Entzündliche Erkrankungen: So kann die Osteopathie helfen

Entzündungen im Körper können aus verschiedenen Ursachen entstehen. (© psdesign1 - fotolia)

Der jameda-Heilpraktikertipp erklärt den Zusammenhang zwischen Osteopathie und entzündlichen Erkrankungen.


Was sind Therapieansätze und Ziele der Osteopathie?

Osteopathie ist eine spezielle manuelle Therapie mit dem Ziel, somatische Dysfunktionen und Adhäsionen zu lösen: Sie befasst sich mit der Dehnung von verkürzten Muskeln und dem Mobilisieren von Organen sowie Gelenk- und Knochenstrukturen.

Dadurch werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, Schmerzen gelöst, die Mobilität und die arterielle/venöse Durchblutung verbessert.

In der Osteopathie ist der Körper eine Einheit, so dass alle Strukturen angeschaut und behandelt werden sollen.

Es werden sowohl parietale als auch viszerale und craniosacrale Bereiche behandelt, da alles miteinander verbunden und in Bewegung ist.


Was ist eine Entzündung und wie entsteht sie?

Eine Entzündung ist zu definieren als eine Abwehrreaktion des Körpers auf einen schädigenden Reiz mit einer lokalen Gefäßerweiterung. Dabei werden Entzündungsmediatoren freigesetzt, wie z. B.:

  • Interferone
  • Interleukine
  • Tumor-Nekrose-Faktoren
  • Histamine

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen akuten, chronischen, lokalen, systemischen, exogenen und endogenen Entzündungen.

Exogene Ursachen sind z. B.:

  • Verletzungen
  • Traumen
  • chemische Einflüsse
  • Toxine
  • thermische Einflüsse wie Hitze und Kälte

Endogene Ursachen wären organische Krankheiten und Infektionskrankheiten durch Krankheitserreger wie z. B.:

  • Viren
  • Bakterien
  • Pilze
  • Parasiten
  • Plasmodien


Können entzündliche Erkrankungen mit Osteopathie behandelt werden?

Die entscheidende Frage ist, ob mit Osteopathie entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel

  • eine vorliegende Arthritis
  • Osteomyelitis
  • eine rheumatoide Arthritis
  • Gicht
  • Polyneuritis Thrombophlebitis, also Entzündungen der Nerven und der Beinvenen
  • Polymyositis

behandelt werden dürfen.

Die Antwort ist ganz klar: Nein. Sie muss fachärztlich behandelt werden. Akut oder auch chronisch schwerwiegende Folgen müssen abgeklärt werden, um den Zustand des Patienten nicht zu verschlimmern. Begleitend kann mit Absprache des Arztes naturheilkundlich und osteopathisch behandelt werden, um

  • Organfunktionen zu verbessern,
  • die venös arterielle Durchblutung zu verbessern,
  • Spannungen und Dysfunktionen der Knochen und Gelenkstrukturen zu lösen,
  • die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und
  • die Immunleistung zu verbessern.

Begleitend können inflamatorische Prozesse naturheilkundlich mit Weihrauch, Curcumin, Resveratrol, Omega-3-haltigen-Ölen, DMSO, MSM oder auch mit Chlordioxid behandelt werden. Zudem ist eine hypoallergene antiinflamatorische Ernährung und eine Mikrobiomtherapie, also eine Darmflora und Darmschleimhautregenerierende Therapie, von entscheidender Bedeutung.


Fazit

Patienten sollten Entzündungsherde immer erst ärztlich abklären, behandeln und beseitigen lassen. Erst danach ist der richtige Zeitpunkt für die Nachbehandlung und Aufbau mit Osteopathie und andere begleitende naturheilkundliche Verfahren.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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