscapularis Bizeps geringgradig mit intaktem Anker Ödematöse Ligamentoapthien SGL MGL IGL ohne Komplettruptur. Mein Mann ist schon drei Monaten krankgeschrieben, verschiedene Therapien, auf MRT Termin hat er fast zwei Monaten gewartet. Meine Frage Hr.Dr Hirt lautet: Ist eine OP in diesem Fall notwendig? Am 23.02.15 geht er mit dem Arztbericht zum Orthopäden. Danke.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Sehr geerte Patientin. Die vielen Ödemzeichen sprechen für eine akute Entzündung der Schulter. Hier ist auf jeden Fall weitere Ursachenfoprschung nötig, bevor man sich zu einer OP entschliesst. Freundliche Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

Manfred, 17.02.2015 - 07:54 Uhr

Dieser Artikel hat mich (70) in meiner Entscheidung zu einer OP stark beeindruckt. OP, ja oder nein, jetzt kann ich mich dafür entscheiden, vor allem, weil der "Auskunftgeber" an meiner Entscheidung kein finanzielles Interesse hat. Danke! M.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Vielen Dank! Es ist sehr schön für mich, so eine positive Rückmeldung zu bekommen. Freundliche Grüße aus Freiburg Dr. Hirt

Ingrid, 07.02.2015 - 19:13 Uhr

Frage: Ich stürzte seitlich auf den Oberarm. Erster Befund auf proximaler Oberarmbereich mit Hämatom und Erguß im Schultergelenk. Kann man sich mit so einem Sturz einen Supraspinatissehnenriß zuziehen? Der Arzt sagte mir, mit seitlich angelegtem Arm kann man sich die Sehne nicht reißen.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Liebe Patientin, hier sprechen Sie das auch weiter unten bereits behandelte Thema der -geeigneten Unfallmechanismen für das Entstehen einer Rotatorenmanschettenruptur- an. Sie können dazu auch auf meiner Homepage nachlesen beim Thema -Supraspinatussehne-. Insbesondere Unfallversicherungen und die Berufgenossenschaft beschäftigen sich sehr gerne mit diesen Fragestellungen, da durch angeblich -ungeeignete Unfallmechanismen- die Ansprüche der Patienten abgewiesen werden können. Ich selbst konzentriere mich in meiner täglichen Praxis darauf, wie ich den Betroffenen medizinisch helfen kann. Die Ursache der Sehnenverletzung hat für mich normalerweise eine eher untergeordnete Bedeutung. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

martin, 05.02.2015 - 19:14 Uhr

guten Tag transmuraler einriss supraspinatussehne. synoviale reizreaktion in der brusa subacromialis. sehnenansatzreizung supra-infraspinatus. können Sie mir da was zur therapie sagen? besten dank

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Lieber Patient, das Wort - transmural - ist sozusagen die Grenze, ab der eine OP in vielen Fällen doch in Betracht gezogen werden muss. Transmural bedeutet, dass beide Schichten der Supraspinatussehne vom Knochen abgerissen sind. Dieser Zustand kann nicht mehr von alleine verheilen und der Abriss schreitet im Laufe der Jahre immer weiter voran. Dennoch lohnt es sich immer, auch hier eine Zweitmeinung einzuholen. Die Bewertung der MRT-Bilder fällt durch verschiedene Ärzte bisweilen unterschiedlich aus. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Klaus, 28.01.2015 - 10:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, bei mir wurde vom Orthopäden die Diagnose gestellt: Sono Linke Schulter: komplette Rotatorenmanschetten-ruptur ansatznah, Bicepssehne im Sulcus. Dazu kurz die Vorgeschichte: im September eine Prostata-OP mit Laser, anschließend eine Krankenhaus-Odyssee wegen verschiedener Keime, also längere Liegezeiten, 11kg abgenommen, an den Oberarmen totaler Muskelschwund, dazu einige Stürze mit Ohnmachten, Gründe nicht feststellbar, dann kürzlich die o.a. Diagnose aufgrund zum Teil heftiger Schmerzen. Ich werde 78 Jahre alt und der Orthopäde sagte mir, man könne bei mir nichts mehr machen, weil in der Schulter auch Arthrose sei und aufgrund meines Alters. Ist das wirklich so, dass nichts mehr zu ändern ist? Ich kann den Arm nicht mehr hoch bekommen und das ist natürlich eine große Einschränkung. Über eine Meinung von Ihnen würde ich mich freuen. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichem Gruß Klaus

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Sehr geehrter Patient, immer wieder erlebe ich solche Situationen, in denen Patienten ganz ohne Hoffnung alleine gelassen werden. Es gibt tatsächlich Fälle, in denen keine Behandlungsmöglichkeiten mehr bestehen. Mit 78 sind Sie jedoch in einem Alter, in dem die körperliche Belastbarkeit und die Aktivitätsbereitschaft/ Motivation nahelegen, alle zur verfügung stehenden Möglichkeiten nochmals zu erörten und ggf. auch auszuschöpfen. In Ihrem Fall müsste zuerst einmal untersucht werden, worauf die Bewegungsstörung überhaupt zrückzuführen ist. Sollte wirklich eine schwere Arthrose der Schulter vorliegen, so bestünde zumindest die Möglichkeit einer Kunstgelenkversorgung (TEP). In der Hand des erfahrenen Operateurs kann in vielen Fällen selbst dann nochmals eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Wilfried, 26.01.2015 - 12:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt bei mir wurde ein Anriss der distalen Supraspinatussehne im ventrulateralen Abschnitt festgestellt. ( 5 mm breit, mit Aufregung ) Seit Nov. bekomme ich nur Schmerzmittel. Bin z. Z. im Ausland. Was sollte ich bis meiner Rückkehr nach Deutschland tun? ( Ende März ) Wo bekomme ich in Deutschland Hilfe? Herzlichen Dank für die Möglichkeit Sie zu kontaktieren. Mt freundlichem Gruß Wilfried

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Sehr geehrter Patient, ich biete Ihnen an, sich auf meiner Zweitmeinungsseite eine konkrete Beurteilung Ihrer Situation einzuholen. Sie können mir dort Ihre MRT-Bilder und die bisher vorliegenden Untersuchungsbefunde und Therapieempfehlungen hochladen. Ich werde Ihnen dann eine fundierte Einschätzung zu Ihrem Schulterproblem übermitteln. Freundliche Grüße, Dr. Hubertus Hirt

Birgit, 25.01.2015 - 18:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, habe seit August Schmerzen im linken Oberarm, mit Schmerzen im Ellenbogen und manchmal Ausstrahlen über Unterarm in Handrücken. Am schlimmsten sind die Schmerzen bei Rotationen, schon eine Jacke anziehen schmerzt sehr oder wenn ich mich nach etwas mehr strecken will und auch nachts, so dass ich kaum schlafen kann. Kann nicht auf den betroffenen Arm liegen oder ihn beugen wache dann sofort auf. War im Nov. 14 dann das erste Mal beim Orthopäden Röntgen Schulter und MRT Schulter waren o.b. Habe übrigens kaum Schmerzen direkt an der Schulter !! Eben der Oberarm und Ellenbogen sind es vor allem. Dann das MRT von der HWS (hatte vor 6 Jahren einen Bandscheibenvorfall C6/7) zeigte jetzt im Januar eine Osteochondrose interverbr. und eine Bandscheibenprotrusion C6/7, hat aber wohl mit den Schmerzen im Oberarm nichts zu tun. Auch an der HWS selbst habe ich keine Schmerzen. 12 x Krankengymnastik und über 4 Wochen Ibu 600 haben nicht viel geholfen und 1x eine Kortisonspritze in die Schulter im Januar auch nicht. Habe mir dann die Schulter CD nochmal von jemand anderem anschauen lassen, der sagte mir da wäre aber ein kleiner (minimaler Befund) Einriss an der Sehne der Rotatorenmanschette , jetzt steht im Brief es wäre allenfalls eine Tendopathie der Supracapularis und Supraspinatussehne. Aber dass ist doch kein Einriss oder? Bin jetzt total verunsichert weil ich nicht weiss was ich habe. Soll noch zum Neurochir. wegen der HWS vorsichtshalber und dann noch zum Neurologen um Messungen vorzunehmen und je nachdem was rauskommt eine Arthroskopie machen. Bin einfach ratlos. Sollte man erst noch den Ellenbogen/Unterarm untersuchen? Vielen Dank für ein Antwort. Viele Grüsse

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Liebe Patientin, das gleichzeitige Vorliegen von mechanisch-entzündlichen Beschwerden aus dem orthopädischen Bereich (Schultergelenk, Sehnenabrisse, Rotatorenmanschettenruptur, Kalkschulter, Schultersteife) und Nervenwurzelreizungen durch neurochirurgische Ursachen ist nicht selten. Hier muss sehr sorgfältig herausgearbeitet werden, welches der beiden Probleme tatsächlich die Hauptverantwortung für die bestehenden Beschwerden trägt. Dieses sollte dann natürlich zuerst behandelt werden.

Jürgen, 24.01.2015 - 20:07 Uhr

Schmerzen in der rechten Schulter. MRT Befund Beurteilung. Teilrupturen der tiefen Schichten Subscapularissehne. mit Subluxation der langen Bizepssehne Schwere Tendinose auch der Infraspinatussehne. Was tun ?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Lieber Patient, bei Ihnen liegt eine sog. Pulley-Läsion vor (Zerreissung der Haltebänder der Bicepssehne in der Bicepsrinne). Dieser Zustand bereitet ziemliche Schmerzen, die häufig erst dann enden, wenn die Bicepssehne von selbst ganz abreisst. Wir können diesem Ereignis natürlich zuvorkommen durch eine endoskopische Schulter-OP. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

Kveta, 24.01.2015 - 00:17 Uhr

Guten Tag Herr Dr.Hirt,seit 2 Monaten habe ich Schmerzen in rechtem Arm.Nach MRT wurde mir diese Diagnose mittgeteilt:Subakromiale Impingement-Morphologie mit leichter Bursitis.Mässig-bis höhergradige(50 bis 70%ige)Unterflächenpartialruptur der Supraspinatussehne von ventral bis dorsal ansatznah bis nach subakromial.Diskrete Unterflächenläsionen der Infraspinatussehne.Kurzstreckige intratendinöse Längsruptur der Subscapularissehne am Ansatz und Oberrand.Tendinose der langen Bizepssehne. Synovialitis im Rotatorenintervall. Intakter Gelenkknorpel ohne Omarthrose.SLAP(Typllc).Diskrete AC-Arthrose. Können Sie mir mittelen ob für mich eine OP im frage kommt? Ich bin 69 aber sehr beweglich.Ich mache mich fit mit Gymnastik und ohne Bewegung kann ich nicht leben. Ich danke Ihnen voraus für Ihre Antwort. Gruss Kveta

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Liebe Patientin, das Thema der Partialrupturen (Teileinriss der Supraspinatussehne) wird unetr Ärzten auch heute noch lebhaft diskutiert. Ich tendiere dazu, auch Teilrupturen operativ zu versorgen, wenn Beschwerden bestehen. Aber die letzte Entscheidung kann man nur treffen, wenn man die MRT-Bilder der verletzten Supraspinatussehne im Original gesehen hat. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hubertus Hirt

Alexandra, 22.01.2015 - 11:59 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Hirt, ich habe folgende Diagnose bekommen und mein Arzt rät mir von einer OP ab, da er sagt, ich könnte noch 20 Jahre lang so leben, evtl. ohne dass die Sehne reißt, auf der anderen Seite, könnte sie auch bei einer Alltagsbewegung reißen. Zudem sagte er, da ich nur bei bestimmten Belastungen Schmerzen habe, seit gestern ziept es aber auch so ab und an, da ich wohl auf dem Arm komisch geschlafen habe, dass er befürchtet, dass die Schmerzen nach der OP größer seien könnten als vorher. Alles find allerdings mit einer Kalkschulter an, der Kalk hat sich allerdings nach 'Aufbrechen' aufgelöst nach 6 Wochen ungefähr. Gegen die Schmerzen habe ich damals eine Cortisonspritze bekommen, die super geholfen hat. Der Befund lautet nach MRT: deutlich ausgeprägte Tendinopathie mit deutl. Zeichen der Partialruptur der Supraspinatussehne rechts bei knöcherner subakromialer Enge. Begleitende subchondrale Geröllzystenbildung im Humersukopf im Verlauf der Ansatzzone. Geringgradige ansatznahe Tendinopathie der langen Bizepssehne. Bursitis. Meine zusätzliche Frage lautet, ist es nicht schlimmer, wenn die Sehne erstmal gerissen ist? Mein Arzt sagt, normalerweise OP sofort bei dem Befund, da ich aber im Knochen so ein großes Loch habe (evtl. als Kind oder früher beim Handball oder einem Autounfall durch den Gurt zugezogen?), könnte man die Titanschraube nicht befestigen, zumindest nicht dort, wo sie eigentlich hin sollte. Hm, jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Vielen Dank im Voraus. Beste Grüße Alexandra (38 Jahre)

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Liebe Patientin, in Ihrem jungen Alter müsste man auf jeden Fall eine endoskopische Befestigung der Sehne in Betracht ziehen. Normalerweise findet sich auch bei vorliegenden Knochenzysten immer eine Stelle, an der die Anker zu befestigen sind. Es gibt auch auflösbare Anker, so dass ein mögliches Auswandern des Implantats nach der OP keine großen Probleme mit sich bringen würde. Suchen Sie nochmal einen Experten auf oder holen sich eine Zweitmeinung über meine Zweitmeinungsseite zum Thema Schulteroperation. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

Dietmar, 19.01.2015 - 13:17 Uhr

Guten Tag, Befund: Ausgedehnte Ruptur der Subscapularissehne. Arthroskopie. Die Sehne wird bei der OP mit Titandübeln und Fäden am Knochen fixiert wurde mir gesagt. Anscheinend müssen die Dübel nach "Abheilung" für immer drinbleiben, werden also nicht mehr rausgemacht. Ist das unabdingbar? Oder umgekehrt zu empfehlen, notwendig und letztlich sicherer? Bestünde theoretisch die Möglichkeit, dass Sehne und Knochen wieder komplett "miteinander" verheilen, die Dübel also nicht mehr nötig sind und entfernt werden können? Dann hätten die Knochen Löcher..,das alles wegen einer Unvorsichtigkeit und ungeschicktem Sturz.., freue mich über eine baldige Antwort, der OP-Termin steht diese Woche an. Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen, Dietmar

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Liebe Patient, die Dübel würden tatsächlich nach 8 Wochen nicht mehr benötigt. Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, die Sehne bis zur Einheilung an der Knochenoberfläche festzuhalten. Sobald die Sehne stabil angewachsen ist, braucht man die Dübel nicht mehr (Fadenanker). Da bei der Entfernung der Sehnenansatz wieder beschädigt würde, lässt man die Anker dann lieber im Knochen zurück - zumal diese auch überhaupt nicht stören. Freundliche Grüße, Dr. Hirt

Annett, 08.01.2015 - 21:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Hirt, ich habe mein MRT Bericht erhalten. Am tuberculum majus subchondrale Zystenbildung. Hier auch Aufsplittung der Supraspinatussehne mit gelenksseitiger Partialruptur und peritendinöser Ergussbildung . Gering Erguss auch in der Bursa subdeltoidea und subacromialis. Lange Bizepssehne intakt. AC-Gelenk unauffällig. Geringe Ansatztendinopathie der Subscapularissehne. Labrum intakt. Ich spiele seit vielen Jahren Volleyball und habe Diabetes . Was soll ich tun OP oder nicht. Habe auch im Ruhezustand Schmerzen. Vielen Dank

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Liebe Patientin, das Problem der Teilrupturen habe ich in meinem Artikel zum Thema erwähnt. Grundsätzlich können auch sogenannte Teilrupturen nicht mehr von alleine heilen. Allerdings würde man eine OP normalerweise nur dann empfehlen, wenn auch starke Beeinträchtigungen (Schmerzen oder Bewegugseinschränkung) mit dem Teilabriss der Supraspinatussehen einhergehen. Gerne können sie über meine Zweitmeinungsseite eine genaue Einschätzung erhalten. Viele Grüße, Dr. Hirt

Michael, 06.01.2015 - 14:28 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, haben Sie herzlichen Dank für Ihre umfangreiche Erklärung. Ich habe mich zwischenzeitlich zur minimal-invasiven OP entschlossen, die Mitte Januar stattfinden wird. Mit freundlichen Grüßen Michael

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 08.03.2015

Alles Gute für den geplanten Eingriff! Dr. Hirt

Selina, 28.12.2014 - 18:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich hatte vor 1 1/2 Jahren einen schweren Verkehrsunfall, wobei auch meine Schulter mehrere Brüche erlitt. Dabei habe ich einen Marknagel in den Knochen bekommen. Meine Bewegung wurde allerdings mit der Zeit immer besser. Auer ein paar Einschränkung. Z.B war die Außenrotation sehr schlecht und ich konnte meinen Arm auch nicht ganz nach oben kriegen. Was aber alles auszuhalten war. Nun wurde im Juli 2014 der Marknagel entfernt und seit dem ist alles wieder schlechter. Ich mache Sport über Sport nur ich kriege meinen Arm nicht höher als 90°"! Nun wurde beim MRT herausgefunden dass ein Abrisss der Supraspinatussehene am Tuberculum majus mit Erguss in der Bursa subakromialis vorliegt. Ob das schon seit dem Unfall ist oder seit der ME wissen die Ärzte nicht genau. Jetzt wollen die Ärzte das schnellst möglichst operieren. Meine Frage ist nun, ob es auch möglich ist, dass ich noch 6 Monate warte und es dann operieren lasse, da es im Moment gar nicht passt. Oder ist das ein viel zu hohes Risiko? Im Moment kann ich ja mit der Einschränkung erstmal leben. Ich habe keine Schmerzen. Allerdings will ich das dann in 6 Monaten wirklich operieren lassen und mein Arm möchte ich dann auch irgendwann wieder ganz bewegen können. Ich würde mich über Ihre Meinung sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen, Selina ( 21 Jahre)

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Liebe Patientin, sie berichten uns über einen sehr unglücklichen Verlauf. In Ihrem jungen Alter sollte alles getan werden, um die Schulterfunktion nach Möglichkeit wieder dauerhaft zu verbessern. Grundsätzlich hat man bei Sehnenschäden am Schultergelenk in aller Regel genügend Zeit, einen Eingriff so zu planen, dass die persönlichen Abläufe und Verpflichtungen nicht zu sehr gestört werden. Da es sich bei Ihnen um ein recht komplexes Problem handelt, würde ich mich jedoch hier klar nach der Empfehlung des Arztes richten, dem Sie sich mit der Schulter gerne anvertrauen möchten. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

Karl, 20.12.2014 - 14:18 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, nach einer Schulter OP 2005 war meine rechte Schulter wieder wie "neu". Im laufe des 2013 nach starker körperlicher Anstrengung verspürter ich wieder Schmerzen in meiner rechten Schulter die in laufe der Zeit stärker wurden. Eine Kernspintomographie am 18. 2 2014 ergab folgenden Befund: Unveränderte mäßige Verschmächtigung des Musculus supraspinatus und narbig inhomogene Kofigurationen der Sehne und der Sehnenbefestigung am Tuberculum majus mit erneuter flächiger Exsudatansammlung und Schwellung der angrenzenden Gleitzone subdeltoideal bei abgestumpftem Unterrand des Acromion und AC-Gelenkmit kleinen osteophytären Randleisten. Zunehmende Signalstörung und leichte Auflockerung der Infraspinatusinsertion ohne durchgreifende Defektbildung oder Sehnenretration.Weiterhin durchgezeichnete Subscapularis- und nicht sicher abgrenzbare Bizepssehne. Gleno-Humereal-Gelenk ohne Defekte bei leichter kapsulärer Schwellung und Exsudatansammlung. Ikonnte mich jedoch damals zu keine sofortigen OP entscheiden. Nach jetzt sehr starken Schmerzen erneute Kernspitomographie am 11. 12 2014 Befund:Beengter Subacromialraum und geringe pseudobursitische Schwellung. Zunehmende Auflockerung und Teilruptur des Infraspinataussehnenansatzes, umschriebene Perforation der Supraspinatussehne am Übergang zur Infraspinatussehne bei ausgeprägt narbigen Veränderungen und Inhomogenitäten der ventralen SSP-Sehnenabschnitte wie vorbestehend.Rissbreite etwa 7 mm, mit geringer Retraktion des Sehnenstumpfes Subscapularisssehne intakt, übrige Binnenstrukturen konstant, leichte synoviale Reizung. Für Ihren Rat wäre ich sehr dankbar. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest Karl

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrter Patient, der MRT-Befund legt nahe, dass es zu einer sogenannten Re-Ruptur gekommen ist (erneuter Abriss der Supraspinatus-, bzw. Infraspinatussehne nach Schulter-OP). Sicherlich wäre nun zu prüfen, ob ein nochmaliger Eingriff in Ihrem Fall angezeigt ist - einiges spricht dafür. Abschliessend kann diese Frage jedoch nur im Rahmen einer Untersuchung durch einen Schulterexperten geklärt werden.

Michael, 08.12.2014 - 22:42 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, nach der Kernspintomographie des Schultergelenks links wurde folgende Beurteilung formuliert: Hochgradige Rissbildung der Supraspinatussehne ansatznah bis zu einer Risslänge und Rissbreite von etwa 1,5 cm mit einzelnen Reststrukturen. Leichte Retraktion und geringe muskuläre Atrophie des Supraspinatusbauchs. Tendinosen der übrigen Rotatorensehnen. Deutlich verbreitetes nach kaudal ausladendes AC-Gelenk, schmale bursitische Schwellung. Omarthrose mit synovialer Reizung. Ich bin 74 Jahre alt. Bitte teilen Sie mir mit, welche Behandlung nach Ihrer Ansicht die Funktionsfähigkeit meines linken Arms wieder herstellen kann. Für Ihren Rat danke ich Ihnen sehr. Mit freundlichen Grüßen Michael

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrter Patient, die entscheidende Frage ist mit Sicherheit, ob bereits eine Omarthrose (Schulterarthrose) bei Ihnen vorliegt. Der MRT-Befund bleibt hier etwas unklar. Sollte dies noch nicht in höherem Ausmaß der Fall sein, wäre eine endoskopische Rekonstruktion der Supraspinatussehne (Rotatorenmanschette) auf jeden Fall in Betracht zu ziehen. Sicherlich ist hier die Einholung einer Zweitmeinung bei einem Schulterspezialisten sinnvoll.

Sandy, 20.11.2014 - 17:18 Uhr

Hallo ! Ich habe eine Teilruptur der Supraspinatussehne mit beginnender Arthrose. Ich bin 37 Jahre und in der Altenpflege tätig. Operieren ja oder nein. Ich bin unsicher. Mit bestem Dank im Vorraus

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrte Patientin, das Vorliegen einer Arthrose mit 37 Jahren ist eher ungewöhnlich. Hier sollte auf jeden Fall ein Schulterspezialist zugezogen werden, der Sie untersucht und Ihre MRT-Bilder analysiert, um zu einer klaren Therapieempfehlung zu kommen. Im Fall einer OP (Rekonstruktion der Supraspinatussehne) müssten Sie auf jeden Fall mit einer mehrmonatigen Ausfallzeit in Ihrem Beruf rechnen. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg, Dr. Hirt

Hans, 13.11.2014 - 18:10 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich fange mit dem Bericht des Radiologen leider nicht viel an und der behandelte Arzt möchte auch nicht operieren. Den Schaden erlitt ich beim Tennisspiel. Da ich noch sehr aktiv bin (76 Jahre) als Tennislehrer und wöchentlich mehrmals im Fitness-Studio mich sportlich bewege, ist mir eine gänzliche Genesung sehr wichtig. Können Sie mir einen Rat geben? Der Bericht des Radiologen: Indirekte MR-Arthrographie nach i.v. KM-Applikation rechtes Schultergelenk vom 11.11.2014 Rechtfertigende Indikation: Alte SSP-Ruptur rechts, LBS-Tendinitis rechts, deutlicher ''Erguss rechte Schulter. Bizepssehne: Sehne im Sulcus verlaufend, etwas Erguss in der Sehnenscheide. Tendinose und longitudinales Splitting der Sehne im intraartikulären Abschnitt, Verschleißerscheinungen des BLC und Verdacht auf fokale Ablösung des Labrum von der Bizepssehne im Sinne einer SLAP-Läsion, begleitend sublabraler Recessus. Glenohumeralgelenk: Anteriorer und posteriorer Kapsel-Labrum-Komplex bei degenerativen Veränderungen intakt, keine höhergradigen Knorpelscchäden. Deutlicher Erguss, verdickte Synovia, keine wesentlicher synovialer oder kapsuläre Reizzustand. Höhertreten des Humeruskopfes. Rotatorenmanschette: Tendinose der SSC-Sehne. Komplettruptur der SSP-Sehne, der schwer degeneativ veränderte Sehnenstumpf wirkt geglättet und ausgedünnt. Tendinose und Partialläsion der ISP-Sehne, TM Sehne i m wesentlichen regelrecht. Keine wesentliche Atrophie des Muskelbauches des ISP. ACG: Horizontales Akromion mit Osteophytenkranz, Typ-III-Konfiguration, hypertrophe ACG-Arthrose mit Aktivierungszeichen. Reizzustand im Subakromialraum mir Flüssigkeitsansammlung. Beurteilung: Tendiose und Splitting des Bizepsehne, Verschleißerscheinungen des BLC mit Verdacht auf SLAP-Läsion. Komlettruptur der SSP-Sehne ohne fettige Atrophie des Muskelbauches. Deutlicher Erguss. Den Bericht des Radiologen habe ich hier abgeschrieben und hoffentlich keine Fehler rein gebracht. Über eine Antwort würde ich mich freuen und wäre auch sehr dankbar Mit freundlichen Gruß Hans

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrter Patient, insgesamt bietet der MRT-Befund eine eher günstige Konstellation für die Frage einer möglichen Sehnenrekonstruktion. Es findet sich noch keine starke Atrophie des Supraspinatusmuskels und es wird keine höhergradige Arthrose des Schultergelenks beschrieben (Omarthrose). Eine endoskopische OP liegt also zumindest im Bereich des Möglichen. Ich würde Ihnen daher eine Vorstellung beim Schulterspezialisten empfehlen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

Karin, 07.11.2014 - 17:14 Uhr

Guten Tag, Dr. Hirt, MRT-Beurteilung vom Radiologen: Rotatorenmanschettenruptur mit kleinem schnabelförmigen Einriß ventralseitig im Ansatz der Supraspinatussehne ohne Retraktion (sagittal 9mm, koronar 2 mm). Die übrige Rotatorenmanschette ist unauffällig und intakt. Schmaler Flüssigkeitssaum der Bursa subakromialis/subdeltoidea als Hinweis auf eine Bursitis. Geringe ACG Arthrose. Keine subakromiale Enge. --- Orthopäde drängte heute auf sofortige OP. Warten bis Anfang 2015 soll zu riskant sein (Verschlimmerung). "Schulter weiten" war die einzige Info, die ich heute zur OP bekam. Anfang der Woche wollte ein anderer Arzt es zunächst erst mit Krankengymnastik versuchen. Frage 1: Möchte keine Vollnarkose. Wird arthroskopische OP auch mit lokaler Betäubung gemacht? Frage 2: Zwar nicht besprochen, soll aber "Aufklärung" unterschreiben, u.a.: - Entfernung des Schleimbeutels - Erweiterungs-OP am Schulterdach - Teil-/Entfernung der Gelenkinnenhaut Sind diese Punkte (alle) zwingend erforderlich? MRT sagt doch "keine Enge"? P.S.: Die Risse/Verletzung stammen von extrem schmerzhafter Fixierung (Metall?) Star-OP Mitte August. Davor nie Schulter-Probleme/- Schmerzen. Im Gegenteil: Yogagriffe hinterm Rücken..., alles gemacht. Nach Star-OP Sport weggelassen, doch Schulter begann zu schmerzen. Dachte zunächst, das kommt von den Kortison-Tropfen. Leider kann ich das nicht nachweisen - jeder würde sagen "altersbedingt". Danke und Grüße! Sie helfen so vielen Menschen! Karin

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrte Patientin, bei Ihnen liegt ein recht komplexes Problem vor. Die Cortisontropfen haben sicherlich nicht in kurzer Zeit zu einem Sehnenschaden geführt, auch ist es eher unwahrscheinlich, das die Fixierung bei der Augen-OP zum Abriss der Sehne geführt hat. Um die Frage der Notwendigkeit einer OP zu klären, müsste ich Sie tatsächlich selbst untersuchen. Die Erweiterung gehört tatsächlich bei den allermeisten endoskopischen Schulter-OP´s mit dazu. Allerdings ist jedenfalls laut MRT der Einriss der Supraspinatussehne das Hauptproblem, so dass der Focus bei einem möglichen Eingriff auf diesem Bereich liegen sollte. Ich selbst führe Schulter-OP´s ausschließlich in einer leichten Vollnarkose, kombiniert mit einem sogenannten Scalenus-Block durch. Es gibt jedoch auch Kollegen, die Schulter-OP´s in reiner Plexusanästhesie anbieten - dies kann jedoch die Übersicht beim Eingriff erschweren und somit das Operationsergebnis beeinträchtigen.

Marita, 20.10.2014 - 20:11 Uhr

Guten Tag Herr Hirt, auch ich habe seit 1 Jahr Schmerzen in der linken Schulter bzw. bis zur Brust. Diagnose mit MRT: Einrisse in der Supraspinatussehne und etwas Arthrose. OP war im Februar 2014. Die Schmerzen waren viel weniger hinterher. Aber seit Mai nehmen sie zu. Die gleichen Beschwerden. MRT am 29. September: Hochgradiger Vedacht auf erneute kurzstreckige Kontinuitätsunterbrechung der distalen Supraspinatussehne im mittleren Sehnendrittel. Erheblicher Erguss im ehemaligen Lagebereich der Bursa subacromialis-subdeltoidea. Ich möchte nicht mehr zu meinem Orthopäden, der mich auch operiert hatte. Im Juni und August 2014 war ich bei ihm, weil die Schmerzen sehr stark waren. Bekam Kortison ins Gelenk gespritz, bzw. ich soll Übungen machen und das Heilen dauert bis zu einem Jahr. Das war es. Das letzte MRT veranlasste der Hausarzt. Aber es wäre schön, keine Schmerzen mehr zu haben und voll einsatzfähig zu sein. Können Sie mir helfen? Mit freundlichen Grüßen Marita

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrte Patientin, leider ist es schwierig, Ihnen hier aus der Ferne eine klare Empfehlung zu geben. Grundsätzlich kann eine Schulter auch im Falle einer teilweisen Re-Ruptur (erneuter Abriss der Sehne nach OP) beschwerdefrei werden. Allerdings sollte sich in Ihrem Fall sicherlich ein Facharzt die Bilder nochmals ansehen. Falls Sie das wünschen, kann ich Ihnen auf meinem Internetportal zweitmeinung-schulteroperation ein Zweitmeinungs-Gutachten zu den MRT-Bildern und zur weiteren Therapie erstellen. Herzliche Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

Elisa, 19.10.2014 - 11:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt Laut MRT-Befund besteht bei mir eine komplette Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion der Sehne auf 25 mm.M.supraspinatus etwa zu 50% fettäquivalent degeneriert.Es besteht ein ausgedehnter Erguss in der Bursa subacromialis/subdeltoidea und im glenohumeralen Gelenk. Mäßige Verschmälerung des Gelenkspaltes glenohumeral als Hinweis auf Omarthrose. Mein Arzt meint, es müßte schnellstmöglichst operiert werden, um ein künstliches Schultergelenk zu vermeiden. Ich bin 59 Jahre alt und muß beruflich körperlich gut arbeiten (landwirtschaftlich). Vor 5 Monaten wurde bereits die linke Schulter nach einem Sturz operiert. Das Ergebnis ist relativ gut. Vor 13 Jahren wurden mir rechts alle Achsellymphknoten nach einer Tumorerkrankung der Brust entfernt. Bis heute hatte ich sehr wenig Probleme bezüglich eines Lymphstaues. Wie groß ist die Gefahr, wenn jetzt an dieser Seite die Schulter Operiert werden muß? Ist die Operation auch wirklich so dringend? Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrte Patientin, da die Gegenseite sich nach der OP gut erholt hat, sollte auch hier ein Eingriff zumindest in Betracht gezogen werden. Das Risiko einer Verschlechterung der Lymphsituation nach einer endoskopischen Schulter-OP ist grundsätzlich gegeben, nach meiner persönlichen Erfahrung aber eher unwahrscheinlich.

Michael, 16.10.2014 - 20:13 Uhr

Im Jahr 2013 hatte ich eine OP der Schulter mit tendonese der LBS. Jetzt wurde bei einer MRT festgestellt Gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne im mittleren Sehnen Drittel. Schulter knackt bei ungünstiger Lage z.b. Nachts im Bett. Sollte eine erneute OP in Betracht kommen. Der Chirurg meinte kann man machen dauert aber lange bis es ausgeheilt ist. Ich bin 64 Jahre aber noch sportlich aktiv! Kein Labrum Abriss Die Supraspinatussehne zeigt jetzt einen nue aufgetretenenUnterflächen Einriss Gelenk-seitig im mittleren Sehnen Drittel mit Flüssigkeits-Penetration.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Lieber Patient, der Befund legt nahe, dass ein nochmaliger Eingriff in Betracht gezogen werden kann. Ihr junges Alter und Ihre sportlichen Ambitionen lassen dies auf jeden Fall prüfenswert erscheinen. Gerne können sie mir Ihre Bilder auf meiner Zweitmeinungsseite vorlegen, wenn Sie eine Begutachtung wünschen.

karema, 11.10.2014 - 23:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, Sie empfehlen eine operative Reparatur der Sehne, wenn noch keine Arthroseanzeichen da sind. Was empfehlen Sie bei vorhandener Arthrose?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Sehr geehrter Patient, bei vorliegender Arthrose kommen wir schnell in einen Grenzbereich. Grundsätzlich wird die Meinung vertreten, dass Sehnenabrisse auch bei bereits bestehender Arthrose repariert werden sollten. Zum einen kann dadurch in einigen Fällen die Schmerzsituation gelindert werden. Zum Anderen bestehen bessere Aussichten, das Gelenk später durch eine Teil-Endoprothese zu versorgen, wenn eine Zunahme der Arthrosebeschwerden (Gelenkverschleiß) dies erforderlich macht. Ich selbst führe endoskopische Eingriffe an einer Arthroseschulter normalerweise nur dann durch, wenn die Gelenkbeweglichkeit noch relativ gut ist, und Schmerzbeschwerden im Vordergrund stehen. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

manfred, 24.09.2014 - 20:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich war am 20.11.2013 zur kernspintomographi meines linken schultergelenks. hatte unangenehme schmerzen, aber nicht immer. jetzt die Beurteilung: entsprechend der verdachtsdiagnose impingement durch ac-gelenkathrose. subtotale anterolateralbetonte Ruptur der supraspinatussehne mit mäßiggradiger volumenminderung des m.supraspinatus. dabei kein nachweis einer Retraktion. deutlich ausgeprägte Bursitis subacromialis/subdeltoidea mit regressiven Einlagerungen. insertionsnahe peritendinitis der infraspinatus- und der teres minor sehne. aspekt wie bei teilruptur der subscapularissehne bei degenerativer vorschädigung. fortgeschrittene insertionsnahe tendinopathie der langen bicepssehne. aspekt wie bei degenerativem riss des coracohumerale. deutlich ausgeprägte Bursitis subcoracoidea/subscapularis mit zahlreichen regressiven Einlagerungen. Initiale und dem aspekt nach zur zeit aktivierte glenohumeralgelenkarthrose mit gelenkerguss. lateralbetonte omarthrose. soweit der befund. bei der Vorstellung in einer Klinik für Orthopädie und unfallchirugie sagte man mir, das man das abgerissene sehnenteil wieder anheften würde und wochenlange Ruhestellung danach erforderlich ist... durch gebuchten Urlaub und Gartenarbeiten im sommer habe ich (weil ich auch kaum schmerzen hatte) angedacht, es im herbst 2014 machen zu lassen. bin aber auch sehr unsicher, ob es überhaupt notwendig ist-da ich wie gesagt keine schmerzen habe, oder nur bei schnellen extremen Bewegungen daran erinnert werde. der Doktor in der Klinik sagte noch, es müsse nicht gleich gemacht werden, aber 3 jahre würde er nicht warten. ich bin 69 jahre alt und habe heute zum Beispiel meinen gut 4m hohen Fliederbusch halbiert und geschreddert ohne schmerzen zu haben. ich muß noch sagen, daß ich meine gelenke (hüfte,knie und schulter) jeden morgen mit einem schmerzgel einreibe. ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn sie mir mitteilen würden, wie sie darüber denken. im voraus besten dank. Manfred

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Lieber Patient, eine beschwerdearme Schulter sollte nicht zwingend operiert werden, selbst wenn das MRT beginnende Sehnenschäden zeigt. In Ihrem Fall könnte die bereits vorliegende Omarthrose (Schulterarthrose) sogar Hauptursache der Beschwerden sein. Hier bestünde auch durch eine endoskopische OP keine große Hoffnung auf eine vollständige Beschwerdefreiheit. Vielleicht sollten Sie sich eine ärztliche Zweitmeinung zu Ihrem Schulterproblem einholen.

enzo, 20.09.2014 - 21:59 Uhr

Ich wolle wissen, ob ich den job als pleger mache kann? Ich bin 62 jahr. Oder soll was anders machen? Was kann mir passieren, wenn ich die pflegerische tätigkeit weiter ausübe? danke

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Lieber Patient, eine solche Frage kann leider nicht pauschal beantwortet werden. Grundsätzlich spricht meiner Ansicht nach nichts gegen die Bewegung und Belastung eines Schultergelenkes, selbst wenn leichte Sehnenschäden vorliegen. Wir machen nämlich die Erfahrung, dass Schonung und Ruhigstellung einer Schulter eher zu einer Zunahme der Beschwerden führt, da die Muskulatur schnell abbaut und die Gelenkkapsel schrumpft.

michaela, 20.09.2014 - 20:18 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, Habe zwischenzeitlich erfahren, dass angeblich weder die supraspinatus- noch die bizepssehne gerissen sein sollen, was ja laut MRt der Fall war und sich das bei der Op angeblich so darstellte (siehe Mitteilung vom 07.09.). Die Beschwerden sind ja weiterhin da. Kann das denn sein, dass sich die Radiologen so irrrn? Liebe Grusse Michaela

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 06.01.2015

Liebe Patientin, die moderne MRT-Technik ist in der Lage, die Anatomie des Schultergelenks in höchster Auflösung darzustellen. Dennoch gehört sehr viel Erfahrung dazu, die Befunde zu interpretieren und die notwendigen Behandlungsmaßnahmen daraus abzuleiten. Hier kommt es immer wieder zu abweichenden Interpretationen und unterschiedlichen Auffassungen zwischen den befundenden Ärzten.

Ulrich, 19.09.2014 - 13:18 Uhr

Bin an beiden Schultern schon je zweimal an der Rotatorenmanschette (Subrespinatus) operiert worden, habe an beiden Schultern wieder Probleme. Macht es Sinn, sich ein drittes mal operieren zu lassen?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Sehr geehrter Patient, grundsätzlich spricht nichts gegen eine dritte OP, wenn folgende Punkte geklärt sind: die Muskeln der verletzten Sehnen dürfen noch keine höhergradige Atrophie (Muskelabbau, Umwandlung in Fettgewebe) aufweisen. Es sollte noch keine höhergradige Arthrose des Schultergelenks vorliegen. Die Art der Rissbildung der Rotatorenmanschettensehnen (insbesondere Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis) sollte eine nochmalige OP aussichtsreich erscheinen lassen. Diese Fragen sind am besten durch eine aktuelle MRT-Untersuchung zu klären. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hubertus Hirt

Klaus-Dieter, 17.09.2014 - 21:38 Uhr

Lieber Herr Dr. Hirth, ich habe 2013 durch ein Sturz auf der Arbeit einen Totalriss der Supraspinatussehne gerissen. Es konnte nicht mehr geflickt werden. Hatte aber vorher einen kleinen Vorschaden, wo man mir sagte, dass man das mit Krankengymnastig wieder hinbekommt. Dieses habe ich auch gemacht und war danach über Monate lang schmerzfrei bis zu diesem Arbeitsunfall, wobei dann die Supraspinatussehne gerissen ist. Als Maler und Lakierer habe ich ziemliche Einschränkungen im Berreich über Kopfarbeiten. Meine Frage an Sie ; Die Berufsgenossenschaft möchte das nicht anerkennen, obwohl das auf der Arbeit passiert ist, da das ganze jetzt übers Gericht läuft, wäre es schön, wenn Sie als Sachverständiger dazu sich äußern würden? Mit freundlichen Gruß Klaus

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Lieber Patient, leider kann ich hier nur auf einen früheren Kommentar von mir verweisen (siehe unten, 7.3.2014). Ich selbst stelle mein Wissen und Können in den Dienst der Gesundheit. Meine Aufgabe sehe ich darin, Patienten mit Schulterproblemen mit Rat und Tat bei der Heilung behilflich zu sein. Juristische Auseinandersetzungen und Gerichtsgutachten sind nicht mein Kerngebiet, dieses Feld möchte ich anderen Kollegen überlassen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und alles Gute Dr. Hirt

enzo, 16.09.2014 - 21:01 Uhr

Ich arbeite in die pflege, meine kollegen und die gruppenleitung möchten, dass ich personen wasche oder in den rollstuhl setze. Ich habe aber in beiden schultern schmerzen. die rechte schulter ist zweimal operiet (supraspinatus op), die linke schulter ist voller kalk. Jede bewegung ist mit schmerzen verbunden. was soll ich meinen kollegen sagen, damit sie mich in ruhe lassen? danke für Ihre auskunft.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Lieber Patient, Ihre Situation ist auf jeden Fall schwierig. Sie teilen damit das Schicksal vieler, an den Schultern erkrankter Menschen. Das Umfeld reagiert mit Unverständnis, man wird teilweise sogar als Simulant abgestempelt. Nach meiner Erfahrung sind Schulterschmerzen, insbesondere wenn sie von einer Kalkschulter herrühren, mit das unangenehmste was man erleiden kann. Sie sollten meiner Ansicht nach nochmals alle Möglichkeiten prüfen lassen, die Schultern in Ordnung zu bringen. Ein Attest würde Ihre Situation am Arbeitsplatz nicht nachhaltig verbessern. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hirt

Patricia, 16.09.2014 - 09:46 Uhr

Lieber Herr Dr. Hirth Ich habe im August 2013 einen Autounfall gehabt, bei dem mir eine junge Frau ungebremst in meinen PKW gefahren ist. Seitdem bin ich schmerzgeplagt. Im November wurde dann eine HWS op C6/7 durchgeführt, zeitgleich haben mich aber immer noch Schulterprobleme begleitet. Juli 2014 dann sehr schmerzhafte Reha, bei der ich auf das Wort Impigment gestoßen bin, Gestern MRT der Schulter mit der Beurteilung : Allenfalls AC Gelenksathrose, gewisse subakromiale Enge durch eine Hakenform des Akromions, Tendinopathie der Supraspinatussehne, Keine Labrumläision, Zeichen einer gewissen Kapsulitis axillär, Kein Gelenkerguss Was bedeutet das für mich..? Auf ihre Antwort freue ich mich lg Patricia

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Liebe Patientin, hinter der Diagnose könnte sich z. B. eine Frozen shoulder verbergen. Diese wird oft ausgelöst durch ein Trauma, kann jedoch auch ganz unabhängig davon auftreten. Näheres können Sei auch auf meiner Homepage nachlesen. Wenn Sie möchten, können Sie mir Ihre MRT-Bilder online auf meinem Zweitmeinungsportal vorlegen, allerdings würde dann ein Unkostenbeitrag für Sie anfallen. Alternativ könnten Sie mich oder einen anderen Schulterexperten in der Sprechstunde aufsuchen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hubertus Hirt

khoda, 11.09.2014 - 23:51 Uhr

Liebe Herr Dr.Hirth seit einem Jahr habe ich leichte schmerzen an rechte schulter die zu zeit schmerzen total nach gelassen hat , Trozdem MRT durchgeführt Subtotale bursaseitige Ruptur ca.2 cm vor dem Ansatz am Tuberclum majus bei mäßiggradige subakromiale Enge bis 0,6 cm und chronischen Tendinitis und Enthesiopathie bei signalalteration begleitende Burstitis subacromialis / subdeltoidea und soweit ohne relevante Degenerationen Geringe AC-gelenksarthrose mit Kapselschwellung. meine Frage ist , ist Operation in meine fall Notwendig? ob wohl ich zu zeit keine Beschwerde habe . ich bin 52 jahre alt. ich bedanke mich für ihre antwort

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Lieber Patient, MRT-Befund und subjektive Beschwerden haben jeweils ein hohes Gewicht. Eine komplett schmerzfreie Schulter muss meines Erachtens nicht unbedingt operiert werden. Der Befund einer hochgradigen Teilruptur der Supraspinatussehne bei einem so jungen Menschen lässt allerdings durchaus an die Möglichkeit einer OP denken. Ich würde empfehlen, die Bilder nochmals von einem Schulterspezialisten begutachten zu lassen. Dies kann z. B. auch online über mein Zweitmeinungsportal via Internet erfolgen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hubertus Hirt

Roswitha, 09.09.2014 - 18:34 Uhr

Guten Tag! Bitte geben sie mir einen Rat was ich machen soll. Habe schon wochenlang Schmerzen im rechten Oberarm.War jetzt endlich MR machen und da ist folgendes raus gekommen.Habe einen Einriß in der Supraspinatussehne und geringfügige mukoide Binnendegeneration der gleichen Sehne.Begleitende Peritendinitis/Bursitis in der Bursa subdeltoidea/subacromialis. Bitte was kann ich tun, halte es vor lauter Schmerzen nicht mehr aus. Mit freundlichen Grüßen Roswitha

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.09.2014

Liebe Patientin, der Befund liest sich recht eindeutig (Ruptur der Supraspinatussehne). Dennoch würde ich vorschlagen, diese Diagnose von einem Schulterspezialisten überprüfen zu lassen. Immerhin ist gerade im Bereich der Sehnen-Teilrupturen (Rotatorenmanschettenteilruptur) bisweilen doch viel Interpretationsspielraum bei der Auswertung der MRT-Aufnahmen möglich. Sollte eine OP sich als beste Behandlungsoption für Sie erweisen, wäre aus meiner Sicht eine endoskopische Sehnennaht (Arthroskopie, minimal-invasiver Methode) angezeigt, um eine dauerhafte Ausheilung der Schulter zu gewährleisten. Viele Grüße aus Freiburg Dr. Hubertus Hirt

michaela, 07.09.2014 - 22:15 Uhr

Lieber Herr Dr. Hirth, Ich habe sie ja schon am 08.05 und 10.07 ds.Js kontaktiert. Ich bin in der Zwiwchenzeit abermals arthroskopisch und offen operiert worden jedoch wurden lediglich aufgtund der bestehenden Schultersteife eine Abtrsgung der Verwachsungen und eine Mobilisation vorgenommen . Ausserdem wurde die Schraube von derr ersten Op. Entdernt, da diese wohl "hoch gekommen" wäre. Nun ist es so dass ich den Arm im Liegen mit Hilfe wieder uber den Kopf bekomme und auch wieder aussenrotieren kann. Jedoch ist die Anteversion mit ca 70 Grad noch deutlich schmerzhaft eingeschrankt. Die Rupturen wurden uberhaupt nicht angegangen und deer Arzt, der mich operiert hat, war danach nicht mehr zu sprechen (war dann eohl in Urlaub) und die anderen wussten nicht daruber Bescheid ich bin noch keine 50 Jahre, ich kann doch so nicht weiter leben mit dem eingeschrankten und schmerzhaften Schuoterbefund. Was soll ich tun oder ist es nicht mehr moglich dass nochmal zu operieren ? Vielen Dank fur ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen Michaela

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.09.2014

Liebe Patientin, das sind recht unerfreuliche Entwicklungen an Ihrer Schulter. Ich finde es schade, dass Ihnen die behandelnden Ärzte offensichtlich nicht die erforderlichen Informationen geben konnten, damit Sie die Operationsschritte und Ihre derzeitige Situation nachvollziehen können. Die noch bestehenden Schmerzen müssen aber nicht bedeuten, dass etwas bei dem Eingriff schlecht gelaufen ist. Auch nach gut gelungenen Schulteroperationen können anfangs erhebliche Beschwerden bis hin zur Schultersteife bestehen, die sich dann über mehrere Monate hinweg langsam und schrittweise abbauen. Dennoch haben Sie ein Anrecht darauf, erläutert zu bekommen, welche Massnahmen getroffen wurden. Besuchen Sie nochmals Ihren Operateur und lassen Sich alles genau erklären. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

Willi, 06.09.2014 - 00:50 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr Hirt, Am 24.07.14 wurde mir die gerissene supraspunatussehne rechts wieder am Oberarmkopf angenäht. 3 Anker. Nach nun 6 Wochen im Stützkissen, beginnt die aktive Bewegung. Zuvor nur passiv über Physiotherapeut. Was mich erschreckt ist, dass ich beim Heben des Armes zur Seite und nach vorne recht starke Schmerzen habe. Ist das normal in dieser Phase und wie sollte ich damit umgehen? Die Beweglichkeit trotzdem weiter durch aktives Bewegen wiederherstellen oder noch warten? Danke vorab für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen W.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.09.2014

Sehr geehrter Patient, 6 Wochen nach einer ausgedehnten Rotatorenmanschettenrekonstruktion (Naht einer großen Rissbildung der Supraspinatussehne) sind die geschilderten Beschwerden noch völlig normal. Allerdings könnte man durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Schulter feststellen, ob der Heilungsverlauf in Ihrem Fall als zeitgerecht angesehen werden kann. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hubertus Hirt

Christian, 02.09.2014 - 12:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bin ein 190cm großer Mann. 53 jährig, sportlich (Radsport, Gym, Boxen) aus Wien. In 2006 ein Unfall mit Bruch des linken Schulterblattes. Leider wurde ich durch eine Manschette rd. 10 Wochen fixiert. Damals dürfte sich irgendwas in meiner Schulter "verklebt" haben. Denn seit dem immer wieder Probleme in der linken Schulter (Rotorenmanschette). Immer konventionell therapiert (Physiotherapie, spez. Übungen, etc.). Letzten Herbst dann Entzündung der Bizepssehne links mit Flüssigkeitsansammlung. 6 Wochen Pause und Physiotherapie. Heuer im Juni dann beim Training (Dips) trotz ausreichendem Aufwärmen ein stechender Schmerz in der Schulter links. Nach 3 Wochen dann MRT mit der Zuweisungsdiagnose: Tendinitis der LBS, Pulley- Läsion, Tendinopathie der SSS Ergebnis MRT der Ii. Schulter: 1,5 Tesla, T2 me3d tra, T2 TSE sag, T2 TIRM cor, T1 TSE cor Leichter Humerushochstand. Reguläre Abgrenzbarkeit der ossären Strukturen mit deutlicher Signalerhöhung (T2 gew. Sequenz) im Knochenmark des lateralen Humeruskopfes. Mäßige Hypertrophie des AC- Gelenks. Die Rotatorenmanschette ist im Bereich der Supraspinatussehne komplett unterbrochen. Das Labrum glenoidale und die lange Bizepssehne sind intakt. Ergebnis: Komplette Ruptur der Supraspinatussehne mit konsekutivem Humerushochstand. Deutliches Knochenmarksödem im lateralen Humeruskopf, als Zeichen einer biomechanischen Über- oder Fehlbelastungsreaktion. Mäßige AC- Gelenksarthrose. Was soll ich nun tun? Momentan keine Schmerzen, da Verkühlungsbedingt seit 5 Wochen kein Sport...... In verschiedenen Foren wird von einer OP abgeraten, weil regelmäßiges Training (welche Übungen??) die Funktionalität der Schulter vollkommen gewährleistet. Man muß halt IMMER trainieren bzw. diese Übungen machen. Eine OP (auch minimal invasiv) schreckt mich ehrlich gesagt doch ab. Erstens, die 6-8 Wochen Ruhehaltung und anschließende Reha sind für einen Motoriker wie mich, die Hölle....... Zweitens scheinen die Heilungschancen doch nicht so 100% zu sein. Bitte um Ihre ehrliche Meinung und Rat zu meiner Situation. Welche Möglichkeiten habe ich, um ohne Handicap weiter Sport zu betreiben? Vielen herzlichen Dank und beste Grüße aus Wien! C

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Sehr geehrter Patient, die Antwort auf Ihre Anfrage finden Sie im obenstehenden Artikel. Wenn Lebensalter, sportlicher Anspruch und der Befund der MRT-Untersuchung die Aussicht auf eine Reparatur der Supraspinatussehne so exzellent erscheinen lassen, sollte umgehend eine Vorstellung beim Schulterspezialisten erfolgen. Es können dann alle erforderlichen Schritte zur dauerhaften Heilung Ihrer Schulter besprochen und geplant werden. Wenn Sie dies wünschen, können Sie mir Ihre Bilder gerne online auf meinem Zweitmeinungsportal Zweitmeinung-Schulteroperation zur Begutachtung vorlegen. Mit freundlichen Grüßen aus Deutschland Dr. Hubertus Hirt

Elke, 25.08.2014 - 16:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich danke vielmals für Ihren Rat vom 23.08.14, den ich bereits in die Tat umgesetzt habe. Nunmehr erfolgt eine zweite ASK und ich hoffe, dass diese erfolgreicher verläuft, denn es kann nur besser werden. MRT ergab: ödematöse Austreibung SSPS und begleitende Bursitis subacromialis, Geröllzystenbildung am Infraspinatussehenansatz, gering verplumpter vorderer Labrumkapselkomplex, reaktive Verplumpunkg im Suscapolissehnenansatzbereich, geringe Tendinitis der langen Bizepssehe im intrakapsulären Verlauf (durch Fehlbelastung oder Überlastung?), ödematöse Verdickung des Ligamentum glenohumeralis superior, diskretes inverses Impingement durch Granulationsgewese mit minimal subchondralen Markraumödem an der Zirkumferenz des Humeruskopfes - Danke nochmals.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 20.09.2014

Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Schulter-OP! Mit ferundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Hans-Jörg, 08.08.2014 - 16:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Wurde am 12.03.14 ambulant an der rechten Schulter operiert.Diagnose: Schulterimpingement intraarticulärer Synovialitis;TeilrupturSSP-Sehne 50% d.Sehnendicke; Bizepssehnen-Teilruptur,Luxation n.ventromedial; subacromialer Bursitis. Nach OP Krankengymnastik, Reha nur unter Schmerzen durchgeführt.Am 07.08.14 erneute MRT.Frage nach Reruptur bei Zustand nach Rotatorenmanschettennaht.Befund:postoperativ bedingte leichte Erweiterung d.akromioklavikulären Gelenksspaltes sowie juxtaartikuläres Spongioödem in der distalen Klavikula u.im Akromion. Die Supraspinatussehne weist eine zunehmende Defektbildung im vorderen und mittleren distalen Sehnenabschnitt auf im Sinne einer zunehmenden bursaseitig betonten Partialruptur. Zunehmende degenerative Veränderungen der langen Bizepssehne bei erhaltener Sehnenkontinuität. Vermehrte Flüssigkeit auf Höhe der Bursa subacromialis bals Ausdruck einer Reizung. Meine Frage an Sie: Ich möchte die nächste OP nicht mehr ambulant machen lassen, sondern stationär, da mein letzter Operateur diese OPs nur ambulant macht, besteht da die Möglichkeit eines anderen Orthopäde zu Rate zuziehen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Im Voraus dankend mit freudlichen Grüßen Hans-Jörg.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Lieber Patient, vielen Dank für diese aufschlussreiche Schilderung. Die beschriebene Situation ist ganz typisch für die Problematik der Teilrupturen der Supraspinatussehne. Es ist oft schwer - selbst anhand der MRT-Aufnahmen - das genaue Ausmass einer Rotatorenmanschetten-Teilruptur vor der Operation einzuschätzen. Oft zeigt sich erst beim endoskopischen Eingriff die genaue Ausdehnung der Teilruptur. Der Operateur sollte deshalb in einem bestimmten Rahmen die Entscheidungsfreiheit und Reaktionsmöglichkeit haben, um das Problem nachhaltig zu behandeln. In Ihrem Fall bedeutet dies, dass bei der wahrscheinlich erforderlichen Nachoperation nun die technischen und manuellen Voraussetzungen für eine stabile Reparatur der Supraspinatussehne gegeben sein müssen. Falls Ihr bisher behandelnder Arzt dies nicht sicherstellen kann, ist in Deutschland natürlich auch ein Arztwechsel jederzeit möglich (freie Arztwahl). Allerdings kennt Ihr behandelnder Arzt Ihre Schulter bereits von der ersten Operation, so dass ich hier auf jeden Fall empfehlen würde, nochmals ein Gespräch zu suchen. Auch könnten Sie mir Ihre Befunde auf Zweitmeinung-Schulteroperation zur individuellen Begutachtung vorlegen. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

jakobeit, 07.08.2014 - 14:17 Uhr

neue transmurale Ruptur der suprasspinat - vollständige Ruptur der sehne m infraspinatus zunehmende ac gelenkarthrose sowie Bursitis subacromialis humeruskopfhochstand mit eineng auf 6 mm zeichen eines chronischen gelenkergusses mein alter 50 jahre mein linker arm ist amputiert was kann mann machen ? ICH WERDE JA DANN ZUM PFLEGEFALL MFG D:JAKOBEIT

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Lieber Patient, das ist eine sehr schwierige Situation. Da es sich um einen bereits fortgeschrittenen Befund zu handeln scheint, muss ganz exakt geklärt werden, wie groß die Aussicht auf eine erfolgreiche Reparatur der beschädigten Rotatorenmanschette ist. Ich würde Ihnen dringend raten, hierfür einen Schulterspezialisten in Ihrer Nähe aufzusuchen.

Tony, 27.07.2014 - 18:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Bei meiner Anfrage vom 21.7.14 hat sich leider ein Fehler eingeschlichen: Es so Bizeps und nicht Deltamuskel heißen!! Sorry.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Lieber Patient, vielleicht noch ein kurzer Hinweis zu der von Ihnen angesprochenen Behaldlungsmethode (siehe unten). Ich würde aus meiner Sicht als Schulterspezialist - das bedeutet als Arzt, der seit ca. 15 Jahren nahezu ausschließlich Patienten mit Schultererkrankungen behandelt - Ihr Problem gerne auf die letztlich zentrale Frage reduzieren wollen: ist in Ihrem speziellen Fall (ausgedehnte Rotatorenmanschettenruptur der Supraspinatussehne) eine Operation sinnvoll und erforderlich oder nicht. Wenn wir uns gegen eine Operation entscheiden, bedeutet dies ein Vertrauen auf körpereigene Kompensationsmechanismen und letztlich die Entscheidung für ein Leben mit einer defekten Schulter. Alle Behandlungsmöglichkeiten dienen dann alleine dazu, das Leben mit diesem Defekt so erträglich wie möglich zu gestalten. Die Bandbreite an Maßnahmen reicht vom reinen Verdrängen der Beschwerden über medikamentöse Behandlung (Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente), gymnastische Eigenübungen oder Krankengymnastik bis hin zu dem nahezu unerschöpflichen Spektrum an mehr oder weniger alternativmedizinischen Therapieformen, zu denen ich auch das von ihnen erwähnte Behandlungskonzept zählen möchte. All diesen konservativen Behandlungsansätzen bei nachgewiesener Rotatorenmanschettenruptur ist es gemeinsam, dass bei streng statistischer Auswertung die Erfolgswahrscheinlichkeit sich etwa im Bereich einer Placebo-Behandlung bewegt. Das bedeutet, dass es den Patienten im Durchschnitt besser geht, als ohne Behandlung. Es ist aber unerheblich, welcher der vielen angebotenen Ansätze gewählt wird - sofern der Therapeut kompetent ist und Sie die Behandlung mit der erforderlichen Konsequenz verfolgen. Hoffentlich können Sie mit dieser recht offenen Antwort etwas anfangen. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

Tony, 21.07.2014 - 18:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirth! Danke für die Info zu meiner Anfrage vom 17.6. Leider wurde nun bei einer MRT der komplette Riß der SSP festgestellt. Die Sehne ist über 4 cm auseinandergeklafft und nicht mehr nähbar. Mein "Vorteil" seitdem sind meine Schmerzen auf ca. 20 - 30 % gesunken. Nun habe ich eine OP-Empfehlung die die Durchtrennung des Deltamuskels (der angeblich eher unnütz ist), um eine weitere wesentliche Schmerzreduktion zu erfahren. Zufällig habe ich einen Physiotherpeuten (natürlich am Golfplatz) kennengelernt, der eher empfiehlt mittels Biokinematik-Behandlung hier einzugreifen und die OP zu vergessen. Bitte um Ihre Meinung

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Lieber Patient, Sie sprechen das Thema einer sogenannten palliativen Tenotomie der langen Bicepssehne bei einer ausgedehnten, irreparablen Ruptur der Rotatorenmanschette an. Diese Maßnahme ist sinnvoll in Verbindung mit einem sogenannten endoskopischen Debridement (Gelenkreiningung) und ggf. einer sparsamen Glättung des Schulterdachs (Acromioplastik, subacromiale Dekompression). Auch ich führe bei meinen Patienten diese Maßnahme durch, wenn trotz großer Rotatorenmanschettenruptur eine insgesamt gute Schulterfunktion vorliegt und in erster Linie störende (zumeist nächtliche) Entzündungsschmerzen bestehen. Ob diese Maßnahme bei Ihnen nötig ist, entscheidet alleine Ihr subjektives Empfinden. Wenn Sie im Moment gut zurecht kommen, und die Rotatorenmanschette definitiv nicht mehr reparabel sein sollte, besteht jedenfalls kein Zeitdruck für eine kurzfristige, operative Intervention. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg. Dr. Hirt

Solweig, 18.07.2014 - 10:56 Uhr

Befund Schulter fortgeschrittene ACG-Arthrose mit Gelenkerguss,moderates Osteoödem und subchrondalen Zysten vornehnlich der lateralen Klavikula. Fortgeschrittene Tendinose der anterioren Hälfte der Supraspinatussehne mit articularseitigen,subakromialen und bursaseitigen, insertionalen Teilrupturen. Was ist das und was kann man machen? Freundl. Gruß

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu deutsch liegt bei Ihnen laut MRT-Befund folgendes vor: ein Engpass-syndrom (Impingement) mit bereits bestehenden Teil-Einrissen der Supraspinatussehne (Rotatorenmanschettenteilruptur). Ausserdem beginnende Arthroseveränderungen (Verschleiss) des Schulter-Eckgelenks. Dies ist ein typischer MRT-Befund bei Patienten mit Schulterbeschwerden. Abhängig von der Intensität der Beschwerden und den bereits angewandten Behandlungsmethoden kann ein konservativer Therapieversuch gestartet, oder bereits über eine operative Maßnahme gesprochen werden (endoskopische Dekompression, ggf. Refixation der beschädigten Supraspinatussehne). Die entscheidung darüber sollte ein Schulterspezialist zusammen mit Ihnen treffen. Freundliche Grüße aus Freiburg Dr. Hirt

michaela, 10.07.2014 - 21:04 Uhr

Sehr geehrter herr dr. Hirth, Ich hab bereits am 08.05, 2014 einen Beitrag an sie erstellt ( zust.n. op. Eines rotatorenmanschettenrisses mit weiterhin bestehenden Beschwerden und Bewegungseinschrankung). Aufgrund ihrer Antwort habe ich die Schultet nochmals kontrollieren lassen. Beim MRT kam folgender Befund: Filiforme Darstellung der Supraspinatussehne im mittleren Drittel, keine Kontinuität der Sehne im operierten dorsalen Drittel erkennbar. Der Musculus supraspinatus ist nur leicht atrophiert.keine Retraktion.fehlende darstellung der langen Bizepssehne im intraartikularen Verlauf als moglicher Hinweis auf eine stattgehabte Ruptur bei diesbezuglich etwas eingeschrankter Beurteilbarkeit durch die postoperativen Veränderungen und den fehlenden Gelenkerguss, passend zu einer stattgehabten Ruptur der langen Bizepssehne leichter Humeruskopfhochstand. Jetzt meine Frage. Was soll ich tun? Beschwerden, kraftlosigkeit und Bewegungseinschrankung bestehen weiterhin. Nochmalige Operation? Bin etwas verzweifelt. Bittte helfen sie mir. Mfg Michaela

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Sehr geehrte Patientin, an Ihrem MRT-Befund sind 2 Aspekte von Bedeutung: die fehlende Kontinuität der Sehne legt nahe, dass die Supraspinatussehne wieder abgerissen ist. Die noch nicht stark fortgeschrittene Atrophie des Supraspinatusmuskels zeigt, dass eine nochmalige Reparatur zumindest im Bereich des Möglichen liegen könnte. Diese Befunde sollten Sie mit einem Schulterexperten besprechen und dann die Entscheidung für oder gegen eine nochmalige Operation treffen. Ich hoffe, dass Ihnen diese Rückmeldung etwas weiter hilft. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

Sabine, 07.07.2014 - 11:22 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirth.Bei meinem Freud wurde der Abriss der Suptraspinarussehne erst nach vier Monaten nach Abriss operiert und eine künstliche Sehne eingebaut. Nach vier Jahren hat er immernoch starke schmerzen. Jetzt interessiert mich ob man erkennen kann ob eine Vorverletzung der Sehne bestand da es mit der Versicherung immer noch Unklarheiten gibt oder ob das schlechte Sehnenmaterial wie im op Bericht steht von den vier Monaten kommen kann. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Mit besten dank Sabine

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Liebe Sabine, leider gehen die subjektiven Eindrücke der Patienten und die versicherungsrechtlichen Aspekte einer Rotatorenmanschettenverletzung weit auseinander. Auch wenn ein Patient vor einer Sehnenverletzung nie Schulterbeschwerden hatte, werden bei über 45-jährigen Supraspinatussehnenverletzungen von Unfallversicherungen in aller Regel nicht als unfallbedinngt anerkannt. Meine persönliche Einstellung dazu ist die, dass ich meine langjährige Ausbildung und Erfahrung dazu nutzen möchte, die medizinischen Probleme meiner Patienten zu lösen. Über die versicherungsrechtlichen Aspekte sollen sich Gutachter und Fachanwälte Gedanken machen. Ich kann Ihnen aus meiner Erfahrung lediglich sagen, dass nach einer Verletzung der Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne) in 4 Monaten üblicherweise noch keine nennenswerte Muskelatrophie eintritt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hirt

Elke, 03.07.2014 - 17:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, aufgrund folgenden Befundes (fortgeschrittene Ruptur Supraspinatussehne i. d. kritischen Zone, Sehene insgesamt ödematös verdickt und aufgelockert, Tendinitis sowie Peritendinits, kBusitis suabcromialis-subdeltoidea/SLAP-Läsion Grad IV n. Snyder, Bizepssehne beim Eintritt i. d. Sulcus intertubercularis verdickt und aufgrund Schädigung des pullet-Stems gering nach antromedial subluxiert,Erguss i. d. Sehnenscheide im weiteren Verlauf, antero-superiore Synovialitis) OP erfolgte am 12.05.14: Labrum- u. Synoviaglättung, subacromiale Dekompression mit Bursektomie Nun meine Frage: Ist es normal, dass ich die gleichen Schmerzen wie vor der OP ertragen muss, ebenso die Bewegungseinschränkungen? Hätte man nicht auch die SSPS annähen sollen? Langsam bin ich am verzweifeln - Schmerzen ständig, auch im Ruhezustand, da sogar noch mehr. Was sollte ich jetzt wohl tun? Für Ihren Rat wäre ich sehr dankbar und freue mich auch eine Antwort - Elke (58 Jahre)

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Sehr geehrte Patientin, die von Ihnen geschilderten OP-Schritte legen nahe, dass im Rahmen des Eingriffs evtl. zwei mögliche Problembereiche noch nicht behandelt wurden (Supraspinatussehne und lange Bicepssehne). Sofern die Beschwerden weiterhin nicht abklingen sollten, würde ich Ihnen in dieser Situation dazu raten, nochmals mit dem Operateur oder einem anderen Schulterspezialisten in Ihrer Gegend zu sprechen. Ggf. müssten auch nochmals aktuelle MRT-Bilder angefertigt werden. Freundliche Grüße aus Freiburg Dr. Hubertus Hirt

Anja, 25.06.2014 - 09:24 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, vielen Dank für Ihre Antwort, leider sind Sie nur auf einen Punkt eingegangen. Wielang sollte man den Arm schonen bzw. Nicht arbeiten ? Und wielang kann man sich Zeit lassen bzgl. Einer op ? Ich bin jetzt 1 1/2 Wochen nicht arbeiten gegangen reicht dass aus oder sollte man noch länger aussetzen da ich ja auch starke Schmerzmittel einnehme 3xtaegl. Novaminsulfon +diclofenac 3xtaegl und abend Vimovo vor dem Schlafen. Fuer eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 23.08.2014

Sehr geehrte Patientin, bitte haben Sie Verständnis, dass ich ohne genaue Kenntins Ihrer Befunde und Lebenssituation keine solch konkreten Fragen beantworten kann. Bitte besprechen Sie diese wichtigen Themen mit Ihrem behandelnden Arzt oder suchen einen Schulterspezialisten in Ihrer Gegend auf. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

Anja, 22.06.2014 - 12:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bin 41 jahre alt und habe ein impignentsyndrom der rechten Schulter sowie durch ein Mrt gesicherten Supraspinatussehnenanriss re. Sowie einen Schultersporn und eine Bursitis re. Ich werde seit dem 15.5. von meinem Orthopaeden behandelt mit Krankengymnastik und 5 teufelskrallenspritzen sowie 1 Kortison spritze in die Schulter. Ich habe weiterhin Schmerzen und kann nachts kaum oder nur schlecht schlafen. Ich hab bis vor 5 Tagen normal gearbeitet seit Montag bin ich nun krankgeschrieben. Mein Arzt rät von einer Op ab und ich bin ratlos. Was würden Sie mir raten kann die Sehne mit genug Schonung von allein wieder zusammen wachsen. Wie lange wartet man mit einer Op bzw. Wie lange sollte man nicht arbeiten? Ich brauche Ihren fachmännischen Rat bin ich mit 41 zu alt für eine Op oder muss ich einfach lernen mit den Schmerzen zu leben? Vielen Dank

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 25.06.2014

Sehr geehrte Patientin, da ich Ihre genauen Befunde nicht kenne, ist nur eine allgemeine Antwort auf Ihre Frage möglich. Ich setze die Altersgrenze für eine minimal-invasive Reparatur der Supraspinatussehne bei 80 Jahren an. Insofern kann bei einer 41-jährigen eine Operation auf jeden Fall empfohlen werden, wenn der Befund an der Sehne und die sonstigen Voraussetzungen dafür sprechen. Wenn Sie dies wünschen, können Sie mir Ihre Befunde über mein Zweitmeinungsportal vorlegen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

Tony, 17.06.2014 - 12:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Ich bin 68 Jahre, leidenschaftlicher Golfer (HCP13) und Wohnmobilfahrer. Vor 14 Tagen wurde mittels Röntgenaufnahme ein vier Jahre alter Teilriss von 50% der SSP bestätigt und von einer OP abgeraten. Heute erhielt ich den Befund des gestern durchgeführten MRT der linken Schulter mit dem Ergebnis "Komplettruptur der Suprspinatussehne mit retrahiertem Sehnenstumpf, deutlicher Humeruskopfhochstand mäßige AC-Arthrosezeichen. Neben einigen Golfturnieren stehe ich unmittelbar vor einer dreiwöchigen Urlaubsreise nach DK. Natürlich möchte ich hier richtig handeln und würde natürlich auch entsprechend umdisponieren. Sollte eine OP unbedingt erforderlich sein, so wäre ein Termin im Herbst natürlich ideal sofern man nicht sofort behandeln soll. Meine Bewegungseinschränkung ist minimal, lediglich das Erfassen des Sicherheitsgurtes (li. Arm nach hinten und dabei Handfläche nach oben drehen) sowie das Schlafen auf der li. Schulterbereiten zurzeit Schmerzen. Bitte um Ihre fachliche Meinung

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.06.2014

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für Ihre Rückfrage zu meinem Artikel und die Frage zum Thema Rotatorenmanschette und Golf. Da ich Ihre genauen Befunde nicht kenne, ist hier nur eine generelle Einschätzung möglich. Bei Sehnenabrissen am Schultergelenk hat der Betroffene im Gegensatz zu Sehnenverletzungen anderer Körperregionen in der Regel viel Zeit, den Reparatureingriff zu planen. Besonders die mit der Schulter-OP und der langwierigen Nachbehandlung einhergehenden Einschränkungen des täglichen Lebens sollten in Betracht gezogen und vorausschauend organisiert werden. Selbstversorgung, Körperpflege, Ernährung und kleinere häusliche Arbeiten sind bereits wenige Tage nach der OP wieder sehr gut möglich. Die Mobilität ist jedoch sehr eingeschränkt (das Führen eines PKW ist erst nach 6-8 Wochen wieder erlaubt), zu körperlichen Arbeiten und schulterbelastenden Sportarten (in Ihrem Fall der schöne Golfsport) sind die Patienten frühestens nach 10-12 Wochen wieder zunehmend in der Lage. Ich gebe meinen Patienten also grundsätzlich die Empfehlung, den Eingriff so zu legen, dass die nötige Ruhephase im Anschluss gewährleistet ist. Lieber sollte der Eingriff zeitlich etwas später stattfinden, wenn dann sichergestellt werden kann, dass das Einheilen der Supraspinatussehne nicht durch unnötige Überlastungen und externe Stressfaktoren gefährdet wird. Dann sollten Sie spätestens im Frühjahr auch wieder auf der Driving Range üben und Ihr ausgezeichnetes Handicap bald wieder spielen können. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

Dorle, 10.06.2014 - 13:57 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, am 30.07.2013 wurde bei mir eine SSP-Naht rechts durchgeführt. Heute bekam ich die Beurteilung eines erneuten Kernspins. Nachweis eines Bohrlochdefekts sowie Schraube im Humeruskopf, subchondrale, zystische Läsionen an den gelenkbildenden Flächen. Partialriss der Supraspinatussehne, Fokaler Defekt a.e. der OP-Zugang über die gesamte Dicke der Sehne. Beschwerdebild von mir, häufiges Schnappen der Sehne, zum Teil schmerzhaft ab und zu am seitlichen Oberarm, bei größer Belastung ab ca. 4 - 5 Stunden, schmerzt es aber im Bizepssmuskel, ich habe manchmal das Gefühl, die Sehne rutscht. Was mich an der Beurteilung irritiert, dass der Arm voll beweglich auch nach hinten ist. Ich kann auf der rechten Seite gut schlafen, am 23.06. wird die linke Schulter operiert, die sehr schmerzt, vielleicht empfinde ich deshalb den Schmerz der rechten Schulter nicht so schlimm. Als ich am 30.07. die OP hatte, war der Arm sehr unbeweglich, im Gegensatz zu jetzt. Muss diese Schulter noch einmal operiert werden, oder kann man den Zustand so lassen? Was mir lieber wäre......... Vielen Dank für Ihre Antwort. Einen schönen Tag. Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.06.2014

Liebe Patientin, leider sind MRT-Aufnahmen nach Schulter-Operationen oft schwer zu interpretieren. Dies zeigt sich in Ihrem Fall bei der Formulierung: fokaler Defekt a. e. der OP-Zugang. Sie zeigt auf, dass der befundende Radiologe sich schwer tut, aus der Vielzahl postoperativer Veränderungen und Störsignale eine schlüssige Diagnose zu erheben. Zu Ihrer Frage: es gilt immer der Grundsatz, dass nicht das Röntgen- (oder MRT-) Bild, sondern der Patient operiert wird. Das bedeutet, dass Bildbefunde und das subjektive Empfinden des Patienten miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Ich selbst operiere nie beschwerdefreie Patienten bei Sehnenproblemen an der Schulter - auch wenn sich im MRT mögliche Sehnenschäden zeigen. In Ihrem Fall müsste ein Schulterexperte die Befunde, insbesondere die MRT-Aufnahmen einer genauen Prüfung unterziehen, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

Anke, 04.06.2014 - 14:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, seit einem Jahr habe ich Schmerzen in der rechten Schulter, wurde seit Oktober letzten Jahres regelmäßig mit KG versorgt. Es gab aber keine Verbesserung. Jetzt war ich im MRT : Subakromialraum wird durch nach caudal ragende Akromionosteophyten mäßiggradig eingeengt. Die Supraspinatussehne zeigt ansatznah deutliche Auftreibung und Signalanhebung im Sinne einer ausgeprägten Paritalruptur. Einen Termin bei meinem Arzt habe ich auf Grund von meinem und seinen Urlaub erst Mitte Juli. Ist bei der Diagnose eine OP angeraten? Ich leite einen Ambulanten Pflegedienst und müsste mich halt bei einem längeren Ausfall vorbereiten können. Danke für Ihre Antwort

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 25.06.2014

Sehr geehrte Patientin. Eine hochgradige Partialruptur ist in vielen Fällen durch eine minimal-invasive OP sinnvoll zu behandeln. Ich kann allerdings auf die Ferne und ohne Kenntnis Ihrer MRT-Bilder nicht sagen, ob dies bei Ihnen so zutrifft. Wenn Sie sich bei Ihrer Tätigkeit auf reine Verwaltungsaufgaben beschränken können, wäre unter normalen Umständen eine Wiederaufnahme der Arbeit nach 4-6 Wochen denkbar. Allerdings müsste Sie dann anfangs jemand zur Arbeit fahren, da Sie noch nicht selbst autofahren sollten. Im Durchschnitt sind meine Patienten nach Rotatorenmanschetten OP etwa 2,5 Monate krankgeschrieben. Allerdings befinden sich darunter auch sehr viele körperlich arbeitende Menschen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

rolf spörl, 03.06.2014 - 00:22 Uhr

Nachdem diverse physiotherapeutische Massnahmen, Spritzen, Elektro- und Stosswellentherapien keinen Erfolg brachten, entschloss ich mich im Jahr 2004 die Supraspinata und der Subscapularismuskel operativ behandeln zu lassen. Alter damals 63 Jahre. Nach 3-monatiger Schonung wurde mit Bewegungsübungen steigernd begonnen. 6 Monate nach der Operation war meine Schulter 99%ig belastbar und ist sie hiute, 10 Jahre später noch.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.06.2014

Lieber Herr Spörl, ich freue mich über Ihren sehr positiven Kommentar zur Frage der operativen Behandlung von Einrissen der Rotatorenmanschette. Ihre individuelle Erfahrung deckt sich mit meinen Beobachtungen aus den vielen zurückliegenden Jahren operativer Tätigkeit am Schultergelenk. In nahezu allen Fällen, in denen die Sehnen nach der OP solide einheilen, kann eine dauerhafte Beschwerdefreiheit und annähernd normale Schulterfunktion erreicht werden. Auch die Ausübung von schulterbelastenden Sportarten (Tennis, Golf, Schwimmsport) ist auf Dauer wieder möglich. Vielen Dank für Ihren positiven Kommentar, der auch anderen Betroffenen die Sorge vor einem solchen, minimal-invasiven Eingriff nehmen kann.

Inge, 23.05.2014 - 13:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, mein Unfallhergang: ich bin während der Arbeitszeit 3x auf die li. Schulter gestürzt. Der Klinikbefund lautete: linke Schulter mäßige subacromiale Krepitation, Abtuktion 180 Grad, dabei Scvhnapphänomen, Flexion 160 Grad, ARO 70 Grad, IRO Daumen TH 12 deutliche Schwäche im Jobe-Test links, Rotation gegen Widerstand ohne Kraftdefizit, Schmerzen mit Projektion auf die Bursa subdeltoidea. MRT- FA linkes Schultergelenk. Ausgedehnte, 24 mm breite Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion des Sehnenstumpfes bis auf Höhe der Apex humeri im Sinne Patte Stadium II. Keine wesentlichen Atrophiezeichen und keine wesentliche fettige Degeneration des Muskelbauches, jedoch intramuskuläre, 12 mm messende, degenerative Zystenbildung. Tendinopathie der Infraspinatussehne. Ausgedehnter Erguss im linken Schultergelenk sowie ausgedehnte Bursitis subdeltoidea. Mäßige Gelenkarthrose. Der Eingriff: es bestand eine Läsion der Supraspinatussehne mit begleitender Bizepstendinose. Arthroskopisch wurden eine Bizepstenodese sowie eine Rekonstruktion der Supra- und Infraspinatussehne mittels 3 knotenloser Nahtanker durchgeführt. Ich bin zwar 73 Jahre, aber noch sehr agil und Bewegungsaktiv. Meine Frage: Ist nach der oben angegebenen Diagnose und OP der 3malige Sturz nur als Prellung zu bewerten ? (laut der Berufsgenossenschaft BG ETEM) Riss, Einriss oder ähnliche Verletzungen an der Schulter sind doch nicht durch eine Prellung hervorgerufen oder irre ich mich so gewaltig ? Bitte klären Sie mich auf, denn ich verstehe es nicht, eine OP als Prellung abzutun. Ich würde gerne Ihre Meinung und Auslegung meines Unfalles hören. Ihrer geschätzten Antwort entgegensehend Inge

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.06.2014

Sehr geehrte Patientin, Ihr Kommentar zielt auf die Frage ab, unter welchen Bedingungen ein Abriss der Rotatorenmanschette (Supraspinatus) als unfallbedingt angesehen werden kann. Akten zu diesem Thema füllen ganze Archive bei Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Sozialgerichten. Letztlich obliegt die Entscheidung darüber in jedem Einzelfall einem Gutachter, der viele Einzelaspekte zusammenfassen und sich ein Urteil bilden muss. Als Faustregel gilt: je älter der Patient, je deutlicher Atrophie- und Abnutzungszeichen und je geringer das auslösende Unfallereignis, desto niedriger ist der Unfallanteil an der Sehnenruptur. Das führt dazu, dass Sehnenrisse an der Rotatorenmanschette, insbesondere an der Supraspinatussehne, bei Patienten über 45 Jahren in den allermeisten Fällen nicht als Unfallfolge anerkannt werden. Die Schulterprellung als solche wird als Unfallereignis anerkannt. Die Folgen jedoch, nämlich der Sehenabriss, werden in den allermeisten Fällen der bereits vorbestehenden Brüchigkeit der Sehne angelastet und sind nach geltender Rechtssprechung sozusagen Eigenverschulden des Verunfallten. Ich selbst erstelle wegen dieser eher problematischen Rechtslage auf meiner Zweitmeinungsseite im Internet Gutachten ausschließlich zu medizinischen Fragestellungen, nicht aber zu rechtlichen Aspekten. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

Angelika, 13.05.2014 - 15:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, seit mindestens acht Monaten habe ich Schmerzen in der rechten Schulter. Möglicherweise sind diese durch einen Sturz oder durch Sporttätigkeiten hervorgerufen worden. Die Röntgenaufnahme hat keinen Befund ergeben, Spritzen brachten keinen Erfolg, ebenso führten Ultraschall und Reizstrom zu keiner Besserung. Vor einigen Wochen wurde dann ein MRT angefertigt. Es liegt eine „Teilruptur der Subscapularissehne vor. Einzelne Faserbündel sind noch kontinuierlich abgrenzbar – keine komplette Ruptur. Ansatznahe Signalanhebung sowohl der Subscapularis- als auch der Infraspinatussehne im Sinne einer Trendopathie. Unauffällige Abbildung der Teresminor-Sehne …“ Am 01.07. soll eine OP durchgeführt werden. Ist diese notwendig? Mein Orthopäde und die Ärztin im Krankenhaus haben das bejaht, obwohl ich nicht 100%ig davon überzeugt bin. Konservative Therapiemöglichkeiten wurden mit mir nicht besprochen. Ich bin 61 Jahre und nicht mehr berufstätig. Über Ihre Meinung hierzu würde ich mich sehr freuen.

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2014

Sehr geehrte Patientin, sie stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Bei den meisten Schultereingriffen handelt es sich um sogenannte Elektiv-Eingriffe. Das bedeutet, dass es sich um lebensverbessernde, nicht aber um lebensnotwendige Operationen handelt. Ich beherzige deshalb in den allermeisten Situationen den Grundsatz, keine asymptomatischen (schmerzfreien) Schultern zu operieren. Seltene Ausnahmen bilden hier unfallbedingte Instabilitäten bei sehr jungen Menschen. Weiterhin verfolge ich den Grundsatz, eine konservative Therapie abzuwarten oder dem Patienten zumindest zu erläutern und anzubieten. Ausnahme ist hier eine komplette Ruptur der Rotatorenmanschette, insbesondere ein transmuraler (vollschichtiger) Abriss der Supraspinatussehne. In diesen Situationen rate ich, wie in meinem Artikel dargestellt, zumeist zu einer operativen Versorgung (Sehnenreparatur). Nachdem Sie nun seit 8 Monaten unter Schmerzen leiden, ist es berechtigt, Ihnen die Möglichkeit einer OP anzubieten. Allerdings muss sichergestellt werden, dass die anscheinend betroffene Sehne tatsächlich das Hauptproblem ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ihre Beschwerden durch den Eingriff nicht geheilt werden. Gerne können Sie mir Ihre Befunde auf meiner Onlineplattform Zweitmeinung-Schulteroperation zur Begutachtung vorlegen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

Manfred, 10.05.2014 - 12:37 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, mir wurde, ohne eine denkbare Sturzverletzung oder sonstigem Unfall, bei plötzlich auftretenden Oberarmschmerzen folgend Diagnose gestellt (MRT) Befund und Beurteilung: 1. Ausreichend weiter Subacrominalraum aber hypertrophe ACG Arthrose mit Gelenkerguss 2. Ruptur der langen Bicepssehne in Höhe des Scheitelpunktes des Humeruskopfes, mit Retraktion nach distal bis zum Eingang des Sulcus bicipitales mit hier fraglichen Restfasern. Keine überzeugende SLAP- Lasion. 3. Frische komplette Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion. 4. Aktivierte Tendinosen im Ansatz der Subscapularrissehne und noch ausgepragter distal in der Infraspinatussehne 5. Ausgeprägte reaktive Bursitis aller Bursen 6. Ausreichend erhaltene Knorpelschicht humeroglenoidal und kein Hinweis auf eine Labrumläsion Ich bin knapp 77 Jahre alt und nun völlig verzweifelt, vielleicht meiner Tätigkeit am Computer nicht mehr nachgehen zu können. Ich mache ziemich professionell Videofilme, schreibe Bücher (Humor und Satire) und bin Cartoon-Zeichner, außerdem ehrenamtlich in der Gewerkschafts-Seniorenarbeit tätig. Nur sehr schwerlich könnte ich mich zu einer Operation entschließen, darin wurde ich vom Chirurgen (bezüglich meines Alters) noch bestärkt. Eine dauerhafte Schmerzmitteleinnahme, vom Arzt empfohlen, ist wegen meiner chronischen Magen-Gastritis nur sehr schwer machbar. Wie lange die Zeit der Schmerzen dauern könnte, würde mich interessieren. Immerhin könnte ich mir, meine Arbeit am PC ausgenommen, eine Zukunft ohne schwere Körperliche Betätigung (Garten besitze ich nicht) durchaus vorstellen. Gibt es die Möglichkeit einer konventionellen Behandlung - oder sind die Aussichten in meinem Fall rabenschwarz ? Über eine Antwort von Ihnen, Herr Dr. Hirth, würde ich mich sehr freuen. Mit einem freundlichen Gruß Manfred

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2014

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für diese umfassende Schilderung. Ich sehe zwei sehr wichtige Punkte in Ihrer Auflistung: zum einen die frische Ruptur der Supraspinatussehne. Zum anderen die anscheinend gut erhaltene Knorpelschicht im Schultergelenk (also besteht noch keine Schulterarthrose). Die Kombination dieser beiden Befunde würde bei einem 76-jährigen und ansonsten günstigen gesundheitlichen Voraussetzungen an eine operative Sehnenreparatur denken lassen. Sollten Sie sich für den ebenfalls möglichen konservativen Weg entscheiden, also das Leben mit dem Defekt, so kann in absehbarer Zeit (Monate bis Jahre) eine Beschwerdebesserung eintreten. Allerdings wird sich die Schulterfunktion - im Gegensatz zum Ergebnis einer gelungenen Operation (endoskopische Naht/ Rekonstruktion der Supraspinatussehne) - nie völlig normalisieren können. Ich hoffe, dass Ihnen dies bei der Entscheidungsfindung ein wenig weiter helfen kann.

michaela, 08.05.2014 - 16:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirth, Bei mir wurde im august 2013 eine arthroskopische subaromialraumvregrosserung gemacht. Bei der op. Wurde festgestellt dass die rotatorenmanschette eingerissen war 6 wochen später erfolgte eine grosse offene operation mit u.a.auch einsetzen einer schraube. Musste 8 wochen abduktionskeil tragen. Jetzt 7 monate spater ist die Schulter noch deutlich eingeschränkt. Abduktion bis max 70 moglich. Aussenrotation auch stark behindert. Wie lange kann es noch dauern bis sie frei beweglich ist ? Gehe weiterhin zweimal wöchentlich zur krankengymnastik. Muss die schraube wieder raus? Mfg P.s.bin 50 jahre

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2014

Liebe Patientin, eine solche Einschränkung nach 7 Monaten kann durchaus noch normal sein. Allerdings wäre es bei einer so jungen Frau sicherlich angezeigt, jetzt nochmals einen Schulterpezialisten aufzusuchen und nötigenfalls weiterführende Untersuchungen vornehmen zu lassen (körperliche Untersuchung, Ultraschall/ Sonografie, Röntgen, MRT). Dieser kann dann entscheiden, ob es sich nur um einen etwas zögerlichen Heilungsverlauf handelt, oder ob doch ein grundlegendes Problem besteht.

Franz, 28.04.2014 - 08:52 Uhr

Ich bin 75 Jahre und habe mich gegen eine OP. entschieden. Wie lange dauert die Schmerzphase. Kann schmerzstillend gespritzt werden? Zur Zeit nehme ich Schmerztabletten. Was mich belastet sind die Schmerzen. Gibt es unterschiedliche Dosierungen bei Injektionen ?

Antwort von Dr. med. Hubertus Hirt, verfasst am 19.05.2014

Lieber Patient, ich verabreiche bei Sehnenverletzungen sehr ungerne Spritzen (Cortison). Es ist nämlich bekannt, dass Cortison den Sehnenstoffwechsel der Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne) unter bestimmten Umständen beeinträchtigen kann. Somit kann eine solche Spritze zwar kurzfristig zu einer Besserung führen - langfristig könnten dadurch aber sogar mehr Probleme entstehen. Ich greife deshalb hier hin und wieder auf Cortison-Tabletten zurück, sofern keine Nebenerkrankungen dagegen sprechen. Dies sollten Sie aber mit Ihrem behandelnden Arzt erörtern. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

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