Verletzungen der Rotatorenmanschette

Prof. Dr. Tobolski

von
verfasst am

© Reka100 - Fotolia.com© Reka100 - Fotolia.comLäsionen der Rotatorenmanschette sind eine häufige Verletzung im Bereich des Schultergelenkes.

Woraus besteht die Rotatorenmanschette?
Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von vier Sehnen und Muskeln, welche das Schultergelenk umgeben. Wenn die Rotatorenmanschette verletzt ist, sind es im Wesentlichen die Sehnen, welche einen Schaden aufweisen. Bei Verletzungen oder Entzündungen dieser Sehnen ist in der Regel die Funktion der Schulter beeinträchtigt.

Welches sind die Symptome eines Rotatorenmanschettenschadens?
Das häufigste Symptom einer Verletzung der Rotatorenmanschette ist der Schmerz. Patienten beklagen in der Regel Schmerzen im Bereich der Schulter und des Oberarmes. Manchmal strahlen diese Schmerzen bis zum Ellbogen aus.

Das zweite häufige Symptom einer Verletzung der Rotatorenmanschette ist die Schwäche der Schulter. Diese Schwäche der Schulter führt zu Schwierigkeiten beim Anheben des Armes über den Kopf bzw. zu Schwierigkeiten bei Aktivitäten des täglichen Lebens wie Ankleiden oder das Tragen von Lasten.

Wie häufig ist eine Verletzung der Rotatorenmanschette?
Eine Verletzung der Rotatorenmanschette kann ein Grund für Schulterschmerzen sein, aber nicht jede Läsion der Rotatorenmanschette verursacht Schmerzen. Mit höherem Lebensalter steigt auch die Rate von Verletzungen der Rotatorenmanschette. Man geht davon aus, dass 70% der Menschen über 80 Jahre eine Läsion der Rotatorenmanschette aufweisen und bereits 30% der Menschen jünger als 70 Jahre.

Behandlungsmöglichkeiten von Verletzungen der Rotatorenmanschette:
Viele Verletzungen der Rotatorenmanschette können ohne operativen Eingriff behandelt werden. Die konservativen Behandlungsmöglichkeiten für Verletzungen der Rotatorenmanschette beinhalten Übungs- und Bewegungstherapien, antientzündliche Schmerzmittel und ggfs. Injektionen mit Kortisonpräparaten.
Ziel dieser Behandlungsstrategie ist die Reduzierung der Entzündung und Stärkung der nicht-verletzten Muskeln und Sehnen im Bereich des Schultergelenkes. Diese verbliebenen, noch gesunden Muskeln können die Funktion des gerissenen Muskels bzw. der gerissenen Sehne größtenteils kompensieren.

Wann ist eine Operation notwendig?
In manchen Fällen ist eine Verletzung der Rotatorenmanschette eine Indikation zur operativen Sanierung. Das Ziel der Operation besteht in der Reparatur der gerissenen Sehne. Die Erfolgsrate dieser Operation, welche in der Regel minimalinvasiv – d. h. arthroskopisch – durchgeführt werden kann, ist hoch bei jungen Patienten mit frischen Verletzungen, sinkt jedoch mit dem höheren Lebensalter und dem Alter der Verletzung ab.

Wie wird die operierte Sehne nachbehandelt?
Die Heilung der Sehne nach einer Verletzung der Rotatorenmanschette und durchgeführter Operation hängt maßgeblich davon ab, dass Aktivitäten, welche die Heilung beinträchtigen können, strikt unterbleiben. In der Regel ist eine langandauernde (mindestens 4 Wochen) Ruhigstellung des Armes in einem speziellen Verband notwendig. Anschließend erfolgt der langsame Rehabilitationsprozess zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und Kraft im Schultergelenk. Insgesamt kann dieser Zeitraum mehr als 3 Monate betragen.

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Kommentare zum Artikel (1)


31.01.2014 - 18:27 Uhr

Kann ein minimaler Riss an einer Sehne der...

von A.

... Rotaorenmanschette heilen?


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