Zucker im Urin: Welche Ursachen kommen dafür in Frage?

Zu viel Zucker im Urin kann viele Ursachen haben, sollte aber ein Grund für weitere Untersuchungen sein (© DenisNata - fotolia)

Die Untersuchung des Urins auf Zucker (auch Glukose genannt) dient der Früherkennung der Zuckerkrankheit (auch Diabetes genannt). Jeder zweite bis dritte Zuckerkranke weiß noch nichts von seiner Erkrankung! Der Grund hierfür liegt darin, dass die Zuckerkrankheit oft lange Zeit keine größeren Beschwerden macht und die kleinen Beschwerden, wie beispielsweise rasche Ermüdbarkeit, häufiges Urinlassen, schlecht heilende Wunden, nachlassendes Sehvermögen einfach als Alterserscheinungen abgetan werden.

Zu den Personen, die mit erhöhtem Risiko an Diabetes erkranken, gehören insbesondere alle Menschen, die Übergewicht haben und die, die unter Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Bluthochdruck oder häufigen Harn- und Atemwegserkrankungen leiden. Sie alle sollten ihren Urin regelmäßig auf Zucker kontrollieren lassen. Dies gilt im Prinzip auch für alle nicht genannten Personengruppen (incl. Kinder), denn auch ohne Vorliegen eines Risikofaktors kann man an Zuckerkrankheit (ohne es zu wissen) leiden.

Für alle ist die frühzeitige Erkennung der Zuckerkrankheit von entscheidender Bedeutung, da durch Frühbehandlung ernste Spätschäden vermieden werden können.


Sollte Ihr individuelles Urinergebnis einen Zuckergehalt anzeigen...

so liegt damit noch nicht der Beweis vor, dass Sie wirklich zuckerkrank sind; denn Zucker im Urin kann viele Ursachen haben. So reicht beispielsweise bei manchen Menschen schon eine besonders kohlenhydratreiche Mahlzeit (z.B. Süßigkeiten), um Zucker in den Urin austreten zu lassen.

Auf jeden Fall sollten alle, bei denen Zucker im Urin gefunden wird, umgehend ihren Arzt informieren, damit er die Ursache eindeutig abklären kann.

 
 
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Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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