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Osteoporose - leider oft erst nach dem Knochenbruch erkannt

Dr. Krapf

von
verfasst am

© blas - fotoliaMeist wird Osteoporose erst nach Knochenbrüchen erkannt (© blas - fotolia)Osteoporose ist ein schleichender Prozess, der sich oft über viele Jahre erstreckt. Leider wird die Krankheit erst erkannt, wenn es zu einem oder mehreren Knochenbrüchen gekommen ist. Hierbei reichen dann schon Bagatellunfälle oder leichte Erschütterungen des Körpers - wie das Verrücken eines Blumenkübels – aus, dass es zu einer Fraktur kommt. Gefürchtet sind dabei der Wirbelbruch oder der Oberschenkelhalsbruch, der nicht selten zum Tod führt, obwohl er durch eine rechtzeitige Diagnostik und Therapie vermeidbar gewesen wäre.

Starke Knochen durch …

… Eine kalziumreiche Ernährung

  • Milchprodukte (außer Quark und Schmelzkäse)
  • Gemüse wie Fenchel, Brokkoli und Grünkohl
  • Kalziumreiche Mineralwässer, die darüber hinaus auch noch kalorienfrei sind

… Vitamin D
Des Weiteren sollte gerade im Sommer auf viel frische Luft geachtet werden, um die körpereigene Vitamin-D-Bildung anzuregen. Dies reicht oft jedoch nicht aus. Vitamin-D- Mangel kommt zwar in Deutschland sehr häufig vor, wird aber leider zu selten erkannt und dann oft unzureichend therapiert. Der Zusammenhang von Vitamin D und der Mineralisation des Knochens ist seit ca. 100 Jahren bekannt. Der persönliche Vitamin-D-Bedarf lässt sich leicht im Blut ermitteln.

…Kalzium
Zur Stabilität des Knochens ist auch auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium zu achten. Laut Empfehlung des Dachverbands Osteologie (DVO) zur Osteoporose- und Frakturprophylaxe ist eine Zufuhr von 1000 mg Kalzium täglich mit der Nahrung ausreichend. Wird diese mit der Nahrung jedoch nicht erreicht, sollte eine Supplementierung vorgenommen werden. Die Gesamtzufuhr aus Nahrungskalzium und Supplementen sollte 1500 mg täglich jedoch nicht überschreiten.

Die Volkskrankheit Osteoporose bekämpfen

Wir kennen heutzutage die Risikofaktoren der Osteoporose sehr genau, besitzen eine gute Diagnostik (DXA- Knochendichtemessung), wissen, dass die Haltbarkeit einer Knie- oder Hüftprothese u.a. von der Stabilität des Knochens abhängig ist und haben wirksame Medikamente um gegebenenfalls auch vorbeugend tätig werden zu können. Dennoch wird darauf zu wenig Wert gelegt. Im Zweifelsfalle wenden Sie sich an einen Spezialisten für Osteoporose, z.B. an einen Osteologen DVO oder ein osteologisches Schwerpunktzentrum DVO. Die Kosten für eine Blutanalyse (Kalzium, Vitamin D) und eine Knochendichtemessung DXA sind sicherlich überschaubar. Sie sind nicht höher als ein Friseurbesuch oder die Kosten in einem Nagelstudio.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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