Fußreflexzonenmassage: Ursprung, Indikationen und Wirkung

Indem bestimmte Punkte stimuliert werden, wird die Durchblutung der Organe verbessert (© Andres Rodriguez - Fotolia)

Die Reflexzonenmassage am Fuß zählt zu den Umstimmungstherapien und arbeitet mit der Regenerationskraft des Menschen. Mehr über Ursprung, Indikationen und Wirkung verrät dieser Artikel. 

Woher kommt die Fußreflexzonenmassage?

Ursprünglich wurde diese Art der Stimulation in Ägypten durchgeführt. Sie ist in einer Grabdarstellung ca. 2000 v. Chr. dokumentiert. Doch auch bei nordamerikanischen Indianern wurde die Technik zur Heilung genutzt.

Die heutige Form der Fußreflexzonenmassage ist chinesischen Ursprungs und wurde durch Dr. Fitzgerald (1872-1942), einem amerikanischen Arzt, in der westlichen Kultur vorgestellt. Gemäß den Paradigmen der damaligen Erfahrungsheilkunde wurden in ärztlichen Arbeitsgruppen Fälle dokumentiert und von einer Krankenschwester namens Eunice Ingham katalogisiert und verbreitet.

Die Verbreitung, weitere Erforschung und Lehre in Deutschland übernahm Hanne Marquardt. Ihr ist unter anderem die systematische Ausbildung z.B. in Kur- und Rehakliniken zu verdanken


So wirkt die Behandlung

Bei der Behandlung werden reflektorische Zusammenhänge von inneren Organen und Peripherie zu Grunde gelegt. Dabei folgt man der Empirie der Zonen bzw. den Organbeziehungen von Dr. Fitzgerald. Auch nervale Verbindungen wurden diskutiert. Nach heutigem Wissensstand ist es jedoch auch möglich, dass die faszialen Signalübertragungen, ähnlich wie kürzlich in der Akupunktur herausgefunden wurde, eine Rolle spielen.

Mit einer Druckpunkmassage werden bestimmte Areale stimuliert. Dadurch wird das Zielorgan stärker durchblutet. Das Maß des Druckes wird individuell ermittelt und darf keinen Schmerz zur Folge haben, der Stress verursacht.


Wann wird die Fußreflexzonenmasage eingesetzt?

Die besten Ergebnisse lassen sich bei folgenden Befindlichkeiten erzielen:

  • Magen-Darmstörungen, die nicht das Mileu betreffen (Bakterienflora etc.)
  • Migräne verschiedenster Ursachen (Hormone, Verdauung, Wetter, HWS etc.)
  • durch kalte Füße verursachte Erkältungsneigung, geschwächte Lunge etc.
  • PMS und andere Befindlichkeitsstörungen im Zusammenhang mit der Monatsblutung 
  • alle Schmerzzustände, insbesondere die, bei denen kein direkter Verursacher gefunden wurde
  • nach Operationen


Wann darf eine Fußreflexzonenmassage nicht durchgeführt werden?

Zu schmerzhaft und nicht zuträglich ist eine Behandlung bei:

  • Gichtbefall
  • Erkrankungen im hochakuten Bereich
  • Epilepsie
  • Fußpilz
  • stark erhöhtem, nicht gut eingestelltem Blutdruck
  • Thrombosegefahr
  • Schwangerschaft

Wie bei den meisten regulationsmedizinischen Behandlungen gilt auch hier:
"Schwache Reize fachen die Lebenstätigkeit an, mittelstarke Reize fördern sie, starke hemmen sie, stärkste heben sie auf".

Die Abstände zwischen den Behandlungen sind von der Reaktion abhängig. Bei starker Reaktion werden Abstände von einer Woche gewählt. Ansonsten können zwei Behandlungen pro Woche durchgeführt werden.

 

Auf einen Blick

Schmerzen
  • Eine Fußreflexzonenmassage darf nicht in einem Maße schmerzhaft sein, dass eine Abwehrreaktion oder Stress entsteht.
  • Unruhe, Hitzegefühle und erhöhter Puls können Anzeichen dafür sein.
Kostendeckung der Krankenkasse Die Kosten werden in der Regel von allen privaten Krankenversicherungen übernommen.
Behandlungsdauer Für eine optimale Wirksamkeit werden je nach Situation sechs bis zehn Anwendungen empfohlen.


Quellen:

  • Partner delivered footreflexology: effects of cancer pain and anxiety
  • Reflexology and postoperative dosage of pain killers

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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