Psychotherapeuten sollen zukünftig offene Sprechstunden anbieten

Psychotherapeuten sollen zukünftig entlastet werden! (©fotolia-83804122-Hetizia)

Die Bundespsychotherpeutenkammer (BPtK) fordert, im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz eine psychotherapeutische Sprechstunde einzuführen. Psychische Erkrankungen werden bisher noch zu selten und häufig nicht rechtzeitig erkannt. Nur jeder fünfte psychisch kranke Mensch erhält überhaupt eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Psychotherapeuten müssten Patienten jedoch schneller sehen, um abzuklären, ob ein Patient krank ist und welcher konkrete Behandlungsbedarf besteht.

 

Welche Mittel sind notwendig?

Zukünftig sollte der Psychotherapeut dann auch auf Hilfsangebote verweisen können, die nicht von ihm selbst erbracht werden, stellt BPtK-Präsident Prof. Dr. Rainer Richter fest. Dafür muss es möglich werden, dass Psychotherapeuten sowie Ärzte eine Sprechstunde einrichten. Patienten können dann innerhalb einer Woche einen ersten Termin bekommen und erfahren, ob und wie dringend eine Behandlung erforderlich ist.

Patienten mit leichten Beschwerden könnten auf schnell erreichbare Hilfsangebote verwiesen werden. Bei schweren psychischen Erkrankungen kann es notwendig sein, sofort ein ambulantes oder stationäres Hilfsangebot einzuleiten. Psychische Erkrankungen unterscheiden sich erheblich danach, wie akut oder chronisch sie verlaufen, wie sehr sie den Patienten im Alltag beeinträchtigen und wie dringend und mit welcher Intensität sie behandelt werden müssen.

Psychisch belastete Patienten sollten künftig seltener auf einer Warteliste landen, sondern frühzeitig in einer psychotherapeutischen Sprechstunde akut versorgt werden. Das sieht das Versorgungsstärkungsgesetz vor. Diese Entscheidung steht vielen bürokratischen Hindernissen im Weg. Es besteht der Wunsch, dass es ab April 2017 offene psychotherapeutische Sprechstunden gibt.


Wie kann der Heilpraktiker für Psychotherapie helfen?

Leider müssen psychisch belastet Patienten häufig sehr lange auf den ersten Sprechstunden-Termin warten. (© evgenyatamanenko - fotolia)
Die Lücke kann von Heilpraktikern für Psychotherapie geschlossen werden. Sie werden vom Gesundheitsamt geprüft, das heißt, sie müssen nachweisen, dass sie mit Hilfe der Differenzialdiagnose erkennen, welche psychische oder organische Erkrankung oder Eigen- und Fremdgefährdung vorliegt.

Daher sind sie in der Lage zu erkennen, welche Hilfe ein Patient braucht oder ob ein klinischer Notfall vorliegt und können die nötige Hilfe leisten. Sie helfen Patienten schnell und klar bei den ersten Schritten oder leiten diese selbst ein. Nicht jeder braucht eine Psychotherapie, auf die er 6-9 Monate warten muss.

 

Fazit

Heilpraktiker für Psychotherapie bieten eine wertvolle Ergänzung, oder empfehlen auch Selbsthilfegruppen oder den Gang zum Hausarzt. Menschen in Not müssen so nicht darauf warten, bis gesetzliche Krankenkassen eine Abrechnungsmöglichkeit gefunden haben., denn Heilpraktiker für Psychotherapie rechnen nicht mit gesetzlichen Krankenkassen ab, sondern müssen privat bezahlt werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Chr. Krüger, 10.09.2017 - 17:24 Uhr

Endlich mal ein Kommentar pro Heilpraktiker für Psychotherapie. Sie haben Recht, teils monatelange Wartezeiten sind für Patienten nicht zumutbar. Heilpraktiker für Psychotherapie können hier in der Erstphase sowohl eine Differentialdiagnose stellen, als auch stabilisierend helfen. Liebe Grüße

Antwort von Bärbel Matz-Walter, verfasst am 11.09.2017

Leider ist das noch zu wenig bekannt, dass wir Heilpraktiker für Psychotherapie in vielen Fällen eine langwierige Psychotherapie sogar überflüssig machen können. Danke für ihre Zustimmung! Liebe Grüße

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