Entzündungen in der Schulter: Wann sie behandelt werden sollte

Wie verhalte ich mich bei einer Entzündung in der Schulter richtig? (©Photographee.eu - fotolia)

Was ist eine Entzündung?

Eine Entzündung ist ein regulativer Vorgang des Körpers um Regionen, in denen es gerade falsch "läuft" wieder ins Lot zu bringen. Die Entzündung hat bis zu einer gewissen Stärke also ihren absoluten Sinn.

Aus dem Grund muss man auch überlegen, ob dieser notwendige Teil der Entzündung tatsächlich mit Entzündungshemmenden Medikamenten mitgelöscht wird oder ob man das Entzündungssystem so günstig beeinflusst, dass die überschießende Entzündung so harmonisiert wird, dass die sogenannten Selbstheilungskräfte ins Spiel kommen.

So sind aus meiner Sicht nur für ganz akute Entzündung, sehr schmerzhaft und noch am Anfang der Steigerung gut durch klassische Maßnahmen schnell und einfach in den Griff zu bekommen.

So kann eine Entzündung behandelt werden

Hier sind dann sog. NSAR (Ibuprofen und Diclofenac als die Gängigsten) und auch lokale (als Spritze) und auch systematische (als Tablette) Kortisongaben berechtigt und erfolgreich.

Je länger die Entzündung andauert sind oben genannte Maßnahmen vor allem dauerhaft gesehen nicht erfolgreich und im Gegenteil meist sogar schädlich. Dann starten die Maßnahmen der entzündungsmodulierenden Maßnahmen, die heute bei mehr als 90% der Entzündungsbehandlungen erfolgreich angewendet werden können.

Es geht darum, das Entzündungsverhalten aus der schädlichen Aktivität wieder in eine heilende vom Körper gewünschte Aktivität zurückzubringen. Das geht, und das sogar sehr gut!

Es sind hier vor allem all die Maßnahmen genannt, die in dem Bereich der Physikalischen Therapie, manuellen Medizin / Chirotherapie und Bewegungssteuernden Maßnahmen fallen.

Physikalische Therapie: Hierbei ist in erster Linie die orthopädische fokussierte Stoßwellentherapie zu nennen, zudem die Neurostimulation nach Molsberger, Akupunktur, Kinesiotaping, u.a.

manuelle Medizin/Chirotherapie: Hier geht es in erster Linie darum, die Fehlfunktionen, die zur Entzündung geführt haben, zu erkennen, und so günstig zu beeinflussen, dass die Schulter in Zukunft von den Entzündungseinflüssen bewahrt bleibt.

Bewegungssteuernde Maßnahmen: Hier ist der Patient im Gegensatz zur manuellen Therapie selbst gefragt seine schädigenden Bewegungen und Lebensumstände unter Trainerkontrolle günstig zu beeinflussen.

Kennen Sie Sisiphos?

Sisiphos wurde durch Zeus verdonnert einen großen Stein einen Hang hinaufzurollen. Immer wieder auf dem Weg nach oben (mein Bild: Heilung) wurde es für ihn ganz alleine zu schwer und der der Stein rollte immer und immer wieder ins diesseitige Tal (mein Bild: die zu behandelnde Krankheit).

Um was geht es mir und meinen Kollegen?

Es geht darum Sisophos, unter die Arme zu greifen, dass er endlich den Stein auf den Gipfel bewegt. Dort angekommen braucht es einen minimalen Schups und der Stein roll ganz von alleine, je nach Gefälle, ins andere Tal, wo die Heilung wartet.

Warten Sie also nicht zu lange, bis Sisiphos immer chronischer und immer hilfloser und der Berg immer höher wird, sondern lassen Sie sich durch die o.g. Maßnahmen helfen, dass der Stein bald auf der anderen Seite des Weges mit Hilfe der Selbstheilunngskräfte des Körpers (Abhang, Stein roll von selbst der Heilung entgegen) und der dauerhaften Heilung entgegenstrebt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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