Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Dr. Thomas Coucoulis

Dr. Thomas Coucoulis praktiziert als Coach in Hamburg. (© Teresia Enhiak Nanni)

jameda stellt Herrn Dr. Thomas Coucoulis interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Coach.

jameda: Herr Dr. Coucoulis, was hat sie motiviert, Coach zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden? 

Herr Dr. Coucoulis: Ursprünglich komme ich aus der Medienwelt – Radio- und Eventmoderator, DJ, Medienproduzent. Eine der Leidenschaften, die all diese Tätigkeiten verband, war es, meinen Hörern und meinen Gästen ein gutes Gefühl zu geben. Ich war ein Entertainer und gab den Menschen ein kurzes Glücksgefühl, doch ihre Gesamtsituation ändert sich nicht.

Als ich mich nach einigen Jahren in der Medienwelt entschied zu studieren, hatte ich den besten Nebenjob der Welt. Ich durfte an der Uni Seminare halten. Das fühlte sich anders an. Hier konnte ich bei meinen Seminarteilnehmern wirklich etwas bewirken und sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Diese Tätigkeit war so erfüllend für mich, dass ich mich nach dem Studium entschied, eine neue, berufliche Laufbahn einzuschlagen: Coach.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht diesen so besonders?

Herr Dr. Coucoulis: Ich stehe seit über 20 Jahren auf der Bühne und am Anfang litt ich selbst unter wahnsinnigem Lampenfieber. Das war ein großer, innerer Konflikt für mich. Denn einerseits wollte ich damals unbedingt meine Medienkarriere verfolgen, andererseits war es für mich damals keine Option, die nächsten 40 Jahre unter meinem Lampenfieber zu leiden.

Also begab ich mich auf die Suche nach den Ursachen – und erwarb so ein umfangreiches Wissen über Lampenfieber. In Kombination mit meinen Coaching-Techniken habe ich ein hochwirksames Programm entwickelt, mit dem meine Klienten in wenigen Wochen das erreichen können, wofür ich Jahre gebraucht habe: ihr Lampenfieber in den Griff bekommen.

jameda: Gibt es ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Dr. Coucoulis: Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich in meinem Leben schon von sehr vielen, großartigen Lehrmeistern und Mentoren lernen durfte. Jeder davon war in seiner Zeit sehr bedeutend und es fällt mir schwer, mich auf einen festzulegen.

Außerdem gibt es da draußen noch so viele weitere inspirierende Lehrer, denen ich noch nicht begegnet bin und die mich natürlich trotzdem inspirieren. Für mich ist das Entscheidende, niemals aufzuhören, mich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Denn Wachstum ist für mich der Inbegriff von Leben.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Dr. Coucoulis: Meiner Meinung nach leben wir in einer sehr spannenden und gleichzeitig herausfordernden Zeit. Die Technologie entwickelt sich exponentiell und das Grundtempo unserer Gesellschaft wird immer schneller. Dazu noch der enorme Wertewandel zwischen den Generationen.

Das birgt ein enormes Wachstumspotential und gleichzeitig erhebliche Spannungen. Unsere Aufgabe als Gesellschaft und insbesondere als Coaches ist es, nicht nur Individuen in Entwicklungsprozessen zu begleiten, sondern gleichzeitig auch als gesellschaftliche Mediatoren zu vermitteln und für mehr Verständnis und Wertschätzung untereinander zu sorgen.

Das ist eine große Verantwortung und ich wünsche mir, dass noch viele weitere Coaches sie als solche begreifen und sie gerne übernehmen.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Klienten besonders geschätzt?

Herr Dr. Coucoulis: Mein höchster Wert im Umgang mit meinen Klienten ist die Wertschätzung. Es macht sicherlich auch ein Stück weit die Erfahrung. Ich habe in meiner mittlerweile über zehnjährigen Tätigkeit als Coach schon so viele zum Teil sehr spezielle Fälle gehabt, mich überrascht kaum noch etwas. Und trotzdem und gerade deswegen begegne ich jedem neuen Klienten völlig unvoreingenommen. Ich werte nicht, weder Äußerlichkeiten, noch Inhalte, die wir im Coaching behandeln.

Mein Ziel ist, stets den Klienten unterstützend zu begleitend, so dass er sich voller Sicherheit und Zuversicht auf den Prozess einlassen kann. Zudem bin ich in meiner Art zwar höchst professionell und gleichzeitig sehr menschlich und nahbar. Das schafft Vertrauen und ist die Basis für eine wirklich nachhaltige Veränderung.

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Klienten besonders?

Herr Dr. Coucoulis: Da gibt es einige und das ist für mich auch einer der schönsten Aspekte an dieser Tätigkeit. Es gibt einen bestimmten Punkt im Coaching-Prozess, wo es beim Klienten „Klick“ macht. Da wo das Ziel, das wir im Vorfeld festgelegt haben, nicht mehr nur als Vision im Kopf ist, sondern greifbar wird. Wenn ich das beim Gegenüber spüre, dann ist das auch für mich ein sehr erfüllender Moment. Dann weiß ich, dass ich einen guten Job gemacht habe.

jameda: Gibt es ein besonderes Klientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden? 

Herr Dr. Coucoulis: Nach über zehn Jahren dieser großartigen Tätigkeit habe ich das Privileg, auf sehr viele besondere Momente zurückzublicken. Diese Momente waren oft freudig, erleichternd, berührend und manchmal auch traurig.

Denn Veränderung bedeutet auch Abschied. Wie ein altes Paar Lieblingsschuhe, das nicht mehr zu reparieren ist und das man endgültig in den Ruhestand schickt. Doch diese alten Schuhe machen Platz für etwas Neues, und umso mehr freut man sich dann, seinen weiteren Weg in den neuen, glänzenden Schuhen zu gehen, die man sich zur Feier des Tages gegönnt hat.

Meinen Klienten in ihre neuen Schuhe zu helfen, das sind für mich die schönsten Momente.

jameda: Welchen Tipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 

Herr Dr. Coucoulis: Ein Coachingprozess ist so individuell wie ein Maßanzug und deswegen kann ich keinen Standard-Tipp geben, der für jeden gleichermaßen funktioniert. Was ich jedoch jedem der Leser wünsche, ist Mut. Ja, wenn man vor der Veränderung steht, kann das manchmal ganz schön einschüchternd sein. Ich vergleiche es gerne mit der Besteigung eines Berggipfels. Von unten wirkt der Berg vielleicht unbezwingbar, doch die größte Herausforderung ist der erste Schritt.

Seien Sie mutig und wagen Sie den Schritt. Der Weg wird sicher nicht immer einfach sein, doch es ist Ihr Weg zu einem besseren Leben, Ihr Weg zur Entfaltung, Ihr Weg zur Freiheit. Und Sie brauchen ihn ja auch nicht allein zu gehen, ich begleite Sie gerne.

Zur Person

Dr. Thomas A. Coucoulis ist der „Rampenpfau“ und hilft als Coach und Trainer, Menschen in verschiedensten Positionen und Branchen, vor ihren Kunden und Mitarbeitern überzeugend aufzutreten – mit wirkungsvoller Rhetorik, souveräner Körpersprache und einer authentischen Persönlichkeit.

Zur Praxis

Seit 2010 ist Dr. Coucoulis mit seinem eigenen Coaching-Institut spezialisiert auf die Überwindung von Lampenfieber und darauf aufbauend souveränes und authentisches, wirkungsvolles Auftreten. Er hält Vorträge und spricht in seinem Podcast "Ausgesprochen.Ausgetrunken" mit Experten über dieses Thema.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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