Endlich stressfrei leben: Wie Sie aktiv gegen Stress und Burnout werden

Frau Jentz

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© Paffy69 - iStockEndlich stressfrei leben - machen Sie den Anfang! (© Paffy69 - iStock)Wussten Sie schon, dass …
… das Gehirn unseren Körper bei Stress wie schon zu Urzeiten auf eine Auseinandersetzung mit Mammut oder Säbelzahntiger vorbereitet?
… dass in Bruchteilen von Sekunden Prozesse in unserem Gehirn ablaufen, um unser Überleben zu sichern?
… dass allein der Gedanke: „Wie soll ich das bloß schaffen?“ unser ganzes System auf Flucht, Angriff oder Erstarrung vorbereitet?

Der einzige Unterschied ist, dass wir heute nicht mehr gegen Säbelzahntiger, sondern gegen Zeit- und Erfolgsdruck, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Existenzsorgen kämpfen. Dieser Stress entsteht durch eine negativ bewertete Wahrnehmung und/oder negative Gedanken. Er führt dazu, dass unser Körper aufrüstet.

Wie Stress den Körper verändert

Sind wir unter Druck, entstehen schädliche Körperreaktionen, der sogenannte Stress-Metabolismus. Der Körper schüttet Adrenalin oder Noradrenalin aus, Cortisol lässt unsere Drehzahl hochschnellen und verhindert gleichzeitig die Produktion von Glücks- und Schlafhormonen.

Muskeltonus, Blutzucker und Fettspiegel steigen an, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Außerdem werden die Denkleistung und Konzentrationsfähigkeit vermindert, unser Essverhalten und sogar die Lust auf Sex verändern sich.

Je häufiger wir unter Stress stehen, desto eher leiden wir unter den kurz- mittel- und langfristigen Folgen. Die Risiken für Burnout, Depressionen, Diabetes, Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt können steigen. Denn wir müssen eben nicht mehr vor einem Säbelzahntiger flüchten oder gegen ein Mammut kämpfen, wir kämpfen mit unseren eigenen negativen Gedanken.

© Iurii Sokolov - fotoliaBeziehungsstress kann die Lebensqualität sehr einschränken (© Iurii Sokolov - fotolia)Stress macht unglücklich  

Bestimmt kennen Sie das: Der Alltag ist stressig, der Job anstrengend und die Familie nervig. In der Partnerschaft regiert die Routine und das Wort "Freizeit" klingt wie ein Fremdwort. Sie sind irgendwie unzufrieden. Das ist für viele Menschen inzwischen ganz normal, denn wir leben in einer Zeit, die enorme Anforderungen an uns stellt, im Beruf und Privatleben gleichermaßen.

Solange es uns gelingt, dabei die innere Balance zu halten, ist alles gut. Gerät sie allerdings außer Kontrolle, drohen körperliche und seelische Krankheiten oder sogar Burnout.

Und obwohl wir alle wissen, dass die Gesundheit ein hohes Gut und unersetzlich ist, gehen wir manchmal geradezu sträflich mit ihr um. Wir ignorieren sämtliche Gesundheitsempfehlungen, weil vermeintlich die Zeit fehlt, andererseits leiden wir regelmäßig unter Symptomen wie Tinnitus, Rücken-, Kopf- und anderen Schmerzen.

Wege aus dem Stress

Für Zeitmanagement fehlt die Muße, gleichzeitig fühlen wir aber, dass unser Motor auf Höchstleistung und damit gefährlich nahe am Limit läuft.

Ganz intuitiv spüren wir, dass wir uns um das wichtigste Kapital kümmern müssen, das wir haben: uns selbst. Und eigentlich müssen wir nur damit anfangen, um etwas zu verändern.

Es gibt inzwischen einige, zum Teil wissenschaftlich belegte Ansätze und Strategien, die erfolgreich helfen können, die eigene seelische Abwehrkraft zu stärken und die individuelle Balance (wieder) zu finden und zu halten. Sie helfen uns nachweislich, mit Stress und Konflikten souveräner umzugehen, und zwar bevor sie uns krankmachen.

Angeboten werden zum Beispiel Kurse, in denen Achtsamkeit, Resilienz oder Entspannungsmethoden erlernt und trainiert werden.
Diese Methoden in das Leben zu integrieren, ist leicht, erfordert keinen großen Zeitaufwand und tut nicht weh - und bedeutet nicht, dass wir noch höher, weiter und schneller springen müssen. Die Folgen sind vielmehr, dass Lebensqualität, Energie und Zufriedenheit wachsen.

© jd-photodesign - FotoliaStressfreier leben mit Yoga (© jd-photodesign - Fotolia)Kleine Investition mit weitreichenden Folgen 

Wie wäre es denn, wenn Sie in Zukunft sagen können: „Ja, Job, Familie und Alltag sind manchmal stressig, aber es gelingt mir jetzt viel besser, damit umzugehen. Meine Partnerschaft erfüllt mich und ich gebe besser acht auf mich selbst und meine Bedürfnisse. Ich bin zufrieden in meinem Leben“

Sie investieren also in Ihre Gesundheit, Ihre Zufriedenheit und Ihre Zukunft, wenn Sie etwas für sich tun. Zeitlicher und materieller Aufwand halten sich in Grenzen, dafür ist das Ergebnis umso beeindruckender. Wenn Sie es wollen. Denn der Wille versetzt bekanntlich Berge.

Finanzspritze des Arbeitgebers 

Und zu guter Letzt: Wenn Sie als Arbeitnehmer an einer gesundheitsfördernden Maßnahme teilnehmen, zum Beispiel zur Stressreduktion, kann Ihr Arbeitgeber sich finanziell daran beteiligen. Denn die Erkenntnis, dass der zukünftige Unternehmenserfolg von qualifizierten, motivierten und gesundheitsbewussten Mitarbeitern abhängt, setzt sich immer mehr durch.

Bis zu einem Freibetrag von 500 Euro im Jahr je Arbeitnehmer sind Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung zusätzlich zum Lohn steuerfrei (§ 3 Nr. 34 EStG).
Das gilt sowohl für Kurse, die für Mitarbeiter im Unternehmen durchgeführt werden als auch für Seminare, die die Mitarbeiter allein bei entsprechenden Anbietern buchen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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