Vertrauen Sie der therapeutischen Hypnose!

Herr Hettesheimer

von
verfasst am

© Ambrophoto - FotoliaDie therapeutische Hypnose hat nicht viel mit der Showhypnose gemeinsam (© Ambrophoto - Fotolia)Viele verbinden etwas Magisches, Manipulatives und Unkontrollierbares mit dem Begriff "Hypnose". Es drängen sich Bilder auf von der Showhypnose, in der Menschen peinliche Dinge tun, sich nicht mehr bewegen können und wie gackernde Hühner über die Bühne hüpfen. Diese Showhypnose ist allerdings eine eigene Welt und hat mit einer therapeutischen Hypnose nicht viel gemeinsam.

Wie läuft eine therapeutische Hypnose ab?

So ist der Ablauf der therapeutischen Hypnose klar strukturiert. Sie beginnt mit einer Induktion (Einleitung). In dieser erreicht der Behandelte körperliche und geistige Entspannung. Der Hypnosetherapeut nutzt danach verschiedene Methoden, um diese Entspannung zu erhalten und eventuell noch zu vertiefen. In diesem Zustand ist das Unterbewusstsein sehr suggestibel und nimmt somit Vorschläge (Suggestionen) sehr gut an. Da in unserem Unbewussten die Vorstellung einer Sache sehr nahe an der Realität liegt, können erstaunliche Veränderungen und Problembewältigungen stattfinden.

Im Hauptteil der klassischen Hypnose gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen nutzt der Hypnosetherapeut hauptsächlich oben erwähnte Suggestionen. Eine weitere Möglichkeit ist die Spurensuche, das heißt ein hypnotisches Zurückgehen an die "Wurzel des Übels". In dieser so genannten Regressionsarbeit werden belastende Ereignisse in der Kindheit zwar nicht zum Verschwinden gebracht, aber emotional komplett neu bewertet.

Die Ausleitung als dritter Abschnitt der Hypnose besteht vorwiegend aus posthypnotischen Suggestionen. Mit diesen "Vorschlägen an das Unterbewusste, die nach der Hypnose weiterwirken", erzielt man zukünftige Verbesserungen weit über die Hypnosesitzung hinaus.

Vertrauen ist grundlegend für den Erfolg

Flankiert wird die hypnotherapeutische Sitzung von einem ausführlichen Vor- und Nachgespräch. Es ist von ausschlaggebender Bedeutung, dass eine stabile Therapeuten/Patienten Beziehung besteht. Man würde auch sagen: "Die Chemie muss stimmen".
Im Vorfeld ist eine umfangreiche Vorinformation der späteren Patienten sehr bedeutsam. Diese "Vorkonditionierung" nimmt die typische "Schwellenangst" und lässt den Patienten/die Patientin in positiver Erwartung die Praxisräumlichkeiten betreten. Er/sie weiß zu diesem Zeitpunkt, dass niemand, der sich auf eine Hypnosesitzung einlässt, bewusstlos oder gar willenlos ist. Es besteht keine Manipulationsgefahr und etwas falsch machen können die Patienten ebenfalls nicht.
Somit ist Hypnose eine faszinierende psychotherapeutische Behandlungsform, die wertschätzend und professionell eingesetzt, zu erstaunlichen und nachhaltigen Erfolgen führen kann.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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