Lebenskrisen: Das können die Auslöser sein

Dipl.-Psych. Lezoch

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© Viktor Gladkov - iStockFür eine Lebenskrise kann es verschiedene Auslöser, wie z.B. eine Veränderung im Beruf, geben. (© Viktor Gladkov - iStock)Leider gibt es nicht nur frohe Zeiten im Leben. Plötzliche einschneidende Ereignisse oder auch neue Situationen können kleinere oder auch größere Lebenskrisen hervorrufen.

Was kann der Auslöser einer Lebenskrise sein?

Der Schulanfang, die Pubertät oder ein neuer Job bringt viele Menschen aus dem Gleichgewicht. Jeder braucht unterschiedlich lange, um sich an die neue Umgebung, die neuen Menschen und an das Ungewisse zu gewöhnen.

Es fällt auch nicht jedem leicht, das als Chance zu betrachten, da manchmal die Ängste vor dem Neuen überwiegen. Wir alle sind diesen Situationen bereits begegnet und jeden hat es auf seine eigene Art und Weise geformt.

Natürlich gibt es auch andere Auslöser von Lebenskrisen. Oft sind es Ereignisse, die nicht alltäglich sind und die einschneidend in unser Leben eingreifen. Die Fachbezeichnung dafür lautet „nicht-normativ“. Das kann der Verlust einer nahestehenden Person oder eine Scheidung sein. Auch ein Unfall kann plötzlich unser Leben verändern. Viele Menschen fühlen sich in diesen Situationen verloren oder werden vollständig aus der Bahn geworfen.

Außenstehende können meist nur dadurch helfen, indem sie anbieten, für den Betroffenen da zu sein oder Gespräche zu führen. Natürlich hilft das bereits weiter, teilweise ist es aber dennoch ratsam, professionelle Hilfe hinzuzuziehen.

Was uns nicht umbringt, macht uns bekanntlich härter. So gehen diese Krisen meist so schnell vorüber, wie sie gekommen sind. Lebensereignisse wie diese werden als „normativ“ bezeichnet, also Ereignisse, die jeder von uns bereits durchlebt hat oder die häufig im Leben vorkommen.

Die drei Phasen einer Lebenskrise

Eine Lebenskrise setzt sich fast immer aus drei Phasen zusammen.

  1. Anfangs wird das Geschehene verleugnet und die Person will es nicht wahrhaben.
  2. Phase Zwei beschreibt den Gefühlsausbruch, der unterschiedlich lange andauern kann.
  3. Nun muss der Schritt zur Neuorientierung, zur dritten Phase, gewagt werden.

Wer das geschafft hat, geht in großen Schritten auf sein neues Gleichgewicht zu. Ob eine Person gestärkt oder geschwächt aus einer Lebenskrise hervorgeht und das Gleichgewicht wiederfindet, liegt meist an den gewählten Bewältigungsstrategien.

Es gibt Personen, die in Depressionen verfallen, sich auf Alkohol oder Betäubungsmittel stürzen und sich somit im Kreis ihres Schmerzes drehen. Hier dauert es meist länger, das Wesen zu festigen und den richtigen Weg zu finden.

Egal ob durch Selbsthilfe oder durch professionelle Unterstützung – jeder muss seinen Weg finden und sein Gleichgewicht wiederherstellen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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