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Schulterprothese: Wann ist sie die richtige Lösung?

Prof. Dr. Ostermeier

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Die Schulterprothese bei schwerer Schulterarthrose
© Yuri Arcurs - Fotolia.com© Yuri Arcurs - Fotolia.comDie Schulter ist ein sehr bewegliches Gelenk und damit auch eine Herausforderung in der Endoprothetik. Zum Glück ist die Schulter seltener von Arthrose betroffen, als andere Gelenke: Die Schulter trägt weniger Last, als Hüfte oder Knie. Patienten mit Schulterarthrose sind daher meist etwas älter. Ursache der Schulterarthrose ist Verschleiß, eine Entzündung (Infektion, Arthritis) oder ein Unfall mit Schulterfraktur. Angezeigt ist die Schulterprothese bei vollständigem Verschleiß der Knorpelflächen in der Schulter mit drohender Einsteifung.

Das Therapieziel der Schulterprothese
Der Patient mit schwerer Schulterarthrose ist bei alltäglichen Verrichtungen stark eingeschränkt: Haare föhnen, abtrocknen, Kleider anziehen. Ziel der Operation einer Schulterarthrose: Die Wiederherstellung eines schmerzfreien Alltages.

Erhalt des Schulter geht vor: Stellenwert der konservativen Therapie
Die konservative Therapie mit Schmerztherapie und Krankengymnastik zur Kräftigung und Schmerzlinderung hat einen sehr hohen Stellenwert. Weil auf der Schulter - anders als bei Knie, und Hüfte - nicht das gesamte Körpergewicht lastet, sind die Aussichten einer gelenkerhaltenden Therapie bei rechtzeitiger Behandlung der Schulterarthrose sehr gut.

Gegenanzeigen der Schulterprothese
Voraussetzung einer haltbaren Schulterprothese ist eine gute Knochenqualität. Starke Osteoporose ist daher eine Gegenanzeige. Die Schulter sollte zudem frei von bakteriellen Infektionen sein. Die Schulter muss eine gut funktionierende Muskulatur haben: Neurologische Ausfälle und Lähmungen sind eine Gegenanzeige der Schulterprothese.

Die richtige Schulterprothese: Es gibt drei Schulterprothesen-Typen
In Kliniken mit einer Spezialisierung im Schulterbereich werden alle Arten der modernen Schulterprothese an. Mit den unterschiedlichen Prothesentypen ist eine optimal an den Schulterpatienten angepasste Therapie möglich. Die Operationsplanung ist für eine gute Schulterprothese wichtig: Eine gute Beweglichkeit und Dauerhaftigkeit der Schulterprothese kann nur unter Beachtung der individuellen Größenverhältnisse erreicht werden.

Die Hemiprothese (Kappenprothese) der Schulter ist eine Teilprothese
Die Hemiprothese setzt eine funktionierende, mit gesundem Gelenkknorpel überzogene Gelenkpfanne der Schulter voraus. Die Hemiprothese kann entweder als zementierte oder zementfreie Prothese eingebracht werden. Bei der Hemiprothese der Schulter wird lediglich der Oberarmkopf mit einer Metalloberfläche überzogen (Kappenprothese).

Totalendoprothese der Schulter
Die Totalendoprothese der Schulter ersetzt beide Gelenkflächen, wird also bei vollständiger Knorpelzerstörung beider beteiligter Gelenkpartner angewendet. Der Gelenkkopf der Schulterprothese wird hierbei im Markraum des Oberarmknochens stabil verankert. Die Gelenkpfanne wird mit einer Polyethylen-Gelenkpfanne als ausgekleidet. Polyethylen ist ein gut körperverträglicher Kunststoff. Die Metall-Polyethylen Gleitpaarung hat sich in der Endoprothetik sehr bewährt.

Inverse (umgekehrte) Schulterprothese
Die inverse Schulterprothese wird bei vollständiger Zerstörung der Rotatorenmanschette zum Einsatz gebracht. Sie kehrt das Prinzip des Schultergelenks um: In der Schultereglenkspfanne wird ein Gelenkkopf angebracht und auf dem Oberarm wird in einer Vertiefung eine Gelenkpfanne angebracht. Die Beweglichkeit der inversen Schulterprothese ist etwas geringer als die der anderen Prothesentypen. Für den Gebrauch im Alltag ist sie jedoch ausreichend: Der Arm kann auch mit inverser Schulterprothese angehoben und abgespreizt werden.

Erfahrungen mit der Schulterprothese
In Gelenkkliniken wird diese Operation der Schulterprothese häufig durchgeführt. Die Haltbarkeit einer Schulterprothese liegt bei 10-15 Jahren. Beanspruchung, Gesundheit des Patienten und Stabilität der Knochen spielen hier eine Rolle. Durch eine sehr gute Operationsvorbereitung, Prothesenplanung und Erfahrung kann der Schulterspezialist einen Beitrag zur Haltbarkeit der Schulterprothese leisten.

Rehabilitation und Perspektive nach der Operation der Schulterprothese
Bei richtiger Voruntersuchung und guter Planung ist die Schulterprothese eine sehr erfolgreiche Therapie. Der Patient mit Schulterprothese ist im Alltag nicht eingeschränkt. Drei Monate nach der Operation einer Schulterprothese sollte das Schultergelenk wieder schmerzfrei und uneingeschränkt funktionieren. Bei der Wahl der Sportarten sollte jedoch beachtet werden, dass starke Stoßbelastungen eine frühe Lockerung der Prothese bewirken können. Der Patient mit Schulterprothese sollte eher Schwimmen und Radfahren, als z.B. ein Box- oder Karatetraining aufnehmen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (22)


26.03.2019 - 13:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Ostermeier, ich bin 52...

von Irmgard

... Jahre alt, vor 3 Jahren wurde bei mir eine Omarthrose der rechten Schulter diagnostiziert, die ich in der Zwischenzeit konservativ (Kortison, Physiotherapie und Hyaluron) habe behandeln lassen. Inzwischen verschlimmern sich meine Beschwerden, ich komme zwar weitestgehend ohne Analgetika aus, kann aber nicht mehr auf der Seite liegen und die Bewegungseinschränkung nimmt ebenfalls zu. Das letzte MR zeigte ein schmächtiges Labrum und einen zum Teil aufgebrauchten Knorpel des Glenoid. Zudem eine deutlich progrediente zystische Durchsetzung des Glenioids, wobei nur noch das kraniale Drittel des Glenoids eine unauffällige Knochenfeinstruktur zeigt. Außerdem rückläufige Anzeichen einer Ansatzendopathie der Supraspinatussehne mit Mikrorissen und eine etwas progrediente ACG-Arthrose mit Erguss, Synovitis und irregulär konturierten Gelenkflächen. Mein behandelnder Arzt meinte eine Schulterprothese wäre unvermeidlich. Ich würde gerne noch Röntgenbestrahlung versuchen um den OP-Termin hinauszuzögern. Kann mir die problematische Gelenkfläche dann Probleme machen? Hätten Sie noch eine andere Idee? Vielen Dank und herzliche Grüße

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 04.06.2019
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, Vielen Dank für Ihre Anfrage: Sie haben nun einen sehr ausführlichen Befund zu Ihrer Schulterarthrose geschildert. Die konkrete Frage nach der Röntgenbestrahlung: Das ist lediglich eine symptomatische Therapie, die Entzündungsschmerzen reduzieren kann, aber die Gelenksfunktion nicht wirklich verbessert. Eine Lösung Ihrer Situation ist tatsächlich nur durch Wiederherstellung der Gelenksfunktion mit Hilfe einer Schulterprothese möglich. Sie können aber versuchen, die OP so lang es geht hinauszuzögern. Die Muskuläre Situation und die Koordination der Schulterbeweungen werden dadurch aber weiterhin negativ beeinflusst, wenn Sie lange in Schmerzen und Schonhaltungen verharren, und die Lebensqualität bis dahin ist nicht wirklich gut.

27.05.2018 - 17:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Ostermeier, ich bin...

von J.Schulz

... 52 Jahre alt, und betreibe seit 30 Jahren Bodybuilding, wegen Bewegungseinschränkungen und sporadischen Schmerzen, hatte ich mir zwei Meinungen bei Schulterspezialisten eingeholt, beide meinten dass eine TEP überfällig sei. Diagnose Omarthrose 3.Grad. linke Schulter. Ich trainiere regelmäßig die Rotatoren und kann auch noch meinem Sport betreiben. Sollte man sich trotzdem eine schaftlose Prothese und auch die Pfanne implantieren lassen? Ich möchte meinen Sport auch nicht aufgeben. Mit freundlichen Grüßen J.Schulz

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 28.06.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Versorgung mit Schulterprothese ist notwendig, weil Ihre Gelenkfläche abgenutzt ist. Die Oberflächenersatzprothese hat bei eher jungen Arthrose-Patienten, zu denen Sie mit 52 gehören, den Vorteil, dass sie sehr knochensparend durchgeführt werden kann. Bei der Totalendoprothese muss der Humeruskopf abgetrennt und ausgehölt werden. Eine gute trainierte Muskulatur kann Last vom Schultergelenk und von der Schulterprothese nehmen. Training ist also sinnvoll. Eien Frage die aber vorsichtig beantwortet werden müsste: Welche Kraftspitzen treten bei Ihrem Training auf? Arbeiten sie eher mit moderaten Gewichten und vielen Wiederholungen, was auch bei Prothese eher günstig ist, oder mit sehr großen Gewichten und wenigen Wiederholungen? Grundsätzlich, sollte eine Schulterendoprothese aber erst operiert werden, wenn die Symptome es erzwingen. Wenn Sie bisher weitgehend unbeschwert leben, gibt es keinen Grund für eine zeitnahe OP-Entscheidung.

26.04.2018 - 21:03 Uhr

guten Abend mein Arzt sagte ich sollte mich mit...

von Andrea B.

... einer Schulterprothese anfreunden. Da war ich total von den Socken, ich treibe sehr viel Sport und bin immer in Bewegung. Eine Zweitmeinung habe ich mir auch schon geholt, der sagt das gleiche. Ich könnte es noch etwas strecken, aber das ändert nix, nur eine Op könnte mir helfen. Ich bin total überfordert, kann mich nicht anfreunden mit den Gedanken. Am Tage habe ich sag ich mal leichte bis mittlere Schmerzen, in der Nacht sind die Schmerzen stärker und ich schlafe auch mehr schlecht als recht. Mein MRT sagt folgendes: 1. Ansatztendinopath der Supraspinatussehne mit Nachweis einer gelenkseitigen Partialläsion 2. Ansatztendinopath der Subscapularissehne 3. Gelenkspaltverschmlerung, Ausdünnung des glenoidalen und humeralen Knorpelbsbelages sowie deutliche osteohytäre Rankkantenanbauten, vereinbar mit einer Omarthrose 4. Gelenkerguss im Glenohumeralgelenk 5. Signalalterartion des anterioren Labrums Irgendwie weiß ich nicht was ich machen soll, hin und her gerissen. Ich bin 54 Jahre alt. Bleibt mir nix anderes übrig

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.05.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patienten, vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kann gut verstehen, dass sie angesichts ihres relativ jungen Lebensalters vor der Operation einer Schulterprothese zurückschrecken. Was in Ihrem Fall intensiv geprüft werden müsste, wäre die Möglichkeit, das Arthrosegeschehen mit Hilfe einer Schulterarthroskopie zu verlangsamen und weiter Zeit zu gewinnen. Üblicherweise wird bei einer Schulterarthroskopie der Knorpel geglättet, und die Knorpel schädigenden Osteophyten abgetragen. Der Gelenkerguss zeigt aber, dass sie bereits eine entzündlich aktivierte Arthrose haben. In diesem Fall wäre es wichtig die Entzündung möglichst schnell zu bekämpfen. Da ich ihren klinischen Befund nicht aus eigener Anschauung kenne, sind das lediglich theoretische Überlegungen zu den Behandlungsoptionen, die den Kollegen, denen die Schulterprothese empfohlen haben, sicher ebenfalls geläufig sind. Es muss also durchaus Gründe geben warum sie von einer gelenkerhaltenden Therapie bei Schulterarthrose abraten. Falls doch eine Schulterprothese operiert werden muss, wäre eine Oberflächenersatzprothese empfehlenswert: Diese ist knochensparend. Der Oberarmkopf muss nicht geopfert werden und der Oberarmknochen wird auch nicht durch für einen Prothesenstiel ausgehölt. Für den Fall, dass im weiteren Verlauf ihres Lebens nach c.a. 15 Jahren wegen Abnützung ein Prothesenwechsel notwendig sein sollte, würde noch die gesamte Knochensubstanz für den Einbau einer Schultertotalendoprothese zur Verfügung stehen. So könnte man durch die geeignete Prothesenwahl Ihr relativ junges Lebensalter berücksichtigen, indem man einen möglichen Prothesenwechsel erleichtert. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Beantwortung dieser wichtigen Frage.

16.04.2018 - 21:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof.DR.Ostermeier, Vielen...

von Manuela M.

... Dank für Ihre Antwort. Ich war bei zwei Schulterspezialisten einer sagt, sie würden es nochmal versuchen zu Nähen. Dort wurde auch die erste Op gemacht. Da aber dort im Moment keine Termine frei sind, wurde ich an einen anderen Schulterspezialisten verwiesen und dieser sagte mir, die Chance läge bei 50 Prozent, das die erneute OP halten würde und er wäre dafür gleich eine neues Schultergelenk einzusetzen. Da ich aber erst 58 Jahre bin und die Haltbarkeit eines künstlichen Gelenks ca. 10 Jahre beträgt laut Arzt . Daher weiß ich jetzt nicht was ich richtig mache .Da ich auch berufstätig bin wo ich den Arm auch voll gebrauchen muss.Vielen Dank für Ihre Mühe.Mit freundlichen Grüßen Manuela M.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 15.05.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, wenn doch eine Schulterprothese operiert werden muss, dann fragen Sie doch nach einer knochensparenden Oberflächenersatzprothese. Bei dieser wird der Humeruskopf lediglich überkront und die Knochensubstanz bleibt vollständig erhalten. Das schafft für einen möglicherweise in 10-15 Jahren erforderlichen Prothesenwechsel eine sehr günstige Ausgangslage.

09.04.2018 - 20:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr Ostermeier, ich habe...

von M. Meyer

... bei einem Unfall mit dem Rad eine Läsion von SSP und ISP sowie SSC Ruptur, subtotale Ruptur LBS erlitten und wurde dann am 12.12.2017 daran operiert. Es wurden u.a. Anker gesetzt. Nun stellte sich bei einer erneuten MRT Untersuchung heraus das die Supra spinarta erneut gerissen ist und die Subscapularis angerissen ist. Nun wollen mir die Ärzte ein neues Schultergelenk einsetzen. Gibt es evtl. noch eine andere Möglichkeit außer einem neuen Gelenk ? vielen dank . mit freundlichen grüßen M.Meyer

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.04.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, diese Frage zur der Indikationsstellung für eine Schulterprothese kann nur ein Schulterspezialist beantworten, der Sie genau untersucht hat und Ihre radiologischen Bilder genau kennt. In Zweifel würde ich Ihnen raten, diese qualifizierte Zweitmeinung nicht über das Internet sondern bei einem Spezialisten einzuholen: Die Schulterprothese ist ein irreversibler Schritt.

28.01.2018 - 12:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Ostereier, ich...

von Carmen-Anja S.

... bin an enteropathischer Spondylarthritis mit peripherer Beteiligung erkrankt. Vor 2 Jahren fingen die Schmerzen in beiden Schultern an. Befund rechts: Teilruptur Supraspinatussehne, Bursitis, Osteitis Humeruskopf. Links: minimale Bursitis, Entzündung im AC-Gelenk. Die rechte Schulter schmerzt nur bei bestimmten Bewegungen, links sind die Schmerzen mittlerweile unerträglich. Habe mir Kortison mit Hyaloronsäure ins Gelenk spritzen lassen, regelmäßig KG, Kortisonstoßtherapie, Etoricoxib, MTX und Adalimumab...nichts hilft bisher. Habe nun auf ein Kontroll-MRT bestanden, da ich nachts ständig vor Schmerzen wach werde. Befund: weiterhin minimale Bursitis, deutl. Arthrose im AC-Gekenk mit kräftigen Geröllzysten, Gelenkerguss und leichter Aktivierung. Arthrose zeigt sich progredient. Sehnen etc. alles okay. Ich habe erst im April den nächsten Termin beim Rheumatologen, würde aber gern wissen, ob ich mich wohl auf eine OP einstellen muss.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 01.02.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, sie haben nun Ihre ausführliche Diagnostik sowie ihren Behandlungsverlauf hier gepostet. Ihr Wunsch ist ganz offenbar, dass ich Ihnen aufgrund dieser Daten eine Indikation für oder gegen eine Schulterprothese stelle. Diese Art von Fernbefundung über das Internet ist aber leider nicht wirklich zielführend, wir dürfen das als Ärzte auch nicht. Ich würde Ihnen daher empfehlen diese Frage an einen Schulterspezialisten zu stellen der ihre bildgebenden Befunde auch direkt sichtet und der sie auch körperlich untersucht hat. Nur dann ist eine Empfehlung möglich die frei von Missverständnissen ist. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

26.01.2018 - 22:34 Uhr

Ich habe im Mai 2017 eine inverse Schulterprothese...

von Annette M.

... wegen einer Rotatorenmanschettenmassenruptur bekommen. Hat ohne Schmerzen sehr gut geklappt, bis zum Zeitpunkt einer ambulanten Reha. Hier wurde nicht viel gemacht. Seit dieser zeit habe ich Schmerzen, die punktuell, aber auch wie so ein Band um den Oberarm ziehen. Beim Besuch im KH stellte man fest. dass die Prothese sehr gut sitzt. Es sollte sich ein Neurologe ansehen, der meinte, er hätte das nicht operiert und würde da auch nichts zu sagen. Jetzt wird es schon eine Kraftminderung und ich weiß nicht, was ich machen kann. Kälte tut weh. Haben Sie noch einen guten Rat für mich?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 01.02.2018
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin vielen Dank für Ihre Rückfrage zu ihrer Situation nach inverser Schulterprothese. Im Grunde geben Sie die Antwort auf ihre Frage ja selbst: Die Prothese sitzt im radiologischen Befund offenbar korrekt, aber sie benötigen offenbar noch mehr physiotherapeutische Behandlung, dazu gehört nicht nur Muskelkräftigung sondern auch Entspannung und Lösung von Blockaden und verkrampfte Muskulatur. Offensichtlich ist ihre Schulter noch empfindlich und überreizt. Wir arbeiten in der Orthopädischen Gelenk Klinik in diesen Fällen häufig mit der zellbiologischen Regulationstherapie: Was ist ein Verfahren mit dem wir Krampf, Schmerzen und Entzündungen in Geweben vermindern können, so dass eine kräftigende und Beweglichkeit verbessernde Therapie überhaupt erst möglich wird. Da hat aber jeder rehamediziner und jeder Physiotherapeut auch eigene, auch auf individueller Erfahrung beruhende Therapieverfahren.

20.10.2017 - 05:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Ostermeier, Nach...

von W. Schenk

... einer Massenruptur der Rotatorenmanschette will die Klinik mir eine inverse Schulterprothese einsetzen. Meine Frage ist nun, kann ich danach wieder Kraftsport (Fitnessstudio) betreiben? Mit vielem Dank im voraus W. Schenk

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 22.11.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, sie müssen diese Fragen unbedingt mit Ihrem Operateur klären. Kraftsport mit Hohen Kraftspitzen ist mit Prothesen immer sehr vorsichtig zu handhaben. Bei geführtem Training (maschinell unterstützt) ist die Sicherheit größer.

05.07.2017 - 19:14 Uhr

Alter 67 J., -Nach einer Arthroskopie der rechten...

von G. Kaczynski

... Schulter im März 2017- Befund vorher: anterosuperionre Rotatorenmanschettenmassenruptur mit nicht rekonstruierbarer Ruptur der Supscapularissehne bei Retraktion ü. Glennoid hinaus, ausgedehnte degenerative Ruptur der Supraspinatussehne, Z. n.degenerativer Ruptur der. langen Bizepssehne, intraartikuläre Sinovitis, Os acromiala, Bursitis subacromialis - (M;75.1) Arthroskopie d. r. Schultergelenkes, Naht der Supraspinatussehne mittels Biocomposite FT Anker, partielle Synovektomie, Glattung des Bizepssehnenankers, Debridement, ventrales Kapselrelease,partielle Synovektomie, subakromiale Dekompression. Immobilizer 6 Wochen ab Mitte Mai 2017 starke, pochende Schmerzen von Schulter bis Hand Tag und Nacht. MRT 30.5.17 Knochenmarksignal am Humeruskopf deutlichinhomogen hypintens, T2-Sequenzen inhomogen hyperintens, vereinbar mit einem inhomogenen Ödem, Glenohumeral glatte Gelenkflächen, massiver Erguss, Sehnen M. supraspinatus und subscapularis vollständig ruptiert, Muskeln atrophiert Labrum ist anterior . kranial nicht mehr abgrenzbar Deutliches inhomogenes Knochenmarksödem Humeruskopf u i. sukapitalen Abschnitt d. Humerusschaftes, Komplettruptur d. SSP-Sehne und Subscapularissehne m. ausgeprägeter Atrophie. Nun wurde mir eröffnet, dass nur eine Inverse Schulterprothese helfen kann. Gäbe es andere Möglichkeiten? Ich habe immer noch starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nach oben und vorne und nach links.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 13.07.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, ich nehme an sie haben Ihre vorliegenden Befunde und Arztbriefe in das Anfragefeld getippt. Natürlich dürfen wir über ein öffentliches Diskussionsforum keine Gutachten oder öffentlichen Zweitmeinungen verfassen oder auch nur Empfehlungen in einem bestimmten Fall abgeben. Einen Hinweis kann ich Ihnen geben: Bitte erkundigen Sie sich, ob eine Inspace Implantat möglich ist. Ihre Gelenkflächen sind ja nicht geschädigt. Das Inspace-Implantat, ein mit physiologischer Lösung gefüllter haltbarer Ballon, der arthroskopisch (minimalinvasiv) über dem Oberarmkopf unter dem Schulterdach eingebracht wird, erhält das Gelenk und bringt den Oberarmkopf wieder in seine normale Position, so dass Physiotherapie möglich ist. In vielen Fällen ist eine Wiederherstellung der Schulterfunktion trotz geschädigter Supraspinatussehne noch möglich. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

18.06.2017 - 16:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Ostermeier, gerne...

von Wilfried A.

... würde ich ihren geschätzten Rat einholen; hierzu folgender Sachverhalt: Im September 2016 traten in der linken Schulter erstmals mittelschwere Schmerzen auf. Bei meinem Orthopäden wurde mit Ultraschall eine Entzündung festgestellt. Durch entzündungs-und schmerzhemmende Tabletten sowie Krankengymnastik bekam ich den Zustand einigermaßen in den Griff. Ab Januar 2017 wurden die Schmerzen so stark, sodass auch die Beweglichkeit des Armes nach vorne oben und über Kopf nicht mehr möglich war. Das Ergebnis eines MRT. am 01.06.2017 war für mich niederschmetternd. Mein Orthophäde hatte daraufhin eine OP. und das Einsetzen einer "inversen Schulterprothese" vorgeschlagen, wenn ich mit den jetzigen Schmerzen und Einschrenkungen nicht mehr leben könne. Ich habe in Ihrem Forum von einem "Inspace Implatant (System) gelesen, und frage, ob das eventuell in meinem Fall auch eine Alternative auf Zeit wäre. Zu meiner Person: 66 Jahre alt, sehr aktiv: Bergtouren, Mountainbiken, Skifahren-touren. Der Befund vom MRT: Nachweis einer großflächigen Ruptur der Supraspinatussehne. Rupturausdehnung von ca. 3,7 cm Die Sehne damit vollständig rupturiert. Humeruskopfhochstand,der direkten Kontakt zum Akromion steht. Die lange Bizepssehne im Sulcus nachweisbar, hier liegen entzündlicheVeränderungen vor. Unauffällige Darstellung der Infraspinatussehne. Der Musculus supraspinatus mit deutlichen ödematösen Einlagerungen.Unauffällige Darstellung der Sub- scapularissehne. Das Glenoid unaffällig, ebenso das Labrum. AC-Gelenksarthrose. Humeruskopfhochstand. Die lange Bizepssehne intakt. Sie ist im Sulcus nachweisbar. Hier kräftiger Erguss. Beurteilung: Vollständige Ruptur der Supraspinatussehne, mittelgradige Atrophie und Verfettung des Muskels. Deutliche Retraktion der Sehne. Ödematöse Veränderung des Musculus infraspinatus, jedoch keine Ruptur. Gelenkerguss.Humeruskopfhochstand. AC- Gelenksarthrose. Für ihre Bemühungen herzlichen Dank im Voraus Wilfried Appelt

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 27.06.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Sehr geehrter Herr A., Sie schildern hier einen sehr ausführlichen Befund. Da Sie keine Schulterarthrose zu haben scheinen, der größte Teil Ihrer Rotatorenmanschette intakt ist, bis auf die, Supraspinatussehneund sie lediglich eine AC-Gelenkarthrose, wäre das Inspace-Implantat in Verbindung mit einer Physiotherapie in Ihrem Fall bedenkenswert.

27.03.2017 - 19:29 Uhr

Hallo Professor Ostermeier, ich möchte eine...

von Joachim

... Arthroskopie durchführen lassen mit Glättung ,Spülung, evtl. Schleimbeutelentfernung und einem Inspace Ballon. Allerdings möchte ich im Anschluß nicht gleich nach Hause, da ich schon einen längeren Leidensweg hinter mir habe. Wäre auch bei dieser Art OP eine 3-wöchige Anschlussreha möglich?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 26.04.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, in der Regel genügt nach Schulterarthroskopie, auch nach Implantation eines Inspace Implantates eine ambulante Physiotherapie zur Mobilisierung des Schultergelenks. Sie müssten prüfen, ob in Ihrem Fall besondere Faktoren gegeben sind, die eine Anschlussheilbehandlung erforderlich machen.

11.01.2017 - 04:49 Uhr

Hallo Herr Professor, ich wurde im März 2005 an...

von Dieter H.

... der Rotatorenmanschette (5 Ankerhaken) erfolglos operiert. Im Frühjahr 2016 bekam ich dann bei "Überkopfarbeiten" sowie beim Zähneputzen und beim Haare föhnen Schmerzen. Nach einem MRT wurde ich erneut operiert. Jetzt habe ich zu den vorhanden Schmerzen auch noch extremste Ruheschmerzen dazu bekommen. Ich mache derzeit kein Auge in der Nacht. Jetzt soll ein sogenannter Inspace-Ballon eingebracht werden. Was halten Sie davon und wie sehen die Reha bzw. Nachbehandlungen aus? Liebe Grüße, Dieter H. (50 Jahre alt)

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 23.01.2017
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, die Rotatorenmanschette kann tatsächlich manchmal nicht mehr operabel sein, wenn sie zu stark abgenutzt ist. Ich selbst habe mit dem Inspace System sehr gute Erfahrung gemacht und habe das auch seit längerem in meiner eigenen Anwendung. Die Behandlung ist arthroskopisch. Die Nachbehandlung besteht in einer Kräftigung der Schultermuskulatur, um die durch das Inspace Implantat wieder zentrierte Schulter wieder zu kräftigen. Das Inspace Implantat ist im Prinzip ein kochsalzlösungsgefüllter Ballon, der das Schultergelenk wieder zentriert.

31.08.2016 - 13:16 Uhr

Hallo Herr Professor, ich bin 46 Jahre alt und...

von Stephan

... hatte im Januar einen Ski-Unfall. Mir wurde aufgrund einer proximalen Humerusmehrfragmentfraktur eine modulare Schulterfrakturprothese implantiert. In der letzten Verlaufskontrolle wurde festgestellt, dass die Rotatorenmanschette gerissen ist und nicht rekonstruiert werden kann. Das Implantat bewegt sich immer weiter nach oben. Seit der OP bis heute sind es ca. 1 - 2 cm. Der Arzt schloss aufgrund meines Alters einen Wechsel auf eine inverse Prothese aus und empfahl mir eine Schmerztherapie. Ich war danach bei einem weiteren Orthopäden, der mir sagte, dass in meinem Fall das Alter nicht als Argument zählt. Er erwägt einen Wechsel der Prothese. Wie beurteilen Sie die Sachlage?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 06.09.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, sie suchen nun auf Grund Ihrer komplexen Situation eine Drittmeinung über das Internet. Es gibt nun für einen Arzt keine von einer konkreten Untersuchung vorliegenden "Sachlage" die objektiv beurteilt werden kann. Ich kann Ihnen anbieten, das in einem Sprechstundentermin nach Sichtung aller Untersuchungsdaten gemeinsam zu besprechen.

23.01.2016 - 16:49 Uhr

Hallo Herr Professor. Ich bin 55 Jahre alt und...

von Sylvia

... wurde an der li. Schulter das 4. Mal operiert. Es wurde Arthrolyse, Schleimbeutelentfernung, Glättung des Knorpel und Bizepssehne durchtrennt. Bin jetzt gerade in Rehabilitation und es tut sich absolut nichts. Ständige Schmerzen sind da. Wäre da eine Tep nicht besser damit ich endlich Ruhe finde? Die Ärztin hier sagte, dass es früher oder später so kommen wird.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 29.01.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, ich nehme an eine Schultergelenksarthrose (Omarthrose) ist die Ursache Ihrer Beschwerden. Die Zeitdauer Ihrer Rehabilitation haben Sie leider nicht genannt. Ich würde hier gerne auch zu etwas Geduld und weiterhin intensiver Rehabilitation ermutigen. Gerade an der Schulter können wir durch gelenkzentrierenden Muskelaufbau viel bewirken. Bei allen Bemühungen um den Gelenkerhalt ist für manche Patienten eine Schulterprothese eine Lösung, die sie wieder ins Leben zurückfinden lässt. Eine ganze Folge von gelenkerhaltenden Therapieversuchen, darunter auch mehrere Operationen, ist natürlich sehr belastend. Ein unklares Ergebnis, oft über Jahre, belastet den beruflichen und privaten Lebensweg der Patienten. Für eine Schulter TEP (Totalendoprothese) sind sie aber recht jung. Die Standzeiten von Schulterprothese sind aufgrund der im Vergleich zum Knie geringeren Gesamtbelastung sehr gut. Ein Prothesenwechsel nach 20 oder 25 Jahren kann aber nicht ausgeschlossen werden. Bei so jungen Patientinnen wie Ihnen würden wir da ggf. eher eine Oberflächenersatzprothese der Schulter empfehlen. Die Oberflächenrsatzprothese der Schulter ist knochensparend und überkront lediglich den Oberarmkopf. Der Oberarmkopf bleibt erhalten. Sollte da eine spätere Wechseloperation anstehen, würde die gesamte Knochensubstanz weider für eine gute Verankerung einer möglichen TEP zur Verfügung stehen. Der bei so jungen Patienten nicht auszuschließende Prothesenwechsel würde also im Fall eines Prothesenversagens im späteren Leben eine Rückzugsmöglichkeit bedeuten, ohne den bei Wechsel einer Totalendoprothese immer unvermeidlichen Stabilitätsverlust. Ich wollte Sie hier nicht beunruhigen, aber ich habe die Frage des Prorthesenwechsels auf Grund Ihres jungen Alters etwas ausführlicher besprochen. Zu einer realistischen Prognose gehört immer die Einbeziehung von Lebenssituation und Lebensalter unserer Patienten.

29.12.2015 - 08:16 Uhr

Eine Schulterprothese ist oft nicht so eine kleine...

von Annika F.

... Sache, wie manche Ärzte gerne sagen. Dies sollte sich gut überlegt werden. Ich hatte zwischen 12 und 16 Wochen hochgradige Schmerzen und die Rehaphase, bis zu vollständigen Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (ich bin allerdings Altenpflegerin), betrug 13 Monate. Am Ende stellte sich allerdings heraus, das es sich gelohnt hat. Ich gehe wieder Kiten und Reiten und alles ist gut. Aber der Weg dahin ist nicht zu unterschätzen. Ein Schultertep ist nicht zu vergleichen mit einer Hüfttep!

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 29.01.2016
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für diesen ehrlichen Bericht. Dazu möchte ich gerne noch hinzufügen: Bei jungen und aktiven Patienten bevorzugen wir stets die Oberflächenersatzprothese der Schulter. Der Eingriff ist weniger invasiv, die klinischen Resultate ebenso gut wie bei einer Vollprothese der Schulter. Im Falle eines Prothesenwechsels, der nach Jahrzehnten nie auszuschließen ist, steht noch die gesamte Knochensubstanz für die Verankerung einer Vollprothese zur Verfügung. Die Heilung verläuft auf Grund des kleineren Eingriffs schneller und unproblematischer. Bei einer langwierigen Rehabilitation nach Schulterprothese hat sich in unserem Hause die rein konservative Zellbiolgische Regulationstherapie (ZRT-Matrixtherapie) nach Dr. Dickreiter, der bei uns im Hause die Rehabilitationen anleitet, sehr bewährt. Gerade bei hartnäckigen Bewegungseinschränkungen und Entzündungen der Schulter könne unsere Patienten Ihren Status deutlich und relativ schnell nach einigen Anwendungen verbessern.

15.10.2015 - 22:56 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor, ich (weiblich, 75...

von H. A.

... Jahre) habe vor 8 Wochen nach einem Sturz eine inverse Schulterprothese erhalten. Seitdem bestehen nach wie vor fast ständig starke, meist stechende und krampfartige Schmerzen. Eine Röntgenkontrolle und Blutwerte vor 2 Wochen waren laut behandelndem Arzt unauffällig (keine Lockerung, keine Entzündung). Der Arzt empfiehlt nur Physiotherapie und Schmerztabletten. Was könnte die Ursache für meine Schmerzen sein und was kann ich dagegen tun? Wann sollten üblicherweise die Schmerzen nach der OP weg sein? Vielen Dank. H.A.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 18.11.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, die aufschlussreichsten Antworten erhalten Sie natürlich von Ihrem behandelnden Arzt, der Sie genau kennt. Wir kenne die Situation nach Endoprothetik dass die Rehabilitation zu langsam voranschreitet, weil das Gewebe um die Eingriffsstelle nicht regeneriert und die biologischen Prozesse noch nicht in Gang gekommen sind. Dann ist kräftigende Physiotherapie verfrüht. Wir konsultieren in diesen Fällen unseren Facharzt für Rehabilitationsmedizin (Dr. Bernhard Dickreiter): Mit Hilfe eines integrierten Verfahrens (sog. "zellbiologische Regulationsmedizin") kann den Patienten innerhalb einiger Sitzungen beim Physiotherapeuten bei chronischen Schmerzen nach Endoprothesenoperation geholfen werden. Die Indikationsstellung für diese Therapie muss natürlich fachmännisch erfolgen. Da aber Infekte und Lockerung ausgeschlossen wurden, können wir schon in diese Richtung denken. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

01.09.2015 - 22:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Ostermeier, seit...

von Susanne

... fast 2 Jahren habe ich Schmerzen an der rechten Schulter. Ich wurde bisher 4x an der rechten Schulter operiert (u.a. wegen einer Instabilität, Versorgung mit einer Hakenplatte und einem Sehnentransplantat; Entfernung von Narbengewerbe, Verwachsungen und Schleimbeutel); eine AC Gelenksarthrose (kein Knorpel mehr vorhanden) ist bekannt. Schmerzen bestehen immer noch. Die Bewegung ist sehr eingeschränkt bzw. geht kaum noch, ab und zu kracht oder reibt es in der Schulter, an Schlaf ist kaum noch zu denken. Es wurde auch eine Kapsel Schrumpfung und Synovitis diagnostiziert. Kann es eine Schulterarthrose sein? Würde mir eine Schulter tep helfen? Könnte ich mich an Sie wenden wegen einer Zweitmeinung? Vielen Dank S.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 08.09.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, bitte machen Sie doch baldmöglichst einen Termin aus mit unserer Sprechstunde. Ich würde Sie gerne durch eine qualifizierte Zweitmeinung unterstützen.

09.06.2015 - 18:20 Uhr

Ich habe links vor 7 J. eine...

von Stefan

... Eclipse-Kurzschaftprothese erhalten, auch die Pfanne wurde ersetzt, mit Polyethlen-Besatz. Jetzt treten Schmerzen auf, die Pfanne bzw. das PE ist abgewetzt (durch mehrfache Untersuchungen und Rö diagnostiziert). Kann man allein die Pfanne ersetzen (der Oberarmkopf ist noch perfekt)? Gibt es inzwischen bessere Pfannenmaterialien als PE?

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 13.07.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Gelenkpfanne lässt sich auch isoliert ersetzen. Die Polyethylenpfanne ist bisher die beste Materialalternative im Schultergelenk. Vor allem, weil das Schultergelenk auch keine permanent hohe Trageleistung hat, wie die Hüfte oder das Knie. Da Sie die Gleitpaarung gut vertragen haben und auch durch Polythylenabrieb keine Lockerung des Implantats aufgetreten ist, spricht ja nichts gegen eine Erneuerung der bei Ihnen bewährten Versorung. Es gibt neue, hochvernetzte Polyethylenimplantate mit besseren Abriebwerten. So etwas würden wir Ihnen auf Anfrage gerne anbieten.

15.01.2015 - 18:24 Uhr

Ich habe durch einen Sturz vor 15 Monaten eine...

von Wolfgang

... Rotatoremanschettenruptur erlitten und kann meinen rechten Arm nicht mehr nach vorn heben und seitlich sind ca. 30% Abspreizu geringer Haltbarkeitung noch möglich. Mir wurde von einem Chirurgen ein künstliches Schultergelenk empfohlen. Ein zweiter Chirurg riet mir davon ab da, ich mit 68 Jahren dafür zu jung wegen Haltbarkeitsproblemen wäre. Wer hat Recht und was raten Sie mir. Mfg Wolfgang.

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.01.2015
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Lieber Patient, ist eine Rotatorenmanaschettenruptur mit einer Schulterarthrose verbunden, wird häufig die inverse Schulterprothese empfohlen. Wenn die Gelenkknorpel aber noch weitgehend intakt sind, wollen wir in unserem Zentrum die Funktion der Rotatorenmanschette mit einem Ballonimplantat ersetzen (sog. Inspace Implantat). Es wird über minimalinvasiv (artroskopisch) eingebracht und deckt an Stelle der Supraspinatussehne den Oberarmkopf ab. So verhindert es das Höhertreten des Oberarmkopfes und zentriert das Schultergelenk. Innerhalb von c.a. 2 Jahren ist es selbstauflösend und wird vom Körper resorbiert. So bietet das Implantat die Möglichkeit, durch gezielte Physiotherapie die fehlende Funktion der Supraspinatussehne zu kompensieren und die Beweglichkeit des Schultergelenks zu erhalten. Aber auch bei der Haltbarkeit einer inversen Schulterprothese haben wir keine negativen Erfahrungen gemacht: Weil die Schulter nicht gewichttragend ist - anders als Knie oder Hüfte - ist die Haltbarkeit einer fachgerecht implantierten Schulterprothese recht gut. Eine lebenslange Haltbarkeit ist zu erwarten.

13.12.2014 - 13:54 Uhr

ich leide seid vielen jahren an osteoporose. die...

von sigrid

... messung der knochendichte ist im mittleren roten bereich festgestellt. ich hab an beiden schulter arthrose, mit starker beweglichkeitseinschränkung. mir wurde eine Schulterprotese dingend empfohlen.. außerdem bin ich diabethikerin typ 2... meine frage ist die op sinnvoll, hält das überhaupt und wie lange bei osteoporose .besten dank für ihre antwort. mit freundlichen grüßen sigrid

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 22.12.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie haben recht, die Osteoporose vereinfacht den Einbau einer Schulterprothese nicht. Sie ist aber auch keine Kontraindikation. Die Schulter trägt ja auch nicht das gesamte Körpergewicht, wie die großen Gelenke der unteren Extremität. Wenn Sie sich bei uns vorstellen bin ich mir sicher, dass wir eine nachhaltige und sichere Lösung finden.

12.12.2014 - 07:48 Uhr

Guten Tag, ich habe eine Frage: Wie hoch ist die...

von Christel

... Lebensdauer einer Schulterprothese. Ich habe gehört, sie hält nur 10 Jahre. Im voraus besten Dank für Ihre Antwort. Mit freundl. Grüßen Christel

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 16.12.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Liebe Patientin, die Lebensdauer der Schulterprothese ist von vielen Faktoren abhängig. Das ist die Knochenqualität (Osteoprose?), Art der Prothese, Lebensweise und vieles mehr. Anders als die Prothese in Hüfte und Knie muss die Schulterprothese aber nicht dauernd Gewicht tragen. Einer Lebensdauer in Höhe der bei Prothesen der großen Gelenke üblichen 15-25 Jahren steht bei guter Operation nichts im Wege. Im Einzelnen müssten wir Ihre Umstände nach einer gründlichen Untersuchung abwägen.

02.06.2014 - 16:52 Uhr

Guten Tag Herr Professor Ostermeier. Leider...

von Pitt

... benötige ich in der linken Schulter eine inverse Prothese. Bitte teilen Sie mir mit wie oft Sie diese Operation durchgeführt haben und ob Sie eventuell bereit sind einen Zweitbefund zu erstellen. Mit freundlichen Grüßen P.Lawwo

Prof. Dr. Ostermeier

Antwort vom Autor am 03.06.2014
Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Sehr geehrter Herr Lawwo, gerne erstelle ich einen Zweitbefund. Bitte machen Sie einen Vorstellungstermin in unserer Praxis unter 0761/5577580 aus. Bis jetzt habe ich ca. 80 inverse Schulterprothesen implantiert.


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