Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Florian Weißinfo_plain_20gr

Herr Weiß praktiziert als Heilpraktiker für Psychotherapie in Pfungstadt. (© Weiß)

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Florian Weiß interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Heilpraktiker für Psychotherapie.

jameda: Herr Weiß, was hat sie motiviert, Heilpraktiker für Psychotherapie zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden? 

Herr Weiß: Ich fühlte mich absolut hilflos, als es bei mir selbst darum ging, Verhaltensweisen in meinem Leben zu verändern. Ich hatte das Gefühl, mich selbst zu sabotieren. Ich erkannte, dass mein Unterbewusstsein in einigen Dingen genau das Gegenteil von dem tat, was ich eigentlich erreichen und verändern wollte.

Als ich das erkannte, ging ich zu einer Hypnosetherapeutin und begann, mit meinem Unterbewusstsein zu arbeiten. Hier machte ich die wundervolle Erfahrung, endlich wieder Kontrolle über die Angewohnheiten zu bekommen, die ich so sehr verändern wollte. Das hat mich so sehr begeistert, dass ich selber eine Ausbildung zum Hypnosetherapeuten begann und schließlich auch zum Heilpraktiker für Psychotherapie. 

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht ihn so besonders?

Herr Weiß: Ich unterstütze Menschen dabei, ihren eigenen Weg zur Heilung zu erkennen. Dies gelingt, indem sie ihre Verbindung nach innen stärken und dadurch herausfinden, was wirklich zu ihnen gehört und was von außen hinzugefügt wurde.

Sie treten in Kontakt mit dem Unterbewusstsein und lernen, Gedanken wie Gefühle einzuordnen und zu verstehen. So können sie heilen, sich weiter entwickeln und sich dabei treu bleiben. Diese Vorgehensweise ist mein Grundideal. Es gibt keine vorgefertigten Lösungen – meine Aufgabe ist es, sie dauerhaft in Kontakt mit ihrem Selbst zu bringen. 

jameda: Gibt es ein medizinisches Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Weiß: Ein einzelnes Vorbild gibt es für mich nicht. Ich versuche, die Stärken verschiedener Bereiche zu kombinieren. Den psychologischen Bereich nutze ich zum Verständnis und zur sachlichen Herangehensweise.

Aus dem Coaching- und NLP-Bereich verwende ich die Kraft, Gedanken und Gefühle zu hinterfragen, neu zu bewerten und zu optimieren.

Aus der Hypnosetherapie verwende ich Techniken, um meine Klientinnen und Klienten dabei zu unterstützen, ihr Selbst zu erkennen und die Kraft, die dahintersteckt. Völlig undogmatisch geht es hierbei nur um das eigene Empfinden.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Weiß: Ich sehe die Herausforderung darin, so wenig wie möglich aus fachlicher Brille und nach Schemata zu behandeln. Meine Klientinnen und Klienten bringen nicht nur ihre Probleme mit, sondern auch ihre Lösungen.

Es ist meine Aufgabe, sie dabei zu unterstützen, ihre Lösungen zu finden. Zum einen ist das der beste Weg zur Heilung und führt zudem in die eigene Kompetenz, langfristig und nachhaltig sein Leben selbst zu verwirklichen.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Weiß: Definitiv meine herzliche Art. Man spürt, dass ich offen bin und niemanden verurteile. Das hilft sehr, sich mir anvertrauen zu können, und schafft die richtige Basis zur Zusammenarbeit. 

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Weiß: Dass die Richtigen zur mir kommen, wie bestellt. 

jameda: Gibt es ein besonderes Patientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden? 

Herr Weiß: Im Besonderen schätze ich immer wieder, wie gut der Austausch und die Resonanz, sozusagen die Verbindung in der Zusammenarbeit ist.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 

Herr Weiß: Ich empfehle, einen ganz eigenen Weg zur Meditation zu entdecken. Das kann klassische Meditation sein, aber auch spazieren gehen, baden, Yoga oder Sonstiges zur Entspannung.

All diese Wege führen zu einem stärkeren Kontakt nach innen. Das ist es, was wir heutzutage mehr brauchen. Denn wir sind so im Außen, im Alltag, Arbeit und im weltlichen Geschehen verstrickt und abgelenkt, dass wir kaum noch wahrnehmen, was in unserem Inneren geschieht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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