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Schlafstörungen in Griff bekommen - Was hilft wirklich?

Herr Mehlmann

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© fotolia-106000268-ArtFamilySchalten Sie elektronische Geräte vor dem zu Bett gehen aus! (© fotolia-106000268-ArtFamily)

Der Schlaf ist Voraussetzung für die Gesundheit. Mindestens sieben Stunden Schlaf sind für eine Erholung des Körpers notwendig.

Es wird immer wieder diskutiert, ob sieben Stunden tatsächlich eine Norm sind.

Wissenschaftlich Studien beweisen jedoch, dass für bestimmte biochemische Regenerationsprozesse tatsächlich mindestens sieben Stunden notwendig sind.

Wie aber in der Tierwelt als auch bei Menschen gibt es Unterschiede. Manche brauchen weniger Schlaf und manche mehr.

Wenn Sie sich nach dem Schlaf fit fühlen, dann haben Sie genau die richtige Zeit geschlafen. 

Welche Ursachen gibt es für die Schlafstörungen?

Durch unsere moderne industrialisierte Welt „24 Stunden-Nonstop“-Gesellschaft wird der Schlaf gestört und damit unsere Gesundheit gefährdet.

Internet, Fernseher, Smartphone, Schichtarbeit, ständige Erreichbarkeit - einfach zu viel Input für das Gehirn und somit Dauerstressreaktion des Körpers.

Dazu kann noch falsche Ernährung (z.B. Fast Food) und Mangel an Bewegung kommen, was die Schlafstörungen nur noch verschlimmert.

Schlafstörungen können aber auch psychische Störungen als Ursache haben oder sogar durch eine Körpererkrankung entstehen. Eine ärztliche Untersuchung ist dafür dringend notwendig.
Belastende Lebensereignisse gehören zum Leben dazu.

Sei es ein Streit in der Arbeit, anstehende Prüfungen, Scheidung oder Tod einer nahestehenden Person. Kein Mensch kann diese Ereignisse umgehen. Aber jeder kann mit solchen Situationen umgehen lernen und so Schlafstörungen vermeiden.

Gesunden Schlaf kann man wieder erlernen

In jedem Fall müssen folgende Regeln für gesunden Schlaf befolgt werden:

  • Rechtzeitig vor 23 Uhr schlafen gehen: ab 23 Uhr wird Melatonin (Schlafhormon) produziert.
  • Mindestens 3 Stunden vor dem Schlaf nichts essen: Insulin (Blutzucker sinkende Hormon) sollte ab 19 Uhr nicht mehr produziert werden, sonst kann das Melatonin nicht produziert werden.
  • Schalten Sie im Bett Fernseher und Internet aus: am besten frische Luft schnappen oder ein Buch lesen.
  • Schlafen Sie in absoluter Dunkelheit und angenehmer Atmosphäre.
  • Alkohol, Nikotin und schweres Essen beeinträchtigen den Schlaf ungünstig: abends etwas Leichteres essen und Alkohol sowie Nikotin vermeiden.
  • Körperliche und sportliche Aktivität sollten mit genügend zeitlichem Abstand zum Zubettgehen ausgeübt werden.
  • Negative Informationen möglichst vermeiden: weniger Nachrichten hören und keine Horrorfilme schauen.

Stress

Dauerstress ist sehr gefährlich - Stresshormone in hoher Konzentration führen zur endokrinen Fehlregulation und können sogar bis zum Tod führen.

Wichtig ist, sich mit Ihrem Stress auseinander zu setzen:

  • Was macht mir Stress? - Schreiben Sie alle Punkte auf und bewerten Sie diese mit einer Stress-Skala von 0 bis 100.
  • Was ist es für eine Situation, die Ihnen Stress macht? Können Sie diese Situation ändern? Oder müssen Sie Ihre Einstellung ändern?

Holen Sie sich dafür professionelle Hilfe, denn meistens erkennt man eigene Probleme nicht so leicht.

Entspannung

© Kzenon - FotoliaRegelmäßige Bewegung an der frischen Luft hilft bei Schlafstörungen! (© Kzenon - Fotolia)Entspannen Sie sich richtig?

Möglichkeiten sich zu entspannen, teilen sich auf gesunde und ungesunde Arten auf. 

Die Ungesunden:

Kohlenhydrate (z.B. Pizza, Bürger, Nudeln, Schokolade, Torte, etc.), Alkohol, Cannabis sowie Nikotin aktivieren das parasympathische Nervensystem, das für die Entspannung zuständig ist.

Der menschliche Körper lernt eine oder mehrere aus dieser Art kennen und gibt später Impulse, es zu konsumieren und zwar sobald die Zeit für eine Entspannung kommt. Nachteil ist aber, dass diese Art dem Körper und der Psyche Schaden anrichtet.

Die Gesunden:

Sport, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Qi-Gong, Thai-Chi, Yoga, Buch lesen, Angenehme Aktivitäten, Meditation, Selbsthypnose.

Was tun, wenn nichts mehr hilft?

Auf jeden Fall einen Facharzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. 

Falls aber doch keine körperliche oder psychische Ursache für Schlafstörung vorliegt, befolgen Sie konsequent die oben genannten Punkte. Nach mindestens einem Monat können Sie schon besser schlafen!

Das Wichtigste für gesunden Schlaf ist:

gesunde Ernährung + Sport + Stressimmunität + Entspannung

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


23.04.2016 - 15:42 Uhr

Hallo, eine Sache wird bei Schlafprobleme dennoch...

von Heidi

... oft vergessen: Die Unterlage, auf der man liegt. Ich habe mich schon fast Jahre gequält und viele Mittel genommen, um endlich besser schlafen zu können, jedoch immer nur mit mäßigen Erfolg. Als ich es dann mit einer neuer Matratze probiert habe, war mein Problem schnell gelöst. Ich denke, oft ist es bei Schlafstörungen eine Sache, die deinen Körper so sehr stört - sei es jetzt psychisch oder physisch -, welche dir einfach keine Ruhe lässt. Danach sollte man gezielt suchen. LG

Herr Mehlmann

Antwort vom Autor am 25.04.2016
Andreas Mehlmann

Hallo Heidi, vielen Dank für Ihren Kommentar. Da haben Sie absolut Recht, dass der physische Komfort nicht zu unterschätzen ist. Das Bett,so wie Matratze sollten absolut individuell angepasst sein. Herzliche Grüße, Andreas Mehlmann


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