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Abnehmen oder Zunehmen: 7 Arten, wie Stress auf das Gewicht wirkt

Dr. Oppel

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© sean - iStockStress kann zu Gewichtszunahme oder -abnahme führen (© sean - iStock)Stress hat einen erheblichen Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Lesen Sie hier mehr über sieben Faktoren, wie Stress auf Ihr Gewicht wirken kann.

1. Stress wird häufig mit negativen Gefühlen in Verbindung gebracht

Aber auch positiver Stress kann zu Übergewicht oder Untergewicht führen, je nachdem, wie stark das Stresslevel ausgeprägt ist. Wenn Sie sich unwohl mit Ihrem Gewicht fühlen, sollten Sie eventuell einen Test der Stresshormone über ein spezialisiertes Labor durchführen lassen.


2. Stress führt häufig dazu, dass man zum Ausgleich mehr und süßer isst

Spätestens am Feierabend, wenn endlich Ruhe einkehrt, wird ordentlich gegessen. Stress-Süßigkeiten gegen den Frust und zur Belohnung lassen das Gewicht anwachsen.


3. Die Darmflora macht den Unterschied

Medizinische Studien konnten einen Zusammenhang zwischen bestimmten Darmbakterien und Übergewicht aufzeigen: Im menschlichen Darm befinden sich zwei etwa gleich große Gruppen von Bakterienarten: Firmicutes und Bacteroidetes.

Bei einem Übergewicht der Firmicutes werden sogar Ballaststoffe und sonst unverdauliche Kohlenhydrate weiter verstoffwechselt und als Energieträger, also Kalorien, aufgenommen.
Wenn viel Zucker und Weißmehlprodukte verwendet werden, vermehren sich die Firmicutes, die das Körpergewicht zusätzlich nach oben treiben.

Das Verhältnis zwischen Firmicutes und Bacteroidetes kann in spezialisierten Laboren mit einer Stuhlprobe gemessen werden.

Um das Körpergewicht zusätzlich zu reduzieren, kann es helfen, spezielle Bakterienpräparate wie Probiotika einzunehmen.

4. Durch Stress setzt sich mehr Fett an

Stress kann dazu führen, dass Fett vermehrt gespeichert wird. Wird er nicht in Form von Sport oder Bewegung abreagiert, wie es in unserem bewegungsarmen Alltag die Regel ist, belasten außerdem Stresshormone den Körper und fördern Stoffwechselstörungen.


5. Stress kann auch zu unbewusstem Abnehmen führen

Massiver Stress kann für eine dauerhaft verringerte Darmdurchblutung und somit auch zu Untergewicht führen. Es werden dann kaum noch Nährstoffe aufgenommen, wodurch die Gefahr von schwereren Erkrankungen deutlich erhöht ist. Hinweise für stark erhöhte Stresslevel sind verkürzte und unruhige Schlafzeiten.

6. Entspannung hilft beim Abnehmen

Das belegt eine kürzlich vorgelegte Arbeit. Vierzig übergewichtige Teilnehmer erhielten eine Ernährungsschulung. Die Hälfte machte zusätzlich autogenes Training. In der Entspannungsgruppe konnte nach sechs Monaten ein größerer Gewichtsverlust festgestellt werden als in der Gruppe ohne entspannendes autogenes Training.


7. Das Selbstbild ist wichtig!

Wer seinen Körper mag, speckt auch ab, ergab eine portugiesische Studie. Dabei erhielt eine Hälfte der Teilnehmer allgemeine Infos zu Ernährung und Gesundheit, die andere nahm 30 Wochen an Gruppensitzungen teil, bei denen über Gefühle in Zusammenhang mit Essen und dem Umgang mit dem eigenen Körper geredet wurde. Probanden aus den Gruppensitzungen verloren im Schnitt sieben Prozent an Gewicht, die anderen lediglich zwei Prozent. Durch die vielen Gespräche waren sie mit ihrem Körper im Reinen und hatten ein positiveres Selbstbild.

Wie man lernt, sich zu mögen, kann man in diversen Büchern und Onlinekursen erfahren.


Quellen:

  • Liu S, Lee IM, Ajani U, Cole SR, Buring JE, Manson JE. Intake of vegetables rich carotenoids and risk of coronary heart disease in men: The Physician’s Health Study. Int J Epidemiol. 2001 Feb; 30 (1): 143.
  • Armougom, F. et. al.: Monitoring bacterial community of human gut microbiota reveals an increase in lactobacillus in obese patients and methanogens in anorexic patients. PLoS One, 2009, 4 (9): 7125.
  • Ganzimmun Diagnostics AG: Fachinformation 0037. Viscera Stuhlest – Einfluss der Darmflora auf
  • Nahrungsverwertung und Körpergewicht, April 2010.
  • Kalliomäki, M. et al.: Early differences in fecal microbiota composition in children may predict over?
  • weight. American Journal of Clinical Nutrition, März 2008, 87 (3): 534–538.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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