Grundlagen der Homöopathie - Wie funktioniert die alternative Behandlungsmethode?

Die Behandlung in der Homöopathie basiert überwiegend auf natürlichen Stoffen (© barol16- IStock)

Der Begründer der Homöopathie war Dr. Hahnemann, der 1796 zum ersten Mal seine Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet veröffentlichte. Diese Therapieform erfreut sich bleibender Popularität in der Öffentlichkeit. Aber auf welchen Grundlagen basiert sie? Und wie funktioniert die Behandlung?

Auf welchen Grundlagen basiert die Homöopatie?

Das Wirkprinzip der Homöopathie wird durch folgenden Satz beschrieben: Similia similibus curantur - Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.

Damit behauptet die Homöopathie, dass Krankheiten von Substanzen geheilt werden können, die bei Gesunden die gleichen Beschwerden verursachen wie die Erkrankung selbst.

Die Mittel, die dabei eingesetzt werden, stammen aus verschiedenen Bereichen der Natur, wie zum Beispiel Tiergewebe, Pflanzen und Mineralien. Auch künstliche Stoffe sind im Einsatz. Hahnemann stellte fest, dass die Behandlung der Patienten mit der Reinform dieser Substanzen ein bestimmtes Symptombild hervorrief. Er experimentierte mit Verschüttelungen der Ursubstanzen und beobachtete, dass verschieden hohe Verschüttelungen die Beschwerden linderten. So prägte er den Begriff der Potenzierung.

Was ist Potenzierung?

Dabei wird ein Teil der Ursubstanz mit neun Teilen Trägermedium, das Wasser oder Alkohol sein kann, vermischt und dann geschüttelt. Diese erste Stufe wird mit D1 bezeichnet. Nun wird wiederum ein Teil des D1-Präparates mit neun Teilen Medium verschüttelt, worauf dann D2 entsteht. Dieser Vorgang kann dementsprechend weitergeführt werden.

Wie funktioniert die Behandlung?

Der Vergleich zwischen Symptom und Therapie wird in der klassischen Homöopathie mit Hilfe der Symptomkonstellation des Erkrankten selbst erstellt. Die Homöopathie versteht sich als eine Therapie des einzelnen Individuums. Dabei werden nicht nur die krankheitsspezifischen, sondern vor allem auch die persönlichen Symptome bewertet. Nur dann können die Beschwerden gelindert werden.

Damit ist gemeint, dass sich jede Krankheit bei jedem Patienten verschieden darstellen kann. Das kann dann also dazu führen, dass zwei Patienten, die die gleiche Erkrankung haben, mit vollkommen unterschiedlichen Präparaten behandelt werden, weil sich die Krankheit bei beiden unterschiedlich äußert.

Auch psychische Probleme können die Krankheiten beeinflussen

Seelisch-geistige Probleme spielen bei der Krankheitsentstehung eine besonders wichtige Rolle und müssen auch bei der Therapiefindung berücksichtigt werden. Dazu wird der Patient in erster Linie körperlich und seelisch genau untersucht. All diese Faktoren ergeben ein Gesamtbild, wodurch dann ein geeignetes homöopathisches Produkt gefunden werden kann. So können Selbstheilungskräfte aktiviert und viele chronische Erkrankung positiv beeinflusst werden.

Die Kosten werden von den meisten gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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