Pornosucht - Sexsucht: Symptome, Folgen und Therapiemöglichkeiten

Dr. Melzer

von
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© WavebreakmediaMicro - fotoliaSexsüchtige führen häufig ein DoppellebenMenschen mit Sexsucht leiden unter zwanghaftem oder süchtigem sexuellen Verhalten. Ihre sexuellen Fantasien und Aktivtäten sind bereits so mächtig geworden, dass persönliche Ziele und Werte in Beruf, Familie, Beziehung und Freizeit nicht mehr ausreichend verfolgt werden können.

Sexsucht – Was ist das eigentlich?

Die Sexsucht gehört zu den Verhaltenssüchten und beginnt mit einem exzellenten Hochgefühl, bedingt durch eine massive Ausschüttung von Dopamin im Belohnungszentrum des Gehirns.

2014 haben Forscher in Cambridge mittels bildgebender Verfahren gezeigt, dass das Belohnungszentrum im Gehirn bei Sex- und Kokainsüchtigen dieselbe vermehrte Aktivität zeigt. Durch Pornos, Masturbation und Sextreffen kommt es zu einer Ausschüttung von Dopamin und anderen Botenstoffen, die den Stress regulieren und emotionale Schmerzen überdecken.

Süchtige möchten sich besser fühlen, was im Regelfall heißt, dass sie weniger negative Emotionen haben. Es ist eine Abspaltung, eine kurzfristige Betäubung, um die unangenehmen Seiten des Lebens nicht zu spüren.

Bei Sexsüchtigen findet eine dysfunktionale Beschäftigung mit sexuellen Fantasien und sexuellem Verhalten statt. Im Vordergrund steht die zwanghafte Verfolgung von anonymer Sexualität, Pornografie, zwanghafter Masturbation, romantisch flüchtiger Verliebtheit oder objektivierter partnerschaftlicher Sexualität.

Der Versuch das problematische Verhalten einzustellen, scheitert oftmals nach wenigen Tagen und Versprechen an sich selbst sowie an Angehörige werden wiederholt gebrochen. Dadurch stellen sich mit der Zeit negative Konsequenzen in der Beziehung, im Beruf, in der Gesundheit, mit dem Gesetz oder den Finanzen ein.
 

Wie verhalten sich Sexsüchtige?

Sexabhängige haben sukzessive die Kontrolle über ihr sexuelles Verhalten verloren. Sie können ihre Sucht nicht dauerhaft stoppen - auch wenn sie es wollen.

Die Erkrankung ist hochgradig schambesetzt und äußert sich oftmals im Verborgenen im Rahmen eines Doppellebens. Das sexuelle Leben wird verschwiegen und vom Alltag abgespalten. Lügen verstellen den Blick auf das eigentliche Problem; Betroffene verschleiern oft über viele Jahre den Umfang der Symptomatik.

Typischerweise leiden die Partner der Betroffenen neben der Sucht stark an den Lügen und Geheimnissen sowie an der fehlenden Aufrichtigkeit.

Sexsucht hat viele negative Konsequenzen: die vielen Stunden, die mit zwanghafter Masturbation oder der Suche nach Sexpartnern auf Onlinebösen, Escort-Seiten oder Apps verbraucht werden, Sexsucht Dopamin Gehirn © sudok1 - fotoliaBei Sexsüchtigen kommt es zu einer massiven Ausschüttung von Dopamin im Belohnungszentrum des Gehirnssind Stunden, die nicht für den Beruf, die Beziehung, Kinder, Familie, Freunde, Hobbies oder Selbstfürsorge zur Verfügung stehen.

Der sexuelle Kontakt mit teilweise mangelndem Schutz birgt das Risiko, sich selbst sowie den Partner mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren. Manche Sexabhängige kommen mit dem Gesetz in Kontakt, z.B. bei der Erregung öffentlichen Ärgernis durch sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit, Exhibitionismus, Voyeurismus, illegalen Formen der Pornografie, Ansprechen von Prostituierten im Sperrbezirk oder illegaler Prostitution.

Andere Betroffene haben Schwierigkeiten im Beruf, da sie nicht mehr genügend Schlaf bekommen – vor allem durch nächtelanges Surfen im Netz, mangelnde Konzentration oder Pornos bzw. aufgrund der Besuche von Sexarbeiterinnen oder Affären während der Arbeitszeit.

Hinzu kommen Funktionsstörungen, die häufig durch eine Desensibilisierung und Konditionierung auftreten wie z.B. die pornoinduzierte erektile Dysfunktion, partnerschaftsbezogene Lustlosigkeit, Ejakulationsverlängerung und pornoinduzierte Fetische.
 

Wie äußert sich Sexsucht?

Die Kriterien für Abhängigkeit treffen auch bei Sexsucht zu:

  • Beschäftigung mit einer Substanz oder einem Verhalten bis zur Abhängigkeit
  • Kontrollverlust – sichtbar durch den gescheiterten Versuch aufzuhören
  • Negative Konsequenzen: Beziehung, Arbeit, Schule, Gesundheit, Depression, Angst, vermindertes Selbstbewusstsein, Isolation, finanzielle Probleme, vermindertes Interesse an Hobbies, Konflikte mit dem Gesetz und vieles mehr

Die Sucht ist eine chronische Erkrankung des Belohnungs- und Motivationskreislaufes im Gehirn. Sexsucht ist eine dysfunktionale dranghafte Beschäftigung mit sexuellen Fantasien und Verhaltensweisen wie Pornografie, anonymem Sex und Prostitution.

Viele Menschen, die Pornos konsumieren und verschiedene sexuelle Kontakte pflegen, sind nicht suchtgefährdet. Risikofaktoren für die Entwicklung einer Sucht können andere Süchte in der Vergangenheit oder psychische Erkrankungen in der Familie, unverarbeitete Konflikte sowie Traumata sein.

Süchtig machende Substanzen und Verhaltensweisen triggern die gleichen neurochemischen behaglichen Antworten, insbesondere Dopamin (Befriedigung), zusammen mit Adrenalin (Aufregung), Oxytocin (Bindung und Liebe), Serotonin (Glück) und andere Endorphine (Rausch) mit dem Resultat des Genusses, der Aufregung, der Ablenkung und der emotionalen Flucht.

Dadurch wird ein Lernprozess in Gang gesetzt - der einfachste Weg, um schlechte Gefühle und Stress zu vermeiden. Ziel ist es, nicht sich selbst besser zu fühlen, sondern weniger zu fühlen. Es handelt sich dabei um ein klares Zeichen von Abhängigkeit. Dies kann sowohl durch Substanzen als auch durch intensive angenehme Phantasien und Verhaltensweisen bewirkt werden, manchmal auch in Kombination von beidem.

Unverständnis tritt bei den Verhaltenssüchten deshalb auf, da das Verhalten für die meisten Menschen gesund und überlebenswichtig ist. Essen und Sex führt zum Überleben des Individuums und der Spezies, weshalb auch beide Bereiche so viel Spaß machen. Vulnerable Personen bedienen sich diesem Coping-Mechanismus, um jegliche Form von Stress und Unwohlsein zu eliminieren, bis Sie die Kontrolle darüber verlieren.
 

Flucht aus dem Alltag

Abhängigkeit ist die emotionale Flucht aus der Realität durch die Manipulation neurochemischer Vorgänge. Sexabhängige erleben das „High“ durch sexuelle Fantasien und ritualisierte Vorbereitungen. Die Vorstellung allein bringt oftmals größeres Vergnügen als der Sex an sich. Es geht Sexsüchtigen weniger um den Sex, sie suchen die Flucht aus dem Alltag, um all den Sorgen und schlechten Gefühlen zu entgehen.

Für Sexsüchtige endet das „High“ mit dem Orgasmus, der sie wieder in die reale Welt mit all den Problemen und Themen wirft, denen sie eigentlich entkommen wollten.
 

Verhalten bei Sexsüchtigen

  • © Sexsucht Flucht Alltag @ kuzma iStockDie Flucht aus dem Alltag steht bei Betroffenen an oberster StelleZwanghafter Gebrauch an Pornografie, mit oder ohne Masturbation
  • Zwanghafter Gebrauch von Webcam, Sexbörsen, Telefonsex
  • Ständige Suche nach sexuell neuer Aktivität
  • Multiple Affären oder kurze serielle Beziehungen
  • Aufsuchen von Stripclubs, Swinger Clubs, Laufhäusern, Tantra-Massagen, Cruising Zonen, Saunaclubs
  • Fortlaufender Kontakt zu Sexarbeiterinnen
  • Anonyme oder rein sexuelle Treffen
  • Wiederholter ungeschützter Sex
  • Wiederholter Sex mit potentiell gefährlichen Leuten oder an gefährlichen Orten
  • Suche nach sexuellen Erfahrungen, ohne Rücksicht auf Konsequenzen
  • Manchmal Voyeurismus, Exhibitionismus

Welche Symptome zeigen Sexsüchtige?

Obsessive sexuelle Fantasie und Beschäftigung: Die meisten Gedanken drehen sich zwanghaft um die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Sex und Romanzen.

Kontrollverlust: Sexuelle Fantasien und Verhaltensweisen können nicht unterlassen werden. Daraus resultierende nachteilige Konsequenzen sind Jobverlust, Probleme in der Schule, finanzielle Verluste, ruinierte Beziehungen, sexuell übertragbare Krankheiten, Interessenverlust, Verlust an Zeit, Isolation, Probleme mit dem Gesetz, Funktionsstörungen etc.

Toleranz und Steigerung: Die Sucht beansprucht immer mehr Zeit und das Intensitätsniveau der sexuellen Fantasien und Verhaltensweisen steigt. Die Betroffenen schauen sich immer extremere Videos an und brechen die eigenen moralischen Vorstellungen.

Entzugserscheinungen manifestieren sich nicht körperlich, sondern emotional und psychologisch. Im Entzug werden Betroffene depressiv und rastlos, irritierbar und missmutig, leiden unter Schlaflosigkeit und Ängsten. Toleranz und Entzug sind keine notwendigen Elemente, auch wenn man sie oft antrifft.

Leugnen/ Abstreiten: Abhängige vertuschen ihre Sucht und ignorieren die Warnsignale. Sie projizieren Vorwürfe oft auf Personen des nahen Umfeldes, um Erklärungen für das eigene sexuelle Verhalten zu vermeiden. Sie können oder wollen die destruktiven Effekte des eigenen Verhaltens nicht erkennen und fühlen sich als Opfer der Umstände, nicht als Täter.
 

Wie verhalten sich Sexsüchtige in einer Beziehung?

Beziehungen von Sexsüchtigen zeigen die SAFE-Kriterien, die Patrick Carnes, der Urvater der Sexsuchtbewegung, definierte: secret, abusive, feelings, empty.

  • SECRET: Vieles bleibt in der Beziehung geheim und kann aus Scham nicht erzählt werden. Das ist der Beginn eines Doppellebens.
  • ABUSIVE: Betroffene missbrauchen sich selbst oder andere. Alles, was ausbeuterisch oder schädlich für andere oder für sich selbst ist, unterstützt das suchtartige System.
  • FEELINGS: Betroffene möchten weg von schmerzhaften Gefühlen.
  • EMPTY: In der Beziehung findet kein umsorgender und liebevoller Austausch statt.

Der Sexsüchtige durchschreitet immer wieder einen Kreislauf, der in sich geschlossen ist und in dem sich der Betroffene kontinuierlich immer tiefer in das Suchtthema verstrickt.

Trigger (Scham, Vorwürfe, Schuld, andere starke Emotionen): Trigger lösen das Verlangen aus, sexuell aktiv zu werden. Oftmals sind es schmerzhafte emotionale, psychische oder physische Zustände. Depression, Angst, Alleinsein, Langeweile, Stress, Scham, Ärger oder andere unangenehmen Gefühle. Auch positive Auslöser können verantwortlich sein, z.B. Freude, Stolz, Freiheit. Es gibt optische Trigger (Werbung auf Plakatwand), akustische (Tür fällt ins Schloss), olfaktorisch (Parfüm des letzten Partners) oder auch Berührung und Geschmack. Diese Trigger nehmen die Betroffenen jedoch oftmals nicht wahr oder sie reagieren in einer gesunden Weise darauf.

Fantasie: Oftmals wählen die Betroffenen sexuelle Fantasien als primären Bewältigungsmechanismus. Sie denken darüber nach, wie schön die letzte Begegnung war und wie es wäre, sie erneut zu erleben. Sie kommen in Stimmung und sprechen Frauen an, die sie vorher nicht einmal bemerkt hätten. Alle Menschen werden als sexuelle Objekte wahrgenommen, schlechte Erfahrungen und die daraus resultierenden Folgen ausgeblendet. Dieser Zyklus lässt sich oftmals nur durch Interventionen von außen stoppen.

Angst und Depressionen Sexsucht © stokkete - fotoliaSexsüchtige leiden häufig an Angst und Depressionen Rituale: Hier trifft die Fantasie auf Wirklichkeit. Es tritt Aufregung, Intensität und Erregung auf. Das Einloggen in den PC auf der favorisierten Pornowebseite, das Flanieren am Straßenstich oder das Buchen einer Geschäftsreise, während der sexuelle Kontakte gut verheimlicht werden können - es gibt zahlreiche Rituale. Der Süchtige befindet sich in einer Trance, in der er sich emotional und psychisch nicht mehr unter Kontrolle hat. Die Sorgen verschwinden mit zunehmender Fokussierung auf die sexuelle Fantasie. Hier entsteht ein neurochemische „High“ durch eine hohe Ausschüttung von Dopamin. Der Zustand kann Tage oder Wochen anhalten – eine Zeitvernichtungsmaschine.

Ausleben: Viele Nicht-Betroffene denken, dass dieser Zustand das ultimative Ziel ist, weil hier der Sex und der Orgasmus stattfinden. Die Rituale im dissoziierten Zustand sind jedoch das wahre Ziel. Viele versuchen den Orgasmus und den Sex lange hinaus zu zögern, denn damit endet die Fantasie und schmeißt den Abhängigen zurück in die Realität mit all seinen Problemen und Aspekten. Sexsüchtige versuchen mehr, dem emotionalen Druck zu entfliehen, als das Vergnügen des Orgasmus zu genießen. Der Orgasmus bringt das Hoch zu einem abrupten Ende.

Betäubung: Es folgt die emotionale Distanzierung von dem, was sie gerade getan haben, sowie die Rechtfertigung des Verhaltens. Sie minimieren den Schaden und versuchen, alles geheim zu halten. Das Leugnen vermeidet, das nächste Stadium zu erreichen.

Scham, Angst und Depression: Viele schämen sich nach der Betäubung und sind reumütig. Durch die Geldübergabe an die Sexarbeiterin kommt es zu einer Entwertung. Auch der Fakt, dass der Zyklus nicht gestoppt werden konnte, lässt Sexsüchtige regelmäßig verzweifeln. Und auch der Grund für die Flucht aus dem Alltag kommt heftig zurück: Sexsüchtige verspüren Verabscheuung, Angst, Depressionen und das Unbehagen, das sie einst vermeiden wollten. Somit schließt sich der Zyklus wieder mit den Punkt 1, den Triggern.

Mit jeder Wiederholung intensiviert sich der Zyklus und die Betroffenen suchen qualitativ und quantitative nach mehr, um das biochemische Hoch über die Zeit zu behalten. Dies führt zu einer Abwärtsspirale, die Folgen für die Beziehung, die Arbeit, die Gesundheit, die Finanzen sowie das Gesetz hat. All diese emotionalen Krisen stellen neue Trigger dar, die den Zyklus wieder von vorne beginnen lassen.
 

Bin ich sexsüchtig?

Für viele Betroffene ist es schwierig, zu erkennen, ob sie an Sexsucht leiden. Das liegt an dem Umstand, dass alles sehr geheim gehalten wird. Auch für nahestehende Personen (Familie, Arbeitgeber, Freunde und selbst Therapeuten) ist es schwer, die entsprechende Diagnose zu finden.

Nicht jeder Pornokonsum ist schädlich. Man unterscheidet 3 Typen:

1) Gelegentlicher Gebrauch: Männer und Frauen, die nichtintime Sexualität (Pornografie, Online-Dating, Sex-Chats, Affären) faszinierend und bereichernd finden und sich gelegentlich daran bedienen. Manchmal sind bestimmte Lebensumstände (Trennung, Arbeitsverlust) ausschlaggebend und es steht der Reiz des Neuen, eine gewisse Neugierde und Schaulust im Vordergrund. Das Hauptinteresse bleiben jedoch intime und verbindliche Beziehungen.

2) Risiko-Benutzer: Männer und Frauen, die Perioden von intensivem Gebrauch haben. Vorwiegend möchten sie dabei vor schlechten Gefühlen fliehen. Sie sind noch in der Lage, sich selbst zu stoppen und führen die Regie über ihre sexuellen Fantasien, bis zu dem Punkt, an dem sie unangenehme Begleiterscheinungen bemerken.

3) Sexsüchtige: Männer und Frauen, die sich zwanghaft und wiederholt nichtintimen Fantasien und Erfahrungen hingeben. Sie versuchen, vor schlechten Emotionen zu fliehen und sich abzuspalten, egal welche Konsequenzen es für sie selbst und andere hat. Im Vordergrund steht die Betäubung von Stress und schlechten Gefühlen. Typischerweise führen sie ein Doppelleben, um ihre sexuelle Aktivität von der Familie und der Arbeit fern zu halten. Sie haben Geheimnisse, erzählen Lügen, manipulieren, jonglieren, minimieren das eigene Verhalten und rechtfertigen sich. Es mangelt ihnen an Empathie für ihr Gegenüber und sie beschuldigen den Partner, die Familie oder den Arbeitgeber und machen ihn verantwortlich für die eigenen Handlungen. 

Wenn Sie sich in den Symptomen und dem beschriebenen Kreislauf wiederfinden, dann empfiehlt es sich, kompetente psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
 

Wie läuft die Therapie ab?

Sexsucht Therapie © drubig-photo -  Fotolia.com Sexsucht ist behandelbar! Die Mühe lohnt sich!Im Vordergrund steht ein Rebooting des Gehirns durch eine Phase der Abstinenz, die in der Regel mehrere Monate andauert - je nach Alter und Vorgeschichte. Die Abstinenzphase ist nicht einfach und von daher bedarf es oftmals einer entsprechenden Unterstützung im Rahmen einer Therapie oder eine Selbsthilfegruppe.

  • Sie müssen sich von den Suchtauslösern trennen (Internetfilter, Kindersicherung im Handy), Löschen von Pornomaterial, Abmelden von Internetforen, Löschen von Profilen, Entfernen von Sexspielzeugen, Email-Verläufen, Briefen sowie Fotos von Sexpartnern.
  • Zudem sollten Sie Auslösesituationen vermeiden, z.B. Flanieren am Straßenstrich, alleine am PC sitzen, Orte aufsuchen, an denen Sexkontakte in der Vergangenheit stattfanden, etc.
  • Fachliteratur und einschlägige Webseiten zu lesen, kann sehr hilfreich sein. Zudem sollten Sie partnerschaftliche Themen klären - genauso wichtig wie die Widergutmachung geschädigter Personen Ihres Umfeldes ist es, neue soziale Kontakte zu knüpfen, Hobbies wieder nachzugehen, Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren.

Durch gezielte hypnotherapeutische Interventionen lässt sich der Suchtdruck oftmals sehr gut mindern.
 

Fazit

Der Weg in ein neues Leben lohnt sich. Nach einer anfänglichen Phase, in der sich die Symptomatik durch den Entzug verschlechtert, steht ein enormer Zugewinn an Lebensqualität und emotional nährender Sexualität, für den sich all Ihre Opfer lohnen.

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