Erschöpfung, Müdigkeit und Schlafstörungen – Das kann man tun

Schlafstörungen können viele Ursachen haben, auch organische Erkrankungen können der Grund sein. (© Wuttke)

... Wer kennt das nicht?
Immer wieder kommen wir im Leben in Situationen, in den uns entweder viel abverlangt wird, oder wir aus krankheits-, alters- oder anderen Gründen völlig erschöpft und müde sind.

Wenn das gelegentlich aufgrund von erkennbaren Auslösern der Fall ist, lernt man, sich danach eine Auszeit zu nehmen und sich Ruhe zu gönnen und den Schlaf, wie es so schön heißt "nachzuholen". Das ist auch in Ordnung.

Immer öfter höre ich jedoch auch in meiner Praxis, dass die Menschen gar nicht mehr schlafen können. Oder sie schlafen gut ein, werden dann aber nach kurzer Zeit wieder wach und die Nacht wird dann zum Tag.

Am Tag hingegen sind sie dann müde, schlapp und kaputt, fühlen sich schwach und würden gern ein bisschen schlafen. Doch auch das geht nicht. Entweder steht der Arbeitsalltag bevor oder man hat Angst, dass, wenn man über Tag schläft, dann wieder nachts nicht schlafen kann. Ein Teufelskreis.

 

Die Ursache finden 

Wichtig ist, zunächst, zu schauen, wo die Ursache für diese Schlafstörung (Einschlaf-/ und/oder Durchschlafstörung) liegt. Auch körperliche, organische Erkrankungen müssen immer erst abgeklärt werden.

Nicht zu unterschätzen ist, dass sich seelische und psychische Leiden oftmals in körperlichen Beschwerden ausdrücken.

Sie kennen sicher solche Aussagen, wie:

  • "Ich kann es nicht mehr hören!" – oft leiden diese Menschen auch unter einem Tinnitus (Hörsturz), oder
  • "Das geht mir auf die Nerven" – oft ein Ausdruck für Schmerzen und Schlafstörungen sowie Reizbarkeit, oder
  • "Ich hab die Nase voll!" – meistens sind die Menschen dann von immer wiederkehrenden Nasenschleimhaut- oder Nasennebenhöhlenentzündungen betroffen.

Für die Schlafstörungen oder das Grübeln beim Einschlafen könnte also passen: "sich den Kopf zu zerbrechen". Sprich: Es gibt Gedanken und Gefühle, oft auch unterbewusst, die sie einfach nicht ruhen lassen und immer umtreiben.

Auslöser dafür gibt es viele verschiedene:

  • Unzufriedenheit mit der eigenen privaten oder beruflichen Situation
  • Verluste (von Mensch und Tier)
  • Beziehungsthemen, Partnerschaft
  • Kinder, Kindererziehung
  • stressiger Alltag und Überforderung
  • Ängste, Panik
  • finanzielle Sorgen usw.

Im Vordergrund muss immer stehen, zu schauen, ob es sich um ein einzelnes Symptom (Krankheitszeichen) handelt – also die Schlafstörung, oder ob noch weitere hinzukommen. Daher ist immer die Abgrenzung auch zu anderen Krankheiten wichtig, beispielsweise zur Depression, Demenz etc.

 

Behandlungsansätze

Die Behandlungsansätze sind unterschiedlich und daher ist hier natürlich eine fachliche Meinung einzuholen. Wenn alles abgeklärt ist und NUR die Schlafstörungen zu behandeln sind, gibt es viele tolle Möglichkeiten, die man alternativ zu Medikamenten einsetzen kann, beispielsweise:

  • Gesprächstherapie
  • Kontrolle und Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Ernährungsgewohnheiten prüfen und umstellen (auch Genussmittel)
  • Tagesabläufe neu strukturieren
  • Hypnose
  • EMDR und natürlich auch
  • die TCM.

Also, nehmen Sie Schlafstörungen ernst, klären Sie sie ab und seien Sie motiviert, etwas zu verändern.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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