Über die Wirksamkeit von Hypnosetherapie: Einsatzgebiete & Nebenwirkungen

Eine Hypnosetherapie kann in einem breiten Spektrum von Einsatzgebieten angewendet werden. (© benik.at - fotolia)

Die Hypnosetherapie oder Hypnotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, die bei verschiedenen Krankheits- und Störungsbildern eingesetzt werden kann.

Sie ist prinzipiell für Menschen jeden Alters geeignet und kann an verschiedenen Orten durchgeführt werden: Auf dem Zahnarztstuhl, einer Liege in einer Fachpraxis oder auch in einem Kreissaalbett sorgt sie für eine tiefe Entspannung und lindert dadurch mögliche Beschwerden oder Schmerzen.

Hypnose unterstützt ebenso beim Aktivieren der eigenen Ressourcen, der Stressreduktion oder der Einbettung erwünschter Verhaltensweisen sowie der Entwöhnung unerwünschter.
Im Rahmen von Trancezuständen gibt es die Hypnose bereits seit über 4.000 Jahren. Heute existieren zahlreiche Forschungsergebnisse, die den Zusammenhang zwischen der Tiefenentspannung und ihrer Wirksamkeit belegen.

Milton H. Erickson gilt als der Begründer der modernen klinischen Hypnose, der die Methode immer weiter erforschte und verfeinerte.


Das sind die Einsatzgebiete

Bei folgenden Störungsbildern kann die Hypnosetherapie laut wissenschaftlichen Studien wirken:

Darüber hinaus kann Hypnose unterstützend eingesetzt werden bei Prüfungsängsten, geringem Selbstbewusstsein, akutem Stress oder auch Liebeskummer. Ebenso gibt es reine „Entspannungshypnosen“, die Stress reduzieren und eine wohltuende Verbindung zu sich selbst herstellen.

Beliebt sind Hypnosen zur Gewichtsreduktion, da sie eine sehr hohe Erfolgsquote von bis zu 80 Prozent aufweisen. Auch die Raucherentwöhnung per Hypnosetherapie erfährt auf Grund der vielen erzielten Erfolge einen regen Zulauf.


Kontraindikationen

Bei folgenden Störungsbildern ist eine Hypnosetherapie nicht anzuwenden:

  • Akute Psychosen
  • psychotische Zustände
  • paranoide Zustände
  • schwere Persönlichkeitsstörungen wie die Borderline Persönlichkeitsstörung oder die Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Zudem gibt es Bereiche, in denen nur unter großer Vorsicht behandelt werden kann. Denn es kann beispielsweise zu einer Retraumatisierung kommen, wenn eine traumatisierte Person hypnotisiert wird.

Es könnten ebenso Störungen wie verdeckte Depressionen, Psychosen oder Manien ausgelöst werden.


Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Zu den Nebenwirkungen gehört beispielsweise ein leichter Kopfschmerz. Manche Personen empfinden die tiefe Entspannung als hinderlich oder unangenehm, wenn sie anschließend mit dem Auto fahren. Hier hilft es oft schon, sich abholen zu lassen oder vor der Fahrt einen erfrischenden Spaziergang einzuplanen.

Woran erkenne ich qualifizierte Hypnosetherapeuten oder Hypnose-Coaches?

Bei der Suche nach einer Hypnotherapie ist es gut darauf zu achten, einen Hypnotherapeuten zu finden, der über eine Heilerlaubnis (wie z. B. für Heilpraktiker) verfügt und seine Qualifikationen offen aufzeigt.

Ein Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e. V. (DGH) kann beispielsweise ein guter Hinweis auf Qualität sein.

Ebenso zertifiziert die German Association for Hypnosis and Hypnotherapy in Consulting and Coaching (DAGH) Hypnose im Bereich von Coaching und Beratung.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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