Die Angst vor dem Erbrechen: Symptome, Folgen und Behandlung der Emetophobie

Hypnnose kann helfen, Emetophobie zu besiegen (© Fotolia - Andrey Popov)

Es gibt Dinge, vor denen ekelt sich jeder. Dazu gehört ohne Zweifel das Erbrechen. Was für die überwiegende Zahl der Menschen allerdings eine völlig normale Reaktion auf ein seltenes Ereignis ist, bedeutet für andere eine tiefgreifende, angstauslösende Vorstellung. Sie leiden unter Emetophobie, der Angst vor dem Erbrechen.

Was ist Emetophobie?

Wer sich erbricht, der leidet und erlebt ein überaus belastendes Ereignis - nicht zuletzt aufgrund der organischen Ursache. Auch wer miterleben muss, wenn sich eine andere Person übergibt, wird sich automatisch ekeln.

Erbrechen ist stets unangenehm und beklemmend, sowohl für Betroffene als auch Beobachter. Bei einigen Menschen sind Angst und Abscheu vor dem Erbrechen allerdings so stark ausgeprägt, dass ihr Leben deutlich eingeschränkt ist. Spätestens dann sollte die Angststörung behandelt werden.


Überbewertung und Vermeidung

Emetophoie, die Angst vor dem Erbrechen, zählt zu den sogenannten spezifischen Phobien und ist unterschiedlich ausgeprägt. Die einen fürchten sich davor, sich selbst übergeben zu müssen. Sie achten in jeder Sekunde auf körperliche Symptome und werten bereits ein einfaches Magengeräusch oder Aufstoßen als Vorboten eines kommenden Erbrechens. Auch der Gedanke an Lebensmittel oder Essen kann die Angst auslösen.

Andere Emetophobiker haben Angst davor, das Erbrechen anderer mitzuerleben. Sie loten mögliche Gefahrensituationen aus und meiden die in ihrer Vorstellung risikobehafteten Orte, wie beispielsweise Menschenansammlungen, Konzerte, Partys oder Einkaufsstraßen. Doch damit nicht genug.

Angst geht stets mit körperlichen Symptomen einher: Dazu gehören beispielsweise Herzrasen, schweißnasse Hände, Unwohlsein und eben auch Übelkeit. Das bedeutet: Die Angst vor dem Erbrechen verstärkt die Angst selbst und drängt die auslösende Situation immer mehr in den Hintergrund. Betroffene geraten so in einen Kreislauf der Angst, aus dem sie nur schwer wieder herauskommen.

Emetophobiker meiden häufig Partys (© fotolia - bernardbodo)
Betroffenen mit Emetophobie kann erfolgreich geholfen werden. Wichtig ist es, die Symptome rechtzeitig zu erkennen.

  • Emetophobiker meiden Situationen, in denen sie sich selbst übergeben oder das Erbrechen eines anderen miterleben könnten. Sie fühlen sich in der Öffentlichkeit häufig unwohl.
  • Werden Betroffene mit der angstauslösenden Situation konfrontiert, geraten sie in einen Angstkreislauf mit allen typischen Symptomen einer Angst bis hin zu Panik.
  • Betroffene wissen, dass ihre Angst übertrieben ist.
  • Emetophobiker fühlen sich in ihrem Alltag und in ihren Leben deutlich eingeschränkt.


Ernährungsprobleme als Folge

Emetophobiker ziehen sich mehr und mehr zurück. Sie meiden die Öffentlichkeit, verzichten auf Einladungen oder das Ausgehen mit Freunden. Einkaufen und Ernährung werden zu einer Gratwanderung, denn in ihrer Vorstellung können ganz normale Lebensmittel und Speisen zu einer Bedrohung werden.

Viele Betroffene setzen deshalb nach und nach auf eine kleine Auswahl an Nahrungsmitteln, die sie kennen und als „nicht riskant“ einstufen. Oder aber die sie dann essen, wenn sie abgelenkt sind, wie zum Beispiel Chips beim abendlichen Fernsehen. 

Fachärzte und Ernährungsmediziner warnen vor dieser Entwicklung. Denn der Körper eines Emetophobikers erhält im Laufe der Zeit eine immer wiederkehrende Zusammenstellung gleicher Produkte. Eine gesunde Vielfalt verschwindet zugunsten eines kleiner werdenden Angebots. Häufig leiden Betroffene unter Gewichtsabnahme und Mangelerscheinungen.

Die Angst vor dem Erbrechen kann bei einigen Frauen sogar zu dem bewussten Verzicht einer Schwangerschaft führen. Denn auch sie geht in vielen Fällen mit Übelkeit einher. Und ist das Baby erst da, besteht ebenfalls das Risiko, dass es sich übergibt.


Wie funktioniert die auflösende Hypnose?

Die Emetophobie ist in vielen Fällen erlernt und kann auf eine bestimmte Situation zurückgeführt werden. Hilfe finden Betroffene beispielsweise in einer Verhaltens- oder Konfrontationstherapie. Auch hilft die auflösende Hypnose dabei, Denkmuster zu verändern. 

Ist die Erkrankung erfolgreich bekämpft worden, macht Essen wieder Spaß (© Alliance - fotolia)
Der Ansatz der auflösenden Hypnose ist einfach zu verstehen: Negative Erfahrungen und unverarbeitete Erlebnisse der Vergangenheit werden in den Tiefen unseres Gehirns abgespeichert. Das aktive kontrollierte Denken überlagert diese Emotionen im Wachzustand und verhindert den Zugriff darauf. Doch der ist ganz entscheidend für eine Auseinandersetzung. Denn das Unverarbeitete nimmt Einfluss auf unser Leben und das Erleben ist Auslöser für Angststörungen und falsche Verhaltensmuster.

Die auflösende Hypnose hilft Betroffenen, die verdeckten Speicher zu reaktivieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, um neue Denkmuster zu erzeugen. Entscheidend ist, die psychischen Ursachen und das eigentliche Symptom parallel zu behandeln. Ziel ist es, mit dem Gefühl umgehen zu können und der Angst erfolgreich Paroli zu bieten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (27)

Nadine, 06.09.2021 - 16:23 Uhr

Ich bin 29 Jahre alt und leide seit meinem 4. Lebensjahr an Emetophobie. Bisher habe ich 4. stationäre Klinikaufenthalte über mich ergehen lassen - mir geht es etwas besser, aber die Phobie bliebt. Es ist ein stetiger Teufelskreis! Alles um einen herum beschäftigt sich mit dieser Angst - mein ganzes Leben hängt davon ab. Ich stehe unter stetigem Druck, da ich alles kontrollieren möchte, um mich bloß nicht in eine Situation des Erbrechens zu begeben. Mittlerweile habe ich keine Kraft mehr - die Herbst/Winterzeit steht wieder bevor und das erste was ich höre ist "Norovirus" .. ! Danke dafür. Wie hilfreich ist diese Hypnose? Ich habe gehört, dass man sich stark darauf einlassen muss - da die Emetophobie bei mir auch viel mit Kontrollverlust-, abgabe zu tun hat, hätte ich glaube ich ein starkes Problem damit, mich so fallen zu lassen - Können Sie mir dazu etwas sagen? Lieben Dank im Voraus.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 07.09.2021

Liebe Nadine, eine Hypnose ist immer eine Art "Selbst-Hypnose" - im Grunde genommen lassen Sie sich soweit darauf ein, wie Sie es zulassen können. Sie geben keine Kontrolle ab - Sie sind in einem Zustand in dem Sie alles mitbekommen und Sie jederzeit diesen Zustand auch wieder verlassen können. Sie sind bewusstseinsklar. - Aber natürlich gehört auch Vertrauen zum Therapeuten dazu. Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit weiterhelfen. Wenn Sie Lust haben, sich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen, dann lesen Sie mein Buch. Dort sind viele Übungen und eine Anleitung zur Selbsthypnose enthalten. Damit könnten Sie sich dem Thema schon einmal ganz alleine zu Hause nähern. (Martina Effmert - Angst vor Übelkeit und Erbrechen, Humboldt Verlag) Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Jule, 05.09.2021 - 20:43 Uhr

Hallo, Ich leide seid längerem stark an Emetophobie...es fing damit an, dass ich bei einem Mädchen übernachtet habe und sie meinte dass ihr schlecht sei.Sie hat sich danach vor meiner Nase übergeben und ich bin total in Panik geraten...ich wollte niewieder mit diesem Mädchen Kontakt haben und habe es jz auch nicht mehr. Ich schlafe auch seit es passiert ist nicht mehr bei anderen...wenn jemand sagt, dass er Kopfschmerzen hat fühle ich mich direkt unsicher und kriege Panik. Zudem muss ich die Person jede 5 Minuten fragen wie es ihr geht...es wird oft zu mir gesagt, dass ich es nur spiele aber das stimmt nicht! Ich habe Angst wenn andere sich schlecht fühlen(Krank sind) und wenn ich krank bin habe ich teilweise auch Angst vor mir selber...ich habe zum Glück seit 5 Jahren nicht mehr erbrochen aber wenn ich es wieder mal müsste hätte ich Angst vor mir selber... Mfg Jule

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 06.09.2021

Liebe Jule, ich kann Si sehr gut verstehen. Häufig haben Patienten eine solche negative, traumatische Erinnerung. Am Freitag ist mein Buch erschienen. Vielleicht schauen Sie einmal bei Amazon. Es ist ein Ratgeber mit vielen praktischen Übungen und Tipps. Ansonsten kann ich Ihnen nur raten, in eine Therapie zu gehen. Sie müssen mit diesen Beschwerden nicht leben. Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Ally G., 20.08.2021 - 19:35 Uhr

Hallo, können sie mich denn an einen Hypnotiseur in Berlin weiterleiten? Bin starker Emetophobiker seit 11 Jahren und stetig in Therapie aber nichts hilft.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 06.09.2021

Hallo Ally, es tut mir leid, aber ich kann Ihnen da mit einer Empfehlung nicht weiterhelfen. Bitte informieren Sie sich über das Internet. Oder nutzen Sie die Möglichkeit bei mir mit Sitzungen, die Online stattfinden. Ansonsten darf ich Sie auf mein gerade erschienenes Buch hinweisen. Es ist ein Ratgeber mit vielen Tipps und Übungen. Sie erhalten das Buch bei Amazon und bei allen anderen Buchhandlungen.Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

D,T, 08.08.2021 - 00:12 Uhr

Hallo zusammen, ich bin 11 Jahre alt und leide seit 7 Jahren unter Emetophobie, es fing an damit das ein Kind aus mein Kindergarten sich vor mir erbrechen musste und ich mich total ekelte und fast selber Erbrechen musste, ich zitterte und hatte starke Herzrasen. Zwei Jahre später kam meine Schwester zur Welt und als Baby kann man sich ja nicht so gut kontrollieren was dieses Thema angeht. Und vor paar Tagen war es genau so, ich hab jetzt Angst vor meiner Schwester und passe total auf , auf was ich und sie essen, ich frage sie jede Sekunde wie es ihr geht und sobald sie hustet mach ich meine Augen zu und bedecke meine Ohren..und ich zittere dabei. Ich habe jetzt auch noch Angst Kinder zu bekommen oder generell kleine Kinder zu sehen. Ich weiß nicht ob ich überhaupt was dagegen machen kann oder es einfach eine Sache ist die mein ganzes Leben lang so bleiben wird. Kann mir jemand dabei helfen? Oder vielleicht paar Tipps geben?

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 06.09.2021

Hallo D.T., das tut mir sehr leid, dass Du schon so lange an dieser Krankheit leidest. Tipps und Tricks und viele Übungen habe ich in meinem Buch ausführlich geschrieben. Vielleicht kannst Du Dir damit schon ein wenig helfen? Schau mal bei Amazon oder in einer anderen Buchhandlung. Ansonsten solltest Du Dich auf jeden Fall Diesen Eltern anvertrauen und gemeinsam mit Ihnen überlegen, was die nächsten Schritte sein können. VG Martina

K.K, 01.07.2021 - 20:21 Uhr

Hallo , ich bin 32Jahre alt , männlich und leide seit Ende 2019 stark an Emetophobie …. ich litt bereits in meiner Jugend an einer Angststörung /Panikattacken… diese konnte ich innerhalb von 3 Jahren sehr sehr gut unter Kontrolle bringen … ich kenne die Auslöser nicht , aber es schränkt mich stark in meinem Leben ein. Ich meide Lebensmittel die ich nicht kenne , achte übertrieben auf MHD und esse überwiegend nur halbswegs vernünftig wenn ich in meiner „safezone“ also zuhause bin … ich nehme fast jedes Zeichen meines Körpers was ich als nicht normal empfinde , direkt als Warnung … Ich bin mittlerweile seit 6 Monaten Krankgeschrieben… ich will dass das ein Ende hat, und bin bereit ALLES dafür zu tun…. Ich habe schon mit dem Gedanke gespielt , mich heftig mit dieser Angst zu konfrontieren … in Form von „herbeiführung“ von Übelkeit und Erbrechen. Wenn aber die Hypnose eine Alternative dazu ist , würde ich das zuerst versuchen. Ich komme aus dem Raum NRW , und hoffe dass Sie mir sagen können, wie und wo ich mir da Hilfe suchen kann. Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 06.09.2021

Hallo K.K., ich kann Sie gut verstehen und häufig ist diese Angst so einschränkend, dass die Patienten das Haus kaum noch verlassen mögen. Sie sollten sich dringend professionelle Hilfe suchen! Am besten informieren Sie sich über das Internet. - Ich selber habe gerade ein Buch darüber geschrieben. Vielleicht hilft Ihnen das auch schon einmal ein Stück weiter. Schauen Sie mal bei den bekannten Online-Buchhandlungen. LG Maritna Effmert

Laurens S., 06.06.2021 - 15:12 Uhr

Hallo alle Zusammen! Ich bin 10 Jahre alt und leide seid ca. 3 Jahren an einer Emethophobie. Ich hatte schon seid dem Kindergarten psychische Probleme. Ich bin derzeit in einer Psychiatrie in Wien. Nur es geht mir leider immer schlechter. In der Psychiatrie esse ich kaum und ich meide die anderen Patienten. Ich bin die ganze Zeit völlig gestresst. Zuhause geht es mir nicht gerade besser. Außerdem leide ich seid 3 Jahren an starker Übelkeit. Wie ich sieben war hatte ich eine starke Magen Darm Grippe mit einmal Erbrechen. Außerdem frage ich bei jeder Mahlzeit ob die Produkte frisch sind. Ich brauche unbedingt hilfe!! Liebe Grüße Laurens S.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 06.09.2021

Lieber Laurens, ich hoffe, dass es Dir unterdessen wieder besser geht. Ich habe Diene Nachricht erst jetzt gesehen. Liebe Grüße Martina

Renate K., 24.05.2021 - 13:03 Uhr

Suche nach einer guten Hypnosebehandlung bei dem Beschwerdebild im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein. Könnten Sie mir helfen ?

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 26.05.2021

Sehr geehrte Frau K., leider kenne ich dort niemanden, den ich Ihnen empfehlen könnte. - Ich selber arbeite auch sehr erfolgreich Online. Vielleicht schauen Sie einmal auf meiner Website. Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Jana, 21.05.2021 - 19:32 Uhr

Hey alle zusammen ich leide an der emethophobie seit ca 8 einhalb Jahren und bei mir ist es so das ich nicht mehr in Freizeitparks oder generell an irgendwelche Orte wo viele Menschen sind. Leider hab ich auch eine Essstörung und bin magersüchtig. Das Problem ist einfach das man im Alltag total eingeschränkt ist und man kaum etwas machen kann. Selbst einkaufen oder irgendwo essen gehen ist echt schwierig wenn nicht sogar ein Kampf. Aber auch ein Problem ist dass man wenn sich ein Freund oder eine Freundin übergibt oder denjenigen schlecht ist, dass man dann nicht für diese da sein kann. Viele Leute verstehen diese Angststörung nicht und lachen ein aus, mobben einen oder ist echt blöd zu einen. Manchmal ist ein das peinlich und man will im Erdboden versinken. Aber oft kommen auch noch Depression dazu daran leide ich nur ganz leicht. Ich hoffe dass wir das alles in den Griff bekommen und stark bleiben. Wir sollten uns nicht schämen für diese Angst sondern uns einfach behandeln lassen. Und wenn man ganz viel übt und man weiß man ist nicht alleine mit dieser Angst dann bekommen wir das schon hin

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 26.05.2021

Liebe Jana, vielen Dank für Ihre offenen Worte und Ihre persönlichen Erfahrung zu dieser Krankheit. Ich kann Sie nur ermutigen, weiterhin so offen damit umzugehen. - Ich habe über diese Erkrankung einen Ratgeber mit vielen Tipps und Übungen - auch zur Selbsthypnose - geschrieben. Das Buch erscheint am 3.09. im Humboldt Verlag. Ich könnte mir vorstellen, dass Ihnen diese Übungen helfen. Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Emma, 13.05.2021 - 20:02 Uhr

Ich leide jetzt seit ca 2 1/2 Jahren an Emetophobie es ist mir auch seit ungefähr 1 1/2 Jahren bewusst, dass es Emetophobie ist aber meine Eltern sagen dass es nur eine Phase ist… nach dem ich öfters drum gebeten habe dass ich es behandeln lassen will, hat meine Mama sich mal an einen Therapeuten gewendet doch der hat gesagt dass es mit dem erwachsen werden vergeht aber ich möchte das nicht noch 6 Jahre haben bis ich erwachsen bin weil es mich extrem im Alltag einschränkt. Ich kann nicht mal mehr auf einen Rummel oder auch beim Schulsport kann ich nicht mehr Normal mit machen da ich immer diese angst in mir habe das ich oder jemand anderes sich übergeben muss.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 26.05.2021

Liebe Emma, das tut mir leid, dass Du schon seit so langer Zeit an dieser Phobie leidest. - Leider kennen sich nicht viele Therapeuten damit aus - und wahrscheinlich auch nicht der Kollege, mit dem Deine Mutter gesprochen hat. Vielleicht zeigst Du Diener Mutter einmal meine Website oder meine kurzen Filme auf YouTube. Dann versteht sie viellcht besser, wie es Dir geht. Weiterhin alles Gute für Dich! Martina Effmert

Karina, 11.03.2021 - 16:46 Uhr

Ich leide jetzt seit fast 1½ Jahren an emetophobie und weiß erst heute das es das ist. Den. uslöser kenne ich auch, dachte aber da kann ich mir nurSelbst helfen, kommt ja von meinem Kopf Ich habe Tage an den ich wirklich schlimm Breche, bis zu 90mal am Tag manchmal noch mehr, das sind vereinzelte Tage, kann man nicht planen und sie kommen einfach und es hört nicht auf! Die Panik davor macht es natürlich nicht besser sondern nur schlimmer, ich weine dann und dadurch breche ich noch mehr.. Dann ist für Wochen Ruhe, nur mal bisschen Übelkeit, wo ich auch Panik bekomme, aber weiß es ist anders und ich breche nicht. Es ist sehr schwer zu erklären.. Dez 2019 hat es begonnen nach einen unschönen Klinik Aufenthalt Startgewicht damals 114 Kilo Mittlerweile wiege ich 68 Kilo und ich hab keine Kräfte mehr... Ich esse quark und joghurt drinks, trinke was keine kohlensäure hat,bei mir ist es nur so das was ich selbst koche esse ich nicht, das was mein freund kocht schon aber auch nicht alles und Spatzen Happen... Ich hab angst das ich nach den essen brechen muss, einfach Mittlerweile drücke ich mich vor dem einkaufen, ich bin überfordert mit der Auswahl der Produkte und mir wird schnell schlecht wenn ich Dinge sehe die mir nicht appetitlich erscheinenden in diesem Moment, ein anderes mal kann ich das sehr wohl gut finden, das ist tagesabhängig Ich schaff das aber iwann dem komplett Paroli zu bieten, angefangen hatte es das mir wochen schlecht war und ich wochen über hunderte male am tag gebrochen habe... Bekomme dadurch eben auch Panik nochmal so schluckschmetzen zu bekommen

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 26.05.2021

Liebe Karina, vielen Dank für Deine Beschreibung der Emetophobie. Es tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte - ich habe keine Benachrichtigung zu Deinem Post bekommen. - Ich denke, Du solltest Dir dringend Hilfe und Unterstützung suchen und Dich in eine Behandlung begeben. Sprich doch zuerst einmal mit Deinem Hausarzt, der kennt sich vor Ort mit den Therapeuten bestimmt gut aus und kann Dir wertvolle Tipps geben. Gute Besserung! Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Saphira L., 06.03.2021 - 22:53 Uhr

Hallo ich leide seit ca. 5 Jahren an der emetophobie. Ich will mich unbedingt behandeln lassen. Ich wache nachts auf weil ich denke ich muss mich übergeben ich weiss das es mein kopf ist der mich das glauben lässt aber ich leide trotzdem so sehr ich brauche unbedingt hilfe.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 26.05.2021

Liebe Saphira, 5 Jahre, das ist eine sehr lange Zeit. Ich kann Dich nur ermutigen, Dir Hilfe und Unterstützung zu holen. Alles Gute und gute Besserung! Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Nora, 21.02.2021 - 12:20 Uhr

Hallo zusammen, ich bin etwas überfordert, denn ich leide seit ca. 7 Jahren immer wieder unter Unwohlsein im Bauch und Übelkeit. Die Übelkeit benenne ich als Flüssigkeitsübelkeit, denn wenn ich das habe oder merke, dass es kommt, habe ich das Gefühl, mir steht Wasser bis zum Hals und dann kann ich fast nicht sprechen und muss mich zurückziehen, um mich zu beruhigen, denn sonst muss ich würgen, aber es kommt nie etwas raus und vor dem Würgen haben ich ziemliche Angst und auch allgemein vor dem Erbrechen oder von der Magen-Darm-Erkrankung, dann werde ich immer extrem nervös. Ich habe das irgendwie seit Jahren, es hat alles mit Teetrinken am Abend, sonst wird mir schlecht, begonnen, ich glaube aber, das habe ich heute seit ca. 1-2 Jahren besiegt. Aber das mit der Übelkeit habe ich auf einen Tag auf denn anderen entwickelt und es ist immer wieder etwas besser und dann wieder schlechter. Aber seit letztes Jahr ist es ziemlich stark geworden seit ich meine Ausbildung zur FaBe im Kinderbereich abgeschlossen habe und seit diesem Jahr bin ich in Therapie, aber zurzeit weiß ich nicht viel, was ich genau habe, nur eine Angststörung und Depression und durch die Symptome bin ich ein ziemlicher Stubenhocker geworden und bleibe eigentlich immer in meinem Zimmer und auch in die Ferien gehe ich zur Zeit nicht wirklich durch die Symptome. Ich hoffe, ich habe es verständlich geschrieben und ich hoffe ihr könnt mir evtl. etwas weiterhelfen.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 22.02.2021

Liebe Nora. Vielen Dank für Ihre Offenheit über Ihre Beschwerden hier in diesem Forum zu sprechen. Wenn körperlich alles abgeklärt wurde, dann wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Therapeuten, der sich insbesondere mit der Behandlung der Emetophobie auskennt. man kann diese Angststörung wirklich sehr gut und nachhaltig behandeln. - Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft. Mit freundlichen Grüßen Martina Effmert

Sarah, 31.01.2021 - 00:10 Uhr

Ich selbst denke, dass ich an Emetophobie leide. Ich bin 16 und habe die Erinnerung in meinem Kopf, dass ich mich als Kind sehr oft erbrochen habe. Meine Mutter meint, dass das nicht stimme aber es ist in meinem Kopf irgendwie gespeichert worden. Naja wie soll ich sagen bei mir sind sowas wie Essensprobleme zum Glück nicht aufgetreten. Allerdings schaue ich wahrscheinlich mehr als andere Leute auf das Ablaufdatum, gehe nicht gerne auf Partys (wegen dem Alkohol, wegen dem ich ja brechen könnte) ziemlich blöd... was ich selbst weiß. Wenn es dann doch irgendwann mal (sehr selten) dazu kommt dass mir übel ist, schiebe ich die größte Panik, mache alle um mich rum verrückt, bekomme Schweißhände, zittrige Knie und stell mir das ganze Szenario noch schön dazu vor. Ich hasse diese „Angst“ sehr an mir und finde diese Hypnose ziemlich interessant und werde mich demnächst noch mehr damit beschäftigen, vielleicht bekomme ich das ja vor meiner gewünschten Schwangerschaft später mal hin, denn auch das ist ein Gedanke von dem ich ein wenig Angst habe.

Antwort von Martina Effmert, verfasst am 03.02.2021

Liebe Sarah, vielen Dank für Deine Nachricht, in der Du schreibst, wie Du diese Angst erlebst. Das hilft tatsächlich auch anderen Patienten, nämlich zu sehen, dass man mit dieser Angst nicht alleine ist. Vielleicht zeigst Du Deiner Mutter den Artikel über die Emetophobie, damit sie diese Krankheit versteht. - Such Dir in Deinem Umfeld Vertraute, mit denen Du darüber sprechen kannst. Auf meiner Website gibt es einen Test, den Du machen kannst, um noch besser einschätzen zu können, ob Du an einer Emetophobie leidest. - Ich wünsche Dir alles Gute und drücke Dir die Daumen, dass es Dir bald wieder besser geht. Viele Grüße Martina Effmert

Angehörige eines betroffenen Kindes, 19.12.2018 - 02:36 Uhr

Ich kenne ein junges Mädchen die nun 22j alt ist und bei Ihr ist es wirklich 1:1 so wie es hier beschrieben wird. Die Vermeidung zb. ein Angehöriger hat Magen und Darm Grippe - bringt Sie so in Panik da Sie den jenigen dann bittet daheim zu bleiben falls der vor hatte zu Besuch zu kommen oder aber Angehörige hatten vor den erkrankten zu besuchen dann bittet Sie Abstand von ihr zu halten. Das schlimme ist das die Großmutter welche Sie erzogen - die Situation völligst unterschätzt und das Mädchen so derart beeinflusst mit "Gottes Glauben und alles werde gut " inklusive Sie solle positiv denken und beten ...Das hat sie jahrelang so vertreten und hat sie quasi noch dabei unterstützt das nun das ganze chronisch geworden ist ... Sie weiß das ihre Problematik nicht natürlich ist aber so lange da der gläubige Einfluss seitens Oma hinter steht glaube ich kaum das sich was ändern wird. Die Oma brauch allerdings selbst schon lange Hilfe aufgrund schwerer Neurosen (Angst Behörden aufzusuchen um Alge Antrag zu stellen sowie ab und an Auto fahren was über 20km hinaus geht.) ...leider gepaart mit einer unglaublichen Märtyrerhaften Art die andere Menschen auf Distanz gehen lassen. Nun wie kann man da als naher Zuschauer helfen?

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