So wirkt Hypnosetherapie gegen Angst und Panik

Herr Bosse

von
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© DDRockstar - FotoliaÄngste können sich zu den verschiedensten Umständen entwickeln (© DDRockstar - Fotolia)Hypnosetherapie kann ein sehr erfolgreiches Mittel sein, um Ängste, Phobien und Panik zu mildern oder sogar aufzulösen.

Was ist eine Angst- oder Panikstörung?

Bei Angst und Panik handelt es sich um Gefühlszustände, die man leider nicht so einfach „wegdenken“ kann. Auch wenn der Verstand längst erkannt hat, dass die Angst unnötig oder übertrieben ist, lässt sie sich alleine auf der Kopfebene leider nicht auflösen. Die Angstgefühle sind über die Kopfebene nur schwer zu erreichen, da sie meist tief im Unterbewusstsein verankert sind.

Hier kann die klinische Hypnose helfen. Hypnosetherapie umgeht mit Hilfe einer Trance die rationale Verstandsebene und entfaltet ihre Wirkung im Kern der Probleme, im Unterbewusstsein. Direkt am Ursprung der Angst, auf der Gefühlsebene können Angst- und Panikstörungen nachhaltig aufgelöst werden.

Der Weg in die Angstfreiheit mit Hilfe der Hypnose

Die klinische Hypnosetherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren und nutzt die inneren Bilder des Klienten als Katalysator für die Heilung. Die mit den inneren Bildern verknüpften Emotionen geben uns Kraft und Motivation und können uns wenn nötig auch zu Höchstleistungen antreiben. Daher ist häufig schon nach wenigen Sitzungen eine deutliche Besserung der Angst oder Panik spürbar.

All unsere Gefühle und somit auch die Angst haben ihren Ursprung im Unbewussten und sind mit inneren Bildern verknüpft. In der Hypnosetherapie werden die inneren Bilder und auch die damit gekoppelten Gefühle zugänglich gemacht und können entsprechend verändert werden. Negative Gefühle können so zum Positiven gewandelt, aufgelöst und auch entsprechend verankert werden.

Diese Methodik der Hypnosetherapie leitet den Klienten dazu an, seine Angst oder Panik selbstorganisatorisch zu bewältigen. Das Unterbewusstsein dient als Lösungsquelle und sorgt dafür, dass Angst während der Hypnosesitzung selbstständig überwunden werden kann. Diese Herangehensweise und das Bewusstsein, dass der Klient die Heilung eigenständig herbeigeführt hat, hat häufig einen zusätzlichen positiven Nebeneffekt. Die Erfahrung, dass man selbst eine Lösung für sein Problem erarbeitet hat, steigert den Selbstwert erheblich.

©fotolia-HetiziaDie Hypnosetherapie ermöglicht es den Patienten Ihre Ängste selbstständig zu überwinden (©fotolia-Hetizia)Wie zeigen sich Angst- oder Panikstörungen?

Angst ist eine Massenkrankheit und tritt in den verschiedensten Formen bei ca. 10 % der deutschen Bevölkerung auf. An Panikattacken leiden beispielsweise über zwei Millionen Deutsche. Spezifische Phobien wie Prüfungsangst, Höhenangst oder Angst vor Spinnen sind wohl die häufigsten Formen der Angststörung.

Betroffene leiden häufig unter einer enormen Lebenseinschränkung verbunden mit Meidungsverhalten und ständigen Grübeleien über den nächsten Angstanfall. Die sogenannte Angst vor der Angst.

Häufig ist das gesamte Leben darauf ausgerichtet, die angstauslösenden Situationen zu vermeiden, um der Angst aus dem Weg zu gehen. Die Folge können sozialer Rückzug bis hin zu einer völligen Isolierung sein.

Eine besonders ausgeprägte Form der Angst ist die Panikattacke. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass Betroffene existenzbedrohliche Gefühle durchleben. Die Angst, verrückt zu werden, oder die Angst zu sterben wird häufig geschildert.

Angst hat viele „Gesichter“

Angst- und Panikstörungen haben die verschiedensten „Gesichter“ und können vielfältigste Formen annehmen:

Phobien sind konkrete Angststörungen vor bestimmten Situationen, Menschen oder Tieren. Im Grunde kann alles und jeder Gegenstand einer Phobie werden. Die häufigsten Formen sind:

  • Arachnophobie: Angst vor Spinnen
  • soziale Phobie: Angst, in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden
  • Aerophobie: Angst zu fliegen oder auch Flugangst
  • Agoraphobie: Angst vor allen Orten oder Situationen, in denen Flucht nicht möglich oder schwierig ist oder in denen keine Hilfe verfügbar ist, falls plötzliche Panik-Symptome auftreten sollten
  • Klaustrophobie: Angst vor engen Räumen
  • Akrophobie: Angst vor Höhen oder auch Höhenangst
  • Emetophobie: Angst zu erbrechen
  • Karzinophobie: Angst vor Krebs
  • Nekrophobie: Angst vor dem Tod oder vor toten Lebewesen

Um herauszufinden, ob die Hypnosetherapie auch gegen Ihre Angst helfen kann, lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Hypnosetherapeuten beraten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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