EMDR - mit schnellen Augenbewegungen Ängste, Depression & Co. behandeln

Herr Hettesheimer

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© evgenyatamanenko - fotoliaEMDR-Therapie hilft, Erlebtes neu zu bewerten (© evgenyatamanenko - fotolia)Gezielte Augenbewegungen helfen, Ängste und Depressionen zu lindern. Wie funktioniert das?

"Schlafe doch eine Nacht drüber, dann sieht die Welt morgen wieder ganz anders aus!" Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch? In der Tat werden in bestimmten Schlafphasen unsere Tageserlebnisse verarbeitet und in verschiedenen Bereichen des Gehirns abgespeichert. Das geschieht unter anderem durch die schnellen Augenbewegungen in der REM-Phase des Schlafes. Über die Wirkung dieser Augenbewegungen gibt es die verschiedensten Erklärungen. Grundsätzlich spielt der Einklang unserer beiden Hirnhälften dabei eine entscheidende Rolle.

Francine Shapiro, eine amerikanische Literaturwissenschaftlerinn und Psychologin, begründete die sogenannte EMDR-Methode: Dabei werden durch Augenbewegungen in der Wachphase die gleichen Effekte erzielt wie in der REM-Phase des Schlafes. Mit anderen Worten: Nicht verarbeiteter Stress wird nachträglich neutralisiert und an speziellen Orten im Gehirn abgelegt.

Wie werden die Bewegungen der Augen gesteuert?

Der Therapeut löst die Augenbewegungen aus und "bewinkt" den Patienten regelrecht. Durch dieses Winken wird das Geschehen oft in erstaunlich kurzer Zeit komplett anders bewertet. Das Körpergefühl wird folglich verändert.

Indem die Muskelspannung mit dem sogenannten Myostatiktest überprüft wird, wird die EMDR-Behandlung flankiert. Dieser Test ist eng mit kinesiologischen Testungen verwandt, allerdings wird das Stressereignis und das damit verbundene Gefühl mit dem O-Ring-Test lokalisiert und eingegrenzt. Der Name "O-Ring" bezieht sich auf einen Ring, den der Patient aus Daumen und Zeigefinger formt. So kann das Kraftniveau getestet werden.

Was ist das "Wingwave"-Verfahren?

Das auf zwei Säulen ruhende Verfahren mit dem Namen "Wingwave" kann als Leistungs- und Emotionscoaching verstanden werden, das Stress abbaut und die mentale Fitness und Konfliktstabilität steigert.

Der erste Teil des Namens "wing" erinnert an den Flügelschlag des Schmetterlings, der nach der Chaostheorie das gesamte Klima ändern kann. "Wave" stellt eine Verbindung zum englischen Wort "brainwave" her, was so viel bedeutet wie "tolle Idee" oder "Geistesblitz". Diese Neubewertungen werden durch den Einsatz von EMDR und dem "O-Ring-Test" gezielt hervorgerufen.

Wo wird Wingwave eingesetzt?

Die Anwendungsbereiche dieses Verfahrens sind überaus vielfältig:

  • mentale Vorbereitung im sportlichen Bereich
  • Vorbeugung einer Belastungsdepression (Burnout)
  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Selbstmotivation bei depressiver Stimmungslage
  • Zielvisualisierungen
  • isolierte Phobien (z.B. Flugangst)
  • Angst vor Zahnarztbehandlungen
  • Reduzierung einschränkender Glaubenssätze ( "Ich bin nicht gut genug")
  • Ängstlichkeit bei Kindern und Jugendlichen
  • Übermäßiger Einsatz von Genussmitteln ( Essen, Handy, Zigaretten)

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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