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Das jameda-Interview: 9 Fragen an Herrn Dr. Peter Zech

Dr. Zech

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© ZechHerr Dr. Zech praktiziert als Facharzt für Psychosomatische Medizin in Düsseldorf. (© Zech)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Zech interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Facharzt für Psychosomatische Medizin.

jameda: Herr Dr. Zech, was hat Sie motiviert, Facharzt für Psychosomatische Medizin zu werden?

Herr Dr. Zech: Menschliches und tierisches Verhalten haben mich schon im Studium fasziniert. Als Uni-Assistent an der Neuropathologie in München hatte ich dann einen Gehirnschnitt eines 14-jährigen verstorbenen Jungen mit Verhaltensauffälligkeiten unter dem Mikroskop. Ich konnte nichts Auffälliges erkennen. Das Mikroskop war das falsche Werkzeug. Doch da wusste ich: Ich wollte die dafür richtige Methode lernen. So kam ich zur Psychoanalyse und Psychosomatik.

jameda: Was macht ihnen im Praxisalltag am meisten Freude?

Herr Dr. Zech: Wenn ich von meiner Privatwohnung runter in die Praxis gehe und mich auf meine Patienten vorbereite. Wenn ich mit meinen Patienten den Punkt gefunden habe, an dem es weitergeht. Wenn mein Patienten neue Erfahrungen machen, die sie zuversichtlich und stolz machen. Wenn ich sehe, wie meine Patienten mutiger werden.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in der Praxis?

Herr Dr. Zech: Relativ wenigen. Was ich zu Beginn einer Therapie erlebe, ist oft eine fragende Vorsicht und Skepsis, ob die „sprechende Medizin“ auch was bewirkt. Diese Skepsis halte ich für verständlich und ich bitte meine Patienten um ein wenig Geduld.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?

Herr Dr. Zech: Alle Krankheiten sind unangenehm. Ich nehme Patienten in die Behandlung, wenn ich denke, sie sind bei mir gut aufgehoben. Sollte es eine zusätzliche Methode zur Heilung geben, empfehle und unterstütze ich diese. Sollte es überhaupt eine erfolgreichere Methode oder ein erfolgreicheres Setting geben als die Psychosomatik in meiner Praxis, zögere ich nicht, das anzusprechen und zu empfehlen.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Dr. Zech: Entscheidend ist, dass der Patient regelmäßig in die Sitzungen kommt. Sollten andere Vereinbarungen nicht eingehalten werden, werden sie angesprochen und bearbeitet. Sowohl Patient als auch Therapeut wollen ja Fortschritte: Das ist die Win-Win-Situation, das ist die gemeinsame Basis.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Dr. Zech: Aus dem krankheitsorientierten System ein gesundheitsorientiertes System machen und die Selbstverantwortlichkeit des Patienten honorieren.

Bei Gesundheitschecks nicht nur die Anzahl und Grade der Defizite, sondern auch die Anzahl und Grade der Gesundheitszeichen würdigen.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien, die Sie in der Praxis anwenden?

Herr Dr. Zech: Ja, ich lerne ständig dazu. Der Austausch mit meinen Patienten bringt mich weiter, ebenso die neuen, inspirierenden Ideen, die dank Büchern und Internet zur Verfügung stehen. Last, but not least: die neuen Ergebnisse der Hirnforschung.

© ZechDer Behandlungsraum der Praxis Dr. Zech. (© Zech)jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Dr. Zech: Nicht nur eines, sondern viele. Situationen, in denen meine Patienten und ich glücklich waren, nach schwierigem Suchen den richtigen Weg gefunden zu haben. Und Situationen, in denen ich begriff, dass mein Patient und nicht ich den richtigen Riecher hatte.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern auf den Weg geben?

Herr Dr. Zech: Behandeln und pflegen Sie Ihren Körper, auch und gerade wenn er streikt, nicht wie einen störrischen Esel, sondern wie einen Menschen, den Sie lieben.

Zur Person

Ich war zusätzlich zu meiner Praxistätigkeit viele Jahre psychotherapeutischer Weiterbilder und Supervisor in Kliniken. Ich bin seit 35 Jahren verheiratet, gesellig, bewegungsfreudig und begeistere mich für Kunst und Kultur.

Ich bin Vertreter einer ressourcenorientierten Medizin, die sich fach- und methodenübergreifend und integrierend versteht. Mein Interesse gilt den endogenen Heilkräften des Körpers, meine Leidenschaft ist es, diese zu wecken.

Zur Praxis

In meiner Praxis ist der Patient in erster Linie ein Mensch mit all seinen Fähigkeiten und seinem Leben, dann erst kommt die Erkrankung.  

Und, ergänzend dazu, auch wenn das Schicksal noch so schwer ist: Bei Gelegenheit und Stimmung wird auch gelacht.

Zur Praxis gehören ich, Dr. med. Peter-Konrad Zech, als Leiter; meine Ehefrau Rosemarie Zech, Diplomsozialpädagogin, als Familientherapeutin (IFW), und Frau Edelgard Kleefisch als Sekretariatsleitung.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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