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Schmerzen in der Kniekehle: Diese 9 Ursachen kommen in Frage

Priv.-Doz. Dr. Radke

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© fotolia - drubig-photoFür Schmerzen in der Kniekehle kommen viele verschiedene Ursachen in Frage. (© fotolia - drubig-photo)Schmerzen in der Kniekehle sind häufig und die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Was kann hinter den Beschwerden stecken? 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Auch wenn die folgende Liste der Ursachen sehr lang erscheint, ist sie trotzdem nicht voll umfassend. 

Wichtig zu wissen ist, dass hinter Kniekehlenbeschwerden nicht nur eine banale Muskelzerrung steht, sondern eine ganze Bandbreite an Veränderungen mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen. Es ist deshalb wichtig, die Beschwerden bei länger anhaltendem Schmerz fachärztlich abklären zu lassen.

Wenn sich die Kniekehlenschmerzen nach zwei bis fünf Tagen nicht beruhigen, sollte der Facharzt aufgesucht werden. Am besten zuerst der Orthopäde.
Er wird anhand der Beschwerde-Entstehung und der klinischen Untersuchung eine Arbeitsdiagnose stellen. Die Therapie kann in seltenen Fällen im Anschluss eingeleitet werden. Bestehen aber noch Zweifel an der Diagnose, sollten weiterführende Untersuchungen eingeleitet werden.

Anhand von Ultraschall lassen sich gut Raumforderungen in der Kniekehle darstellen. Auch Thrombosen können so ausgeschlossen werden. Der Orthopäde kann bei der Thrombose aber nur orientierend tätig sein.

In der Regel wird er noch ein Röntgenbild anfertigen, sodass z.B. eine Arthrose oder Knochentumoren ausgeschlossen werden können.

Eine MRT-Untersuchung ist insofern wichtig, da sie nicht nur die beste Darstellung der Situation vor Ort ermöglicht, sondern auch die Ursachen einer Bakerzyste wie z.B. Meniskusläsion, Arthrose oder Knieinstabilität darstellen kann. Auch die Gewebebeschaffenheit der ein oder anderen Raumforderung kann so besser eingegrenzt werden.

Wie die Bandbreite der Ursachen schon zeigt, ist eine Selbstabklärung durch den Patienten sehr schwierig. Daher die Empfehlung, den Arzt umgehend aufzusuchen, auch wenn ungefährliche Veränderungen häufig sind.

Die Behandlung der Kniekehlenschmerzen hängen im Wesentlichen von der Ursache ab.

1. Bakerzyste (Aussackung der hinteren Kapsel)

Klinisch entstehen Bakerzysten nicht plötzlich, sondern treten abhängig von der Ursache verzögert auf. Die häufigsten Ursachen sind akute oder degenerative Meniskusläsionen. Die Therpie-Option ist hier in der Regel die Gelenkspiegelung, um die Ursache zu beheben. Die Erfolgsrate ist hier sehr gut.

Arthrosen sind die häufigsten Ursachen für eine Bakerzyste. Hier entscheidet das Stadium der Arthrose über die Therapieform. Das Spektrum reicht von der konservativen Behandlung bis zur Prothese. Die Prothese beseitigt in jedem Fall die Ursache der Bakerzyste. Die Bakerzyste sollte nur dann von der Kniekehle entfernt werden, wenn eine Meniskusläsion und eine Arthrose ausgeschlossen werden können. Die Rückfallrate beträgt hier fünf bis zehn Prozent, je nach Darstellung.

Bei der Bakerzystenpunktion wird Flüssigkeit durch eine Spritze abgezogen. Sie hat nur einen vorrübergehenden Effekt und ist nicht zu empfehlen.


© monkeybusinessimages - iStockLanganhaltende Schmerzen in Knie sollten von einem Orthopäden untersucht werden. (© monkeybusinessimages - iStock)2. Ganglien (Sehnenscheidenaussackungen)

Ganglien sind Aussackungen der Sehnenscheide. Sie können unterschiedliche Ausmaße annehmen und dementsprechend sind die Beschwerden. In der Regel ist der Beschwerdebeginn schleichend, Sport kann ihn jedoch beschleunigen.

Auf dem Ultraschall ist die Raumforderung eher oberhalb des Gelenkspalts des Kniegelenks und an der Außenseite des Knies zu beobachten. Sie ist mit einer galertartigen Flüssigkeit versehen. Die Operation ist die einzige sinnvolle Maßnahme bei entsprechender Größe.

3. Enthesiopatien (Sehnenentzündungen)

Enthesiopatien sind häufig nach dem Sport zu beobachten. Joggen und regelmäßger Sport führen häufig zu Entzündungsreaktionen oberhalb des Wadenbeinköpfchens an der Knie-Außenseite. Als Behandlungsmöglichkeiten empfehlen sich vor allem Salbenverbände und Schmerz- bzw. entzündungshemmende Mittel. Krankengymnastik ist hier ebenfalls sinnvoll. In der Regel bessern sich die Symptome nach sechs Wochen.


4. Arthrose

Arthrose ist nicht nur die Ursache für Bakerzysten, sondern kann auch Schmerzursache sein, gerade im fortgeschrittenen Stadium. Als Therapie der Wahl empfiehlt sich ein stadienabhängiges Vorgehen vom Schmerzmittel bis zur Prothese. Die Erfolgsrate ist hier sehr gut.


5. Knieinstabilität (vorderer oder hinterer Kreuzbandriss)

Bei der Knieinstabilität kommt es in der Regel zu Kniebewegungen, die nicht geführt sind und somit Schmerzen in der Kniekehle verursachen. Bei der entsprechenden Indikation bzw. dem Tragen einer Schiene abhängig vom Ausmaß der Instabilität ist die Kreuzbandplastik die Therapie der Wahl.


6. Muskelfaserrisse

Ähnlich wie Enthesiopathien entstehen Muskelfaserrisse durch sportliche Aktivität. Häufig ist der M. bizeps femoris in Teilen betroffen. In der Regel reicht die konservative Therapie mit Salben und Krankengymnastik. Operationen werden nur bei funktionellen Ausfällen angesetzt. Abhängig vom Ausmaß des Risses ist der Erfolg mittelmäßig bis gut.


7. Tumore (Knochen und Weichgewebe)

Tumore können unterschiedlich beschaffen sein: gutartig und bösartig bzw. aus Knochen-, Weichteil- oder Knorpelgewebe. Das ist eine sehr seltene Ursache und gehört in die Hand eines Tumorzentrums. Die Erfolgsraten sind unterschiedlich und abhängig vom Tumortyp.


8. Infekte & Abszesse

Gerade nach Operationen oder Injektionen kann es zu einem Kniegelenksinfekt kommen. Er fängt mit Schmerzen in der Kniekehle an, bevor die typischen Veränderungen wie Schwellungen und Rötungen auftreten. Die Behandlung ist aufwendig. In der Regel geht sie mit einer Operation und langen Antibiotika-Einnahmen einher. Die Erfolgsraten sind abhängig vom Ausmaß des Infekts gut bis schlecht.


9. Gefäßchirurgische Ursachen

Gefäßchirurgische Veränderungen der Venen und Arterien sind keine orthopädische Domäne und sollen deshalb auch nicht weiter erläutert werden. Lediglich so viel sei gesagt: Der Orthopäde kann die groben Veränderungen des Gefäßsystems bereits im Ultraschall erkennen und entsprechend überweisen.

Gerade nach Operationen und orthopädischen Eingriffen bzw. bei Risikofaktoren für eine Thrombose, wie die Einnahme der Pille, Rauchen oder Ruhigstellung, sollte an die Thrombose gedacht werden. Bei entsprechenden Befunden sollte sie auch ein Gefäßspezialist abklären.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (9)


05.12.2018 - 19:43 Uhr

Hallo, Habe seit Wochen schlimme Schmerzen in der...

von Neustein

... Kniekehle. Es zieht bis in den Fuß. Am schlimmsten nach längerem sitzen. Arzt sagte erst es käme vom Knie und jetzt sagt er es kommt vom Rücken. Habe auch Angst dass es eine Thrombose sein könnte

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 08.12.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Sehr geehrte Frau von Neustein, Eine Thrombose geht in der Regel mit einer Schwellung einher. Ich empfehle trotzdem eine US Untersuchung zum AUschluß der selben und sonstiger Abnormalitäten. Gruß PD Dr. med. Stefan Radke

19.11.2018 - 12:29 Uhr

Ich habe seit drei Tagen auf der äußeren Seite...

von Michael E.

... der Kniekehle bis runter in der Wade nach dem aufstehen vom sitzen ca. 5 Minuten Schmerzen und ein ziehen. Wenn ich dann weiter gehe sind die Schmerzen weg.

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 27.11.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Ich bitte um Verständnis das ich aufgrund der knappen Schilderung nicht zu einer Arbeitsdiagnose gelangen kann. Ich kann Ihnen nur empfehlen einen Fachmann aufzusuchen Gruß Ihr PD Dr. med. Stefan Radke Sradke

04.11.2018 - 17:41 Uhr

Ich habe echt schon eine ganze Weile Probleme mit...

von Brigitte L.

... meinem rechten Bein von oben bis unten in den Fuß. Am meisten tut es um das Knie rum weh , und zur Zeit richtig doll in der Kniekehle und mein Gefühl ist dass mein Bein so komisch spannt, als ob jemand von innen gegendrückt. Von der Optik ist mein rechtes Bein und hauptsächlich um das knie dicker, als das linke Bein.

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 06.11.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Dies klingt nach einem Problem im Knieinneren. Bitte unbedingt abklären beim Orthopäden ! Ihr PD Dr. med. Stefan Radke

02.11.2018 - 15:42 Uhr

Hallo Herr Dr., Ich habe seit mehreren Wochen...

von Melly

... ein Stechen hinten linksseitig gelegen am Knie und Kniekehle. Die Abstände wo es sticht, werden immer kürzer. Auch in der Nacht passiert es. Dann kommt der stechende Schmerz, als ob jemand mit ein paar Messer reinsteckt, das dauert ein paar Sekunden, dann geht es weiter. Das passiert inzwischen häufiger. Egal ob beim Gehen oder in Ruhe. Nun tut das Knie selbst auch ab und zu schon weh und auch in der Kniekehle. Mein Termin ist erst Ende November beim Orthopäden. Was könnte es wohl sein? Viele Grüße.

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 06.11.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Wichtig zu wissen wäre wann der Schmerz das erstmal auftrat, ob SIe dabei das Knie verdreht haben, auch Sie sollten sich unbedingt einer fachärztlichen Untersuchung unterziehen. Ein Meniskusschaden ist zumindst nicht sicher auszuschließen. Gruß Ihr PD Dr. med. Stefan Radke

24.08.2018 - 23:05 Uhr

Hallo Herr Dr., Ich habe seit zwei Wochen...

von Christine S.

... Schmerzen in der linken Kniekehle. Die Schmerzen treten auf, wenn ich das Bein angewinkelt habe zb. wenn ich mich auf den Boden setze. Das Sitzen schmerzt bereits und wenn ich dann aufstehe, ist der Schmerz kaum auszuhalten und es dauert einen Moment bis der sich wieder liegt und ich normal gehen kann. Ich bin der Meinung, dass es auch leicht angeschwollen ist. Ich habe keinen Sport oder ähnliches gemacht. Können Sie mir sagen, was das sein kann? Vielen Dank.

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 29.08.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Sehr geehrte Christine, bei Schmerzen seit zwei Wochen wäre es am Besten sich in die Hände eines Orthopäden zu geben um die Schmerzen umfassend abzuklären. Gruß PD Dr. med. St.Radke

05.08.2018 - 17:42 Uhr

Hallo Herr Dr, Heute beim wandern spannte etwas...

von Devis M.

... hinten in der Kniekehle und als ich dann nach hause kam hatte ich starke Schmerzen hinten und das Abbiegen des Knies fällt mir auch schwer. Können Sie mir eine art Diagnose stellen oder eine Vermutung? Danke Grüsse Devis

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 06.08.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Hallo Devis, kann wirklich alles sein - Bakerzyste ist allerdings meine erste Option. Lassen SIe doch ein Sono machen.Das könnte richtungsweisend sein. Gruß PD Dr. med. Stefan Radke

16.07.2018 - 23:26 Uhr

Hallo Herr Dr. Radtke, bei einem MRT wurde eine...

von Susanne

... Chondromalazie im medialen und lateralen Gelenkkompartiement 2 Grades, sowie Chondropatia patellae und Chondropathie des Patellagleitlagers 2 Grades festgestellt. Meniskusdegeneration 2 Grades ebenfalls. Außerdem eine 5,5 cm lange Bakerzyste die zum Zeitpunkt des MRT wenig gefüllt war. Mittlerweile ist die Zyste prall gefüllt. Mein Orthopäde rät nun zur Arthroskopie. Die Beschwerden habe ich seit ca. 3 Jahren. Ist die Gelenkspiegelung sinnvoll?

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 19.07.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Liebe Susanne, der Beschreibung nach handelt es sich bei Ihrem Knie um erste verschleißbedingte Veränderungen die zu der Bakerzyste führen. Deshalb wäre für mich die ersten Fragen wie alt Sie sind und wie behindernd die Bakerzyste wirklich ist. Dies wäre für meine Behandlunsstrategie sehr wichtig, denn eine Arthroskopie kann bei den beschriebenen Befunden wenig ausrichten. Zu überlegen wäre daher eine offene Bakerzystenresektion bei entsprechenden Beschwerden und dem entsprechendem Alter. Gruß PD Dr. med. Stefan Radke

12.06.2018 - 22:00 Uhr

Sehr geehrter Dr.Radke. Ich wurde am 3.5.2018...

von Sonja

... Operiert. Ich hatte einen Kreuzbandriss und Meniskusriss. Nach der Operation schien alles okay, doch jetzt kann ich das Knie noch immer nicht richtig Beugen oder strecken, trotz Krankengymnastik und Lümpfdrainage. Am anderen Knie ist der Schleimbeutel sehr dick, den er gar nicht beachtet. Mein Orthopäde meint ich könne alles machen mit dem Knie. Und für ihn ist die Behandlung abgeschlossen. Nun bin ich mir nicht sicher was ich machen soll, desn dem Arzt vertraue ich nicht mehr. Soll ich zu einem anderen Orthopäden oder das machen was er sagt? Vielen dank im Voraus für Ihre Bemühung Sonja B.

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 14.06.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Liebe Sonja, zunächst einmal muß man die Probleme des anderen Knie nicht operierten Knie außenvorlassen. Bezüglich des operierten Knies ist eine Problemanalyse ohne Untersuchung und bildgebender Befunde schwierig. Hinter einer mangelnden Beweglichkeit nach Knieoperation kann sich viel verbergen - deshalb würde ich Ihnen empfehlen eine 2.Meinung einzuholen gerne auch bei mir. Mit freundlichen Grüßen PD Dr. med. Stefan Radke

10.05.2018 - 13:55 Uhr

Sehr geehrter Dr. Radke Letzten Dienstag,...

von B. Pluta

... 08.05.18 war ich zu Sprechstunde bei einem Orthopäden mit anschließender Rötgenuntersuchung. Er stellte vollkommene Arthrose fest und riet zu künstlicher Knie-OP. Jetzt habe ich vergessen ihm eine Frage zu stellen, kann ihn aber nicht per Mail kontaktieren. Nochmals hin heißt lange Wartezeit und vielleicht umsonst. Er sagte, nach Knie-OP würde ich gerade gehen, die Schmerzen im Knie würden verschwinden und ich würde auch keine resultierenden Rückenschmerzen haben. Soweit die Theorie. Wie er auch festgestellt hat, kann ich mein Knie nicht vollkommen durchstrecken (frühere innere Meniskus-OP und Fehlstellung des Beins). Die Sehnen und Bänder sind verkürzt. Können Sie mir bitte logisch erklären, dass nach der OP die Sehnen und Bänder dann die richtige Länge haben und ich das Knie durchstrecken kann, um keine Schmerzen mehr zu haben ? Oder habe ich irgendwas nicht verstanden? Dank im Voraus und Grüsse

Priv.-Doz. Dr. Radke

Antwort vom Autor am 14.05.2018
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Radke

Sehr geehrter Herr Pluta, vielen Dank für Ihre interessante Frage. Aus Ihren Ausführungen kann man schließen, dass Ihre Arthrose schon fortgeschritten ist. Ein Streckdefizit durch verkürzte "Bänder" eigentlich hintere Kapsel ist abhängig vom Ausmaß der Arthrose. In der Regel entweder verursacht durch eine knöcherne Verformung oder eine Verkürzung der Kapsel. Um dies abschließend in Ihrem Fall zu beurteilen ist ein Röntgenbild notwendig. Ihre Frage zielt aber auf das operationstechnische Vorgehen ab. 1. Für ein voll streckbares und beugbares Kniegelenk muß der entstehende Beuge- und Streckspalt symmetrisch und gleich weit sein. Hierzu müssen die Sägeschnitte sorgfältig angelegt werden. 2. Ist dies geschehen wird abhängig von der Instrumentationstechnik (tibiafirst bzw. femurfirst) der Beuge bzw. Streckspalt instrumentiert und ausgemessen. Ist dieser symmetrisch und von adequatem Ausmaß kann das Knie voll gebeugt bzw. gestreckt werden. 3. Im Anschluß erfolgt die Instrumentation des korrespondierenden Streck- bzw. Beugespalt. Vorraussetzung für eine volle Beugung bzw. Streckung ist ein symmetrischer und gleich weiter Beuge- bzw. Streckspalt. 4. Damit dies aber auch wirklich so ist werden verschiedene Tests durchgeführt nämlich a) der der Weite des Beugestpalt nach eingesetzten Probe-komponenten. Hier hebt sich das Inlay bei Beugung wenn der Beugespalt zu eng ist. b) Umgekehrt ist die Streckung des Kniegelenks nicht bei 0° bzw. -5° kommt es zu einem Streckdefizit nach Verschluss der Kapsel. Hier kann nur gegengesteuert werden durch ein hinteres Kapselrelease und eine sparsame Oberschenkelnachresektion körperfern. Wurde all das konsequent durchgeführt und getestet ist eine Bewegungseinschränkung unwahrscheinlich. Ein streckdefizitbedingter Oberschenkelschmerz ist nicht zu erwarten. Sollten Sie noch weitere Fragen haben können SIe sich gerne an mich persönlich wenden. Mit freundlichen Grüßen PD Dr. med. Stefan Radke


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